Russians pound Avdeevka with heavy bombs. Can the awaited Russian offensive be approaching?

Today’s online issue of Russia’s most important daily newspaper Rossiiskaya Gazeta carries an article from the Telegram Channel of the portal Russkaya vesna that is very important for anyone who wants to see why the application of1.5 ton reengineered, guided bombs to the war theater suggests the start of a new stage of the war that, for once, the Russians, not the Americans, are initiating.

The headline reads “RF Army has delivered a blow of previously unseen might against the Armed Forces of Ukraine (AFU)”.  What they are describing is an aerial bombing of Avdeevka, the heavily fortified Ukrainian town 14 kilometers away from Donetsk city, which is an urban center of more than a million inhabitants and capital of the Donbas oblast (region) of the same name. Donetsk city has been struck by missiles and artillery shells launched from Avdeevka on a daily basis from the time before the Special Military Operation, and with ever greater intensity during the SMO. Video images of destroyed homes and apartment buildings have appeared on Russian evening news together casualty figures and the testimony of victims.

The attack on Avdeevka came early in the morning when the Ukrainians were attempting to carry out a rotation of their troops. Eyewitnesses said that “the earth shook” in the whole area as a result of the bombing.

The question many Russians have had was why no action was taken previously to destroy Avdeevka and end the bloodshed on Russian controlled land. There was the hypothesis that taking Avdeevka by storm would have been as costly in the lives of Russian soldiers as Bakhmut or Mariupol.  The Ukrainians have been using the partly destroyed coking coal and chemicals factory there as a fortress.

There was the hypothesis that the daily images of Ukrainian inflicted death and misery in Donetsk city was useful to consolidate Russian public opinion for continuation of the war.  And now there is the hypothesis that the heavy bombs now being deployed to eradicate Ukrainian positions in Avdeevka were not yet available in the numbers needed to do the job there and elsewhere behind Ukrainian lines.

It is also possible that the Russians were holding back, prolonging the war of attrition to achieve one of their primary goals of the SMO, namely to “demilitarize” Ukraine by allowing Kiev to destroy its army reserves in the so-called spring-summer counter-offensive by throwing men and equipment against the inpenetrable Surovikin lines of defense in the southeast before moving on to a new phase in the war leading to Ukrainian capitulation. The bombing of Avdeevka today, like the reported destruction of a major Ukrainian command post by 1.5 ton bombs a couple of days ago, would suggest the “softening up” phase before a major ground offensive.

In any case, with or without a ground offensive, the Russians’ move to aerial bombing with 1.5 ton and possibly soon with 5 ton guided bombs signifies a change which Kiev, London and Washington seem not to have anticipated. It is a campaign that can easily be continued during the rainy season and roadless conditions of late autumn in Ukraine which Western commentators had assumed would force the sides to slow the war effort, giving Washington the opportunity to restock Ukraine with weapons, advisers and so on in preparation of renewed military activity in the spring.  The West can now put paid to that scenario, it would seem.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “The Iranian interest…”

Translation below into German (Andreas Mylaeus) and French (Youri)

Das iranische Interesse am Krieg zwischen Israel und Hamas

In meiner gestrigen Analyse der geopolitischen Dimension des Hamas-Angriffs auf Israel am vergangenen Samstag habe ich den Iran en passant als Nutznießer erwähnt, da es undenkbar ist, dass die anstehende saudi-israelische Normalisierung der Beziehungen, die von Washington vermittelt wurde, zu einem erfolgreichen Abschluss kommen wird, und dass eine Normalisierung den iranischen Interessen sehr abträglich gewesen wäre.

Dies eröffnet die Möglichkeit, gesondert zu untersuchen, ob cui bono uns hilft zu verstehen, dass der Iran mehr als nur ein untätiger Zuschauer bei der Vorbereitung und Durchführung des Hamas-Anschlags war. Und das führt uns zu den veröffentlichten Bemerkungen des ehemaligen US-Botschafters in Saudi-Arabien Chas Freeman, Jr. zu meinem gestrigen Aufsatz, wonach die geopolitische Dimension des Konflikts zwischen Israel und der Hamas für ihn eher eine mögliche Ausweitung des Konflikts auf die gesamte Region bedeutet als eine Auswirkung auf die Haushaltsstreitigkeiten der USA und die weitere Hilfe für die Ukraine.

All diese Fragen sind jedoch miteinander verwoben. Bisher beschränkte sich die regionale Ausbreitung auf grenzüberschreitende gegenseitige Artillerie- und Raketenangriffe zwischen Hisbollah-Kämpfern im Libanon und den israelischen Verteidigungsstreitkräften. Es ist jedoch leicht vorhersehbar, dass es zu Gewaltausbrüchen zwischen israelischen und syrischen Truppen an der gemeinsamen Grenze kommen wird. Und hinter all diesen kleineren Krisenherden steht die schwelende Feindseligkeit zwischen dem Iran und Israel, die globale Auswirkungen haben wird, wenn die Vereinigten Staaten und Israel beschließen sollten, den Iran für die Bewaffnung und Unterstützung der Hamas-Kräfte verantwortlich zu machen.

Erinnern wir uns daran, dass Premierminister Benjamin Netanjahu im Juli, als er mit Reportern über die Möglichkeit sprach, dass NATO-Militärmaterial, das an die Ukraine geschickt wurde, bereits illegal an palästinensische Terroristen umgeleitet worden war, den Iran als Vermittler nannte. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoller, die Verlegung eines US-Flugzeugträgers und anderer Marineschiffe in die Nähe Israels durch Joe Biden als Vorbereitung eines Angriffs auf den Iran zu interpretieren als als Vorbereitung eines Angriffs auf die Hamas-Stadtguerilla in Gaza.

In einigen sozialen Medien wird sogar wild spekuliert, dass die USA nun den Vorwand der iranischen Hilfe für die Hamas nutzen werden, um iranische Nuklearanlagen zu bombardieren, entweder mit konventionellen oder taktischen Atomwaffen. Die Logik und der Zeitpunkt sollten im Zusammenhang mit der Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit der USA gegenüber den Saudis als deren Sicherheitsschirm gesehen werden, während die Bedrohung durch einen atomar bewaffneten Iran aus der Region entfernt wird.

Die Außenpolitik der Regierung Biden ist seit ihrem Amtsantritt ein ums andere Mal gescheitert, in Afghanistan, in der Ukraine, und sie gleicht einer in die Enge getriebenen Ratte, die in dem verzweifelten Versuch, sich als Sieger zu präsentieren, bevor der Wahlkampf in den USA ernsthaft beginnt, in alle Richtungen ausschlagen wird.

Angesichts dieser sich verdichtenden Kriegswolken über der Region und möglicherweise der ganzen Welt tritt auch Russland als Weltmacht auf den Plan und nicht als die “Regionalmacht”, als die es Barack Obama törichterweise bezeichnet hat. Alle Drohungen der USA gegenüber dem Iran können und werden von Moskau nicht ignoriert werden. Die einfachen Tage der Kanonenbootdiplomatie, an die Bidens jüngste Direktiven erinnern, sind längst vorbei.

Ich schließe diesen Aufsatz mit einem Blick darauf, was das russische Staatsfernsehen in seiner Berichterstattung über den Krieg zwischen Israel und Hamas durch seinen langjährigen Kriegskorrespondenten Jewgeni Poddubny zeigte, der vom Donbass in sein Nahost-Büro versetzt wurde. Was er und das übrige Nachrichtenteam von Vesti auf den Bildschirm brachten, hat die Zensur in Washington und London noch nicht passiert: nämlich Szenen von Verlusten des israelischen Militärs bei dem Angriff am Samstag und nicht nur Szenen von zivilen Opfern, wie das Video der Kinder, die von Hamas-Kämpfern bei einem Musikfestival in der Nähe von Gaza ermordet wurden, das die Berichterstattung von BBC, Euronews und CNN füllt.

Auf der militärischen Seite sah das, worüber Poddubny berichtete, sehr ähnlich aus wie das, was er in Donezk zurückgelassen hatte. Da wurden die angeblich unbesiegbaren israelischen Panzer der neuesten Generation in Brand gesetzt, es gab Bilder von Hamas-Drohnenangriffen, es gab einen Bericht, dass die Hamas bei einem Angriff auf eine IDF-Militärbasis mehr als 20 israelische Panzer erbeutet hat. Es wurden Bilder von Drachenfliegern gezeigt, die Hamas-Kämpfer vom Meer an die israelische Küste brachten. Angesichts des fortschrittlichen tödlichen Materials in ihren Händen und der hochentwickelten taktischen Ausrichtung, die der gesamte facettenreiche Angriff der Palästinenser gezeigt hat, ist es klar, dass die israelischen Versuche, den Gazastreifen durch eine Bodenkampagne einzunehmen, den Kämpfen um die Kontrolle von Bakhmut ähneln werden und nicht dem von den amerikanischen Generälen geliebten Desert Storm-Feldzug.

L’intérêt iranien dans la guerre entre Israël et le Hamas

Dans mon analyse de la dimension géopolitique de l’attaque du Hamas contre Israël samedi dernier, j’ai mentionné en passant (en français dans le texte) l’Iran comme bénéficiaire dans la mesure où il est inconcevable que la normalisation des relations israélo-saoudiennes en cours, négociée par Washington, aboutisse, et où cette normalisation aurait été très préjudiciable aux intérêts iraniens.

Cela ouvre la possibilité d’un examen distinct pour déterminer si le cui bono nous aide à comprendre que l’Iran a été plus qu’un spectateur oisif dans la préparation et l’exécution de l’attaque du Hamas. Cela nous amène aux remarques publiées sur mon essai d’hier par l’ancien ambassadeur américain en Arabie saoudite, Chas Freeman Jr., selon lesquelles la dimension géopolitique du conflit entre Israël et le Hamas signifie pour lui une éventuelle propagation du conflit dans la région plutôt que ses répercussions sur les litiges budgétaires aux États-Unis et sur la poursuite de l’aide à l’Ukraine.

Cependant, toutes ces questions sont étroitement liées. Jusqu’à présent, la propagation régionale s’est limitée à des échanges transfrontaliers d’artillerie et de roquettes entre les combattants du Hezbollah au Liban et les forces de défense israéliennes. Mais il est facile de prévoir des explosions de violence entre les troupes israéliennes et syriennes à leur frontière commune. Et derrière tous ces points chauds mineurs se cache l’hostilité latente entre l’Iran et Israël, qui aura un impact mondial si les États-Unis et Israël décident d’imputer à l’Iran la responsabilité d’armer et de soutenir les forces du Hamas.

Rappelons qu’en juillet dernier, lorsque le Premier ministre Benjamin Netanyahu a évoqué devant des journalistes la possibilité que du matériel militaire de l’OTAN envoyé en Ukraine ait déjà été illégalement détourné au profit de terroristes palestiniens, il a désigné l’Iran comme l’intermédiaire. Dans cette optique, il est plus logique d’interpréter l’envoi par Joe Biden d’un porte-avions américain et d’autres navires de guerre plus près d’Israël comme la préparation d’une attaque contre l’Iran que comme la préparation d’une attaque contre la guérilla urbaine du Hamas à Gaza.

Certains médias sociaux se livrent même à de folles spéculations sur le fait que les États-Unis vont maintenant utiliser le prétexte de l’aide iranienne au Hamas pour bombarder les installations nucléaires iraniennes, avec des armes nucléaires conventionnelles ou tactiques. La logique et le calendrier doivent être considérés dans le contexte du rétablissement de la crédibilité des États-Unis auprès des Saoudiens en tant que leur parapluie de sécurité, tout en éliminant de la région la menace d’un Iran doté de l’arme nucléaire.

Avec l’échec successif de ses politiques étrangères depuis son entrée en fonction, en Afghanistan, en Ukraine, l’administration Biden est comme un rat acculé qui va frapper dans toutes les directions dans une tentative désespérée d’apparaître comme un gagnant avant que la campagne électorale aux États-Unis ne commence pour de bon.

Face à ces nuages de guerre qui s’épaississent dans la région et potentiellement dans le monde, la Russie apparaît également comme une puissance mondiale, et non comme la “puissance régionale” selon l’expression stupide de Barack Obama. Toute menace américaine à l’encontre de l’Iran ne peut être et ne sera pas ignorée par Moscou. Les jours simples de la diplomatie de la canonnière qu’évoquent les dernières directives de Biden sont révolus depuis longtemps.

Je termine cet essai par un regard sur ce que la télévision d’État russe a montré dans sa couverture de la guerre entre Israël et le Hamas par son correspondant de guerre vétéran, Evgeni Poddubny, qui a été transféré du Donbass à son bureau du Moyen-Orient. Ce que lui et le reste de l’équipe de Vesti ont montré à l’écran n’a pas encore passé la censure à Washington et à Londres : il s’agit de scènes de pertes subies par l’armée israélienne lors de l’attaque de samedi, et pas seulement de scènes de victimes civiles, comme la vidéo des enfants assassinés par des combattants du Hamas lors d’un festival de musique près de Gaza, qui a rempli les reportages de la BBC, d’Euronews et de CNN.

Sur le plan militaire, les reportages de Poddubny ressemblaient beaucoup à ce qu’il avait laissé derrière lui à Donetsk. On y voyait les chars israéliens de dernière génération, prétendument invincibles, incendiés, des images d’attaques de drones du Hamas, un rapport selon lequel le Hamas aurait capturé plus de 20 chars israéliens lors d’une incursion contre une base militaire de l’IDF.  Ils ont montré des images de deltaplanes transportant des combattants du Hamas depuis la mer jusqu’aux côtes israéliennes. Avec du matériel létal avancé entre leurs mains et la direction tactique hautement sophistiquée que l’attaque multiforme des Palestiniens a démontrée, il est clair que les tentatives israéliennes de prendre Gaza par une campagne terrestre vont ressembler aux combats pour le contrôle de Bakhmut et non à la campagne Tempête du désert bien-aimée des généraux américains.

Translations of ‘Business Insider’

Translations below into German (Andreas Mylaeus)

Business Insider” (indisches Nachrichtenportal) über den russischen Einsatz von schweren Bomben im Kriegsgebiet

Das russische Nachrichtenportal Regnum.ru gibt heute Informationen des indischen Nachrichtenportals ‘Business Insider’ weiter, die für die Leser meiner jüngsten Ausführungen über die veränderte russische Taktik und den Übergang zu Luftangriffen aufschlussreich sein dürften.

Zitat

Die russischen Streitkräfte führen mit gelenkten Fiegerbomben vernichtende Schläge gegen die Streitkräfte der Ukraine.

Datum Washington, 9. Oktober 2023

Die russischen Streitkräfte versetzen den ukrainischen Streitkräften mit gelenkten Fliegerbomben vernichtende Schläge, schreibt Business Insider.

“Was übrig bleibt, ist ein Krater, der so groß ist, dass man einen Panzer oder mehrere Autos darin begraben könnte”, zitiert die Publikation einen UAF-Kämpfer.

IA Regnum berichtet, dass die ukrainische Armee Anfang Oktober bei einem Schlag der russischen Luft- und Raumfahrtkräfte gegen das Hauptquartier einer taktischen Gruppe namens “Soledar” in Aleksandro-Kalinovo die schwersten Verluste ihrer Kommandogruppen während der gesamten Dauer der Sonderoperation erlitt.

Nachrichtendienstliche Erkenntnisse aus dem Weltraum halfen bei der Lokalisierung des Hauptquartiers, und der Angriff selbst wurde durch die hochleistungsfähigen FAB-1500-Fliegerbomben unterstützt, die seit kurzem zur Bewaffnung der russischen Streitkräfte gehören.

Zitat Ende

‘Business Insider’ (Indian news portal) on Russian use of heavy bombs in the war theater

The Russian news portal Regnum.ru relays today information from the Indian news portal ‘Business Insider’ that readers of my recent remarks on the changing Russian tactics and shift to aerial bombing should find instructive.

Quote

The Armed Forces of Russia are delivering destructive blows against the Armed Forces of Ukraine using guided aerial bombs.

Dateline Washington, 9 October 2023

The Armed Forces of Russia are delivering destructive blows against the Ukrainian Armed Forces using guided aviation bombs, writes Business Insider.

“After them what remains is a crater of such dimensions that you could bury a tank or several cars inside,” the publication quotes a UAF fighter as saying.

IA Regnum reported that at the start of October the Ukrainian army bore the heaviest losses of its command groups for the whole period of the Special Operation during a Russian Aerospace Forces blow against the headquarters of a tactical group called “Soledar” in Aleksandro-Kalinovo.

Space based intelligence gathering helped to locate the headquarters and the strike itself was assisted by the high power FAB-1500 aviation bombs that recently appeared among the armaments of Russian forces.

Unquote

Translations of “The Israeli-Hamas war from a geopolitical perspective”

Translations below into German (Andreas Mylaeus), Italian (Weber Potsie) and French (Youri)

Der israelische Krieg gegen die Hamas aus einer geopolitischen Perspektive

Der verheerende Angriff der Hamas auf Israel gestern und Israels Erklärung des totalen Krieges waren heute die Hauptthemen in den westlichen Medien. Einiges von dem, was die Sprachrohre bei CNN, Euronews und der BBC sagen, ist scharfsinnig und wertvoll, viel mehr als ihre Kommentare zum Krieg in der Ukraine, der mein Hauptaugenmerk ist. Ich glaube, dass ich nicht nur deshalb beeindruckt bin, weil es umso leichter ist, die Aussagen des Mainstreams ernst zu nehmen, je weniger man über ein bestimmtes Thema weiß. Nein, was ich über die Versäumnisse des israelischen Geheimdienstes bei diesen Sendern gehört habe, war sehr sinnvoll und scheint glaubwürdig zu sein.

Ich habe es heute im indischen Fernsehen WION gewagt, ein paar Worte über den Konflikt zu sagen, weil ich die Gelegenheit hatte, ihn aus der geopolitischen Perspektive zu betrachten, die im westlichen Mainstream relativ wenig Beachtung findet. Der Link zu diesem Interview wird weiter unten veröffentlicht, sobald er verfügbar ist.

Im Übrigen gibt es zwei Anhaltspunkte, die es rechtfertigen, die geopolitische Perspektive zu überdenken. Das eine ist die Nachricht, dass der Vorsitzende der Arabischen Liga heute zu Gesprächen mit Außenminister Lawrow nach Moskau geflogen ist. Der andere ist die Erklärung eines Beamten im russisch kontrollierten Donbass, dass die Anfang des Jahres an die Ukraine gelieferten NATO-Waffen weiterverkauft wurden und in dem dortigen Krieg, der jetzt im Gange ist, wahrscheinlich gegen Israel eingesetzt werden. Das erinnert an die Äußerungen von Benjamin Netanjahu im vergangenen Juli, wonach die Palästinenser bekanntlich Panzerabwehrwaffen, vermutlich Javelins, von den Ukrainern bezogen haben. Das ist nicht unerheblich, denn die Israelis werden Panzer in den Gazastreifen verlegen müssen, um die Kontrolle zu übernehmen, und diese Art von NATO-Waffen könnte dem Personal und der Ausrüstung der IDF großen Schaden zufügen.

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Mainstream-Kommentatoren mit einiger militärischer Erfahrung haben darauf hingewiesen, dass ein Angriff wie dieser eine lange Vorbereitungszeit benötigt haben muss, vielleicht sogar ein Jahr. Es stellt sich also die Frage: Warum gerade jetzt?

Ein Hinweis, der von Kommentatoren erwähnt wird, ist, dass der Angriff kurz nach den jüdischen Hohen Feiertagen stattfand. Das könnte ein Hinweis sein, wenn wir bedenken, dass dieser Hamas-Angriff die größte Bedrohung für die israelische Sicherheit seit dem Jom-Kippur-Krieg 1973 darstellt, der auch deshalb so verheerend war, weil die israelischen Geheimdienste ihn nicht kommen sahen.

Ich glaube jedoch, dass der Zeitpunkt aus einem ganz anderen Grund gewählt wurde, der rein geopolitischer Natur ist: Der Anschlag wurde inszeniert, um die laufende Annäherung zwischen Saudi-Arabien und Israel unter der Leitung von Washington zu stören. Sollte es den Parteien gelingen, ein Abkommen über die Normalisierung der Beziehungen zu schließen, würde dies alle Hoffnungen der Palästinenser auf die Unterstützung ihrer arabischen Brüder in der Region bei der Verwirklichung ihrer politischen Ambitionen auf Staatlichkeit gefährden. In der Zwischenzeit würde sich im Falle eines saudi-israelischen Abkommens das Machtgleichgewicht in der Region zwischen Iran und Saudi-Arabien deutlich zu Gunsten der Saudis verschieben, da die Bedingungen, die sie mit Washington für einen Frieden mit Israel aushandelten, die Erklärung eines formellen Sicherheitsabkommens mit den Vereinigten Staaten und den Zugang zu amerikanischer Nukleartechnologie bis hin zur Anreicherung von Uran einschlossen. Mit anderen Worten, die Saudis würden den derzeitigen iranischen Vorteil, nur eine Haaresbreite vom Besitz von Bomben entfernt zu sein, einholen.

Unter den gegenwärtigen Bedingungen eines totalen Krieges Israels gegen die Hamas und der Aussicht auf einen blutigen Einmarsch der israelischen Verteidigungsstreitkräfte in den Gazastreifen ist es für Saudi-Arabien undenkbar, die Beziehungen zu normalisieren. Dies bedeutet, dass der Außenpolitik der Regierung Biden ein schwerer Schlag versetzt worden ist. Dieses Scheitern kommt zu dem Fiasko des Afghanistan-Abzugs hinzu. Der Nettoeffekt wird sich nicht nur im Wahlkampf um die Präsidentschaft im Herbst bemerkbar machen, sondern auch unmittelbar, da er die Position des Präsidenten in den laufenden Auseinandersetzungen mit dem Kongress über den Haushalt 2024 und insbesondere über die Finanzierung der Ukraine schwächt. Wenn die Behauptungen, dass NATO-Waffen über die Ukraine in die Hände der Hamas gelangt sind, zutreffen, dann werden die Folgen unkontrollierter Waffenlieferungen an Kiew für jedermann sichtbar sein.

Misserfolg erzeugt Misserfolge, und man kann diese neue Nahost-Politik von Biden, Blinken und Sullivan nicht mit Lippenstift beschönigen.

Il devastante attacco di ieri a Israele da parte di Hamas e la dichiarazione di guerra da parte di Israele sono ovviamente le notizie principali dei media occidentali oggi. I commenti della CNN, Euronews e della BBC sono interessanti e il loro tono ben diversi da quello dei commenti cui ci hanno abituato in merito alla guerra in Ucraina. Commenti che mi colpiscono non solo perché meno si conosce una cosa, più è facile prendere sul serio quello che il mainstream ci passa. Ma perché quello che leggo dei fallimenti dell’intelligence israeliana sembra sensato, credibile.

Oggi mi sono azzardato a dire qualche parola sul conflitto alla televisione indiana WION, perché mi è stata data l’opportunità di parlarne in prospettiva geopolitica, cosa che ha ricevuto relativamente poca attenzione sul mainstream occidentale.

Ci sono, tra l’altro, due segnali che giustificano un’interpetazione geopolitica di quanto e’ successo. La notizia che il capo della Lega Araba è volato oggi a Mosca per colloqui con il Ministro degli Esteri Lavrov. E la dichiarazione di un funzionario del Donbas, regione controllata dalla Russia, secondo cui le armi della NATO consegnate all’inizio dell’anno all’Ucraina sarebbero state vendute e probabilmente utilizzate contro Israele. Questo riporta alla mente le osservazioni di Benjamin Netanyahu dello scorso luglio, secondo cui i palestinesi si sarebbero procurati armi anticarro, presumibilmente giavellotti, dagli ucraini. Il che non è irrilevante, perché gli israeliani dovranno spostare mezzi blindati nella Striscia di Gaza per prenderne il controllo della situazione, e perche’ questo tipo di armamento NATO potrebbe infliggere ingenti danni al personale e alle attrezzature dell’Iesercito israeliano.

*****
Tra i commentatori dei fatti di ieri che hanno esperienza militare hanno sottolineato che un attacco come questo deve aver richiesto una lunga preparazione, forse un anno. E allora la domanda sorge spontanea: perché proprio ora?

Alcuni di loro hanno fatto notare la coincidenza dell’attacco con le festività ebraiche. Il che ovviamente ricorda la scelta dei giorni dello Yom Kippur nel 1973, una guerra che face gravi danni a Israele. Anche allora si parlo’ dell’ncapacità dell’intelligence israeliana di prevederla.

Personalmente ritengo che la tempistica sia stata guidata da qualcosa di completamente diverso, e di natura puramente geopolitica: l’attacco è stato inscenato per interrompere il riavvicinamento in corso tra Arabia Saudita e Israele sotto la guida di Washington. Se le parti riuscissero a concludere un accordo sulla normalizzazione delle loro relazioni, questo metterebbe a repentaglio le speranze dei palestinesi di avere il sostegno dei loro fratelli arabi nella regione per realizzare le loro ambizioni e creare uno stato palestinese. Nel frattempo, se dovesse esserci un accordo saudita-israeliano, l’equilibrio di potere nella regione tra l’Iran e l’Arabia Saudita si sposterebbe significativamente a favore dei sauditi, poiché le condizioni che stavano negoziando con Washington per fare la pace con Israele includono la dichiarazione di un trattato formale di sicurezza con gli Stati Uniti e l’accesso alla tecnologia nucleare americana, comprese le tecnologie di arricchimento dell’uranio. In altre parole, i sauditi potrebbero essere vicini a possedere bombe nucleari, e quindi a ridurre se non eliminare il vantaggio di cui al moment ancora gode ancora l’Iran nella regione.

Nelle attuali condizioni di guerra totale da parte di Israele contro Hamas e con la prospettiva di una sanguinosa incursione a Gaza da parte della Forza di Difesa israeliana, è impensabile che l’Arabia Saudita proceda alla normalizzazione delle relazioni con Israele. Il che significa che l’attacco di Hamas ha inferto un duro colpo alla politica estera dell’amministrazione Biden. Questo fallimento si aggiunge al fiasco del ritiro dall’Afghanistan. L’effetto netto non si farà sentire solo quando la campagna elettorale per la presidenza prenderà il via nel corso dell’autunno, ma si farà sentire subito nella misura in cui indebolirà la mano del Presidente nel braccio di ferro in corso con il Congresso sul bilancio 2024 e in particolare sui finanziamenti all’Ucraina. Se le accuse che le armi della NATO sono arrivate nelle mani di Hamas attraverso l’Ucraina, allora le conseguenze di una consegna incontrollata di armi a Kiev saranno sotto gli occhi di tutti.

I fallimenti generano fallimenti, e sarà difficile trovare il modo di nascondere il fallimento della politica mediorientale di Biden, Blinken e Sullivan.

La guerre israélienne contre le Hamas dans une perspective géopolitique

L’attaque dévastatrice du Hamas contre Israël hier et la déclaration de guerre totale d’Israël ont été les principaux sujets d’actualité dans les médias occidentaux aujourd’hui. Certains des propos tenus par les responsables de CNN, Euronews et la BBC sont perspicaces et précieux, bien plus que leurs commentaires sur la guerre en Ukraine, qui est mon principal sujet d’intérêt. Je pense que je suis impressionné non seulement parce que moins on en sait sur un sujet donné, plus il est facile de prendre au sérieux ce que le courant dominant présente. Non, ce que j’ai entendu sur les échecs des services de renseignement israéliens sur ces chaînes est logique et semble crédible.

J’ai osé dire quelques mots sur le conflit à la télévision indienne WION plus tôt aujourd’hui, car j’ai eu l’occasion d’en parler d’un point de vue géopolitique, qui a reçu relativement peu d’attention de la part du courant dominant occidental. Le lien vers cette interview sera publié ci-dessous dès qu’il sera disponible.

Il y a d’ailleurs deux éléments qui justifieraient que l’on réfléchisse davantage à la perspective géopolitique. Le premier est la nouvelle selon laquelle le chef de la Ligue arabe s’est envolé aujourd’hui pour Moscou afin de s’entretenir avec le ministre des Affaires étrangères Lavrov. L’autre est la déclaration d’un responsable du Donbass, contrôlé par la Russie, selon laquelle les armes de l’OTAN livrées à l’Ukraine au début de l’année ont été revendues et sont probablement utilisées contre Israël dans le cadre de la guerre qui se déroule actuellement dans cette région. Cela rappelle les remarques de Benjamin Netanyahu en juillet dernier, selon lesquelles les Palestiniens étaient connus pour s’être procuré des armes antichars, vraisemblablement des Javelins, auprès des Ukrainiens. Ce n’est pas sans importance, car les Israéliens devront faire entrer des blindés dans la bande de Gaza pour en prendre le contrôle et ce type d’armement de l’OTAN pourrait infliger d’importants dégâts au personnel et à l’équipement des FDI.

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Les commentateurs classiques ayant une certaine expérience militaire ont souligné qu’une attaque comme celle-ci a dû être préparée de longue date, peut-être même pendant un an. La question se pose donc : pourquoi maintenant ?

L’un des indices mentionnés par les commentateurs est que l’attaque a eu lieu juste après les jours saints juifs. Ce pourrait être un indice si l’on considère que cette attaque du Hamas constitue la plus grande menace pour la sécurité d’Israël depuis la guerre du Kippour en 1973, qui a également été si préjudiciable parce que les services de renseignement israéliens n’ont pas su la voir venir.

Toutefois, je pense que le choix du moment était motivé par quelque chose d’entièrement différent, qui relève purement du domaine de la géopolitique : l’attentat a été organisé pour perturber le rapprochement en cours entre l’Arabie saoudite et Israël sous la direction de Washington.  Si les parties parvenaient à conclure un accord sur la normalisation des relations, cela mettrait en péril tous les espoirs des Palestiniens de bénéficier du soutien de leurs frères arabes dans la région pour réaliser leurs ambitions politiques de création d’un État. Entre-temps, si un accord israélo-saoudien devait être conclu, l’équilibre des forces dans la région entre l’Iran et l’Arabie saoudite changerait considérablement en faveur des Saoudiens, puisque les conditions qu’ils négociaient avec Washington pour faire la paix avec Israël comprenaient la déclaration d’un traité de sécurité formel avec les États-Unis et l’accès à la technologie nucléaire américaine jusqu’à l’enrichissement de l’uranium. En d’autres termes, les Saoudiens se rapprocheraient de l’avantage actuel de l’Iran, qui n’est qu’à un cheveu de posséder des bombes.

Dans les conditions actuelles de guerre totale d’Israël contre le Hamas et la perspective d’une incursion sanglante dans Gaza par les forces de défense israéliennes, il est impensable que l’Arabie saoudite procède à la normalisation de ses relations. Cela signifie, en effet, qu’un coup sérieux a été porté à la politique étrangère de l’administration Biden. Cet échec vient s’ajouter au fiasco du retrait d’Afghanistan. L’effet net ne se fera pas seulement sentir lorsque la campagne électorale pour la présidence commencera plus tard cet automne, mais il se fera sentir immédiatement dans la mesure où il affaiblira la main du président dans son bras de fer actuel avec le Congrès sur le budget 2024 et en particulier sur le financement de l’Ukraine. Si les allégations selon lesquelles des armes de l’OTAN sont arrivées entre les mains du Hamas via l’Ukraine se confirment, les conséquences d’une livraison incontrôlée d’armes à Kiev seront exposées au grand jour.

L’échec engendre l’échec, et on ne peut pas maquiller de rouge à lèvres ce nouveau cochon de la politique moyen-orientale de Biden, Blinken et Sullivan.

The Iranian interest in the Israeli-Hamas war

In my analysis yesterday of the geopolitical dimension to the Hamas attack on Israel this past Saturday, I mentioned Iran en passant as a beneficiary insofar as it is inconceivable that the pending Saudi-Israeli normalization of relations that was being brokered by Washington will proceed to successful conclusion, and that normalization would have been very prejudicial to Iranian interests.

This opens the possibility to a separate examination of whether cui bono helps us to understand that Iran was more than an idle bystander in the preparation and execution of the Hamas attack. And that takes us to published remarks on my essay of yesterday by former U.S. ambassador to Saudi Arabia Chas Freeman, Jr. to the effect that the geopolitical dimension of the Israeli-Hamas conflict means for him possible spread of the conflict across the region rather than its repercussions on U.S. budgetary disputes and further aid to Ukraine.

However, all of these questions are intertwined. So far the regional spread has been limited to cross border artillery and rocket exchanges between Hezbollah fighters in Lebanon and the Israeli Defense Forces. But it is easy to foresee outbreaks of violence between Israeli and Syrian troops at their common border. And behind all these minor flash points there is the simmering hostility between Iran and Israel that will have a global impact if the United States and Israel should decide to pin responsibility for arming and abetting the Hamas forces on Iran.

Let us remember that back in July, when Prime Minister Benjamin Netanyahu spoke to reporters about the possibility that NATO military materiel sent to Ukraine had already been illegally diverted to Palestinian terrorists, he identified Iran as the broker. In this light, it makes more sense to interpret Joe Biden’s sending a U.S. aircraft carrier and other naval vessels closer to Israel as preparations for an attack on Iran than for preparations to attack the Hamas urban guerillas in Gaza.

There is even wild speculation in some social media that the U.S. will now use the pretext of Iranian aid to Hamas to bomb Iranian nuclear installations, with either conventional or tactical nuclear arms. The logic and the timing should be seen in the context of restoring U.S. credibility to the Saudis as their security umbrella, while removing the threat of a nuclear empowered Iran from the region.

With its foreign policies since taking office failing one after another, in Afghanistan, in Ukraine, the Biden administration is like a cornered rat that will strike out in all directions in the desperate attempt to appear to be a winner before the electoral campaign in the States begins in earnest.

Against these thickening clouds of war over the region and potentially over the world, Russia also enters the picture as a global power, not the “regional power” that Barack Obama foolishly called it. Any U.S. threats to Iran cannot and will not be ignored by Moscow. The simple days of gunboat diplomacy that Biden’s latest directives evoke are long gone.

I close out this essay with a look at what Russian state television was showing in its coverage of the Israeli-Hamas war by its veteran war correspondent Yevgeni Poddubny, who has been transferred from Donbas to their Middle East bureau. What he and the rest of the Vesti news team put on the screen has not yet passed censorship in Washington and London: that is to say, scenes of losses by the Israeli military in the Saturday attack, and not just scenes of civilian casualties, such as video of the kids who were murdered by Hamas fighters at a music festival near Gaza that has filled the reportage on BBC, Euronews, CNN.

On the military side, what Poddubny was reporting on looked very much like what he left behind in Donetsk. There were the supposedly invincible latest generation Israeli tanks set ablaze, there were images of Hamas drone attacks, there was a report that Hamas captured more than 20 Israeli tanks in an incursion against an IDF military base.  They showed images of the hang gliders carrying Hamas fighters from the sea onto Israeli shores.  With advanced lethal materiel in their hands and with the highly sophisticated tactical direction that the entire multifaceted attack by the Palestinians has demonstrated, it is clear that Israeli attempts to take Gaza by a ground campaign are going to resemble the fighting for control of Bakhmut and not the Desert Storm campaign beloved by American generals.

©Gilbert Doctorow, 2023

The Israeli war on Hamas from a geopolitical perspective

The devastating attack on Israel by Hamas yesterday and Israel’s declaration of total war have been the featured news items in Western media today. Some of what the talking heads are saying to CNN, Euronews and the BBC is perceptive and valuable, much more so than any of their commentary on the war in Ukraine, which is my primary focus.  I think that I am impressed not merely because the less you know about any given subject, the easier it is to take seriously what mainstream presents. No, what I have heard about the failures of Israeli intelligence on these stations has made good sense and seems credible.

I ventured to say a few words about the conflict on WION Indian television earlier today, because I was given the opportunity to talk about it from the geopolitical perspective, which got relatively little attention in Western mainstream. The link to that interview will be posted below when it becomes available.

There are, incidentally, two markers that would justify giving the geopolitical perspective more thought. One is the news that the head of the Arab League flew to Moscow today for talks with Foreign Minister Lavrov. The other is the statement from an official in the Russia-controlled Donbas that NATO arms delivered earlier in the year to Ukraine were resold and likely are being used against Israel in the war there now under way. That brings up the remarks of Benjamin Netanyahu this past July that the Palestinians were known to have procured anti-tank weapons, presumably Javelins, from the Ukrainians. That is not an irrelevancy, because the Israelis will have to move armor into the Gaza Strip to take control and this type of NATO weaponry could inflict great damage on IDF personnel and equipment.

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Mainstream commentators with some military experience have pointed out that an attack like this one must have taken a long time in preparation, perhaps as long as a year. And so the question arises, why now?

One clue mentioned by commentators is that it has come just after the Jewish High Holy Days. That might be a clue if we consider that this Hamas attack is the greatest threat to Israeli security since the Yom Kippur War back in 1973, which also was so damaging because of failures by Israeli intelligence to see it coming.

However, I believe the timing was driven by something entirely different, something purely in the domain of geopolitics: the attack was staged to disrupt the ongoing rapprochement of Saudi Arabia and Israel under the direction of Washington.  If the parties succeeded in concluding the agreement on normalization of relations, then that would put in jeopardy all hopes of the Palestinians to enjoy the support of their Arab brethren in the region for realization of their political ambitions for statehood. Meanwhile, if there should be a Saudi-Israeli agreement, then the power balance in the region between Iran and Saudi Arabia would shift significantly in Saudis’ favor, since the conditions they were negotiating with Washington to make peace with Israel included declaration of a formal security treaty with the United States and access to U.S. nuclear technology up to and including enrichment of uranium. In other words, the Saudis would close in on the current Iranian advantage of being a hair’s breadth away from possessing bombs.

Under present conditions of all-out war by Israel on Hamas and the prospect of a bloody incursion into Gaza by the Israeli Defense Force, it is unthinkable for Saudi Arabia to proceed with normalization of relations.  This means, in effect, that a serious blow has been dealt to the foreign policy of the Biden administration. This failure comes on top of the Afghanistan withdrawal fiasco.  The net effect will not only be felt once the electoral campaign for the presidency gets underway later this autumn, but will be felt immediately insofar as it weakens the president’s hand in his ongoing arm-wrestling with Congress over the 2024 budget and in particular over funding for Ukraine. If the allegations that NATO weapons have come into the hands of Hamas via Ukraine, then the consequences of uncontrolled delivery of weapons to Kiev will be on display for everyone to see.

Failure breeds failures, and you cannot dress up this new pig in the Middle East policy of Biden and Blinken and Sullivan with lipstick.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “No survivors…”

Translations below into French (Youri) and German (with transcript of the interview)

Il n’y aura pas de survivants si la Russie déploie son arsenal nucléaire : Poutine / Discussion en direct sur WION, télévision indienne

C’est une très bonne chose que WION, le plus grand diffuseur de télévision mondial de langue anglaise de l’Inde, m’ait invité à commenter la question la plus importante lors de la réunion du Club de discussion Valdaï qui vient de se terminer à Sotchi : la doctrine nucléaire de la Russie et l’entrée en production massive de ses nouveaux missiles de pointe qui constitueront sa principale dissuasion nucléaire. Vladimir Poutine a souligné que les ICBM ultra-lourds SARMAT et le missile de croisière Burevestnik à moteur nucléaire dévasteront tout pays qui osera attaquer sa patrie.

Dans cette interview, j’ai eu l’occasion de replacer cette menace dans son contexte : un avertissement au Pentagone de ne pas commencer les essais nucléaires en violation du traité d’interdiction des essais nucléaires qui remonte à des décennies mais n’a jamais été ratifié par la partie américaine. Poutine a déclaré que la Russie était sur le point de retirer sa ratification du traité et qu’elle répondrait à toute infraction américaine en lançant elle-même des tests. Cela signifierait une course aux armements nucléaires tous azimuts dans laquelle la Russie est déjà en avance parce qu’elle a peut-être cinq ans d’avance sur les États-Unis dans le développement et la mise en production en série de nouveaux systèmes de livraison imparables.

L’interview a ensuite abordé d’autres questions de grande importance qui ont émergé la semaine dernière, notamment la fermeture virtuelle du Congrès lorsque le poste de président de la Chambre a été libéré et ce que cela signifie pour la guerre en cours en Ukraine.

Vous pouvez trouver l’interview ici : https://www.youtube.com/watch?v=QCEp5HTlO4c

Keine Überlebenden, wenn Russland sein Atomwaffenarsenal einsetzt: Putin / Live-Diskussion auf WION, indisches Fernsehen

Es ist sehr gut, dass WION, Indiens größter englischsprachiger Fernsehsender, mich eingeladen hat, auf der gerade zu Ende gegangenen Tagung des Valdai-Diskussionsclubs in Sotschi zum wichtigsten Thema Stellung zu nehmen: Russlands Nukleardoktrin und der Beginn der Massenproduktion seiner neuen hochmodernen Raketen, die seine wichtigste nukleare Abschreckung darstellen werden. Wladimir Putin betonte, dass die ultraschweren Interkontinentalraketen SARMAT und der atomgetriebene Marschflugkörper Burewestnik jedes Land vernichten werden, das es wagt, sein Heimatland anzugreifen.

In diesem Interview hatte ich die Gelegenheit, diese Drohung in den richtigen Kontext zu stellen: eine Warnung an das Pentagon, keine Atomtests durchzuführen, die gegen den seit Jahrzehnten bestehenden, aber von der US-Seite nie ratifizierten Kernwaffenteststopp-Vertrag verstoßen. Putin sagte, dass Russland im Begriff sei, seine Ratifizierung des Vertrages zurückzunehmen und auf jeden amerikanischen Verstoß mit eigenen Tests reagieren werde. Dies würde ein komplettes nukleares Wettrüsten bedeuten, bei dem Russland bereits einen großen Vorsprung hat, da es den USA bei der Entwicklung und Serienproduktion neuer und unaufhaltsamer Trägersysteme vielleicht fünf Jahre voraus ist.

In dem Interview ging es auch um andere wichtige Themen, die in der vergangenen Woche aufgetaucht sind, darunter der Beinahe-Stillstand des Kongresses, als der Posten des Parlamentspräsidenten frei wurde, und was dies für den laufenden Krieg in der Ukraine bedeutet.

Sie können das Interview hier finden: https://www.youtube.com/watch?v=QCEp5HTlO4c

Transkript:

 Erick Kamau Njoka:

Der russische Präsident Wladimir Putin hat bekannt gegeben, dass Russland einen Test einer neuen Generation von atomgetriebenen Marschflugkörpern erfolgreich durchgeführt hat. Die erschreckende, aber wahre Realität ist, dass wir nicht mit Sicherheit wissen können, ob Putin oder irgendein Führer eines nuklear bewaffneten Staates zu irgendeinem Zeitpunkt Atomwaffen einsetzen wird. Was wir wissen, ist, dass Atomwaffen unannehmbare humanitäre Folgen haben und dass es keine Kapazitäten gibt, um den Überlebenden in der Zeit danach zu helfen.

Mein Name ist Eric Ander. Lassen Sie uns darüber sprechen. Und Dr. Gilbert Doctorow, Analyst für internationale Angelegenheiten, Autor und Historiker aus Brüssel ist bei uns. Dr. Gilbert, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben, und willkommen bei WION WORLD IS ONE.

Präsident Putin hat deutlich gemacht, dass er über sehr mächtige Waffen verfügt und bereit ist, sie einzusetzen. Was halten Sie von seiner Erklärung?

Gilbert Doctorow:

Dies muss in den spezifischen Kontext eingeordnet werden. Er hat dies in Beantwortung einer Frage über die russische Nukleardoktrin gesagt, und die Bemerkung über diese wichtigen neuen Waffensysteme einschließlich des erfolgreichen Tests des Burewestnik, auf den Sie anspielen, bezog sich auf den Status des Verbots von Kernwaffentests. Die Bemerkungen wurden nicht nur einfach gemacht, um Russlands Erfolg bei einem neuartigen und ziemlich bedrohlichen militärischen Waffensystem zu verkünden. Sie wurden gemacht, um seinen Appell über die Köpfe seiner Zuhörer, die Akademiker sind, hinweg und direkt an die Vereinigten Staaten und das Pentagon zu richten, den Umgang Russlands und der Vereinigten Staaten mit Atomwaffentests zu überdenken.

 Erick Kamau Njoka::

Aber lassen Sie uns mehr über seine Äußerungen und das, worüber er sprach, sprechen. Er deutete an, dass Russland zum ersten Mal seit mehr als drei Jahrzehnten wieder Kernwaffentests durchführen könnte. Welche Folgen könnte das haben, und was besagt dieser Vertrag?

Gilbert Doctorow:

Der Vertrag verbietet alle Arten von Atomwaffentests, ob in der Atmosphäre, in den Ozeanen oder unter der Erde. Er wurde in der frühen Phase der Normalisierung der Rüstungskontrolle in den 1960er Jahren geschlossen, nachdem die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion in der so genannten Kubakrise kurz vor einem Atomkrieg gestanden hatten. Die Absicht war, das nukleare Wettrüsten zu beenden, indem man die Tests einstellte.

Dies wird nun in Frage gestellt, da beide großen Atommächte, die Vereinigten Staaten und Russland, im Begriff sind, neue Waffensysteme in Betrieb zu nehmen, und alle von ihren Militärs aufgefordert werden, echte Tests in der Atmosphäre oder anderswo durchzuführen, um sich selbst und anderen zu beweisen, dass diese neuen Waffensysteme tatsächlich funktionieren.

 Erick Kamau Njoka::

Herr Doktor, lassen Sie uns darüber sprechen, was derzeit vor Ort geschieht und wie die Realität aussieht. Einige in Russland haben Putin aufgefordert, eine Atombombe zu zünden, um dem Westen zu zeigen, dass die Geduld Moskaus gegenüber der Unterstützung für die Ukraine und seiner offensichtlichen Unwilligkeit zu verhandeln am Ende ist. Ihre Reaktion?

Gilbert Doctorow:

Ja, da haben Sie recht. Das Thema kam am Donnerstag dieser Woche auf der Plenarsitzung der so genannten Valdai-Diskussionsgruppe zur Sprache, an der 140 Teilnehmer aus 40 Ländern der Welt einschließlich Indien teilnahmen. Das war eine einmalige Gelegenheit über neue Atomwaffen mit dem Mann zu sprechen, der die Frage, die Sie gerade gestellt haben, aufgeworfen hat, Sergej Karaganow. Vor etwa drei Monaten hat Herr Karaganow, ein hochrangiger politischer Analyst, der im Westen und insbesondere in Deutschland sehr bekannt ist, die gleiche Frage gestellt wie Sie: Dass der Westen durch die lange Zeit nach dem Fall der Sowjetunion, in der die Vereinigten Staaten eine unipolare Welt gelenkt haben, eingelullt wurde und Russland weiterhin als schwach und inkompetent ansieht und daher das Gefühl der Angst verloren hat, obwohl Russland in der Tat das Land mit dem größten Atomwaffenarsenal bleibt. Herr Karaganow hat also genau wie Sie vorhin gesagt, dass Russland einen Test durchführen sollte, oder er hat sogar vorgeschlagen, dass Russland seine taktischen Atomwaffen einsetzen und einen Schlag gegen eines der kleineren NATO-Länder wie Rumänien oder Polen führen könnte, die heute in den Beziehungen zu Russland so problematisch sind. Das würde den Westen davon überzeugen, dass er aufpassen muss, damit wir nicht alle in einen Atomkrieg abgleiten.

 Erick Kamau Njoka::

Herr Doktor, wir alle wissen, dass eine Atombombe innerhalb weniger Stunden Millionen von Menschen töten würde. Aber was sind die langfristigen Folgen eines Atomkriegs?

Gilbert Doctorow:

Nun, es gab eine Menge wissenschaftlicher Diskussionen zu diesem Thema. Es gibt Grund zu der Annahme, dass es zu einem nuklearen Winter kommen würde, dass der gesamte Staub, der durch diese Tausende von Nuklearexplosionen erzeugt wird, die obere Atmosphäre bedecken, die Sonne blockieren und das Licht, das für die Pflanzen und die Pflanzen für die Tiere und für die Tiere, die für uns wichtig sind, essentiell ist, abschirmen würde. Daher würde die Welt praktisch verhungern. Das ist die vorherrschende Vorstellung davon, was ein Atomkrieg bringen würde.

Wir sind sehr besorgt über die Menschen, die bei Auto- oder Busunfällen sterben, wie bei dem, der sich vor einigen Tagen in der Nähe von Venedig ereignet hat, bei dem 20, 30 oder 40 Menschen starben. Wir sind sehr besorgt über die 50 Zivilisten, die möglicherweise bei einem Bombenangriff in der Region Charcow in Russland, genauer gesagt in der Ukraine, in dieser Woche getötet wurden.

Aber wir übersehen dabei, dass wir auf einen Atomkrieg zusteuern, in dem 7 Milliarden Menschen sterben werden, und das ist eigentlich das Thema des Tages.

 Erick Kamau Njoka:

Herr Doktor, wie kann die internationale Gemeinschaft Ihrer Meinung nach den Einsatz von Atomwaffen verhindern?

Gilbert Doctorow:

Ich denke, dass die führenden Länder, die über Atomwaffentechnologie verfügen, und Indien ist eines davon, sich selbst und der ganzen Welt gegenüber verpflichtet sind, sich zu diesem Thema zu äußern und nicht stumme Zeugen der Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und Russland zu sein. Wir können nicht einfach nur stumme Zeugen sein, denn wir werden letztlich die Opfer sein. Und wie ich schon sagte, ist Ihr Land eines von mehreren, die das Privileg und die Pflicht haben, ihre Stimme zu erheben.

 Erick Kamau Njoka:

Gut, lassen Sie uns jetzt über den Krieg sprechen. Putin bezeichnete den Krieg in der Ukraine als einen “Kampf um Prinzipien” und nicht um Territorium. Wie interpretieren Sie das?

Gilbert Doctorow:

Nun, um ehrlich zu sein, hat sich Putins Position zur Erklärung des Krieges im Laufe der Zeit geändert, weil sich der Krieg selbst geändert hat. Die Vereinigten Staaten, die Russland einen Angriffskrieg, einen unprovozierten Krieg vorwerfen, verweisen immer wieder – insbesondere Herr Biden – auf die angeblichen imperialen Ambitionen Russlands und seinen Wunsch, der Ukraine Territorium zu entreißen und letztlich Mitteleuropa Territorium wegzunehmen und das Sowjetreich wiederherzustellen. Ich halte das für vorgeschoben. Es dient dem Zweck eines kalten Krieges und dazu, die Verbündeten um die Vereinigten Staaten und ihre Führung zu scharen. Aber es entspricht nicht der Realität. Putin hat von Anfang an davon gesprochen, die ethnisch russische oder russischsprachige Bevölkerung des Donbass zu verteidigen, die seit 2014 Gegenstand militärischer Angriffe ist, als sie sich weigerte, die Ergebnisse des von den Vereinigten Staaten eingefädelten Staatsstreichs in Kiew zu akzeptieren.

Dies ist eine Situation, die in seinen Erklärungen zum Vorgehen Russlands in der Ukraine im Laufe der Zeit vorherrschend war. Aber es ist nicht die einzige Erklärung, und wie ich schon sagte, hat er seine Aussagen von Zeit zu Zeit in Übereinstimmung mit seinem Publikum oder seinen Überlegungen, die sich im Laufe der Zeit ändern, geändert.

 Erick Kamau Njoka:

Dr. Gilbert schließlich: Putins Erklärung erfolgte, nachdem sich der Widerstand im US-Kongress gegen die Bereitstellung weiterer Hilfe für die Ukraine verstärkt hat. Was passiert letztlich, wenn der Kongress diese Hilfe verzögert oder sich dafür entscheidet, länger zu warten, bevor er sie leistet?

Gilbert Doctorow:

Russland sieht wahrscheinlich eine günstige Gelegenheit, diesen Krieg schnell, zerstörerisch und mit massiver Gewaltanwendung zu beenden, während die Vereinigten Staaten über ihren eigenen Nabel nachdenken.

Das Interessante für Leute wie mich, die sich gegen den Krieg ausgesprochen und versucht haben, die Öffentlichkeit über seine tatsächlichen Ursachen zu informieren, ist, dass keine unserer Bemühungen zur Beendigung des Krieges geführt haben wird, während der innenpolitische Zusammenbruch Amerikas für die Beendigung des Krieges entscheidend sein könnte.

Für die Russen ist dies, wie gesagt, ein Zeitfenster, in dem sie den Übergang von der Verteidigung zur Offensive und vom Einsatz sehr teurer Raketen zu billigeren schweren Bomben vollziehen. In den letzten Wochen haben sie ein völlig neues Bombardierungsprogramm eingeführt, bei dem anderthalb Tonnen schwere Fliegerbomben eingesetzt werden, bei denen es sich um “dumme” (nicht zu steuernde) Bomben handelt, die so umgerüstet wurden, dass sie entweder gleiten oder auf andere Weise selektiv zielen können, obwohl sie ursprünglich nicht dafür entwickelt wurden.

Die Vereinigten Staaten verfügen über solche Waffen und haben sie in der Vergangenheit eingesetzt. Die Russen verfügen über enorme Mengen solcher Waffen, und das Entscheidende in diesem Krieg ist nicht, über die neueste Technologie zu verfügen, sondern über wirksame Waffen in großen Mengen. Diese umgebauten “dummen” Bomben sind genau das, und sie werden in den kommenden Wochen wahrscheinlich Chaos anrichten und den Krieg möglicherweise plötzlich und entscheidend zu Gunsten Russlands beenden.

 Erick Kamau Njoka:

Gut dann, Dr. Gilbert Doctorow, Analyst für internationale Angelegenheiten, Autor und Historiker. Doktor, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben und heute mit WION WORLD IS ONE sprechen.

Gilbert Doctorow:

Es war mir ein Vergnügen.

Translations of “Vladimir Putin on Russian nuclear doctrine…”

Translations below into German (Andreas Mylaeus) and French (Youri)

Wladimir Putin über die russische Atomdoktrin: Was war neu in seinen Fragen und Antworten im Valdai Discussion Club?

Donnerstag, 5. Oktober, war der Höhepunkt in der 20. Ausgabe der Jahrestagung des Valdai-Diskussionsklubs, als Präsident Putin eine 30-minütige Rede vor dem Plenum hielt und dann eine 3-stündige Fragerunde mit den 140 geladenen Gästen abhielt. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Programmdirektor des Clubs, dem viel gelesenen internationalen Analysten Fjodor Lukjanow, obwohl Putin selbst von Zeit zu Zeit intervenierte, um den nächsten Fragesteller aus dem Kreis derer zu bestimmen, die er im Publikum erkannte.

Dieses Ereignis, das immer auf der Herbstagenda des Präsidenten steht, wurde zuerst im Kurort Valdai abgehalten, daher der Name. Valdai liegt auf halbem Weg zwischen Petersburg und Moskau und wurde von Putin immer für ein paar Tage der einsamen Ruhe geliebt, außer im April-Mai, wenn die Birken, auf die er allergisch ist, in Blüte sind. Ein spezielles Gleis brachte ihn an den Rand des ihm dort zur Verfügung gestellten Grundstücks. Die Veranstaltung der Diskussionsgruppe wurde schnell zu gross für die Räumlichkeiten in Valdai und wurde nach Sotschi verlegt, dem russischen Pendant zu Camp David in den USA, zu dem ausländische Staatsmänner und andere hochrangige Gäste zu Gesprächen eingeladen werden können.

Genauer gesagt war der tatsächliche Veranstaltungsort in der vergangenen Woche im nahe gelegenen Krasnaja Poljana, einem Skigebiet in den Bergen mit Blick auf Sotschi, das für ganzjährige Erholung entwickelt wurde. Es wurde berichtet, die Teilnehmer stammten aus 42 Ländern, darunter auch jenen, die heute als “unfreundlich” bezeichnet werden. Wie es üblich ist, waren nicht alle Eingeladenen “Freunde Russlands”, ohne Bezug auf ihre Herkunft.

Wie üblich, bestand die gesamte Gruppe hauptsächlich aus Universitätsmitarbeitern, Think Tank Research Fellows und Diplomaten. Mit Ausnahme der letztgenannten sind sie nicht regelmäßige Gesprächspartner des Präsidenten, die nun häufiger aus Regierungsbeamten, Geschäftsleuten, Soldaten und Offizieren sowie Schulkindern an den Spitzen-Bildungseinrichtungen Russlands bestehen. Aber er hat keine Schwierigkeiten, das Eis zu brechen und Gemeinsamkeiten mit den Intellektuellen zu finden.

Man sollte davon ausgehen, dass es keine Vorvereinbarung mit den Teilnehmern darüber gibt, was sie den Präsidenten fragen werden. Jedoch sind ihre Veröffentlichungen oder früheren Auftritte bei den Valdai-Konferenzen bekannt, was bedeutet, dass ihre Fragen vorhersehbar sind und Putin sich entsprechend vorbereitet hat. Dennoch nutzten einige die Gelegenheit, um feindselige Fragen zu stellen, und ich erwähne dies unten. Gleichwohl, Putin behandelte sie alle mit Selbstbewusstsein. Er spricht aus dem Stegreif und ohne Notizen, was für jeden mit einem objektiven Auge enorm beeindruckend ist.

Die gesamte Veranstaltung wurde live im russischen Staatsfernsehen übertragen und wurde von verschiedenen russischen Nachrichtenportalen ins Netz gestellt. Ich habe Folgendes von Komsomolskaya Pravda konsultiert: https://www.youtube.com/watch?v=-GYbhHVOPVo

Für diejenigen, die eine englischsprachige Niederschrift der Valdai-Veranstaltung wünschen, verweise ich auf die Website des Präsidenten, auf der die Übersetzung in Abschnitten bereitgestellt wird:

http://en.kremlin.ru/events/president/transcripts/72444

Putins einleitende Rede und die gestellten Fragen berührten eine Vielzahl unterschiedlicher Themen. Es ist interessant festzustellen, dass die Financial Times und die New York Times von gestern kein Wort über Putins Auftritt vor der Valdai-Gruppe verloren haben. Im Gegensatz dazu haben CNN und Euronews gestern Morgen darüber berichtet. Aber beide haben sich auf nur einen Punkt aus der Fragerunde konzentriert und dabei alles andere ignoriert. Was sie für berichtenswert hielten, war Putins Antwort auf eine Frage nach dem Schicksal der Wagner-Gruppe nach dem tödlichen Flugzeugabsturz vor einigen Monaten, bei dem Dmitri Prigoschin und mehrere andere ihrer Gründer und führenden Persönlichkeiten ums Leben kamen. Ihre Berichterstattung bezog sich auf Putins Enthüllung der Erkenntnis der offiziellen Untersuchung des Unfalls, wonach in den geborgenen Leichen Fragmente von einer Handgranate gefunden wurden. Putin sagte, dass dies bedeute, dass das Flugzeug nicht von einem externen Faktor zum Absturz gebracht worden sei. Erinnern wir uns daran, dass westliche Medien kurz nach dem Absturz behauptet hatten, dass Prigoschin von einer Rakete getroffen worden sei, die von der russischen Armee abgefeuert worden sei, und dass er ein Opfer der Rache des Präsidenten für seine Meuterei gewesen sei.

Aber beim Thema Wagner haben westliche Medien andere wichtige Enthüllungen und Putins eigene Spekulationen über den Vorfall völlig verpasst. Er bedauerte, dass die Ermittler die Leichen nicht auf Alkohol oder Betäubungsmittel überprüft hätten. Und in diesem Zusammenhang sagte er, dass 5 Kilogramm Kokain von der Polizei gefunden worden seien, als sie nach dem Flugzeugabsturz die Büros der Wagner-Gruppe durchsucht haben. Die klare Andeutung war, dass die Explosion, die das Flugzeug zum Absturz brachte, auf jemanden an Bord zurückzuführen war, der “unter dem Einfluss” agierte und den Stift an einer Granate herausgezogen hat.

Was die westlichen Medien in Bezug auf die Wagner-Story ebenfalls übersehen haben, waren Putins allgemeine Bemerkungen darüber, dass Russland keine gesetzlichen Regelungen über “private Militärunternehmen” habe und dass dies ein großer Fehler sei, weil diejenigen, die tapfer unter Wagner an der ukrainischen Front gekämpft haben, keine soziale Absicherung durch den Staat erhielten und in bar bezahlt wurden, ohne dass jemand die Kontrolle darüber hatte, wie eine gerechte Entschädigung zugeteilt wurde. Es sei noch unklar, ob eine solche Operation zukünftig erlaubt sei, aber inzwischen hätten sich mehrere tausend Wagner-Kämpfer wie andere Freiwillige der regulären russischen Armee unter normalen Verträgen angeschlossen.

Und was die reguläre russische Armee selbst betrifft, so sagte Putin, dass die erfolgreichen Monate der erfolgreichen Abwehr der ukrainischen Gegenoffensive und der massiven Verluste des Feindes zeigten, dass sie ohne Söldnertruppen wie Wagner an seiner Seite durchaus in der Lage sei, den Erfolg der russischen militärischen Sonderoperation zu sichern.

Wie Euronews werde ich mich im Folgenden auch auf eines der vielen Themen konzentrieren, die gestern in der Valdai-Veranstaltung diskutiert wurden, nämlich das Thema der russischen Nukleardoktrin, die Putin in einem sehr wichtigen Aspekt für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten klargestellt hat. Ich bezweifle, dass Beamte im Pentagon oder im Außenministerium übersehen haben werden, was er gestern gesagt hat. Im Gegensatz zu Euronews werde ich diesen Essay mit einem kurzen Überblick über Putins Einführungsrede abschließen, sowie mit einigen Antworten, die ich für die interessantesten Antworten auf andere Fragen halte.

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Sergej Karaganow ist ein bekannter russischer Politikwissenschaftler, der sich viele Jahre lang von Bewunderern im Ausland kultivieren und schmeicheln ließ. Sie genossen seinen Roman und seine sich häufig ändernden Modelle einer zukünftigen Weltordnung sowie seine Begabung als Redner in der Öffentlichkeit. Und er war darauf bedacht, sich vom Putin-Regime zu distanzieren. Ich habe ihn persönlich gesehen, als er zu den Lieblingsgästen auf einer Jahrestagung einer sozialdemokratischen Denkfabrik in einem angesagten Frankfurter Vorort gehörte, zu der ich auch, versehentlich, wie ich sagen würde, von den Organisatoren eingeladen wurde.

Wie ich vor einigen Monaten geschrieben habe, hat es Karaganow in der gegenwärtig sehr patriotischen Stimmung in Russland eindeutig für angebracht gehalten, seine Referenzen als eingeborener Sohn Russlands aufzupolieren. Mit seinem Vorschlag, das Undenkbare zu tun und die Angst vor Russland zurück in den Westen zu tragen, hat er im In- und Ausland einen Sturm ausgelöst, indem er vorschlug, Russland solle taktische Atomwaffen einsetzen, um seine ungezügelte Macht zu demonstrieren, sei es auf einem Testgelände oder gegen die schwächeren, aber aggressiveren NATO-Mitglieder Polen und Rumänien, wo die Vereinigten Staaten Raketenstützpunkte gegen Russland gebaut haben. Sprachrohre in Washington haben Alarm geschlagen, und einige von Karaganovs Kollegen in Russland, die über seine Verantwortungslosigkeit empört waren, haben ihn öffentlich getadelt.

Als Putin Karaganow gestern im Publikum identifizierte und ihn zu einer Frage einlud, musste man sich nicht zweimal überlegen, was das für eine Frage sein würde. Tatsächlich fragte Karaganow, ob es für Russland nicht an der Zeit sei, seinen Ansatz in Bezug auf Atomwaffen zu ändern und seine Abschreckungskraft in den Augen der westlichen Eliten wiederherzustellen, die immer wieder wiederholen, dass Russland schwach sei.

Wladimir Putin ließ sich Zeit und gab Karaganow und den Zuhörern eine sehr vollständige Antwort, beginnend mit einer Zusammenfassung der beiden Hauptpunkte der Doktrin, die Russlands möglichen Einsatz von Atomwaffen leitet.

Erstens wird Russland einen Atomangriff auf jedes Land führen, das Radaranzeigen zufolge eine oder mehrere Raketen gegen Russland abgeschossen hat. Die Reaktion werde unmittelbar erfolgen, sagte Putin. Und die Machthaber im Ausland verstehen sehr wohl, dass Russland hunderte von Raketen, die aus allen Richtungen auf sie gerichtet sind, abschießen wird, sodass das Endergebnis ihre totale Zerstörung sein wird. Russland muss nicht mehr sagen oder tun, damit seine Abschreckung respektiert wird.

Zweitens wird Russland einen Atomangriff gegen jedes Land oder alle Länder führen, die seine Existenz als souveräner Staat bedrohen, unabhängig davon, ob die Bedrohung durch Atomwaffen oder konventionelle Waffen besteht. Da für das heutige Russland keine solche existenzielle Bedrohung besteht, gibt es keinen Grund, mit Atomwaffen zu fuchteln.

Es wäre keine Nachricht, wenn Wladimir Putin nicht weiter erklären würde, welche Veränderungen in der Atompolitik derzeit in Bezug auf eine der wenigen verbleibenden ,,Leitplanken” vorbereitet werden, die in den vergangenen Jahrzehnten errichtet wurden, um ein umfassendes Wettrüsten zwischen den Supermächten zu verhindern: den Kernwaffenteststopp-Vertrag [https://de.wikipedia.org/wiki/Kernwaffenteststopp-Vertrag].

Wie er erklärte, wurde dieser Vertrag vor langer Zeit zwischen den Vereinigten Staaten und Russland geschlossen. Es wurde von Russland unterzeichnet und ratifiziert. Die Vereinigten Staaten haben ihn jedoch nur unterzeichnet und nie ratifiziert. Jetzt verlangen einige Mitglieder des russischen Militärs, dass die Tests wieder aufgenommen werden und der Vertrag kommt ungelegen. Sie wollen Tests durchführen, um sicher zu gehen, dass neue hochmoderne strategische Waffensysteme wie die sehr schwere ICBM Sarmat oder der globale Marschflugkörper Burewestnik, den Russland in Kürze als Hauptstütze seiner Atomraketentruppen etablieren wird, das beabsichtigte Ergebenis liefern. Außerdem geht Russland davon aus, dass genau diese Frage in den Vereinigten Staaten von ihren Streitkräften vorgebracht wurde, die nicht de jure durch einen Vertrag eingeschränkt werden, den das Land nicht ratifiziert hat. Aus all diesen Gründen ist Wladimir Putin dabei, der Duma einen Gesetzesentwurf vorzulegen, um Russlands Ratifizierung des Teststoppvertrags zu widerrufen. Washington wurde gestern gewarnt: Wir stehen an der Schwelle eines hemmungslosen nuklearen Wettrüstens, bei dem Russland derzeit eine große Führungsrolle im Bereich der Trägersysteme hat.

Hat das irgendjemand von unseren Massenmedien bemerkt? Offenbar mit Verzögerung taten sie es: Bloomberg postete gestern sehr früh am Morgen ein Video zu diesem Thema auf ihrem YouTube-Account; NBC tat es am Nachmittag ebenfalls.

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Das Thema der diesjährigen Valdai-Club-Konferenz lautete “Faire Multipolarität: Wie kann Sicherheit und Entwicklung für alle gewährleistet werden”, und dies war es, worauf Putin in seiner Einführungsrede einging. Seine Rede war intellektuell herausfordernd, aber ungeschickt, weil sie nicht zusammengehörige Ideen zusammenbrachte.

Die Rede stellt den neuesten Stand von Putins Denkprozessen über Russlands Beziehungen zum Westen dar, die er erstmals bei seiner Ansprache an der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2007 öffentlich gemacht hat und in der er Russlands Ablehnung der globalen Hegemonie der USA auf der Grundlage der falschen Vorstellung ihres Exzeptionalismus darlegte. Was er gestern ankündigte, war Russlands Ablehnung des Westens in seiner Gesamtheit, und damit meinte er nicht nur den Hegemon, sondern auch die “Satelliten” des Hegemon, die europäischen ehemaligen Kolonialmächte, die aus seiner Sicht ihren Wohlstand aus der jahrhundertelangen Plünderung der übrigen Welt herleiten.

In dieser Rede hallte das wider, was Putin vor etwas mehr als einem Monat in seiner Rede vor der Wirtschaftsgruppe des BRICS-Gipfels in Südafrika gesagt hatte, als er den Westen für die neokoloniale Mentalität im Umgang mit der übrigen Welt verurteilte. Nun ging er einen Schritt weiter und brachte neokoloniales Denken mit “Block”-Mentalität zusammen, d.h. der Schaffung von Militärbündnissen durch die Vereinigten Staaten in Europa, in Asien, die einen “wir gegen sie”-Geist fördern, die einen Feind identifizieren, um die Blockmitglieder um das Herrenland herum zu sammeln und um die Kontrolle über die Bevölkerung in ihren Ländern zu behalten. Russland, China, Indien und andere werden als Feind bezeichnet, wenn es den Vereinigten Staaten passt, weil sie sich weigern, sich unterzuordnen und ihre nationalen Interessen den Interessen Washingtons zu opfern. Ich gehe davon aus, dass die Erwähnung der “Blockmentalität” aus seinen Gesprächen mit Präsident Xi stammt, für den dies ein regelmäßiger Gesprächsstoff ist. Oder es war ein Versuch, die Aufmerksamkeit der chinesischen Öffentlichkeit auf sich zu ziehen.

Im Valdai Discussion Club spricht Putin, wie ich oben bemerkte, mit Intellektuellen, und der größte Teil seiner Rede war philosophisch, indem er seine Ansichten zum kulturellen Relativismus darlegt, die in direktem Widerspruch zum heutigen Universalismus des Westens und mit der Story vom Ende der Geschichte stehen, die Francis Fukuyama Anfang der 1990er Jahre populär gemacht hat, als die Vereinigten Staaten und andere nach einer neuen Roadmap suchten, nach einer neuen Ideologie, um die von den USA geführte Welt zu führen und zu rechtfertigen, nachdem die bipolare Welt der UdSSR und der USA zu Ende gegangen war und die Menschheit sich auf eine einzige Welt festgelegt zu haben schien, eine gemeinsame Ideologie, die wir nun “neokonservativ” nennen würden.

Putins Rede spielte auch auf Ideen an, die Sam Huntington in seinem Buch Kampf der Kulturen aus den 1990er Jahren populär machte. Schließlich sagte Huntington, dass es eine Anzahl verschiedener Zivilisationsmodelle gäbe, die in der gegenwärtigen Welt funktionieren. In Putins Rede heißt es, dass gerade die Vielfalt kultiviert werden muss, damit es in der kommenden Weltordnung eine faire Multipolarität gibt. Allerdings wird seine Vorstellung von Zivilisation eher mit einzelnen Nationen als mit Gruppen von Nationen identifiziert, wie bei Huntington, oder bei mit politischen Denkern des 19. Jahrhunderts, von denen Huntington das Konzept entlehnt hatte.

Laut Putin ist keine Zivilisation besser oder schlechter als andere. Jede ist autark und damit souverän, während sie gleichzeitig in gewissem Maße mit anderen verflochten ist. Jede Zivilisation beruht auf den nationalen Traditionen und Werten ihrer Träger. Jeder von ihnen hat es verdient, sich sicher zu fühlen, was nur möglich ist, wenn ein Staat nicht versucht, seine eigene Sicherheit auf Kosten der anderen zu erhöhen.

Die Ideen in Putins Rede sind nicht sein letztes Wort zu diesem Thema. Er weist die Schuld für die Konfrontation mit dem Westen den Eliten zu, während er gleichzeitig darauf beharrt, dass Russland viele Freunde in Europa und Glaubensbrüder jener christlichen Zivilisation hat, die sie einst mit Russland teilten, bevor diese ihre eigenen kulturellen Wurzeln zerrissen und ihren Sinn für die Realität verloren haben. Den Kolonialisten mag die Plünderung in der Vergangenheit noch zu verzeihen sein, wenn sie ihre Arroganz heute aufgeben und die neue multipolare Weltordnung unterstützen.

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Putin stand bei seinen Antworten auf Fragen aus dem Publikum auf festerem Boden.

Ein Beispiel dafür war seine Antwort auf eine Frage von Margarita Simonyan, der Direktorin von RT, in der sie als ethnische Armenierin den armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan für seinen Verrat an armenischen Landsleuten in Berg-Karabach scharf kritisierte, der die Besetzung des Territoriums durch die Aserbaidschaner und die daraus folgende Flucht der 120.000 ethnischen Armenier in dieser Enklave über die Grenze nach Armenien ermöglichte. Sie deutete an, dass Paschinjan vom Westen an die Macht gebracht wurde und dass er die armenische Bevölkerung von Berg-Karabach von Anfang an verkauft hat.

Putin zögerte nicht, diese Anschuldigungen einer der hochrangigsten russischen Journalistinnen zu bestreiten. Nach Putin war Paschinjan von seinem Volk fair gewählt worden und hatte lange Zeit nichts unternommen, was die Interessen der Armenier in Berg-Karabach gefährden würde. Putin sagte, dass er von seinen mehreren Treffen mit Paschinjan wisse, dass der armenische Führer nicht die Absicht habe, seinen in Aserbaidschan lebenden Landsleuten Schaden zuzufügen. Das Problem entstand, als Paschinjan in Prag mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, zusammentraf, der ihn überzeugte, öffentlich anzuerkennen, dass Berg-Karabach ein integraler Bestandteil Aserbaidschans ist und dass die Grenzen des Landes seit dem Zusammenbruch der UdSSR im Jahr 1991 von Armenien anerkannt werden. Leider haben Michel und Paschinjan nichts unternommen, um sich auf die wahrscheinlichen Folgen einer solchen Anerkennung vorzubereiten, nämlich auf den Versuch des aserbaidschanischen Präsidenten Alijew, die Rebellenprovinz mit Waffengewalt zu kontrollieren.

Die Wahrscheinlichkeit einer ethnischen Säuberung oder freiwilligen Ausreise der armenischen Bevölkerung hätte vorhergesehen werden müssen, und es hätten Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung ergriffen werden müssen. Obwohl Putin nicht darauf einging, was diese Maßnahmen hätten sein können, wäre es für Paschinjan logisch gewesen, von Baku eine finanzielle Lösung zu verlangen, die es der Bevölkerung von Berg-Karabach ermöglicht, sich in Würde und mit Unterkünften wiederanzusiedeln, sollten sie abreisen. So wie es ist, werden die Aserbaidschaner jetzt alle Häuser und Wohnungen übernehmen, die von den Flüchtlingen zurückgelassen wurden, ohne dass irgendeine Entschädigung gezahlt würde. Das hätte sich das relativ reiche Aserbaidschan leisten können. Das relativ arme Armenien kann sich das nicht leisten. Und die EU hat keinen einzigen Euro angeboten, um dabei zu helfen. Sie hat Armenien lediglich einige Kampfjets angeboten, die in einem Krieg nutzlos wären und die Beziehungen zu Baku nur verschlechtern könnten, während sie darüber gackert, wie Russland seinen Einfluss in der Region verloren hat.

Was ich über Putins wahrscheinliches Denken über die Neuansiedlung Armeniens gesagt habe, stammt direkt aus dem, was er bei dem Valdai-Treffen über ein ähnliches Problem gesagt hat, das Russland selbst am Ende des Kalten Krieges erlebt hat, als Präsident Jelzin die sowjetischen Streitkräfte aus den Ländern des Warschauer Pakts zurückzog. Es waren keine Vorkehrungen getroffen worden, um die mehreren hunderttausend Soldaten, Offiziere und ihre Familien bei ihrer Rückkehr nach Russland aufzunehmen. Infolgedessen kehrten sie “unter freiem Himmel” unter erbärmlichen Bedingungen zum Leben zurück. Dieses verheerende Versagen gilt heute als eines der größten Verbrechen Jelzins gegen die Nation. Manche meinen, Moskau hätte seine Truppen in Deutschland, Polen und anderswo belassen sollen, bis eine tatsächliche Einigung erzielt wurde, im Gegensatz zu symbolischen Entschädigungen, um die Kosten der Umsiedlung aufzuschieben.

Natürlich boten seine Einführungsrede und die Fragen und Antworten Putin die Gelegenheit, zum Ukraine-Krieg Stellung zu nehmen, einem Krieg, bei dem es seiner Meinung nach überhaupt nicht um territoriale Ambitionen gehe, sondern um die Verteidigung der russischen Welt, also der ethnischen Russen und der russischsprachigen Bevölkerung in den Donbass-Regionen der Ukraine. Sie waren seit neun Jahren ständigen militärischen Angriffen durch die Streitkräfte der Ukraine ausgesetzt, wobei ab 2014 Tausende von zivilen Toten zu beklagen waren. Diese Gräueltaten erregten im Westen kein Interesse, bis Russland im Februar 2022 beschloss, in ihrem Namen militärisch zu intervenieren und die militärische Sonderoperation einzuleiten.

Ein weiterer Aspekt der militärischen Sonderoperation tauchte an anderer Stelle in den Fragen und Antworten auf, als ein deutscher Teilnehmer eine eher aggressive, sagen wir mal feindselige Frage an Putin stellte. Er fragte, wie Russland die Ukraine für den Faschismus verurteilen könne, wenn sie selbst freundschaftliche Beziehungen zur offen faschistischen Alternative für Deutschland (AfD) unterhielten. Putin stellte ihm seinerseits eine Frage: Seien Sie bitte konkreter, damit wir nicht in Gemeinplätzen reden; was genau bringt Sie auf den Gedanken, dass die AfD faschistisch ist?

Der deutsche Fragesteller antwortete, man müsse sich nur eine kürzlich stattgefundene AfD-Kundgebung in einer ostdeutschen Stadt ansehen, an der offen demonstrativ Neonazis teilnahmen.

Putin reagierte daraufhin mit Hochdruck und sagte zunächst, dass Russlands Freundschaft mit den in keiner Weise faschistisch gesinnten AfD-Parteiführern bestehe. Wenn einige unangenehme Leute bei einer Kundgebung auftauchen, sagt das nichts. Darüber hinaus zeige sich bei Betrachtung der Entwicklungen der AfD in der vergangenen Woche, dass die Parteivorsitzenden selbst Opfer klassischer körperlicher Angriffe im faschistischen Stil waren und nicht Täter. Tatsächlich wurde bei einer Kundgebung vor den Wahlen in Bayern in der vergangenen Woche einer der beiden wichtigsten Parteiführer attackiert und ins Krankenhaus auf die Intensivstation gebracht.

Putin leitete diese Diskussion dann weiter zur Ukraine und zu dem Vorfall im kanadischen Parlament vor einer Woche, als das gesamte Repräsentantenhaus, angeführt von seinem Sprecher, ein ehemaliges Mitglied einer Waffen-SS-Einheit für seine Kämpfe gegen Sowjetrussland während des Zweiten Weltkriegs zur Verteidigung der ukrainischen Unabhängigkeit bejubelte. Der Mann, heute 98 Jahre alt und kanadischer Staatsbürger, hatte zwangsläufig unter Anleitung deutscher Nazi-Offiziere an der Abschlachtung von Juden, Polen und anderen Untermenschen (sic!) teilgenommen. Die Episode fand anlässlich des Besuchs von Präsident Selenskyj in Kanada statt, und Zelensky selbst gehörte zu denen, die diesem Nazi applaudierten, der, wie Putin betonte, kein Sympathisant der Nazis, sondern ein aktiver Kollaborateur der Nazis bei Kriegsverbrechen war.

Und Putin fuhr fort, seinen Standpunkt in Bezug auf den Krieg in der Ukraine klarzustellen. Hier habe man Zelensky, in dessen Adern jüdisches Blut fließe und einem Mann, der sich am Holocaust beteiligt hat, öffentlich applaudiert. Genau aus diesem Grund kämpft Russland gegen das Regime in Kiew, um die Ukraine zu entnazifizieren.

Ein Redner aus dem Publikum fragte Putin nach seinen Gedanken zu einem historischen Wendepunkt in der russischen Geschichte, denn er bricht mit der Tradition enger Integration mit Europa, die Peter der Große mit der Schaffung seines “Fensters zu Europa” in St. Petersburg begründet hat.

In seiner Antwort sagte Putin, nicht Russland habe das “Fenster nach Europa” geschlossen, sondern Europa habe einen neuen Eisernen Vorhang gegen Russland herabgelassen. Und auf jeden Fall ist Europa selbst nicht mehr das, was es einmal war. Es hat freiwillig seine Souveränität aufgegeben und hat sich in eine Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten begeben. Das Ergebnis der von den USA verhängten Sanktionen ist der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit Europas. Warum brauchen wir einen solchen Partner, fragte er rhetorisch. Wir haben unsere Bemühungen, mit dem aufstrebenden Asien in Kontakt zu treten, neu ausgerichtet. Wenn Europa uns nicht will, werden wir uns nicht aufdrängen.

Ich möchte auch Putins Bemerkungen in den Fragen und Antworten zu den Bombenanschlägen von North Stream und zu der Frage aufgreifen, wer dafür verantwortlich war. Putins wichtigster Punkt bei der Suche nach den Verantwortlichen ist es, sich an Joe Bidens Worte lange vor dem Bombenanschlag zu erinnern, dass die North-Stream-Pipelines auf die eine oder andere Weise gestoppt würden. Deren Interessen diente dann die Zerstörung dieser Pipelines: Es sind eindeutig US-Interessen, denn die USA sind nun der größte Erdgaslieferant für Europa. Die europäischen Ermittlungen zu den Bombenanschlägen gehen indessen ins Leere, und es ist unwahrscheinlich, dass ihre Ergebnisse veröffentlicht werden.

Aber der interessanteste Teil seiner Antwort war seine Aussage, dass eine der Nord Stream II Pipelines bei dem Terroranschlag nicht beschädigt wurde und voll funktionsfähig sei. Im Westen wird dies meist übersehen. Sagte Putin: Wenn Deutschland grünes Licht gebe, dann könne das Gas morgen über diese überlebende Pipeline transportiert werden und Europa jedes Jahr 27 Milliarden Kubikmeter Gas bringen.

Schließlich hebe ich Putins Antwort auf eine Frage eines irakischen Gastes hervor, der fragte, was während des bald erwarteten Besuchs des irakischen Ministerpräsidenten in Moskau Gegenstand von Diskussionen sein würde.

Putin sagte, natürlich werde die Zusammenarbeit in Energiefragen weit oben auf der Liste stehen. Große russische Öl- und Gasunternehmen sind bereits sehr aktiv im Land, und es wurden bereits erhebliche Investitionen in die Förderung getätigt. Aber es gäbe noch andere Schlüsselthemen, vor allem im Bereich der Logistik, d.h. die Einrichtung neuer Handelsrouten, von denen sowohl beide Länder als auch die Region profitieren werden.

Es gab in den drei Stunden der Fragen und Antworten noch viele andere interessante Austausche, die die Leser für sich selbst entdecken können, indem sie die Transkripte und das Video ansehen, die ich oben erwähnt habe.

Putins Ausdauer und sein geistiger Fokus auf diese lange Sitzung waren bemerkenswert. Es wäre unfair, das gleiche von den Lesern dieses Newsletters zu verlangen.

Vladimir Poutine sur la doctrine nucléaire russe : qu’y a-t-il de nouveau dans ses questions-réponses au Club de discussion de Valdaï ?

Le jeudi 5 octobre a été le point culminant de la 20e édition de la réunion annuelle du Club de discussion Valdaï : le président Poutine a prononcé un discours de 30 minutes lors de la session plénière et a ensuite tenu une séance de questions-réponses de 3 heures avec les 140 invités. La séance était animée par le directeur du programme du club, l’analyste des affaires internationales Fyodor Lukyanov, qui a été largement publié, bien que Poutine lui-même soit intervenu de temps à autre pour désigner le prochain intervenant parmi ceux qu’il reconnaissait dans l’assistance.

Cet événement phare de l’agenda automnal du président s’est d’abord tenu dans la station balnéaire de Valdaï, d’où son nom. Situé à mi-chemin entre Pétersbourg et Moscou, Valdaï était le lieu de prédilection de Poutine pour quelques jours de repos isolé, sauf en avril-mai, lorsque les bouleaux, auxquels il est allergique, sont en fleurs. Un embranchement de train spécial l’emmenait jusqu’à la limite de la propriété mise à sa disposition. Le groupe de discussion a rapidement dépassé les limites des installations de Valdaï et a été transféré à Sotchi, l’équivalent pour le président russe de Camp David aux États-Unis, où des hommes d’État étrangers et d’autres invités de marque peuvent être conviés pour des entretiens.

Pour être plus précis, la semaine dernière, l’événement s’est déroulé à Krasnaya Polyana, une station de ski située dans les montagnes surplombant Sotchi, qui a été aménagée pour des activités récréatives tout au long de l’année. On nous dit que les participants venaient de 42 pays, y compris ceux qui sont aujourd’hui désignés comme « inamicaux ». Comme de coutume, tous les participants n’étaient pas des « amis de la Russie », sans référence à leur pays d’origine.

Comme à l’accoutumée, l’ensemble du groupe était composé principalement d’universitaires, de chercheurs de groupes de réflexion et de diplomates. À l’exception de ces derniers, il ne s’agit pas des interlocuteurs habituels du président, qui sont désormais plus souvent des fonctionnaires, des hommes d’affaires, des soldats et des officiers, ainsi que des étudiants des établissements d’enseignement de pointe de Russie. Mais il n’a aucune difficulté à briser la glace et à trouver un terrain d’entente avec les intellectuels.

On peut raisonnablement supposer qu’il n’y a pas d’accord préalable avec les participants sur les questions qu’ils poseront au Président. Cependant, chacun d’entre eux a un dossier de publications ou d’apparitions antérieures aux conférences de Valdaï, ce qui signifie que leurs questions peuvent être anticipées et que Poutine se prépare en conséquence. Néanmoins, certains ont profité de l’occasion pour poser des questions hostiles, ce que je mentionne ci-dessous. Peu importe, Poutine les traite toutes avec aplomb. Il parle spontanément et sans notes, ce qui est extrêmement impressionnant pour quiconque a un œil objectif.

L’événement a été retransmis en direct par la télévision d’État russe et a été mis en ligne par divers portails d’information russes.  J’ai consulté le suivi sur Komsomolskaya Pravda : https://www.youtube.com/watch?v=-GYbhHVOPVo

Pour ceux qui souhaitent une transcription en anglais des débats de Valdaï, je vous renvoie au site web du président, qui met en ligne la traduction par segments : http://en.kremlin.ru/events/president/transcripts/72444

Le discours d’introduction de Poutine et les questions posées ont abordé un grand nombre de sujets distincts. Il est intéressant de noter que le Financial Times et le New York Times d’hier n’ont pas eu un mot à dire sur la comparution de Poutine devant le groupe Valdaï. En revanche, CNN et Euronews en ont parlé hier matin, mais ils se sont tous deux concentrés sur un seul point des questions-réponses, en ignorant tout le reste. Ce qu’ils ont trouvé digne d’intérêt, c’est la réponse de Poutine à une question sur le sort du groupe Wagner après l’accident d’avion fatal qui a coûté la vie à Dmitry Prigojine et à plusieurs autres de ses fondateurs et personnalités de premier plan, il y a plusieurs mois. Leur couverture s’est concentrée sur la révélation par Poutine des conclusions de l’enquête officielle sur l’accident, à savoir que les corps retrouvés contenaient des fragments d’une grenade à main. Poutine a déclaré que cela indiquait que l’avion n’avait pas été abattu par un facteur externe. Rappelons que les médias occidentaux avaient suggéré, peu après le crash, que l’avion avait été touché par un missile tiré par l’armée russe et que Prigojine avait été victime de la vengeance du président pour sa mutinerie.

Mais dans le cadre de l’affaire Wagner, les médias occidentaux ont omis d’autres révélations importantes et les propres spéculations de Poutine sur l’incident. Il a regretté que les enquêteurs n’aient pas vérifié la présence d’alcool ou de stupéfiants sur les corps. À cet égard, il a indiqué que la police avait trouvé 5 kilogrammes de cocaïne lors de la perquisition des bureaux du groupe Wagner après l’accident d’avion. Il est clair que l’explosion qui a provoqué la chute de l’avion est due à une personne à bord, agissant « sous influence », qui a dégoupillé une grenade.

Ce que les médias occidentaux n’ont pas non plus retenu de l’affaire Wagner, ce sont les remarques générales de Poutine sur le fait que la Russie n’avait pas de lois régissant une « société militaire privée », que c’était une grave erreur parce que ceux qui ont combattu vaillamment au sein de Wagner sur le front ukrainien ne bénéficiaient d’aucune protection sociale de la part de l’État et étaient payés en espèces sans aucun contrôle sur la manière dont la compensation était répartie équitablement. Il a ajouté que l’on ne savait pas encore si une telle opération serait autorisée à l’avenir, mais qu’entre-temps, plusieurs milliers de combattants de Wagner avaient rejoint l’armée régulière russe sous des contrats normaux, comme d’autres volontaires.

En ce qui concerne l’armée régulière russe elle-même, Poutine a déclaré que les derniers mois au cours desquels elle a repoussé avec succès la contre-offensive ukrainienne et infligé des pertes massives à l’ennemi ont montré qu’elle était tout à fait capable d’assurer le succès de l’opération militaire spéciale de la Russie sans avoir à ses côtés des groupes mercenaires tels que Wagner.

Dans ce qui suit, comme Euronews, je me concentrerai également sur l’un des nombreux sujets qui ont été discutés lors de l’événement de Valdaï hier, à savoir le sujet de la doctrine nucléaire de la Russie, que M. Poutine a clarifié sur un aspect très important pour les relations avec les États-Unis. Je doute que les responsables du Pentagone ou du Département d’État aient négligé ce qu’il a dit hier. Contrairement à Euronews, je terminerai cet article par un bref aperçu du discours d’introduction de Poutine, ainsi que par quelques-unes des réponses à d’autres questions que je considère comme les plus intéressantes.

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Sergei Karaganov est un politologue russe bien connu qui, pendant de nombreuses années, s’est laissé entretenir et flatter par des admirateurs à l’étranger. Ceux-ci appréciaient ses nouvelles conceptions de l’ordre mondial futur, qui changeaient souvent, ainsi que ses talents d’orateur. Et il a pris soin de se distancer du régime de Poutine. Je l’ai vu en personne lorsqu’il était l’un des invités privilégiés d’une conférence annuelle d’un groupe de réflexion du parti social-démocrate dans une banlieue chic de Francfort, à laquelle j’avais également été invité, par erreur dirais-je, par les organisateurs.

Comme je l’ai écrit il y a plusieurs mois, dans le climat très patriotique qui règne actuellement en Russie, Karaganov a manifestement estimé qu’il était opportun de faire valoir ses compétences en tant que fils du pays. Il a déclenché une tempête dans son pays et à l’étranger en proposant de faire l’impensable et de redonner à l’Occident la peur de la Russie en utilisant des armes nucléaires tactiques pour démontrer leur puissance brute, que ce soit sur un terrain d’essai ou contre les États membres de l’OTAN plus faibles mais plus agressifs que sont la Pologne et la Roumanie, où les États-Unis ont construit des bases de missiles dirigées vers la Russie. Les experts de Washington ont tiré la sonnette d’alarme et certains des pairs de Karaganov en Russie, indignés par son irresponsabilité, l’ont publiquement réprimandé.

Lorsque Poutine a identifié Karaganov dans le public hier et l’a invité à poser une question, il n’a pas été nécessaire de réfléchir à deux fois à ce que serait cette question. En effet, Karaganov a demandé s’il n’était pas temps pour la Russie de changer son approche des armes nucléaires et de restaurer leur force de dissuasion aux yeux des élites occidentales qui répètent inlassablement que la Russie est faible.

Vladimir Poutine a pris son temps et a donné à Karaganov et à l’auditoire une réponse très complète, en commençant par un résumé des deux principaux points de la doctrine guidant l’utilisation éventuelle des armes nucléaires par la Russie.

Tout d’abord, la Russie lancera une attaque nucléaire contre tout pays qui, selon les indications des radars, aura lancé un ou plusieurs missiles contre la Russie. La réponse sera instantanée, a déclaré Poutine. Et ceux qui détiennent le pouvoir à l’étranger comprennent parfaitement que la Russie lancera des centaines de missiles venant de toutes les directions, de sorte que le résultat final sera leur destruction totale.  La Russie n’a pas besoin d’en dire ou d’en faire plus pour faire respecter sa dissuasion.

Deuxièmement, la Russie lancera une attaque nucléaire contre tout pays qui menacera son existence en tant qu’État souverain, que la menace provienne d’armes nucléaires ou d’armes conventionnelles. Étant donné que la Russie n’est pas exposée à une telle menace existentielle aujourd’hui, il n’y a aucune raison de brandir des armes nucléaires.

Il n’y aurait pas de nouvelles ici si Vladimir Poutine n’expliquait pas plus en détail les changements de politique nucléaire qui sont en cours de préparation en ce qui concerne l’un des derniers « garde-fous » établis au cours des dernières décennies pour empêcher une course aux armements nucléaires entre les superpuissances : le traité d’interdiction des essais nucléaires.

Comme il l’a expliqué, ce traité a été conclu il y a longtemps entre les États-Unis et la Russie. Il a été signé et ratifié par la Russie. Cependant, les États-Unis l’ont seulement signé et ne l’ont jamais ratifié. Aujourd’hui, certains militaires russes exigent que les essais soient relancés et le traité devient donc gênant. Ils veulent procéder à des essais pour s’assurer que les nouveaux systèmes d’armes stratégiques de pointe, tels que le très lourd ICBM Sarmat ou le missile de croisière à portée globale Burevestnik, dont la Russie s’apprête à faire les piliers de ses forces de missiles nucléaires, donneront effectivement le choc escompté. En outre, la Russie estime que la même question a été soulevée aux États-Unis par ses forces armées, qui ne sont pas limitées de jure par un traité que le pays n’a pas ratifié. Pour toutes ces raisons, Vladimir Poutine s’apprête à soumettre à la Douma un projet de loi visant à révoquer la ratification par la Russie du traité d’interdiction des essais nucléaires. Washington a été mis au courant hier : nous sommes à l’aube d’une course effrénée aux armements nucléaires dans laquelle la Russie dispose actuellement d’une large avance en matière de systèmes de lancement.

Nos grands médias l’ont-ils remarqué ?  Apparemment, après un certain temps, ils l’ont fait :  Bloomberg a publié une vidéo sur le sujet sur son compte YouTube hier en fin de matinée ; NBC a fait de même dans l’après-midi.

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Le thème de la conférence du club Valdaï de cette année était « Une multipolarité équitable : comment assurer la sécurité et le développement pour chacun » et c’est ce que Poutine a abordé dans son discours d’introduction. Son discours était intellectuellement stimulant, mais maladroit parce qu’il rassemblait des idées sans rapport les unes avec les autres.

Ce discours représente le dernier état des processus de réflexion de Poutine sur les relations de la Russie avec l’Occident, qu’il a rendu public pour la première fois lors de son discours à la conférence de Munich sur la sécurité en février 2007. Dans ce discours, il a exposé le rejet par la Russie de l’hégémonie mondiale des États-Unis, fondée sur la notion erronée de leur caractère exceptionnel.  Ce qu’il a annoncé hier, c’est le rejet par la Russie de l’Occident dans son ensemble, c’est-à-dire non seulement de l’hégémon, mais aussi de ses « satellites », les anciennes puissances coloniales d’Europe qui, selon lui, tirent leur prospérité d’un pillage séculaire du reste du monde.

Ce discours fait écho aux propos tenus par Poutine lors de son allocution devant le groupe d’affaires du sommet des BRICS en Afrique du Sud, il y a un peu plus d’un mois, lorsqu’il a condamné l’Occident pour sa mentalité néocoloniale dans sa façon de traiter le reste du monde. Il est allé encore plus loin et a fait l’amalgame entre la pensée néocoloniale et la mentalité de « bloc », c’est-à-dire la création par les États-Unis d’alliances militaires en Europe et en Asie qui promeuvent l’esprit « nous contre eux », qui identifient un ennemi dans le but de rallier les membres du bloc autour du pays dirigeant et dans le but de maintenir le contrôle sur la population de leurs pays. La Russie, la Chine, l’Inde et d’autres pays sont désignés comme ennemis lorsque cela convient aux États-Unis pour leur refus de se soumettre et de sacrifier leurs intérêts nationaux aux intérêts de Washington. Je suppose que la mention de la « mentalité de bloc » provient de ses entretiens avec le président Xi, pour qui il s’agit d’un sujet de discussion habituel. Ou bien il s’agit d’une tentative d’attirer l’attention du public chinois.

Au Club de discussion de Valdaï, Poutine s’adresse à des intellectuels, comme je l’ai indiqué plus haut, et la majeure partie de son discours est philosophique, exposant ses vues sur le relativisme culturel qui sont en contradiction directe avec l’universalisme actuel de l’Occident et avec la théorie de la Fin de l’Histoire que Francis Fukuyama a popularisée au début des années 1990, lorsque les États-Unis et d’autres pays cherchaient une nouvelle feuille de route, une nouvelle idéologie pour guider et justifier le monde dirigé par les États-Unis, maintenant que le monde bipolaire de l’URSS et des États-Unis avait pris fin et que l’humanité semblait s’être ralliée à une seule idéologie commune que nous appellerions aujourd’hui « néoconservatrice ».

Le discours de Poutine reflétait également les idées popularisées par Sam Huntington dans son livre Clash of Civilizations, paru dans les années 1990. Après tout, Huntington affirmait qu’il existait un certain nombre de modèles civilisationnels différents dans le monde actuel. Dans le discours de Poutine, cette diversité est précisément ce qu’il faut cultiver pour qu’il y ait une multipolarité équitable dans le nouvel ordre mondial. Toutefois, sa notion de civilisation s’identifie à des nations individuelles plutôt qu’à des groupes de nations, comme chez Huntington ou chez les penseurs politiques du 19e siècle à qui Huntington a emprunté le concept.

Selon Poutine, aucune civilisation n’est meilleure ou pire que les autres. Chacune est autosuffisante et donc souveraine, tout en ayant une certaine interdépendance avec les autres. Chaque civilisation repose sur les traditions et les valeurs nationales de ses détenteurs. Chacun mérite de se sentir en sécurité, ce qui n’est possible que lorsqu’un État n’essaie pas de renforcer sa propre sécurité aux dépens des autres.

Les idées contenues dans le discours de Poutine ne constituent pas son dernier mot sur le sujet. Il a rejeté la responsabilité de la confrontation avec l’Occident sur les élites, tout en insistant sur le fait que la Russie a de nombreux amis en Europe et qu’ils croient en la civilisation chrétienne qu’ils partageaient autrefois avec la Russie, avant qu’ils ne détruisent leurs propres racines culturelles et ne perdent le sens des réalités. Les colonialistes peuvent encore se voir pardonner leurs pillages passés s’ils renoncent aujourd’hui à leur arrogance et soutiennent l’ordre mondial multipolaire qui se met en place.

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Poutine s’est montré plus ferme dans ses réponses aux questions du public.

Il a notamment répondu à une question de Margarita Simonyan, directrice de RT, qui, en tant qu’Arménienne de souche, a sévèrement critiqué le premier ministre arménien Nikol Pashinyan pour sa trahison des compatriotes arméniens du Haut-Karabakh, qui a permis l’occupation armée azérie du territoire et la fuite consécutive des 120 000 Arméniens de souche de cette enclave de l’autre côté de la frontière, en Arménie proprement dite. Elle a insinué que Pashinyan avait été mis au pouvoir par l’Occident et qu’il avait vendu la population arménienne du Haut-Karabakh depuis le début.

Poutine n’a pas hésité à contester ces allégations de l’un des journalistes les plus connus de Russie.  Selon lui, Pashinyan a été élu équitablement par sa nation et, depuis longtemps, il n’a pris aucune mesure susceptible de compromettre les intérêts des Arméniens du Haut-Karabakh. Poutine a déclaré que, suite à ses nombreuses rencontres avec Pashinyan, il savait que le dirigeant arménien n’avait pas l’intention de nuire à ses compatriotes vivant en Azerbaïdjan. Le problème s’est posé lorsque Pashinyan a rencontré à Prague le président du Conseil européen, Charles Michel, qui l’a persuadé de reconnaître publiquement le Haut-Karabakh comme faisant partie intégrante de l’Azerbaïdjan et que les frontières du pays datant de l’éclatement de l’URSS en 1991, sont reconnues par l’Arménie.  Malheureusement, Michel et Pashinyan n’ont rien fait pour se préparer à la conséquence probable de cette reconnaissance, à savoir la tentative du président azerbaïdjanais Aliyev d’exercer un contrôle sur la province rebelle en recourant à la force armée.

La probabilité d’un nettoyage ethnique ou d’un départ volontaire de la population arménienne aurait dû être anticipée et des mesures auraient dû être mises en place pour y faire face.  Bien que Poutine n’ait pas précisé quelles auraient pu être ces mesures, il aurait été logique que Pashinyan exige de Bakou un règlement financier permettant à la population du Haut-Karabakh de se réinstaller dignement et de se loger en cas de départ. Or, les Azéris vont maintenant s’approprier toutes les maisons et appartements laissés par les réfugiés sans qu’aucune compensation ne soit versée. L’Azerbaïdjan, relativement riche, aurait pu se le permettre. L’Arménie, relativement pauvre, ne peut pas se le permettre. Et l’UE n’a pas offert un seul euro pour aider à résoudre ce problème. Elle a seulement offert quelques avions de chasse à l’Arménie, qui ne serviraient à rien en cas de guerre et ne peuvent qu’aggraver les relations avec Bakou, tandis qu’elle se gargarise de la perte d’influence de la Russie dans la région.

Ce que j’ai dit au sujet de la pensée probable de Poutine sur la réinstallation des Arméniens découle directement de ce qu’il a dit à la réunion de Valdaï au sujet d’un problème similaire que la Russie a elle-même rencontré à la fin de la guerre froide, lorsque le président Eltsine a retiré les forces armées soviétiques des pays du Pacte de Varsovie. Aucune disposition n’avait été prise pour accueillir les quelques centaines de milliers de soldats, d’officiers et leurs familles à leur retour en Russie. Ils sont donc retournés vivre « en rase campagne » dans des conditions misérables. Cet échec désastreux est considéré aujourd’hui comme l’un des plus grands crimes d’Eltsine contre la nation. Certains pensent que Moscou aurait dû maintenir ses troupes en Allemagne, en Pologne et ailleurs jusqu’à ce qu’un accord soit conclu sur des compensations réelles, et non symboliques, pour différer les dépenses de réinstallation.

Bien entendu, son propre discours d’introduction et les questions-réponses ont donné à Poutine l’occasion de commenter la guerre en Ukraine, une guerre qui, selon lui, n’a rien à voir avec une ambition territoriale, mais vise à défendre le monde russe, c’est-à-dire les Russes ethniques et les russophones des régions du Donbass en Ukraine. Ils ont été soumis à une agression militaire constante par les forces armées de l’Ukraine pendant neuf ans, avec des milliers de morts civils à partir de 2014. Ces atrocités n’ont suscité aucun intérêt en Occident, jusqu’à ce que la Russie décide d’intervenir militairement en leur nom en lançant l’opération militaire spéciale en février 2022.

Un autre aspect de la SMO (ndt : Opération militaire spéciale) est apparu dans les questions-réponses lorsqu’un participant allemand a posé une question plutôt agressive, voire hostile, à Poutine. Il a demandé comment la Russie pouvait condamner l’Ukraine pour fascisme alors qu’elle entretient elle-même des relations amicales avec le parti Alternativ für Deutschland (AfD), qui est ouvertement fasciste.  Poutine lui a posé une question à son tour : veuillez être plus concret afin que nous ne parlions pas de généralités ; qu’est-ce qui vous fait penser exactement que l’AfD est fasciste ?

L’Allemand a répondu qu’il suffisait de regarder un récent rassemblement de l’AfD dans une ville d’Allemagne de l’Est, où des néonazis ouvertement démonstratifs étaient présents.

Poutine a alors réagi de manière virulente, déclarant tout d’abord que l’amitié de la Russie allait aux dirigeants du parti AfD, qui n’ont aucunement l’esprit fasciste. Si des personnes indésirables se présentent à un rassemblement, cela ne signifie rien. En outre, si l’on observe l’évolution de l’AfD au cours de la semaine écoulée, il apparaît que les dirigeants du parti eux-mêmes ont été victimes et non auteurs d’une agression physique de type fasciste classique. En effet, lors d’un rassemblement préélectoral en Bavière la semaine dernière, l’un des deux principaux dirigeants a été agressé et envoyé à l’hôpital en soins intensifs.

Poutine a ensuite réorienté la discussion vers l’Ukraine et l’incident survenu au Parlement canadien il y a une semaine, lorsque l’ensemble de la Chambre, sous la conduite de son président, a salué un ancien membre d’une unité de la Waffen SS pour s’être battu contre la Russie soviétique pendant la Seconde Guerre mondiale afin de défendre l’indépendance de l’Ukraine. Cet homme, aujourd’hui âgé de 98 ans et citoyen canadien, avait nécessairement participé à la boucherie des Juifs, des Polonais et d’autres « Untermenschen » sous la direction d’officiers de l’Allemagne nazie. L’épisode s’est déroulé à l’occasion de la visite du président Zelensky au Canada, et Zelensky lui-même a été l’un de ceux qui ont applaudi ce nazi qui, comme l’a souligné Poutine, n’était pas un sympathisant nazi, mais un collaborateur nazi actif dans les crimes de guerre.

Et Poutine a continué à faire valoir son point de vue en ce qui concerne la guerre en Ukraine.  Zelensky, dont le sang juif coule dans les veines, a applaudi publiquement un homme qui a participé à l’Holocauste.  C’est précisément pour cette raison que la Russie combat le régime de Kiev, pour        dénazifier l’Ukraine.

Un intervenant a demandé à Poutine ce qu’il pensait de ce qui semble être un tournant historique dans l’histoire de la Russie, car il rompt avec une tradition d’intégration étroite avec l’Europe établie par Pierre le Grand lorsqu’il a créé sa « fenêtre sur l’Europe », Saint-Pétersbourg.

Dans sa réponse, Poutine a déclaré que ce n’est pas la Russie qui a fermé une fenêtre sur l’Europe, mais l’Europe qui a abaissé un nouveau rideau de fer contre la Russie. Et de toute façon, l’Europe elle-même n’est plus ce qu’elle était. Elle a volontairement abandonné sa souveraineté et est devenue une dépendance des États-Unis. Les sanctions imposées par les États-Unis ont eu pour conséquence la perte de compétitivité de l’Europe. Pourquoi avons-nous besoin d’un tel partenaire, a-t-il demandé de manière rhétorique. Nous avons réorienté nos efforts pour nous rapprocher de l’Asie montante. Si l’Europe ne veut pas de nous, nous ne forcerons pas notre intégration.

Je souhaite également souligner les remarques de Poutine lors des questions-réponses concernant les attentats à la bombe contre le North Stream et ceux qui en sont responsables. Le point numéro un de Poutine pour trouver les responsables est de se rappeler les paroles de Joe Biden, bien avant l’attentat, selon lesquelles les gazoducs du North Stream seraient interrompus d’une manière ou d’une autre. Ensuite, quels sont les intérêts concernés par la destruction de ces gazoducs ? Il s’agit clairement des intérêts américains, car les États-Unis sont aujourd’hui le plus grand fournisseur de gaz naturel de l’Europe. Pendant ce temps, l’enquête européenne sur l’attentat à la bombe n’avance pas et il est peu probable que les résultats soient rendus publics.

Mais la partie la plus intéressante de sa réponse est sa déclaration selon laquelle l’un des gazoducs Nord Stream II n’a pas été endommagé lors de l’attaque terroriste et fonctionne parfaitement. Ce fait est généralement ignoré en Occident. Selon M. Poutine, si l’Allemagne donne son feu vert, le gaz pourra être acheminé dès demain par ce gazoduc qui a survécu, ce qui permettra d’acheminer 27 milliards de mètres cubes de gaz vers l’Europe chaque année.

Enfin, je note la réponse de Poutine à une question d’un invité irakien qui demandait quel serait le sujet des discussions lors de la visite prochaine du premier ministre irakien à Moscou.

Poutine a déclaré que, bien entendu, la coopération dans le domaine énergétique figurerait en tête de liste. Les grandes sociétés pétrolières et gazières russes sont déjà très actives dans le pays, avec des investissements importants déjà réalisés dans la production. Mais il y aurait d’autres sujets clés, notamment dans le domaine de la logistique, notamment la mise en place de nouvelles routes commerciales qui profiteront à la fois aux nations et à la région.

Il y a eu au cours des trois heures de questions/réponses de nombreux autres échanges intéressants que les lecteurs peuvent découvrir par eux-mêmes en consultant les transcriptions et la vidéo comme je l’ai mentionné ci-dessus.

L’endurance et la concentration mentale de Poutine au cours de cette longue séance ont été remarquables. Il serait injuste de demander la même chose aux lecteurs de ce bulletin.

No survivors if Russia unleashes nuclear arsenal: Putin / Live discussion on WION, Indian television

It is very good that WION, India’s largest English-language global television broadcaster, invited me to comment on the most significant issue at the just closed Valdai Discussion Club gathering in Sochi: Russia’s nuclear doctrine and the entry into mass production of its new cutting-edge missiles that will constitute its chief nuclear deterrent. Vladimir Putin stressed that the SARMAT ultra-heavy ICBMs and the nuclear engine powered Burevestnik cruise missile will devastate any country that dares attack his homeland.

In this interview, I was given the opportunity to place this threat in its proper context: a warning to the Pentagon not to begin nuclear tests in violation of the nuclear test ban treaty that dates back decades but was never ratified by the U.S. side. Putin said that Russia is about to retract its ratification of the treaty and will respond to any American infraction by itself initiating tests. This would mean an all-out nuclear arms race in which Russia is already way ahead because it is perhaps five years in advance of the USA in developing and putting into serial production  new and unstoppable delivery systems.

The interview moved on to other issues of great importance that emerged in the past week including the virtual shutdown of Congress when the position of House Speaker was vacated and what this means for the ongoing war in Ukraine.

You can find the interview here:  https://www.youtube.com/watch?v=QCEp5HTlO4c

©Gilbert Doctorow, 2023