Translations of “Documentary Film ‘Death of an Empire'”

Translations below into German (Andreas Mylaeus), French (Youri), Spanish (Hugo Guido) and Brazilian Portuguese (Evandro Menezes)

NB: for an English translation of the film, I am told that this works:

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Dokumentarfilm “Death of an Empire”

Der Schlüssel zu Wladimir Putins Äußerungen in seiner Fernsehansprache nach der Niederschlagung der Prigoschin-Meuterei über die Vermeidung von Unruhen als oberste staatliche Priorität

Am vergangenen Sonntag hat der Kultura-Kanal des russischen Staatsfernsehens einen Dokumentarfilm wiederaufgenommen, den er vor einem Jahr zum ersten Mal ausgestrahlt hat, wahrscheinlich ohne großes Aufsehen zu erregen, denn er war meiner Aufmerksamkeit völlig entgangen. Und im letzten Jahr war der Film mit dem Titel “Death of an Empire: the Russian Lesson” (Tod eines Imperiums: die russische Lektion) im Verborgenen zu sehen: Er war auf youtube.com veröffentlicht worden, wo er immer noch zugänglich ist: https://www.youtube.com/watch?v=g-OUSnBYZRg  

Diesmal hat sich das staatliche Fernsehen jedoch große Mühe gegeben, um ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Der Film wurde in den Samstagabend-Nachrichten zur besten Sendezeit angekündigt, in denen Ausschnitte gezeigt wurden, die aufgrund ihrer Dramatik und ihrer Relevanz für die jüngsten Ereignisse in Russland überzeugend waren.

Der Produzent und Sprecher des Dokumentarfilms ist ein gewisser russisch-orthodoxer Geistlicher, Bischof Tichon (Georgi Alexandrowitsch Schewkunow; geboren am 2. Juli 1958 in Moskau), dessen hierarchische Aufgaben über die seelsorgerischen Pflichten für die Region Pskow hinausgehen, da er auch Abt des Klosters Pskowo-Pechersk ist. Von 1995 bis 2018 leitete er das Sretensky-Kloster in Moskau. In seinem Wikipedia-Eintrag wird Tichon als “einer der Ideologen, die das Bild des Westens als Feind Russlands und der Orthodoxie geprägt haben” charakterisiert.

Für seinen großen Einfluss in ganz Russland spricht, dass er Vorsitzender des Patriarchenrates für Kultur ist. Er ist Chefredakteur des Internetportals Pravoslavie.ru und wurde im ersten Quartal 2023 zum meistveröffentlichten Autor von Büchern in russischer Sprache. Für seine Rolle als Produzent und Erzähler des Dokumentarfilms ist es wichtig zu erwähnen, dass Bischof Tichon als junger Mann einen Abschluss in Kinematographie gemacht hat. Er ist ein Vollprofi in diesem Metier.

Obwohl ich regelmäßig den Einfluss der “chattering classes” (der schnatternden Klasse) und insbesondere der Akademiker auf Wladimir Putin abgelehnt habe, muss ich hier eine Ausnahme machen. Es besteht kein Zweifel daran, dass der russische Präsident die “Lektion” dieses Films verinnerlicht hat. Oder, wenn wir über den Titel hinaus zum Inhalt kommen wollen, hat er mehrere Lektionen verinnerlicht.

Und was könnten diese Lektionen sein? Sie ergeben sich aus dem logischen Aufbau des Films, der sich nicht nur auf die Kausalität der Februarrevolution von 1917 konzentriert, sondern uns einen Überblick über die russische Gesellschaft und ihren Lebensstandard auf allen Ebenen im Jahr 1913 gibt, also vor den Verwerfungen durch die Belastungen des Weltkriegs. Dann erzählt er uns von den führenden Schichten dieser Gesellschaft, in der es viele selbstverliebte Bonvivants gab, denen das Schicksal ihres Landes gleichgültig war, und ehrgeizige Politiker, die alles daransetzten, den Zarismus zu stürzen und eine parlamentarische Demokratie nach westeuropäischem Vorbild einzuführen. Sie waren es, die Rückschläge im Krieg nutzten, um die Autorität des Zaren und seiner Minister in der Öffentlichkeit zu diskreditieren und privilegierte Beziehungen zu den Spitzengenerälen der Armee aufzubauen, die den Staatsstreich durchführen sollten. Nachdem er diese Grundlagen gelegt hat, schildert Tichon die Ereignisse rund um die erzwungene Abdankung von Zar Nikolaus II. im Februar 1917 und die Bildung der Provisorischen Regierung, die das Reich auf die schiefe Bahn brachte, die mit der Machtübernahme durch die Bolschewiki im Oktober 1917 und dem darauffolgenden zerstörerischen Bürgerkrieg endete.

Die tiefe Schuld genau der anglophilen oder, allgemeiner ausgedrückt, der liberalen Elemente der russischen Gesellschaft in allen Lebensbereichen am Staatsstreich vom Februar 1917 ist natürlich von großer Bedeutung für jede heutige Diskussion über das postkommunistische Russland, wo dieselben Elemente die Macht übernommen haben und seit den ersten Tagen nach der Auflösung der UdSSR hinter der Präsidentschaft von Boris Jelzin standen. Sie ist relevant für die laufende Säuberung von Persönlichkeiten der “fünften Kolonne”, die seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation an Fahrt gewonnen hat. Diese “Kakerlaken, die aus dem Holzboden kommen”, wie der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko sie in einer Fernsehansprache in der vergangenen Woche beschrieb, sind nach dem bewaffneten Aufstand von Prigoschin besonders ins Rampenlicht gerückt. Dies alles steht auch im Zusammenhang damit, dass das russische Staatsfernsehen die “Angelsachsen” als den Staatsfeind Nummer eins bezeichnet hat.

Diese historische Diskussion über die Vorgeschichte der Februarrevolution 1917 mag für die breite russische Öffentlichkeit neu sein, aber aus Sicht der Geschichtsschreibung ist sie nicht wirklich neu. Der bedeutende russische emigrierte Historiker George Katkov, der damals Fellow am St. Antony’s College in Oxford war, veröffentlichte 1967 sein meisterhaftes Werk Russia 1917: the February Revolution, in dem er sehr detailliert die führende Rolle der russischen Parlamentarier und Organisatoren der Freiwilligenorganisationen bei der Vorbereitung der Februarrevolution beschrieben hat, die die lokalen Selbstverwaltungsorgane auf dem Lande (zemstvos) und in den Gemeinden in ganz Russland vereinigten, zusammen mit den neuen Komitees der Kriegsindustrie, die sich auf die wohlhabendsten Industriellen Russlands stützten, um die Armee und die Kriegsanstrengungen zu unterstützen und die Probleme der massiven Flüchtlingsströme nach dem anfänglichen Vordringen der deutschen Streitkräfte in russische Gebiete zu mildern.

Zu den wichtigsten Persönlichkeiten dieser nominell patriotischen Formationen, die in Wirklichkeit gleichzeitig aufrührerische Ziele verfolgten, gehörten laut Katkow der liberale, anglophile Politiker Pawel Miljukow, Vorsitzender der Kadettenpartei in der Staatsduma, und sein Kollege, Mitglied des Oberhauses und führende Figur der Freiwilligenorganisationen, A.I. Gutschkow, Gründer der gemäßigten Oktobristen-Partei. Es überrascht nicht, dass diese Namen in Tichons Dokumentarfilm im Vordergrund stehen. Katkovs Arbeit konzentrierte sich jedoch mehr auf das “Wie” der Februarrevolution und viel weniger auf das “Warum”, was die Stärke der neuen Dokumentation ist. Hinzu kommt, dass Katkovs Arbeit, als sie erschien, von den sowjetischen Historikern völlig ignoriert wurde. Sie wurde auch von Historikern im Westen ignoriert, weil ihre Implikationen für die demokratische Bewegung im zaristischen Russland der vorherrschenden Geschichtsschreibung zuwiderliefen, die von den Schützlingen und Nachkommen genau der Akteure verfasst wurde, die für die verräterischen Taten im Februar 1917 verantwortlich waren. Für Interessierte: Katkows Buch ist immer noch im Druck und kann bei amazon.com bestellt werden.

Aus meiner Sicht liegt der erstaunlichste und wertvollste Beitrag dieses Dokumentarfilms im ersten Drittel, wo der Erzähler einen ausgezeichneten, ich würde sagen, beispiellosen Überblick über die russische Gesellschaft, die Wirtschaft, die medizinische Versorgung, das Bildungssystem, die Wissenschaft und Innovation und andere Themen bietet. Alles, was er sagt, wird durch sehr beeindruckende Erinnerungsliteratur herausragender Russen und ausländischer Besucher sowie durch staatliche Statistiken aus der zaristischen und sowjetischen Zeit untermauert. Ungeachtet der zugrunde liegenden gründlichen Recherche ist das, was präsentiert wird, sowohl unterhaltsam als auch informativ.

Tichon bietet eine Vision des Russlands unter Nikolaus II., die jede Verallgemeinerung über die russische Gesellschaft vor dem Ersten Weltkrieg, die Sie wahrscheinlich schon einmal gehört haben, auf den Kopf stellt. Russland war, wie wir alle “wissen”, immer primitiv, arm, ungebildet und unterdrückt.

Bevor er uns die Fakten nennt, wendet sich Tichon zwei Punkten der Realitätsprüfung zu, die bei seinen Zuhörern Widerhall finden werden: den Memoiren von Nikita Chruschtschow, die erstmals im Westen veröffentlicht wurden, und einem Memorandum über die Lebensbedingungen des Vaters von Alexej Kosygin.

Chruschtschow schrieb, dass die Arbeiter in seiner Kindheit vor der Revolution viel besser lebten als unter der Sowjetherrschaft. Außerdem gab er 1932, als er bereits ein aufsteigender Stern unter den Funktionären der Kommunistischen Partei war, zu, dass sein Einkommen geringer war als das der Arbeiter vor 1917.

Das Memo aus dem Archiv von Kossygin, der neben Parteisekretär Breschnew Regierungschef der UdSSR war, wurde in den 1960er Jahren auf seine Anweisung hin verfasst, um die Richtigkeit eines Textes zu überprüfen, den ihm dienstbeflissene Parteischreiber auf einem Parteikongress vorlesen wollten. Er hatte seine eigenen Zweifel an den Zahlen, aus denen hervorging, dass die sowjetischen Arbeiter das Achtfache dessen verdienten, was Arbeiter in der Zarenzeit verdienten. In dem Memo, das er zurückerhielt, wurde beschrieben, wie sein Vater, der im Alter von 20 Jahren frisch verheiratet war, eine Stelle in einer der vielen metallverarbeitenden Fabriken in Petrograd annahm und es sich leisten konnte, eine Dreizimmerwohnung in einem ansehnlichen Gebäude eines nahe gelegenen Wohnviertels zu mieten, und wie er, als seine Familie wuchs, eine Hausangestellte einstellen und die Familie sonntags ins Theater ausführen konnte. Und sein Arbeitsplatz war nicht so hoch bezahlt wie in den Putilow-Werken, wo die Löhne der Arbeiter mit denen in Deutschland oder Frankreich vergleichbar waren.

Tichon räumt mit den Unwahrheiten auf, indem er einen Tatsachenbericht vorlegt, den Sie in den Geschichtsbüchern über Russland in Ihrer Buchhandlung oder Bibliothek nicht finden werden. Er erklärt auch, dass viele der erstaunlichen Fortschritte, die er in der Regierungszeit von Nikolaus II. feststellte, auf die Revolution von 1905 folgten, als die Regierung versuchte, eine Wiederholung zu verhindern, indem sie soziale Reformen einführte, die Russland in Bezug auf das öffentliche Gesundheitswesen, die Bildung und andere wichtige Maßnahmen für ein gutes Leben auf den gleichen oder einen höheren Stand als Europa brachten. Infolge dieser Reformen lag der Anteil des von den Bauern als Privateigentum bewirtschafteten Landes im europäischen Russland bei weit über 90 % und im asiatischen Russland bei 100 %. Im Vergleich dazu, so Tichon, waren in England null Prozent des kultivierten Landes im Besitz der Landwirte; es gehörte ausschließlich wohlhabenden Grundbesitzern, die es an Bauern verpachteten.

In der Vergangenheit hatte ich eine gewisse Vorstellung von den landwirtschaftlichen Erfolgen Russlands in den letzten Jahren des Kaiserreichs, indem ich ein Exemplar des Russischen Jahrbuchs für 1912 durchblätterte, das wahrscheinlich 1913 in London veröffentlicht wurde und das ich in den 1970er Jahren in einem Gebrauchtwarenladen erworben hatte. Dieses 800 Seiten starke Buch in winziger Schrift enthält eine Fülle von Informationen, die, wenn ich mir zum Beispiel die Seiten über die Alphabetisierungsrate ansehe, auf das hinzuweisen scheinen, was uns der Dokumentarfilm erzählt. Dieses Buch war jedoch auf die Interessen britischer Geschäftsleute ausgerichtet und als Ressource organisiert, ohne eine übergreifende Interpretation, die es für den allgemeinen Leser attraktiv oder nützlich macht. Das Einzige, was mir auffiel, war die riesige Menge an Butter, die Russland 1912 nach Großbritannien exportierte.

Kehren wir zu Tichon und seinem Dokumentarfilm zurück. Er erzählt uns, dass die Länge des Arbeitstages in Russland während des Ersten Weltkriegs meist neuneinhalb Stunden betrug, während sie in Westeuropa elf oder mehr betrug. Die Überschüsse bei der Getreideernte waren so groß, dass es in Russland selbst in Kriegszeiten keine Rationierung gab, während in Westeuropa aufgrund der Knappheit Lebensmittelkarten fast allgegenwärtig waren.

Im letzten Jahrzehnt des Kaiserreichs wurde die Gesundheitsfürsorge, die zwei Dritteln der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung stand, stark ausgebaut. Dies führte zu einem dramatischen Rückgang der Kinder- und Säuglingssterblichkeit, wodurch die Bevölkerung in den Jahren der Herrschaft von Nikolaus um 50 Millionen anstieg. Alphabetisierungsraten, die von sowjetischen Beamten zu Beginn der 1920er Jahre untersucht wurden, zeigten, dass 90 % oder mehr der Jugendlichen in Städten und Dörfern in ganz Russland dank der nach 1905 eingeführten allgemeinen Grundschulbildung lesen konnten.

Das verarbeitende Gewerbe verzeichnete in allen Industriezweigen ein erstaunliches Wachstum. Im Jahr 1913 hatte das Russische Reich bereits einen Anteil von 10 % am weltweiten BSP. Die Steigerungsrate war für westliche Experten so offensichtlich, dass sie eine Verdoppelung des russischen Anteils an der Weltwirtschaft bis 1950 vorhersagten. Und tatsächlich hatte die UdSSR 1950 einen Anteil von 20 % am globalen BSP, aber dies wurde nur dank der schrecklichen Opfer zweier Generationen, dank des Gulag und der virtuellen Versklavung der Bauernschaft erreicht. Tichon erzählt dies ohne Bitterkeit, aber mit großem Bedauern.

Dass die Russen diese Sichtweise der zaristischen Vergangenheit während der 70 Jahre des Kommunismus nie gehört haben, ist selbstverständlich. Aber warum haben wir das in den Vereinigten Staaten oder anderswo im Westen nicht gehört?

Die Antwort ist nicht schwer zu finden und liegt in derselben Geschichtsschreibung, auf die ich oben in Bezug auf die Geschichte der Februarrevolution angespielt habe. Fast alles, was jemals an amerikanischen Universitäten und in den Lehrbüchern über Russland gesagt wurde, folgte der Linie der ersten Professoren, die sich in den 1950er Jahren in Harvard diesem Gebiet widmeten und deren Studenten und Schützlinge dort in meinen College-Jahren bis 1967 unterrichteten, bis hin zu meinen Graduiertenjahren an der Columbia in den 1970er Jahren. Und all dies ist der tiefere Hintergrund für den heutigen Hass unserer Professorenschaft und unserer außenpolitischen Gemeinschaft auf Russland.

Lassen Sie mich das kurz erklären. Der bedeutendste Historiker der tausendjährigen Geschichte Russlands in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Wassili Klitschewski, war auch ein Hauptverantwortlicher für das, was zur liberalen Geschichtsschreibung Russlands mit ihrer negativen Sicht auf die Vergangenheit des Landes und insbesondere auf die zaristische Autokratie wurde. Diejenigen Berufshistoriker im Westen, die von dieser Behauptung vielleicht überrascht sind, möchte ich darauf hinweisen, dass die russische Geschichte in einem Vakuum studiert wurde, so als ob der Rest der Welt nicht existierte, so dass die Warzen und unattraktiven Punkte der nationalen Geschichte einzigartig waren und nicht, wie es der Fall war, in der großen Welt weit verbreitet waren. Diese Gruppe von Historikern schrieb so, als ob die ganze Last der Leibeigenschaft nicht überall ein grundlegendes Merkmal des Ancien Régime gewesen wäre, auch bei Russlands nächstem Nachbarn, dem Habsburgerreich, wo sie erst um die Jahrhundertwende, also knapp 60 Jahre vor Russland, beendet wurde.

Die negative Sicht auf die russische Vergangenheit wurde von Miljukow und seiner Generation von Professoren und Historikern aufgegriffen. Sie wurde von ihren Studenten, darunter A.A. Kizevetter, weitergeführt, die sie in die Emigration nach Prag mitnahmen, das ebenso wie Berlin ein wichtiges Zentrum der weißen russischen Emigration war. Sie wurde schließlich von mehreren herausragenden Historikern in die Vereinigten Staaten getragen, darunter Michael Karpovich, der zum Professor für russische Geschichte in Harvard ernannt wurde, einem der ersten Experten dieser Art im Lande. Karpovich hatte unter seinen Studenten Richard Pipes, Henry Kissinger und Zbigniew Brzezinski.

Für den Fall, dass der Leser denkt, ich würde meiner Alma Mater, an der ich unter Pipes studiert habe, unangemessen viel Aufmerksamkeit schenken, möchte ich erklären, dass ich, nachdem ich mein meiner Meinung nach wichtigstes Buch Great Post-Cold War American Thinkers About International Relations (Große amerikanische Denker der Zeit nach dem Kalten Krieg über internationale Beziehungen) fertiggestellt hatte, zu meiner Überraschung feststellte, dass neun der zehn einflussreichsten Denker, die ich in meinem Buch kritisiert hatte, alle in irgendeiner Weise mit Harvard verbunden waren, sei es als Studenten, als Professoren oder als Fellows. Ihr Verständnis von Russland und seinem rechtmäßigen Platz in der Welt wurde natürlich von dieser Harvard-Verbindung beeinflusst, die über Karpovich bis zu Leuten wie Miliukov zurückreicht.

Ich habe 1975 meine Karriere als Hochschullehrer aufgegeben, weil meine Aussage, dass die russische kaiserliche Bürokratie zu den bestausgebildeten und sogar aufgeklärtesten in Europa gehörte – eine Schlussfolgerung, zu der ich nach meinen Archivrecherchen über die Einführung parlamentarischer Institutionen in Russland 1905-07 gekommen war – in der Fakultät NICHT willkommen war, auch wenn sie meinen Abschluss mit einer Auszeichnung verliehen. In den Jahren seither ist mir nur ein mutiger und brillanter Historiker Russlands bekannt, Dominic Lieven in Großbritannien, der monumentale Archivrecherchen in Russland durchgeführt und darüber geschrieben hat, wer in den obersten Ebenen der zaristischen Bürokratie wer war, und zwar in einem, wie ich es nennen würde, positiven Licht.

Mir ist niemand bekannt, der einen solchen Überblick über die russische Gesellschaft und die Quellen ihres Wohlstands im Jahr 1913 zusammengetragen und dargestellt hat, wie es dieser gestern ausgestrahlte Dokumentarfilm getan hat. Die zweite Hauptströmung der russischen Geschichtsschreibung in den Vereinigten Staaten war eine Verpflanzung sowjetischer Interessen und politischer Ansichten auf amerikanisches Territorium. Was unsere Doktoranden in Columbia während meines Doktoratsstudiums taten, wurde von einem älteren Professor mit menschewistischen Sympathien geleitet. Und seine Doktoranden wurden mit der Untersuchung von Bauernaufständen in den russischen Provinzen auf der Grundlage von Berichten über Brandstiftung oder der Untersuchung des Adels beauftragt, um dessen schädlichen Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung zu beweisen. Diese Themen waren damals ebenso nutzlos wie es die heutigen Area Studies sind und sein werden, wenn es darum geht, die russische Geschichte zu “entkolonialisieren” oder die gesamte Aufmerksamkeit von Russland selbst auf den im Verschwinden begriffenen ukrainischen Staat und seine Kultur zu lenken.

Film documentaire « Death of an Empire » (La mort d’un empire)

Le point clé des remarques de Vladimir Poutine dans son allocution télévisée après la répression de la mutinerie de Prigojine, à savoir que la prévention des troubles civils est la plus haute priorité de l’État.

Dimanche dernier, la chaîne Kultura de la télévision publique russe a relancé un film documentaire qu’elle avait diffusé pour la première fois il y a un an, sans doute sans grand bruit à l’époque, car il avait complètement échappé à mon attention.  Au cours de l’année écoulée, ce film, intitulé « Mort d’un empire : la leçon russe », s’est caché à la vue de tous. Il a été mis en ligne sur youtube.com, où il est toujours accessible : https://www.youtube.com/watch?v=g-OUSnBYZRg

Cependant, cette fois-ci, la télévision d’État s’est donné beaucoup de mal pour faire en sorte que l’audience soit la plus large possible à l’antenne. L’événement a été annoncé à l’avance dans le journal télévisé du samedi soir, à une heure de grande écoute, et des extraits ont été diffusés, en raison de leur caractère dramatique et de leur pertinence par rapport aux événements les plus récents en Russie.

Le producteur et narrateur du documentaire est un ecclésiastique orthodoxe russe, l’évêque Tikhon (Georgy Aleksandrovich Shevkunov ; né le 2 juillet 1958 à Moscou), dont les responsabilités hiérarchiques vont au-delà des fonctions pastorales pour la région de Pskov, puisqu’il est également l’abbé du monastère de Pskovo-Pechersk. De 1995 à 2018, il a supervisé le monastère Sretensky à Moscou. Sa fiche Wikipédia décrit Tikhon comme « l’un des idéologues qui ont contribué à façonner l’image de l’Occident en tant qu’ennemi de la Russie et de l’orthodoxie ».

Le fait qu’il soit président du Conseil patriarcal de la culture témoigne de l’influence qu’il exerce dans toute la Russie. Il est le rédacteur en chef du portail Internet Pravoslavie.ru et, au cours du premier trimestre 2023, il est devenu l’auteur de livres en langue russe le plus publié. Dans le cadre de son rôle de producteur et de narrateur du film documentaire, il convient de noter que l’évêque Tikhon a obtenu, dans sa jeunesse, un diplôme de premier cycle en cinématographie. Il est un professionnel à part entière dans ce métier.

Si j’ai régulièrement rejeté l’influence des cercles de discussion et des universitaires en particulier sur Vladimir Poutine, je suis ici obligé de faire une exception. Il ne fait aucun doute que le président russe a retenu la « leçon » de ce film.  Ou, si l’on va au-delà du titre pour s’intéresser à la substance, il a retenu plusieurs leçons.

Et quelles peuvent être ces leçons ? Elles proviennent de la structure logique du film, qui ne se concentre pas uniquement sur la causalité au sein de la révolution de février 1917, mais nous donne un aperçu de la société russe, de ses conditions de vie à tous les niveaux en 1913, avant les distorsions introduites par les tensions de la guerre mondiale. Il nous parle ensuite des classes dirigeantes de cette société, qui était truffée de bons vivants (en français dans le texte) égocentriques indifférents au sort de leur pays et de politiciens ambitieux prêts à remuer ciel et terre pour renverser le tsarisme et instaurer une démocratie parlementaire de type ouest-européen. Ce sont eux qui ont utilisé les revers de la guerre pour discréditer en public l’autorité du tsar et de ses ministres et pour établir des relations privilégiées avec les hauts généraux de l’armée qui allaient exécuter le coup d’État. Après avoir posé ces bases, Tikhon nous fait revivre les événements qui ont entouré l’abdication forcée du tsar Nicolas II en février 1917, la formation du gouvernement provisoire et ont mis l’empire sur la voie glissante qui a abouti à la prise de pouvoir par les Bolcheviks en octobre 1917 et à la guerre civile destructrice qui s’en est suivie.

La profonde culpabilité des éléments anglophiles ou, plus généralement, des éléments libéraux de la société russe dans toutes les sphères de la vie pour le coup d’État de février 1917 est, bien sûr, très pertinente pour toute discussion aujourd’hui sur la Russie post-communiste, où ces mêmes éléments ont pris le pouvoir et ont soutenu la présidence de Boris Eltsine dès les premiers jours qui ont suivi la dissolution de l’URSS. Elle s’applique à la purge en cours des personnalités de la « cinquième colonne », qui s’est accélérée depuis le début de l’opération militaire spéciale. Ces « cafards qui sortent du bois », comme les a décrits le président biélorusse Alexandre Loukachenko dans un discours télévisé la semaine dernière, ont été particulièrement mis en lumière à la suite de l’insurrection armée de Prigojine. Il existe également une connexion nécessaire avec l’identification, par la télévision d’État russe, des « Anglo-Saxons » comme l’ennemi national numéro un.

Cette discussion historique sur les antécédents de la Révolution de Février 1917 est peut-être nouvelle pour le grand public russe, mais en termes d’historiographie, elle n’est pas vraiment neuve.  L’éminent historien russe émigré George Katkov, qui était alors membre du St. Antony’s College d’Oxford a publié en 1967 son ouvrage magistral intitulé Russia 1917 : The February Revolution (Russie 1917 : La Révolution de Février), dans lequel il décrit en détail le rôle de premier plan joué dans la préparation de la Révolution de Février par les législateurs russes et les organisateurs des Organisations Volontaires qui ont réuni les organes d’auto administration locale dans les campagnes (zemstvos) et les municipalités de toute la Russie, ainsi que les nouveaux Comités des Industries de Guerre qui s’appuyaient sur les industriels russes les plus riches pour fournir une assistance à l’armée et à l’effort de guerre, ainsi que pour atténuer les problèmes liés aux flux massifs de réfugiés à la suite des premières avancées des forces allemandes dans les territoires russes.

Parmi les personnalités les plus importantes de ces formations nominalement patriotiques qui poursuivaient en fait en même temps des objectifs séditieux figuraient, selon Katkov, le politicien libéral et anglophile Pavel Miliukov, chef du parti Kadet à la Douma d’État, et son collègue, membre de la chambre haute du corps législatif et figure de proue des organisations bénévoles, A.I. Guchkov, fondateur du parti octobriste modéré. Il n’est pas surprenant que ces noms figurent au premier plan dans le documentaire de Tikhon. Cependant, le travail de Katkov était plus étroitement axé sur le « comment » de la Révolution de Février et beaucoup moins sur le « pourquoi », ce qui est la force du nouveau documentaire. De plus, les travaux de Katkov, lorsqu’ils sont apparus, ont été complètement ignorés par les historiens soviétiques. Il a également été ignoré par les historiens occidentaux, car ses implications pour le mouvement démocratique dans la Russie tsariste allaient à l’encontre de l’historiographie dominante, écrite par les protégés et les descendants des acteurs précisément responsables des actes de trahison de Février 1917. Pour les personnes intéressées, le livre de Katkov est toujours disponible et peut être commandé sur amazon.com.

De mon point de vue, la contribution la plus étonnante et la plus précieuse de ce film documentaire se situe dans le premier tiers du film, lorsque le narrateur présente une étude excellente, je dirais même inégalée, de la société russe, de l’économie, des soins médicaux, du système éducatif, de la science et de l’innovation, parmi d’autres thèmes. Tout ce qu’il dit est étayé par des mémoires très impressionnants de Russes exceptionnels et de visiteurs étrangers, ainsi que par des statistiques d’État datant de l’époque tsariste et soviétique. Indépendamment des recherches approfondies sous-jacentes, ce qui est présenté est à la fois divertissant et instructif.

Tikhon propose une vision de la Russie sous Nicolas II qui met sens dessus dessous toutes les généralisations sur la société russe d’avant la Première Guerre mondiale que vous avez probablement entendues. La Russie, comme nous le « savons » tous, a toujours été primitive, pauvre, illettrée et opprimée.

Avant de nous présenter les faits, Tikhon se penche sur deux points de vérification de la réalité qui trouveront un écho auprès de son public : les mémoires de Nikita Khrouchtchev, publiés pour la première fois en Occident, et un mémorandum sur les conditions de vie du père d’Alexeï Kossyguine.

Khrouchtchev a écrit que dans son enfance, avant la Révolution, les travailleurs vivaient beaucoup mieux que sous le régime soviétique. En outre, en 1932, alors qu’il était déjà une étoile montante parmi les fonctionnaires du parti communiste, il a reconnu que ses revenus étaient inférieurs à ceux des travailleurs d’avant 1917.

La note provenant des archives de Kosygin, qui était chef du gouvernement de l’URSS aux côtés du secrétaire du parti Brejnev, a été préparée dans les années 1960 sur ordre de ce dernier, afin de vérifier l’exactitude d’un texte que des fonctionnaires du parti préparaient pour qu’il le lise lors d’un congrès du parti. Il avait lui-même des doutes sur les chiffres montrant que les travailleurs soviétiques gagnaient huit fois plus qu’à l’époque tsariste. La note qu’il a reçue en retour expliquait comment son père, jeune marié à l’âge de 20 ans, avait trouvé un emploi dans l’une des nombreuses usines métallurgiques de Petrograd et avait pu se permettre de louer un appartement de trois pièces dans un immeuble respectable d’un quartier résidentiel proche et, à mesure que sa famille s’agrandissait, d’embaucher une aide-ménagère et d’emmener la famille au théâtre le dimanche. Son lieu de travail n’était pas aussi bien rémunéré que les usines Putilov, où les salaires des ouvriers étaient comparables à ceux de leurs homologues en Allemagne ou en France.

Tikhon renverse les fausses informations en présentant un dossier factuel que vous ne trouverez pas dans les histoires de la Russie de votre librairie ou de votre bibliothèque. Il prend également soin d’expliquer qu’une grande partie des progrès étonnants qu’il a constatés sous le règne de Nicolas II ont suivi la Révolution de 1905, lorsque le gouvernement a cherché à prévenir toute répétition en introduisant des réformes sociales qui ont mis la Russie sur un pied d’égalité ou au-dessus des normes européennes en termes de santé publique, d’éducation et d’autres mesures essentielles de la qualité de la vie. À la suite de ces réformes, le pourcentage de terres cultivées détenues en tant que propriété privée par la paysannerie était largement supérieur à 90 % en Russie européenne et atteignait 100 % en Russie asiatique. En comparaison, nous dit Tikhon, zéro pour cent des terres cultivées en Angleterre appartenait à ceux qui les cultivaient ; elles étaient toutes la propriété de riches propriétaires terriens qui les louaient aux fermiers.

Dans le passé, j’avais une idée des succès agricoles de la Russie dans les dernières années de l’Empire en parcourant un exemplaire de The Russian Year-Book for 1912 (l’almanach russe de 1912), publié à Londres probablement en 1913, que j’avais obtenu dans un magasin de livres d’occasion dans les années 1970. Cet ouvrage de 800 pages aux caractères minuscules contient une mine d’informations qui, lorsque je consulte les pages consacrées aux taux d’alphabétisation, par exemple, semblent aller dans le sens de ce que nous dit le film documentaire. Toutefois, ce livre était axé sur les intérêts des hommes d’affaires britanniques et organisé comme une ressource, sans aucune interprétation globale qui le rendrait attrayant ou utile pour le lecteur en général. La seule chose qui a attiré mon attention dans ce livre est la grande quantité de beurre que la Russie exportait vers le Royaume-Uni en 1912.

Revenons à Tikhon et à son film documentaire. Il nous apprend que la durée de la journée de travail en Russie était généralement de neuf heures et demie pendant la Première Guerre mondiale, alors qu’elle était de onze heures ou plus en Europe occidentale. Les excédents des récoltes de céréales étaient si importants que, même en temps de guerre, la Russie ne pratiquait pas le rationnement, alors qu’en Europe occidentale, les cartes de rationnement alimentaire étaient quasiment omniprésentes en raison des pénuries.

Au cours de la dernière décennie de l’Empire, les soins de santé ont connu une expansion considérable et ont été fournis gratuitement aux deux tiers de la population. Cela a entraîné une baisse spectaculaire des décès d’enfants et de nourrissons, ce qui a permis d’augmenter la population de 50 millions d’habitants au cours des années du règne de Nicolas. Les taux d’alphabétisation, étudiés par les fonctionnaires soviétiques au début des années 1920, ont montré que 90 % ou plus des adolescents des villes et des villages de Russie savaient lire grâce à l’enseignement primaire universel mis en place après 1905.

L’industrie manufacturière a connu une croissance fulgurante dans tous les secteurs industriels. En 1913, l’Empire russe représentait déjà 10 % du PNB mondial. Le taux de croissance était si évident pour les experts occidentaux qu’ils prévoyaient un doublement de la part de la Russie dans le monde d’ici 1950. Et en effet, en 1950, l’URSS représentait effectivement 20 % du PNB mondial, mais cela n’a été possible que grâce aux terribles sacrifices de deux générations, grâce au goulag et à l’asservissement virtuel de la paysannerie. Tikhon raconte cela sans amertume, mais avec beaucoup de regret.

Que les Russes n’aient jamais entendu cette vision du passé tsariste pendant les 70 années de communisme est une évidence. Mais pourquoi n’avons-nous pas entendu cela aux États-Unis ou ailleurs en Occident ?

La réponse n’est pas difficile à trouver et se trouve dans la même historiographie à laquelle j’ai fait allusion plus haut à propos de l’histoire de la Révolution de Février. Presque tout ce qui a été dit sur la Russie dans les universités américaines et dans les manuels utilisés pour les cours a suivi la ligne des premiers professeurs qui se sont consacrés à ce domaine à Harvard dans les années 1950, dont les étudiants et leurs protégés (en français dans le texte) ont enseigné pendant mes années d’université jusqu’en 1967, et jusqu’à mes années d’études supérieures à Columbia dans les années 1970. Tout cela constitue l’arrière-plan lointain de la haine actuelle de la Russie de la part de notre corps professoral et de notre communauté de politique étrangère.

Permettez-moi de m’expliquer brièvement. L’historien le plus important de l’histoire millénaire de la Russie dans la seconde moitié du XIXe siècle, Vassili Klioutchevski, a également été l’un des principaux contributeurs à ce qui est devenu l’historiographie libérale de la Russie, avec sa vision négative du passé du pays et de l’autocratie tsariste en particulier. Aux historiens professionnels occidentaux qui pourraient être déconcertés par cette affirmation, je pense en particulier à l’étude de l’histoire russe en vase clos, comme si le reste du monde n’existait pas, de sorte que les défauts et les points peu attrayants de l’histoire nationale étaient uniques et non, comme c’était le cas, largement répandus dans le reste du monde. Ce groupe d’historiens a écrit comme si le fardeau du servage n’était pas une caractéristique fondamentale de l’ancien régime (en français dans le texte) partout, y compris chez le voisin le plus proche de la Russie, l’empire des Habsbourg, où il n’a pris fin qu’au tournant du XIXe siècle, c’est-à-dire 60 ans avant la Russie.

Cette vision négative du passé de la Russie a été reprise par Miliukov et sa génération de professeurs et d’historiens. Elle fut reprise par leurs étudiants, dont A.A. Kizevetter, qui l’emportèrent dans l’émigration vers Prague, qui était, comme Berlin, un centre majeur de l’émigration des Russes blancs. Elle a finalement été transportée aux États-Unis par plusieurs historiens de renom, dont Michael Karpovich, qui a été nommé professeur d’histoire russe à Harvard, l’un des premiers experts en la matière dans le pays. Karpovich a eu parmi ses étudiants Richard Pipes, Henry Kissinger et Zbigniew Brzezinski.

Au cas où le lecteur penserait que j’accorde une attention excessive à mon alma mater, où j’ai étudié sous la direction de Pipes, permettez-moi d’expliquer qu’après avoir terminé la rédaction de ce que je considère comme mon livre le plus important, Great Post-Cold War American Thinkers About International Relations, j’ai découvert, à ma grande surprise, que neuf des dix penseurs les plus influents que je critiquais dans mon livre avaient tous eu des liens avec Harvard, en tant qu’étudiants, professeurs ou membres de l’université. Leur compréhension de la Russie et de sa place légitime dans le monde était, bien entendu, influencée par ce lien avec Harvard, qui remontait jusqu’à Karpovich et à des personnes comme Miliukov.

J’ai abandonné une carrière d’enseignant universitaire en 1975 parce que mon message selon lequel la bureaucratie impériale russe était parmi les mieux éduquées et même les plus éclairées d’Europe, une conclusion à laquelle j’étais parvenu après avoir effectué des recherches dans les archives sur l’introduction des institutions parlementaires en Russie en 1905-1907, n’était PAS bien accueilli par le corps enseignant, même s’il m’avait décerné mon diplôme avec les honneurs. Dans les années qui ont suivi, je ne connais qu’un seul historien courageux et brillant de la Russie, Dominic Lieven, au Royaume-Uni, qui a effectué des recherches monumentales dans les archives russes et a écrit sur qui était qui dans les hautes sphères de la bureaucratie tsariste sous un jour que je qualifierais de positif.

À ma connaissance, personne n’a rassemblé et présenté une vue d’ensemble de la société russe et des sources de sa prospérité en 1913 comme l’a fait ce film documentaire mis à l’antenne hier. Le second courant principal de l’historiographie russe aux États-Unis était une transposition des intérêts et des points de vue politiques soviétiques sur le territoire américain. Ce que faisaient nos étudiants diplômés à Columbia pendant mon programme de doctorat était guidé par un professeur principal ayant des sympathies mencheviques. Ses étudiants étaient chargés d’étudier les révoltes paysannes dans les provinces russes sur la base de rapports d’incendies criminels ou d’étudier la noblesse pour prouver son influence néfaste sur l’évolution de la société. Ces sujets étaient aussi inutiles à l’époque que les études régionales actuelles le sont et le seront dans le cadre du mouvement de « décolonisation » de l’histoire russe ou de déplacement de l’attention de la Russie proprement dite vers l’État ukrainien sur le point de disparaître et sa culture.

Documental Muerte de un Imperio

La clave de los comentarios de Vladimir Putin en su discurso televisado tras la supresión del motín de Prigozhin sobre evitar la lucha civil como la máxima prioridad estatal

El domingo pasado, el  canal Kultura de la televisión estatal rusa relanzó una película documental que emitió por primera vez hace un año, probablemente con escasa publicidad, porque escapó por completo a mi atención. Y durante el último año el documental titulado “Muerte de un imperio: la lección rusa”, se escondía a plena vista: se había publicado en youtube.com, donde todavía es accesible: https://www.youtube.com/watch?v=g-OUSnBYZRg  

Sin embargo, esta vez la televisión estatal hizo todo lo posible para garantizar la mayor audiencia posible. Fue promocionado en las noticias del sábado por la noche, donde mostraron extractos convincentes por su dramatismo y relevancia respecto a los últimos eventos en Rusia.

El productor y narrador del documental es cierto clérigo ortodoxo ruso, el obispo Tikhon (Georgy Aleksandrovich Shevkunov; nacido el 2 de julio de 1958, Moscú), cuyas responsabilidades jerárquicas van más allá de los deberes pastorales para la región de Pskov, dado que también es el abad del monasterio de Pskovo-Pechersk. De 1995 a 2018, supervisó el Monasterio Sretensky en Moscú. Su entrada en Wikipedia incluye una caracterización de Tikhon como “uno de los ideólogos que ha dado forma a la imagen de Occidente como enemigo de Rusia y de la ortodoxia”.

Es pertinente respecto a su influencia más amplia en toda Rusia que sea el presidente del Consejo Patriarcal de Cultura. Es el editor en jefe del portal de internet Pravoslavie.ru y en el transcurso del Q1 2023 se convirtió en el autor de libros más ampliamente publicado en idioma ruso. Es pertinente para su papel como productor y narrador de la película documental señalar que cuando era joven, el obispo Tikhon había recibido una licenciatura en cinematografía. Es un profesional en pleno derecho en esta área.

Aunque he descartado regularmente la influencia de las clases parlanchinas y los académicos en particular sobre Vladimir Putin, aquí me veo obligado a hacer una excepción. No cabe duda de que el presidente ruso ha asumido la “lección” de esta película. O, si podemos ir más allá del título a la sustancia, ha tomado en cuenta varias lecciones.

¿Y cuáles pueden ser estas lecciones? Provienen de la estructura lógica de la película, que no solo se centra en la causalidad dentro de la Revolución de febrero de 1917, sino que nos da una visión general de la sociedad rusa, su nivel de vida en todos los estratos en 1913, antes de las distorsiones introducidas por las tensiones de la Guerra Mundial. Luego procede a hablarnos de las clases dirigentes de esa sociedad, que estaban plagadas de bon vivants ensimismados e indiferentes al destino de su país y de políticos ambiciosos que estaban listos para mover cielo y tierra para derrocar al zarismo e introducir una democracia parlamentaria al estilo de Europa Occidental. Ellos fueron los que utilizaron los reveses en la guerra para desacreditar la autoridad del zar y sus ministros en público y para establecer relaciones privilegiadas con los principales generales del Ejército que ejecutarían el golpe. Después de sentar estas bases, Tikhon nos guía a través de los acontecimientos que rodearon la abdicación forzada del zar Nicolás II en febrero de 1917, la formación del Gobierno Provisional que puso al imperio en el camino resbaladizo que terminó con la toma del poder por parte de los bolcheviques en octubre de 1917 y la destructiva guerra civil que siguió.

La profunda culpabilidad precisamente de los anglófilos, o más ampliamente hablando, de los elementos liberales de la sociedad rusa en todas las esferas de la vida por el golpe de Estado de febrero de 1917 es, por supuesto, muy relevante para cualquier discusión actual sobre la Rusia poscomunista, donde estos mismos elementos tomaron el poder y respaldaron la presidencia de Boris Yeltsin desde los primeros días después de la disolución de la URSS. Es relevante para la purga en curso de personalidades de la “quinta columna” que se ha acelerado desde el inicio de la Operación Militar Especial. Estas “cucarachas que salen de la madera”, como las describió el presidente de Bielorrusia, Alexander Lukashenko, en un discurso televisado la semana pasada, fueron puestas bajo la lupa después de la insurrección armada de Prigozhin. También hay una conexión necesaria de todo esto con la identificación en la televisión estatal rusa de los “anglosajones” como el enemigo nacional número uno.

Esta discusión histórica de los antecedentes de la Revolución de Febrero de 1917 puede ser nueva para el amplio público ruso, pero en términos de historiografía, no es realmente nueva. El eminente historiador emigrado ruso George Katkov, que era miembro del St. Antony’s College de Oxford en ese momento, publicó en 1967 su obra magistral Russia 1917: the February Revolution en la que describió con gran detalle el papel principal en la preparación del camino para la Revolución de Febrero desempeñado por los legisladores rusos y los organizadores de Organizaciones Voluntarias que unieron a los organismos locales de autoadministración en el campo (zemstvos) y municipios de toda Rusia.  junto con nuevos Comités de Industria de Guerra que dependían de los industriales más ricos de Rusia para proporcionar asistencia al ejército y al esfuerzo de guerra, así como para mitigar los problemas de los flujos masivos de refugiados tras los avances iniciales de las fuerzas alemanas en los territorios rusos.

Entre las personalidades más importantes de estas formaciones nominalmente patrióticas que perseguían al mismo tiempo objetivos sediciosos estaban, según Katkov, el político liberal y anglófilo Pavel Miliukov, jefe del partido Kadet en la Duma Estatal y su colega, miembro de la cámara alta de la legislatura y figura destacada en las Organizaciones Voluntarias, A.I. Guchkov, fundador del moderado Partido Octobrista. No es sorprendente que estos nombres pasen a primer plano en el documental de Tikhon. Sin embargo, el trabajo de Katkov se centró más estrechamente en el “cómo” de la Revolución de Febrero y mucho menos en el “por qué”, que es donde radica la fuerza del nuevo documental. Además, el trabajo de Katkov, que apareció en su momento, fue completamente ignorado por los historiadores soviéticos. También fue ignorado por los historiadores en Occidente, porque sus implicaciones para el movimiento democrático en la Rusia zarista iban en contra de la historiografía prevaleciente que fue escrita por los protegidos y descendientes de precisamente los actores responsables de los actos de traición de febrero de 1917. Para aquellos interesados, el libro de Katkov todavía está impreso y se puede pedir a amazon.com

Desde mi punto de vista, la contribución más asombrosa y valiosa de esta película documental está en el tercio inicial más o menos cuando el narrador ofrece un estudio excelente, diría que inigualable, de la sociedad rusa, la economía, la atención médica, el sistema educativo, la ciencia y la innovación, entre otros temas. Todo lo que dice está respaldado por una impresionante literatura de memorias de destacados rusos y visitantes extranjeros, así como por estadísticas estatales de la época zarista y soviética. A pesar de la profunda investigación subyacente, lo que se presenta es entretenido e informativo.

Tikhon ofrece una visión de Rusia bajo Nicolás II que pone patas arriba todas las generalizaciones sobre la sociedad rusa antes de la Primera Guerra Mundial que probablemente hayan escuchado. Rusia, como todos “sabemos”, siempre fue primitiva, pobre, analfabeta y oprimida.

Antes de darnos los hechos, Tikhon recurre a dos puntos de verificación de la realidad que resonarán con la audiencia, las Memorias de Nikita Khrushchev que se publicaron por primera vez en Occidente y un memorándum sobre las condiciones de vida del padre de Alexei Kosygin.

Khrushchev escribió que en su infancia antes de la Revolución los trabajadores vivían mucho mejor que bajo el dominio soviético. Además, en 1932, cuando ya era una estrella en ascenso entre los funcionarios del Partido Comunista, reconoció que sus ingresos eran menores que los de los trabajadores anteriores a 1917.

El memorándum del archivo de Kosygin, que fue Jefe de Gobierno en la URSS junto con el Secretario del Partido Brezhnev, fue preparado en la década de 1960 por orden suya para verificar la exactitud de un texto que los piratas informáticos del Partido estaban preparando para que leyera en un congreso del Partido. Tenía sus propias dudas sobre las cifras que mostraban que los trabajadores soviéticos ganaban ocho veces más de lo que ganaban los trabajadores en la época zarista. El memorándum que recibió explicaba cómo su padre, recién casado a los 20 años, tomó un trabajo en una de las muchas fábricas metalúrgicas en Petrogrado y pudo permitirse alquilar un apartamento de tres habitaciones en un edificio respetable de un barrio residencial cercano y pudo, a medida que su familia crecía, contratar a una empleada doméstica y llevar a la familia al teatro los domingos. Y su lugar de trabajo no estaba tan bien pagado como la Fábrica Putilov, donde los salarios de los trabajadores estaban a la par con sus pares en Alemania o Francia.

Tikhon anula las falsedades introduciendo un registro de hechos que no encontrará reflejado en la historia de Rusia en su librería o biblioteca local. También tiene cuidado de explicar que gran parte del asombroso progreso que encontró durante el reinado de Nicolás II continuó en la Revolución de 1905, cuando el gobierno trató de evitar cualquier repetición mediante la introducción de reformas sociales que pusieron a Rusia a la par o por encima de los estándares europeos en términos de salud pública, educación y otros datos relevantes para tener una vida digna. Como resultado de estas reformas, el porcentaje de tierra cultivada mantenida como propiedad privada por parte del campesinado era muy superior al 90% en la Rusia europea, y era del 100% en la Rusia asiática. En comparación, Tikhon nos dice, el cero por ciento de la tierra cultivada en Inglaterra era propiedad de aquellos que cultivaban la tierra; Todo era propiedad de ricos terratenientes que lo alquilaban a los agricultores.

En el pasado, tenía alguna idea de los éxitos agrícolas de Rusia en los últimos años del Imperio al leer detenidamente una copia de The Russian Year-Book for 1912 publicado en Londres, probablemente en 1913, que obtuve en una tienda de libros usados en la década de 1970. Este libro de 800 páginas en tipografía minúscula tiene una gran cantidad de información que, como ahora miro, por ejemplo, en las páginas dedicadas a las tasas de alfabetización, parece apuntar a lo que nos dice la película documental. Sin embargo, este libro estaba orientado a los intereses de los empresarios británicos y se organizó como un recurso, sin ninguna interpretación integral para hacerlo atractivo o útil para el lector en general. Lo único que me llamó la atención fue la gran cantidad de mantequilla que Rusia exportaba al Reino Unido en 1912.

Volvamos a Tikhon y su película documental. Nos dice que la duración de la jornada laboral en Rusia fue principalmente de nueve horas y media durante la Primera Guerra Mundial, mientras que fue de once o más en Europa occidental. Los excedentes de las cosechas de granos eran tan grandes que incluso en tiempos de guerra Rusia no tenía racionamiento, mientras que en Europa occidental las tarjetas de racionamiento de alimentos eran casi omnipresentes debido a la escasez.

En la última década del Imperio, hubo una vasta expansión de la atención médica que se proporcionó gratuitamente a dos tercios de la población. Esto llevó a una caída dramática en la mortalidad infantil, a su vez aumentando la población en 50 millones en los años del reinado de Nicolás. Las tasas de alfabetización, que fueron investigadas por funcionarios soviéticos a principios de la década de 1920, mostraron que el 90% o más de los adolescentes en ciudades y pueblos de toda Rusia podían leer gracias a la educación primaria universal que se introdujo después de 1905.

Hubo un crecimiento asombroso en la manufactura en todos los sectores industriales. En 1913, el Imperio ruso ya representaba el 10% del PIB mundial. La tasa de aumento fue tan evidente para los visitantes occidentales especializados, que predijeron una duplicación de la participación global de Rusia para 1950. Y, de hecho, en 1950 la URSS representaba el 20% del PIB mundial, pero eso se logró por medio de terribles sacrificios de dos generaciones, con el Gulag y la virtual esclavitud del campesinado. Tikhon relata esto sin amargura, pero con gran pesar.

Que los rusos nunca escucharon esta visión del pasado zarista durante los 70 años del comunismo es evidente. Pero, ¿por qué no escuchamos esto en los Estados Unidos, o en cualquier otro lugar de Occidente?

La respuesta no es difícil de encontrar y está en la misma historiografía a la que aludí anteriormente con respecto a la historia de la Revolución de Febrero. Casi todo lo que se dijo sobre Rusia en las universidades estadounidenses y en los libros de texto utilizados para la asignatura siguió la línea de los primeros profesores dedicados al área en Harvard en la década de 1950, cuyos estudiantes y sus protegidos instruyeron allí en mis años universitarios hasta 1967, y hasta mis años de posgrado en Columbia en la década de 1970. Y todo esto es el añejo trasfondo del odio actual hacia Rusia por parte de nuestro profesorado y comunidad de política exterior hoy en día.

Permítanme explicarlo brevemente. El historiador más importante de los mil años de historia de Rusia en la segunda mitad del siglo 19, Vasily Kliuchevsky, fue también un contribuyente principal en lo que se convirtió la historiografía liberal de Rusia con su visión negativa del pasado del país y de la autocracia zarista en particular. Para aquellos historiadores profesionales en Occidente que pueden sorprenderse por esta afirmación, tengo en mente específicamente el estudio de la historia rusa en el vacío, como si el resto del mundo no existiera, de modo que las verrugas y los puntos poco atractivos en la historia nacional fueran únicos y no, como fue el caso, en gran medida algo frecuente en el mundo en general. Este grupo de historiadores escribió como si toda la carga de la servidumbre no fuera una característica fundamental del antiguo régimen en todas partes, incluido el vecino más cercano de Rusia, el Imperio de los Habsburgo, donde terminó solo a principios del siglo 19, es decir, solo 60 años antes que en Rusia.

La visión negativa del pasado de Rusia fue recogida por Miliukov y su generación de profesores e historiadores. Esto fue continuado por sus estudiantes, incluido A.A. Kizevetter, quien lo llevó consigo a la emigración a Praga, que era, como Berlín, un importante centro de la emigración de la Rusia Blanca. Finalmente fue llevado a los Estados Unidos por varios historiadores destacados, entre ellos Michael Karpovich, quien fue nombrado profesor de historia rusa en Harvard, uno de los primeros expertos de este tipo en el país. Karpovich tuvo entre sus alumnos a Richard Pipes, Henry Kissinger y Zbigniew Brzezinski.

En caso de que el lector piense que puedo estar prestando una atención indebida a mi alma mater de pregrado, donde estudié con Pipes, permítanme explicar que después de que terminé de escribir lo que considero mi libro más importante, Great Post-Cold War American Thinkers About International Relations, descubrí, para mi sorpresa, que nueve de los diez pensadores más influyentes que critiqué en mi libro habían tenido alguna relación con Harvard, o como estudiantes o como profesores o como becarios. Su comprensión de Rusia y su lugar legítimo en el mundo fue, por supuesto, influenciada por esa conexión de Harvard que se remonta a través de Karpovich a personas como Miliukov.

Dejé una carrera en la enseñanza universitaria en 1975 porque mi mensaje de que la burocracia imperial rusa estaba entre las mejor educadas e incluso las más ilustradas de Europa, una conclusión a la que llegué después de hacer mi investigación de archivo sobre la introducción de instituciones parlamentarias en Rusia en 1905-07, NO fue bienvenida entre los profesores, aunque me otorgaron grado con honores. En los años posteriores, solo conozco a un valiente y brillante historiador de Rusia, Dominic Lieven, en el Reino Unido, que ha realizado una investigación monumental de archivos en Rusia y ha escrito sobre quién era quién en los niveles más altos de la burocracia zarista en lo que yo llamaría bajo una luz positiva.

No conozco a nadie que haya recopilado y expuesto la visión general de la sociedad rusa y las fuentes de su prosperidad en 1913, como lo ha hecho esta película documental puesta al aire ayer. La segunda corriente principal de la historiografía rusa en los Estados Unidos fue un trasplante de intereses soviéticos y puntos de vista políticos en territorio estadounidense. Lo que nuestros estudiantes graduados en Columbia estaban haciendo durante mi programa de doctorado fue guiado por un profesor senior con simpatías mencheviques. Y sus estudiantes graduados fueron asignados al estudio de las revueltas campesinas en las provincias rusas basadas en informes de incendios provocados o estudio de la nobleza para demostrar su influencia dañina en la evolución social. Estos temas eran tan inútiles en ese momento como lo son y están siendo los actuales Estudios de Área bajo el movimiento para “descolonizar” la historia rusa o para desviar toda la atención de Rusia propiamente dicha al estado ucraniano a punto de desaparecer junto con su cultura.

O documentário  “A Morte de um Império”

A chave para as observações de Vladimir Putin em seu discurso televisionado após a supressão do motim de Prigozhin para se evitarem conflitos civis como a mais alta prioridade do estado

No domingo passado, o canal Kultura da televisão estatal russa relançou um documentário que foi ao ar pela primeira vez há um ano, provavelmente com pouco alarde na época, tendo escapado completamente de minha atenção. E, no ano passado, o filme intitulado “A Morte de um Império: a Lição Russa” estava escondido à vista de todos: publicado no Youtube, onde ainda está disponível: https://youtu.be/g-OUSnBYZRg

No entanto, desta vez a televisão estatal fez um grande esforço para garantir a maior audiência possível. Foi anunciado no noticiário do horário nobre da noite de sábado, mostrando trechos dramáticos e também persuasivos, devido a sua relevância para os últimos eventos na Rússia.

O produtor e narrador do documentário é um certo clérigo ortodoxo russo, o bispo Tikhon (Shevkunov), nascido em Moscou em 2 de julho de 1958, cujas responsabilidades hierárquicas vão além dos deveres pastorais da região de Pskov, visto que ele também é o abade do Mosteiro das Cavernas de Pskov. De 1995 a 2018, ele supervisionou o Mosteiro de Sretensky, em Moscou. Sua página na Wikipédia inclui uma descrição de Tikhon como “um dos ideólogos que moldaram a imagem do Ocidente como inimigo da Rússia e da Ortodoxia”.

Mais pertinente a sua influência mais ampla em toda a Rússia é que ele é o presidente do Conselho Patriarcal da Cultura. Ele é o editor-chefe do portal Pravoslavie.Ru e, durante o primeiro trimestre de 2023, tornou-se o escritor mais publicado no idioma russo. É pertinente a seu papel como produtor e narrador do documentário observar que, quando jovem, o bispo Tikhon se formara em cinematografia. Ele é um profissional qualificado neste métier.

Embora tenha descartado regularmente a influência das classes tagarelas e dos acadêmicos em particular sobre Vladimir Putin, agora sou obrigado a abrir uma exceção. Não há dúvida de que o presidente russo aprendeu a “lição” deste filme. Ou, se podemos ir além do título para a substância, ele aprendeu as várias lições.

E quais seriam estas lições? Elas vêm da estrutura lógica do filme, que não se concentra apenas nas causas da Revolução de fevereiro de 1917, mas dá uma visão geral da sociedade russa, seu padrão de vida em todos os aspectos em 1913, antes das distorções introduzidas pelas tensões da [Primeira] Guerra Mundial. Tikhon então passa a relatar sobre as classes dirigentes daquela sociedade, que estavam repletas de bon vivants egocêntricos, indiferentes ao destino de seu país, e de políticos ambiciosos, que estavam prontos para mover montanhas para derrubar o tzarismo e introduzir a democracia parlamentar, ao estilo da Europa Ocidental. Foram eles que usaram os reveses da guerra para desacreditar publicamente a autoridade do tzar e de seus ministros e para estabelecer laços privilegiados com os principais generais do Exército, que executariam o golpe. Depois de estabelecer estes contexto, Tikhon conduz o relato pelos eventos que cercaram a abdicação forçada do tzar Nicolau II em fevereiro de 1917 e a formação do Governo Provisório, que colocou o império no caminho escorregadio que terminara com a tomada do poder pelos bolcheviques em outubro de 1917 e à destrutiva guerra civil que a seguira.

A profunda culpa, precisamente dos anglófilos, ou, em geral, dos elementos liberais da sociedade russa em todas as esferas da sociedade, pelo golpe de estado de fevereiro de 1917 é, obviamente, muito relevante hoje para qualquer discussão sobre a Rússia pós-comunista, onde estes mesmos elementos tomaram o poder e apoiaram a presidência de Boris Yeltsin, desde os primeiros dias após a dissolução da URSS. É também relevante quanto ao expurgo contínuo de celebridades da “quinta coluna”, que acelerou desde o início da Operação Militar Especial. Estas “baratas saindo da toca”, como o presidente da Bielorrússia, Alexander Lukashenko, as descreveu, em um discurso televisionado na semana passada, ficaram particularmente sob os holofotes após a insurreição armada de Prigozhin. Há também uma conexão necessária em tudo isto com a identificação na televisão estatal russa dos “anglo-saxões” como o inimigo número um da nação.

Esta discussão histórica dos antecedentes da Revolução de Fevereiro de 1917 pode ser novidade para o público russo em geral, mas em termos de historiografia não é realmente novidade. O eminente historiador e emigrante russo, George Katkov, que era então membro do St. Antony’s College, em Oxford, publicou em 1967 sua obra magistral “Rússia, 1917: a Revolução de Fevereiro“, na qual descreveu em detalhes o papel principal na preparação do caminho para a Revolução desempenhado pelos legisladores russos e pelos organizadores de Organizações Voluntárias, que uniram os órgãos locais de autogestão no campo (zemstvos) e os municípios em toda a Rússia, juntamente com novos Comitês da Indústria de Guerra, que contavam com os industriais mais ricos da Rússia para fornecer assistência ao exército e ao esforço de guerra, bem como para mitigar os problemas dos fluxos enormes de refugiados após os avanços iniciais das forças alemãs em territórios russos.

Entre as personalidades mais importantes destas formações nominalmente patrióticas, que tinham objetivos ao mesmo tempo sediciosos, estavam, segundo Katkov, o político liberal e anglófilo Pavel Miliukov, chefe do partido Kadet na Duma e seu colega, membro da câmara alta da legislatura e figura de destaque nas Organizações Voluntárias, A.I. Guchkov, fundador do Partido Outubrista moderado. Não surpreendentemente, estes nomes vêm à tona no documentário de Tikhon. No entanto, o trabalho de Katkov foi mais focado no “como” da Revolução de Fevereiro e muito menos no “porquê”, que é a força do novo documentário. Além disto, a obra de Katkov, na época, fora completamente ignorada pelos historiadores soviéticos. Também fora ignorada pelos historiadores do Ocidente, porque suas implicações para o movimento democrático na Rússia tzarista colidiam com a historiografia predominante, escrita pelos protégés e descendentes precisamente dos atores responsáveis pelos atos traiçoeiros de Fevereiro de 1917. Para os interessados, o livro de Katkov ainda está sendo impresso e pode ser comprado na [Internet].

De meu ponto de vista, a contribuição mais surpreendente e valiosa deste documentário está em sua parte inicial, quando o narrador oferece uma pesquisa excelente, diria incomparável, da sociedade, economia, assistência médica, sistema educacional, ciência e inovação russos, entre outros temas. Tudo o que diz é apoiado por uma impressionante literatura de memórias de russos notórios e de visitantes estrangeiros, bem como por estatísticas oficiais dos tempos tzarista e soviético. Apesar da profunda pesquisa subjacente, o que é apresentado é tanto divertido como informativo.

Tikhon oferece uma visão da Rússia sob Nicolau II que põe de cabeça para baixo provavelmente todas as generalizações sobre a sociedade russa antes da Primeira Guerra Mundial que já se ouviram. A Rússia, como todos “conhecemos”, sempre foi primitiva, pobre, analfabeta e oprimida.

Antes de nos dar os fatos, Tikhon se volta para dois dados concretos que ressoarão com seu público, as Memórias, de Nikita Khrushchev, que foram publicadas primeiramente no Ocidente, e um memorando sobre as condições de vida do pai de Alexei Kosygin.

Khrushchev escreveu que, em sua infância antes da Revolução, os trabalhadores viviam muito melhor do que sob o domínio soviético. Além disto, em 1932, quando já era uma estrela em ascensão entre os apparatchiks do Partido Comunista, ele reconheceu que sua renda era menor do que a dos trabalhadores anteriores a 1917.

O memorando do arquivo de Kosygin, que era chefe de governo na URSS, ao lado do secretário do partido, [Leonid] Brezhnev, foi preparado na década de 1960 sob suas ordens para se verificar se um texto que barnabés do partido estavam preparando para ele ler num congresso partidário estava correto. Ele tinha suas próprias dúvidas sobre os números, que mostravam que os trabalhadores soviéticos ganhavam oito vezes mais do que os trabalhadores na época do tzar. O memorando que recebeu explicava como seu pai, recém-casado aos 20 anos, conseguira um emprego numa das muitas fábricas metalúrgicas em Petrogrado e conseguira alugar um apartamento de três cômodos num prédio num bairro residencial respeitável próximo ao emprego e podera, conforme a família crescia, contratar uma empregada doméstica e levar a família ao teatro nos domingos. E seu local de trabalho não era tão bem pago quanto na Fábrica Putilov, onde os salários dos trabalhadores eram iguais aos de seus pares na Alemanha ou na França.

Tikhon derruba as falsidades apresentando um registro fatual que não se encontrará refletido nas histórias da Rússia em livrarias ou em bibliotecas. Ele também tem o cuidado de explicar que grande parte do incrível progresso que houve no reinado de Nicolau II seguiu-se à Revolução de 1905, quando o governo procurou evitar que tais episódios se repetissem, introduzindo reformas sociais que colocaram a Rússia nos mesmos, senão acima, padrões europeus de saúde pública, de educação e doutros índices importantes sobre a qualidade de vida. Como resultado destas reformas, a porcentagem de terras cultivadas mantidas como propriedade privada pelo campesinato era bem superior a 90% na Rússia européia e 100% na Rússia asiática. Em comparação, Tikhon nos diz, zero por cento das terras cultivadas na Inglaterra pertenciam àqueles que cultivavam a terra; era toda propriedade de ricos proprietários de terras que as alugavam para fazendeiros cultivarem.

No passado, tinha alguma idéia dos sucessos agrícolas da Rússia nos últimos anos do Império ao examinar uma cópia do “The Russian Year-Book” de 1912, publicado em Londres, provavelmente em 1913, que obtive num sebo na década de 1970. Este livro de 800 páginas em tipografia minúscula tem uma riqueza de informações que, ao se olhar agora, por exemplo, para as páginas dedicadas às taxas de alfabetização, parecem apontar para o que o documentário nos conta. No entanto, este livro fora distorcido para atender os interesses dos empresários britânicos e fora organizado como uma referência, sem qualquer interpretação abrangente para torná-lo atraente ou útil para o público em geral. A única coisa que me chamou a atenção foi a grande quantidade de manteiga que a Rússia exportava para o Reino Unido em 1912.

Voltemos a Tikhon e seu documentário. Ele conta que a duração da jornada de trabalho na Rússia era de nove horas e meia durante a Primeira Guerra Mundial, ao passo que era de onze horas ou mais na Europa Ocidental. Os excedentes das colheitas de grãos eram tão grandes que, mesmo em tempos de guerra, a Rússia não tinha racionamento, enquanto que na Europa Ocidental os cartões de racionamento de alimentos eram quase onipresentes devido à carestia.

Na última década do Império, houve uma grande expansão da assistência à saúde, que chegava gratuitamente a dois terços da população. Isto levou a uma queda dramática das mortalidades infantil e natal, aumentando a população em 50 milhões nos anos do reinado de Nicolau. As taxas de alfabetização, que foram pesquisadas por autoridades soviéticas no início da década de 1920, mostraram que 90% ou mais dos adolescentes em cidades e vilas em toda a Rússia sabiam de ler, graças à educação primária universal, introduzida após 1905.

Houve um crescimento incrível na manufatura em todos as indústrias. Em 1913, o Império Russo já representava 10% do PIB global. A taxa de aumento era tão evidente para os visitantes ocidentais que se previa uma duplicação da participação global da Rússia até 1950. E, de fato, em 1950, a URSS representava 20% do PIB global, mas isto fora alcançado apenas graças aos terríveis sacrifícios de duas gerações, graças ao Gulag e à virtual escravização do campesinato. Tikhon relata isto sem amargura, mas com grande pesar.

Que os russos nunca ouviram esta visão do passado tzarista durante os 70 anos do comunismo é evidente. Mas por que não se ouvira isto nos Estados Unidos ou alhures no Ocidente?

A resposta não é difícil de se encontrar e está na mesma historiografia a que aludi acima, a respeito da história da Revolução de Fevereiro. Quase tudo o que já foi dito sobre a Rússia nas universidades estadunidenses e nos livros didáticos usados nos currículos de ensido seguiu a linha dos primeiros professores dedicados à área em Harvard na década de 1950, cujos alunos e protégés foram instrutores em meus anos de faculdade até 1967 e em meus anos de pós-graduação na Columbia na década de 1970. E tudo isto é o pano de fundo distante para o ódio atual da Rússia por nosso professorado e pela escola de política externa atuais.

Brevemente, o historiador mais importante da história dos mil anos da Rússia na segunda metade do século XIX, Vasily Kliuchevsky, também foi um dos principais contribuintes para o que se tornou a historiografia liberal da Rússia, com sua visão negativa do passado do país e da autocracia tzarista em particular. Para os historiadores profissionais do Ocidente que podem se surpreender com esta afirmação, tenho em mente especificamente o estudo da história russa no vácuo, como se o resto do mundo não existisse, de modo que as verrugas e pontos pouco atraentes na história da nação era única e não, como era o caso, amplamente comum no mundo em torno. Este grupo de historiadores escreveu como se todo o fardo da servidão não fosse uma característica fundamental do ancien régime em todos os lugares, incluindo o vizinho mais próximo da Rússia, o Império Habsburgo, onde acabou apenas na virada do século XIX, ou seja, apenas 60 anos antes da Rússia.

A visão negativa do passado da Rússia fora captada por Miliukov e sua geração de professores e historiadores. Isto fora continuado por seus alunos, incluindo A.A. Kizevetter, que a trouxe consigo quando emigrou para Praga, que era, como Berlim, um importante centro da emigração da Rússia Branca. Fora finalmente levada para os Estados Unidos por vários historiadores improtantes, entre eles Michael Karpovich, que fora nomeado professor de história russa em Harvard, um dos primeiros especialistas deste tipo no país. Karpovich teve entre seus alunos Richard Pipes, Henry Kissinger e Zbigniew Brzezinski.

Caso o leitor ache que esteja dando atenção indevida à minha alma mater de graduação, onde estudei com Pipes, permita-me explicar que, depois de terminar de escrever o que considero meu livro mais importante, “Grandes Pensadores de Relações Internacionais Estadunidenses após a Guerra Fria“, descobri, para minha surpresa, que nove dos dez pensadores mais influentes que critiquei em meu livro tiveram alguma relação com Harvard, como alunos, professores ou bolsistas. Sua compreensão da Rússia e de seu lugar de direito no mundo fora, é claro, influenciada por aquela conexão com Harvard, que remontava desde Karpovich até Miliukov.

Deixei a carreira de professor universitário em 1975 porque minha mensagem sobre a burocracia imperial russa, estando entre as melhor informadas e até mais esclarecidas da Europa, uma conclusão a que cheguei depois de fazer minha pesquisa de arquivo sobre a introdução de instituições parlamentares na Rússia entre 1905 e 1907, não era bem-vinda entre os professores, mesmo que me concedessem o diploma com honras. Nos anos que se seguiram, conheço apenas um historiador corajoso e brilhante da Rússia, Dominic Lieven, do Reino Unido, que fez uma monumental pesquisa de arquivos na Rússia e escreveu sobre quem era quem nos altos escalões da burocracia tzarista sob o que chamaria dum ângulo positivo.

Não conheço ninguém que coletara e apresentara a visão geral da sociedade russa e das fontes de sua prosperidade em 1913 como fez este documentário exibido ontem. A segunda corrente principal da historiografia russa nos Estados Unidos fora um transplante dos interesses soviéticos e das visões políticas para o território estadunidense. O que nossos alunos de pós-graduação na Columbia estavam fazendo durante meu programa de doutorado fora orientado por um professor sênior simpatizante dos mencheviques. E seus alunos de pós-graduação foram designados para estudar as revoltas camponesas nas províncias russas com base em relatos de incêndios criminosos ou para estudar a nobreza para provar sua influência nociva na evolução da sociedade. Estes tópicos eram tão inúteis na época quanto os Estudos Regionais atuais são e serão sob o movimento de “descolonizar” a história russa ou de desviar toda a atenção da Rússia propriamente dita ao estado ucraniano, prestes a desaparecer junto com sua cultura.

Documentary film “Death of an Empire”

The key to Vladimir Putin’s remarks in his televised address following the suppression of the Prigozhin mutiny on avoidance of civil strife as the highest state priority

This past Sunday the Kultura channel of Russian state television re-launched a documentary film that it first broadcast a year ago, probably with little fanfare then, because it had completely escaped my attention.  And over the last year, the film, entitled “Death of an Empire: the Russian Lesson,” was hiding in plain view: it had been posted on youtube.com, where it is still accessible: https://www.youtube.com/watch?v=g-OUSnBYZRg  

However, this time state television went to great lengths to ensure the widest possible audience on air. It was pre-announced on the Saturday evening prime time news, which showed excerpts that were compelling for their drama and relevance to latest events in Russia.

The producer and narrator of the documentary is a certain Russian Orthodox clergyman, bishop Tikhon (Georgy Aleksandrovich Shevkunov; born July 2, 1958, Moscow), whose hierarchical responsibilities go beyond pastoral duties for the region of Pskov, given that he is also the abbot of the Pskovo-Pechersk Monastery. From 1995 to 2018, he oversaw the Sretensky Monastery in Moscow. His Wikipedia entry includes a characterization of Tikhon as “one of the ideologists who has shaped the image of the West as an enemy of Russia and of Orthodoxy.”

It is pertinent to his wider influence across Russia that he is the chairman of the Patriarchal Council on Culture. He is the editor in chief of the internet portal Pravoslavie.ru and in the course of Q1 2023 he became the most widely published author of books in the Russian language. It is pertinent to his role as producer and narrator of the documentary film to note that as a young man Bishop Tikhon had received an undergraduate degree in cinematography. He is a full professional in this métier.

Though I have regularly dismissed the influence of the chattering classes and academics in particular on Vladimir Putin, here I am obliged to make an exception. It is beyond doubt that that the Russian president has taken on board the “lesson” of this film.  Or, if we may go beyond the title to the substance, he has taken on board the several lessons. 

And what may these lessons be? They come from the logical structure of the film, which does not just focus on causality within the February 1917 Revolution but gives us an overview of Russian society, its standard of living at all levels in 1913, before the distortions introduced by the strains of World War. He then proceeds to tell us about the leading classes in that society, which were riddled with self-absorbed bon vivants indifferent to the fate of their country and with ambitious politicians who were ready to move heaven and earth to overthrow tsarism and introduce West European style parliamentary democracy. They were the ones who used setbacks in the war to discredit the authority of the tsar and his ministers in public and to establish privileged relations with the top generals of the Army who would execute the coup. After laying these foundations, Tikhon walks us through the events surrounding the forced abdication of Tsar Nicholas II in February 1917, formation of the Provisional Government and put the empire on the slippery path that ended with the Bolshevik takeover in October 1917 and the destructive civil war that ensued.

The deep culpability of precisely the Anglophile, or more broadly speaking, the liberal elements of Russian society in all spheres of life for the coup d’état of February 1917 is, of course, highly relevant to any discussion today of post-Communist Russia, where these same elements took power and stood behind the presidency of Boris Yeltsin from the earliest days following the dissolution of the USSR.. It is relevant to the ongoing purge of “fifth column” personalities that has gathered speed from the start of the Special Military Operation. These “cockroaches coming out of the woodwork,” as Belarus President Alexander Lukashenko described them in a televised speech this past week, came particularly under the spotlights following the Prigozhin armed insurrection. There is also a necessary connection in all this with the identification on Russian state television of “Anglo-Saxons” as the national enemy number one.

This historical discussion of antecedents to the February 1917 Revolution may be new to the broad Russian public, but in terms of historiography, it is not really new.  The eminent Russian émigré historian George Katkov who was a Fellow at St. Antony’s College, Oxford at the time, in 1967 published his magisterial work Russia 1917: the February Revolution in which he described in great detail the leading role in preparing the way for the February Revolution played by Russian legislators and organizers of Voluntary Organizations that united the local self-administration bodies in the countryside (zemstvos) and municipalities across Russia, together with new War Industry Committees that relied on Russia’s wealthiest industrialists to provide assistance to the army and to the war effort as well as to mitigate the problems of massive refugee flows following the initial advances of the German forces into Russian territories.

 Among the most important personalities in these nominally patriotic formations that were in effect pursuing at the same time seditious objectives were, per Katkov, the liberal, Anglophile politician Pavel Miliukov, head of the Kadet party in the State Duma and his colleague, member of the upper house of the legislature and leading figure in the Voluntary Organizations, A.I. Guchkov, founder of the moderate Octobrist Party. Not surprisingly, these names come to the fore in Tikhon’s documentary. However, Katkov’s work was more narrowly focused on the “how” of the February Revolution and much less so on the “why,” which is the strength of the new documentary.  Moreover, Katkov’s work, appearing when it did, was completely ignored by Soviet historians. It was ignored as well by historians in the West, because its implications for the democratic movement in tsarist Russia ran against the prevailing historiography that was written by the protégés and descendants of precisely the actors responsible for the treasonous acts of February 1917.  For those so interested, Katkov’s book is still in print and may be ordered from amazon.com 

From my perspective, the most astonishing and valuable contribution of this documentary film is in the initial third or so of running time when the narrator offers an excellent, I would say unparalleled survey of Russian society, economy, medical care, the educational system, science and innovation, among other themes.  All that he says is backed up by very impressive memoir literature of outstanding Russians and foreign visitors, as well as by state statistics from tsarist and Soviet times. Notwithstanding the underlying deep research, what is presented is entertaining as well as informative.

Tikhon offers a vision of Russia under Nicholas II that turns upside down every generalization about Russian society before WWI that you are likely to have heard. Russia as we all “know” was always primitive, poor, illiterate and oppressed. 

Before giving us the facts, Tikhon turns to two points of reality check that will resonate with his audience, the Memoirs of Nikita Khrushchev that were first published in the West and a memorandum on the living conditions of the father of Alexei Kosygin.

 Khrushchev wrote that in his childhood before the Revolution workers lived much better than they did under Soviet rule. Moreover, in 1932 when he was already a rising star among Communist Party functionaries he acknowledged that his income was less than that of pre-1917 workers.

The memo from the archive of Kosygin, who was Head of Government in the USSR alongside Party Secretary Brezhnev, was prepared in the 1960s upon his orders to check the accuracy of a text that officious Party hacks were preparing for him to read at a Party congress. He had his own doubts about figures showing that Soviet workers were earning eight times what workers made in tsarist times. The memo he received back explained how his father, newly married at age 20, took a job in one of the many metalworking factories in Petrograd and was able to afford to rent a three room apartment in a repectable building of a nearby residential neighborhood and could as his family grew hire a domestic helper and take the family to the theater on Sundays. And his place of work was not as highly paid as the Putilov Works, where workers’ wages were on a par with their peers in Germany or France.

Tikhon overturns the falsehoods by introducing a factual record which you won’t find reflected in the histories of Russia in your bookstore or library. He is careful also to explain that much of the amazing progress that he found in the reign of Nicholas II followed the Revolution of 1905 when the government sought to prevent any repetitions by introducing social reforms that put Russia on a par or above European standards in terms of public health, education and other critical measures of the good life. As a result of these reforms, the percent of cultivated land held as private property by the peasantry was well over 90% in European Russia, and it was 100% in Asiatic Russia. By comparison, Tikhon tells us, zero percent of cultivated land in England was owned by those farming the land; it was all the property of wealthy landowners who rented it out to farmers.

In the past, I had some idea of agricultural successes of Russia in the last years of the Empire from perusing a copy of the The Russian Year-Book for 1912 published in London likely in 1913 that I obtained at a used book store in the 1970s.  This 800 page book in miniscule typeface has a wealth of information which, as I now look, for example, at the pages devoted to the literacy rates, seems to point to what the documentary film tells us. However, this book was skewed to the interests of British business people and was organized as a resource, without any overarching interpretation to make it attractive or useful to the general reader.  The only thing that caught my attention in it was the vast quantity of butter that Russia was exporting to the U.K. in 1912.

Let us return to Tikhon and his documentary film. He tells us that the length of the working day in Russia was mostly nine and a half hours during WWI, whereas it was eleven or more in Western Europe. The surpluses of grain harvests were so great that even in wartime Russia had no rationing, whereas in Western Europe food rationing cards were nearly ubiquitous due to scarcity.

In the final decade of the Empire, there was a vast expansion of health care which was provided free to two thirds of the population. This led to a dramatic fall in childhood and infant deaths, in turn raising the population by 50 million in the years of Nicholas’ reign.  Literacy rates, which were researched by Soviet officials at the start of the 1920’s, showed that 90% or more of adolescents in towns and villages across Russia were able to read thanks to universal primary education that was introduced after 1905.

There was amazing growth in manufacturing across all industrial sectors. In 1913 the Russian Empire already accounted for 10% of global GNP. The rate of increase was so evident to Western expert visitors, that they predicted a doubling of Russia’s global share by 1950.  And indeed by 1950 the USSR did account for 20% of global GNP, but that was achieved only thanks to terrible sacrifices of two generations, thanks to the Gulag and to the virtual enslavement of the peasantry.  Tikhon relates this without bitterness, but with great regret.

That Russians never heard this view of the tsarist past during the 70 years of Communism is self-evident. But why did we not hear this in the United States, or elsewhere in the West?

The answer is not hard to find and it lies in the same historiography that I alluded to above with respect to the story of the February Revolution. Most everything that was ever said about Russia in American universities and in the textbooks used for course work followed the line of the first professors dedicated to the area at Harvard in the 1950s, whose students and their protégés were instructing there in my college years to 1967, straight through my graduate years at Columbia in the 1970s.  And all of this is the distant background for the present-day hatred of Russia by our professorate and foreign policy community today.

Let me briefly explain.  The most important historian of Russia’s thousand year history in the second half of the 19th century, Vasily Kliuchevsky, was also a principal contributor to what became the liberal historiography of Russia with its negative view of the country’s past and of tsarist autocracy in particular. To those professional historians in the West who may be taken aback by this assertion, I have in mind specifically the study of Russian history in a vacuum, as if the rest of the world did not exist, so that the warts and unattractive points in the national history were unique and not, as was the case, largely commonplace in the greater world. This group of historians wrote as if the whole burden of serfdom was not a fundamental feature of the ancien régime everywhere, including Russia’s closest neighbor, the Habsburg Empire, where it was ended only at the turn of the 19th century, i.e., just 60 years before Russia.

The negative view of Russia’s past was picked up by Miliukov and his generation of professors and historians. This was continued by their students, including  A.A. Kizevetter, who carried it with them into the emigration to Prague, which was, like Berlin, a major center of the White Russian emigration. It was finally carried to the United States by several outstanding historians, among them Michael Karpovich, who was appointed professor of Russian history at Harvard, one of the first such experts in the country.  Karpovich had among his students Richard Pipes, Henry Kissinger and Zbigniew Brzezinski.

In case the reader thinks I may be giving undue attention to my undergraduate alma mater, where I studied under Pipes, allow me to explain that after I finished writing what I consider to be my most important book, Great Post-Cold War American Thinkers About International Relations, I found, to my surprise, that nine of the ten most influential thinkers whom I critiqued in my book had all had some relationship to Harvard, as students or as professors or as Fellows.  Their understanding of Russia and its rightful place in the world was, of course, influenced by that Harvard connection going back through Karpovich to the likes of Miliukov.

I left a career in university teaching in 1975 because my message about the Russian imperial bureaucracy being among the best educated and even most enlightened in Europe, a conclusion I reached after doing my archival research on the introduction of parliamentary institutions in Russia in 1905-07, was NOT welcome among faculty, even if they awarded my degree with honors.  In the years since, I know of only one courageous and brilliant historian of Russia, Dominic Lieven, in the U.K. who has done monumental archival research in Russia and wrote about who was who in the top levels of the tsarist bureaucracy in what I would call a positive light.     

I am not aware of anyone who collected and set out the overview of Russian society and sources of its prosperity in 1913 as this documentary film put on air yesterday has done. The main second stream of Russian historiography in the United States was a transplant of Soviet interests and political views onto American territory. What our graduate students in Columbia were doing during my doctoral program was guided by a senior professor with Menshevik sympathies. And his graduate students were assigned to study of peasant revolts in the Russian provinces based on reports of arson or study of the nobility to prove its harmful influence on societal evolution. These topics were as useless at the time as current Area Studies are and will be under the movement to “decolonize” Russian history or to shift all attention from Russia proper to the about to disappear Ukrainian state and its culture.

©Gilbert Doctorow, 2023

NB: for an English translation of the movie, I am told that this works:

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My 30 June appearance on “The Freeman Report,” TNT Radio (U.K.)

It is my pleasure to share the link to this radio interview which lasted about 15 minutes and covered a wide range of issues surrounding the Prigozhin mutiny, what damage it may have caused to Putin’s hold on power and stability in Russia, the effectiveness of the regular Russian Army today, the conspiracy speculations of John Helmer (Dances with Bears), the shortsightedness of University of Chicago professor John Mearsheimer’s latest essay which fails to consider Ukrainian military collapse and capitulation in its playbook of scenarios for the war’s denouement, the level of support for Putin and for the war inside Russia and much more.

The recording opens with seven minutes of overview by the host, James Freeman Wells, a former British Member of the European Parliament from the Brexit party. Then there is a rambling but nonetheless interesting chat with one of his collaborators at TNT Radio who inter alia comments on the Ukraine war. I come on at minute 20.00

My take-away from the interview is delight that the air waves in Britain still remain free for discussions like this however much the anti-Russian mobsters at the BBC and The Financial Times may try to shut down all critical thinking in the country.

https://tntradiolive.podbean.com/e/gilbert-doctorow-on-the-freeman-report-with-james-freeman-30-june-2023/

Translation below into German (Andreas Mylaeus), Spanish (Hugo Guido) and French (Youri)

Mein Auftritt am 30. Juni bei “The Freeman Report”, TNT Radio (Großbritannien)

Es ist mir ein Vergnügen, den Link zu diesem Radiointerview weiterzugeben, das etwa 15 Minuten dauerte und eine breite Palette von Themen behandelte, wie die Meuterei von Prigoschin, welchen Schaden sie für Putins Machtposition und die Stabilität in Russland angerichtet haben könnte und die Effektivität der regulären russischen Armee heute, die Verschwörungsspekulationen von John Helmer (Dances with Bears), die Kurzsichtigkeit des jüngsten Aufsatzes von John Mearsheimer, Professor an der University of Chicago, der in seinen Szenarien für den Ausgang des Krieges den Zusammenbruch und die Kapitulation der ukrainischen Streitkräfte nicht berücksichtigt, den Grad der Unterstützung für Putin und für den Krieg innerhalb Russlands und vieles mehr.

Die Aufnahme beginnt mit einem siebenminütigen Überblick des Gastgebers James Freeman Wells, einem ehemaligen britischen Mitglied des Europäischen Parlaments von der Brexit-Partei. Dann folgt ein weitschweifiges, aber nichtsdestotrotz interessantes Gespräch mit einem seiner Mitarbeiter bei TNT Radio, der sich unter anderem zum Krieg in der Ukraine äußert. Ich bin ab Minute 20:00 zu hören.

Was ich aus dem Interview mitnehme, ist die Freude darüber, dass die Radiowellen in Großbritannien immer noch frei für Diskussionen wie diese sind, egal wie sehr die antirussischen Mobster bei der BBC und The Financial Times versuchen mögen, alles kritische Denken im Lande abzuschalten.

https://tntradiolive.podbean.com/e/gilbert-doctorow-on-the-freeman-report-with-james-freeman-30-june-2023/

Mi aparición del 30 de junio en “The Freeman Report”, TNT Radio U.K.

Es un placer compartir el enlace a esta entrevista de radio que duró unos 15 minutos y cubrió una amplia gama de temas relacionados con el motín de Prigozhin, el daño que puede haber causado al poder y estabilidad de Putin en Rusia, la actual efectividad del ejército regular ruso, las especulaciones de conspiración de John Helmer (Dances with Bears),  la miopía del último ensayo del profesor de la Universidad de Chicago John Mearsheimer que no considera el colapso militar ucraniano y la capitulación en su manual de escenarios para el desenlace del conflicto, el nivel de apoyo a Putin a la guerra dentro de Rusia y mucho más.

La grabación comienza con siete minutos de resumen del presentador, James Freeman Wells, ex miembro británico del Parlamento Europeo del partido Brexit. Luego viene una charla algo deshilvanada pero interesante con uno de sus colaboradores de TNT Radio que, entre otras cosas, comenta sobre la guerra de Ucrania. Yo intervengo en el minuto 20.00

Mi conclusión de la entrevista es el placer de que la radiodifusión en Gran Bretaña sigue siendo libre para entablar discusiones como esta, por mucho que los mafiosos antirrusos de la BBC y The Financial Times intenten cerrar todo pensamiento crítico en el país.

https://tntradiolive.podbean.com/e/gilbert-doctorow-on-the-freeman-report-with-james-freeman-30-june-2023/

Mon intervention du 30 juin sur « The Freeman Report »,

TNT Radio (Royaume-Uni)

J’ai le plaisir de partager le lien vers cette interview radio qui a duré environ 15 minutes et a couvert un large éventail de questions concernant la mutinerie de Prigojine, les dommages qu’elle a pu causer à l’emprise de Poutine sur le pouvoir et à la stabilité en Russie, l’efficacité de l’armée régulière russe aujourd’hui, les spéculations conspirationnistes de John Helmer (Dances with Bears), la myopie du dernier essai de John Mearsheimer, professeur à l’université de Chicago, qui ne tient pas compte de l’effondrement militaire et de la capitulation de l’Ukraine dans ses scénarios de dénouement de la guerre, le niveau de soutien à Poutine et à la guerre à l’intérieur de la Russie et bien d’autres choses encore.

L’enregistrement s’ouvre sur sept minutes de présentation générale par l’animateur, James Freeman Wells, un ancien membre britannique du Parlement européen appartenant au parti du Brexit. Il y a ensuite une discussion décousue mais néanmoins intéressante avec l’un de ses collaborateurs de TNT Radio, qui commente notamment la guerre en Ukraine. J’interviens à la minute 20.00

Ce que je retiens de cette interview, c’est le plaisir de voir que les ondes britanniques restent libres pour des discussions comme celle-ci, même si les monstres anti-russes de la BBC et du Financial Times tentent de faire taire toute pensée critique dans le pays.

https://tntradiolive.podbean.com/e/gilbert-doctorow-on-the-freeman-report-with-james-freeman-30-june-2023/

Translations of “Regular Russian Army fast becoming world’s most powerful military in ground combat”

Translations below into German (Andreas Mylaeus), French (Youri) and Spanish (Hugo Guido)

Die reguläre russische Armee wird schnell zum stärksten Militär der Welt im Bodenkampf

In den vergangenen Tagen haben wir viel über die herausragenden Leistungen der privaten Militärkompanie Wagner auf dem Schlachtfeld gehört. Ihr Sieg in den monatelangen blutigen Kämpfen um die Einnahme von Bakhmut/Artyomovsk und Soledar hat ihnen in ganz Russland Respekt verschafft, der sogar die Schande überdauert hat, die Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin durch seine rücksichtslose bewaffnete Meuterei am vergangenen Wochenende über sie gebracht hat.

In seiner gestrigen Ansprache an die militärischen Befehlshaber, die sich dem Marsch der Wagner-Truppen auf Moskau in den Weg gestellt und Prigoschin zu Verhandlungen über eine Einigung gezwungen hatten, erkannte Präsident Wladimir Putin an, dass die Wagner-Gruppe auf dem Schlachtfeld mehr Effizienz bewiesen habe als die regulären Truppen des Verteidigungsministeriums.

Diese Bemerkung kam mir etwas seltsam vor gegenüber Offizieren, die den Kreml gerade vor der Aussicht auf ein verheerendes Blutbad vor den Toren Moskaus bewahrt hatten. Vielleicht sollte sie den Schock über Putins nächste Äußerung mildern, als er den Betrag nannte, den die russische Regierung im Zeitraum von Mai 2022 bis Mai 2023 an Wagner gezahlt hat, nämlich eine Milliarde Euro in Rubel, sowohl für den Unterhalt der Truppe als auch für Leistungsprämien, die sich auf 20 % des Gesamtbetrags beliefen.

Wenn ich darüber nachdenke, komme ich jedoch zu dem Schluss, dass Putins Zielpublikum nicht in diesem Raum, sondern in Übersee war, bei den Geheimdiensten in London und Washington, um ihnen und den Führern, denen sie unterstellt sind, die falsche Hoffnung zu wecken, dass das russische Militär nun durch die Auflösung der Wagner-Gruppe geschwächt werden würde.

Ich sage dies, weil das offizielle Russland sehr zurückhaltend beschreibt, was auf dem Schlachtfeld in der Ukraine geschieht und was wahrscheinlich geschehen wird. Ja, sie verkünden die schrecklichen Verluste, die die ukrainische Armee zu beklagen hat, und die Zerstörung westlicher Panzer, Artillerie und gepanzerter Mannschaftstransporter in den ersten zwei Wochen der ukrainischen Gegenoffensive. Sie erinnern sich jedoch daran, dass die ukrainischen Reserven bisher zurückgehalten wurden und jederzeit mit unvorhersehbaren Ergebnissen eingesetzt werden können. Auf russischer Seite gibt es absolut kein “Mission Accomplished”-Gejohle, wie es George W. Bush zu einem verfrühten Zeitpunkt im Irak-Krieg in typisch amerikanischer Manier getan hat.

Und doch, wenn man sich die täglichen Berichte des russischen Militärs über Operationen auf dem Schlachtfeld genau ansieht, muss man unser Verständnis davon, wer wer ist, wo die Stärken von Wagner enden und die Stärken der russischen regulären Armee beginnen, neu kalibrieren.

Die Gruppe Wagner hat sich in der Schlacht um Bakhmut einen Namen gemacht, die größtenteils ein blutiger Straßenkrieg war. Trotz des Artillerievorteils der russischen Streitkräfte kostete die Einnahme von Gebäude um Gebäude und Straße um Straße viele Menschenleben. Es ist leicht vorstellbar, dass die russischen Verluste nicht geringer waren als die ukrainischen. Für die Russen war das nur deshalb politisch akzeptabel, weil die meisten der an den Kämpfen beteiligten Wagner-Truppen befreite Gefangene waren, deren Leben aus Moskauer Sicht entbehrlich war. Für andere Spezialeinsätze waren dann die Tschetschenen der Achmat-Spezialkräfte zuständig, die bei der Befreiung von Mariupol wahre Wunder vollbrachten.

Die Operationen auf dem Schlachtfeld in der Ukraine verlaufen jetzt jedoch ganz anders, nämlich als traditioneller Zermürbungskrieg, bei dem die Stärke der Artillerie ausschlaggebend ist. Von Beginn der militärischen Sonderoperation an bedienten russische Soldaten die Panzer, Drohnen und andere schwere Ausrüstung, während ein Großteil der Infanteriekämpfe von den Milizen in Donezk und Lugansk geführt wurde. Aus Moskauer Sicht waren sie aber auch leichter entbehrlich als etwa Reservisten oder sogar Vertragssoldaten aus Moskau, Kasan oder Wladiwostok. Im Jahr 2022 war die reguläre russische Armee gegenüber der ukrainischen Seite im Nachteil, was die Echtzeitaufklärung feindlicher Stellungen zum Zwecke der Zielerfassung anging. Die Ukrainer erhielten solche Daten von den amerikanischen Flugzeugen und Satelliten. Außerdem waren die Russen in Panzermanövern nicht sehr geübt und tappten immer wieder in ukrainische Fallen oder wurden durch vom Westen bereitgestellte Panzerabwehrwaffen zerstört.

Im Jahr 2023 sehen wir, dass sich die Situation umgekehrt hat. Die russische Armee hat gelernt, sehr effektiv mit Drohnen zu arbeiten. Der Mangel an Drohnen, den sie zu Beginn des Krieges gehabt haben mag, wurde durch eine stark ausgeweitete Produktion des militärisch-industriellen Komplexes und auch durch das, was man als “handwerkliche” Produktion bezeichnen könnte, sowohl durch Start-up-Unternehmen an der Heimatfront als auch durch improvisierte Montage durch die Truppen selbst in der Nähe der Kampflinien ausgeglichen.

Wir haben im westlichen Fernsehen viele Berichte über russische Drohnenangriffe auf ukrainische Städte und kritische Infrastruktur gesehen. Ursprünglich wurden solche Drohnen größtenteils aus dem Iran und anderen Quellen importiert. Heute sind sie sicherlich größtenteils aus russischer Produktion.

Doch diese Angriffe auf Städte sind nur ein Nebenschauplatz in diesem Krieg, verglichen mit den Aufklärungs- und Kamikaze-Drohnen, die die russische Armee jetzt auf dem Schlachtfeld einsetzt. Die russischen Soldaten haben die Koordinierung beider Drohnentypen perfektioniert und sind nachweislich erfolgreich bei der Zerstörung sowohl der neuesten schweren NATO-Ausrüstung als auch der älteren sowjetischen Ausrüstung, die Kiew in seiner so genannten Gegenoffensive an die Front verlegt.

Auf den russischen Nachrichtenportalen finden sich heute Berichte und Videobilder über die Zerstörung eines von den USA gelieferten gepanzerten Bradley-Mannschaftswagens durch einen russischen T-80-Panzer aus einer Entfernung von 9,5 Kilometern, bei der Drohnen im Tandem das versteckte Ziel lokalisierten, die Koordinaten für den präzisen Kanonenbeschuss lieferten und die Explosion des Zielfahrzeugs aufzeichneten. Dies ist natürlich eine völlig neue Methode der Panzerkriegsführung, die computergeschultes Personal und hochentwickelte Kommunikationsmittel erfordert.

In seiner Sendung “Abend mit Wladimir Solowjow” zeigt der Moderator an mehreren Sonntagen Videos, die er bei seinen Treffen mit Offizieren und einfachen Soldaten an der Front im Donbass aufgenommen hat. Zuletzt war eine Sendung ganz den Soldaten gewidmet, die die Drohnen bedienen, sowie ihren Kollegen, die die Artillerie und die Panzer bemannen.

Zusätzlich zu den Drohnen setzt die russische Armee nun auch Kampfhubschrauber, vor allem die so genannten Alligatoren, ein, um schweres ukrainisches Gerät auf dem Schlachtfeld zu zerstören. Das Risiko, dass die Hubschrauber durch Bodenfeuer oder Raketen angegriffen werden, wurde durch eine Reihe neuer elektronischer Kriegsführungsgeräte gemindert, die in der Praxis sehr wirksam zu sein scheinen. Außerdem setzen die Russen die elektronische Kriegsführung ein, um ukrainische Drohnen zu desorientieren und auf andere Weise zu neutralisieren.

Gleichzeitig teilt uns das russische Militär in aller Stille mit, dass es jetzt Tarnkappenbomber in das Kriegsgebiet entsendet. Erste Flüge haben gezeigt, dass sie in der Lage sind, über ukrainisch kontrolliertem Gebiet zu operieren, ohne entdeckt zu werden. Wenn sich diese Praxis nun durchsetzt, werden die Russen endlich in den Genuss der Luftüberlegenheit kommen, die die Kriegseinsätze der USA und der NATO in den letzten mehr als dreißig Jahren gekennzeichnet hat.

Die aufsehenerregendsten Ergebnisse der neuen russischen Kriegsführung schaffen es in die westlichen Boulevardzeitungen und Fernsehsendungen, denn die Zerstörung von Bradleys und Leopards ist in den Lieferländern eine Nachricht wert. Diese fortschrittlichen Systeme werden von den russischen Soldaten und Fliegern wegen der hohen Belohnungen, die das Ministerium ausgeschrieben hat, vorrangig ins Visier genommen. Im Rahmen der Dokumentation der “Abschüsse” werden die Zerstörungen auf Video aufgenommen und von den Russen in den sozialen Medien veröffentlicht. Was in unserer Berichterstattung fehlt, ist ein Überblick darüber, was dies für unsere Einschätzung des militärischen Potenzials der russischen Armee bedeutet.

Die Neutralisierung der ukrainischen Panzer, Schützenpanzer und Artilleriegeschütze bedeutet, dass die talentiertesten, am besten ausgebildeten und erfahrensten ukrainischen Soldaten und Offiziere beseitigt werden. Sie setzt die Infanterie immer größeren Verlusten aus, wenn die Gegenoffensive auf Verlangen der Zahlmeister in Washington, Brüssel und London fortgesetzt wird.

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Betrachten wir nun die Auswirkungen der obigen Ausführungen auf das Endspiel dieses Krieges.

Bislang hat die ukrainische Seite bei der am 4. Juni begonnenen Gegenoffensive fast 20 % der von den USA gelieferten Bradleys und etwa den gleichen Prozentsatz der von den europäischen NATO-Mitgliedstaaten gelieferten Leopards verloren. Die jüngsten Informationen der USA über die nächste Tranche der Militärhilfe für Kiew deuten darauf hin, dass die auf dem Schlachtfeld verloren gegangene schwere Ausrüstung im Verhältnis eins zu eins ersetzt werden soll. Wohlgemerkt: eins-zu-eins! Die ukrainischen Streitkräfte werden keinen Vorteil aus den verlorenen Karten ziehen können, die sie jetzt zu haben scheinen. Die Schlussfolgerung, die ich daraus ziehe, ist, dass Washington unabhängig davon, was es über die langfristige Zukunft des Krieges erklärt, die Chancen der ukrainischen Armee, ihre Mission der Befreiung ihres Territoriums von der russischen Besatzung zu erfüllen, bereits abgeschrieben hat.

Was das Personal betrifft, so berichtete die russische Militärführung zwei Wochen nach Beginn der Gegenoffensive an Putin, dass die Ukrainer 13.000 Soldaten und Offiziere verloren hätten. Seitdem wird uns täglich berichtet, dass 500 oder mehr ukrainische Kämpfer an den verschiedenen Fronten, an denen sie konzentrierte Angriffe durchgeführt haben, getötet wurden. Ein heutiger Bericht in Forbes bestätigt, dass die russischen Minenfelder und andere Verteidigungsanlagen, die sich den angreifenden Ukrainern in den Weg stellen, zu katastrophalen Verlusten an Soldaten geführt haben.

Möglicherweise haben die Vereinigten Staaten die Existenz der ukrainischen Armee sogar ganz abgeschrieben. Gerüchte besagen, dass der polnische Präsident Duda während seines letzten Besuchs in Kiew zusammen mit Zelensky Pläne für den Einmarsch polnischer Truppen in die Westukraine im Juli/August zur Unterstützung des ukrainischen Militärs geschmiedet hat. Wenn daran etwas dran ist, bestätigt sich der Verdacht, dass es bis dahin keine ukrainische Armee mehr geben wird, die diesen Namen verdient, und zwar nicht nur wegen der Toten und Verletzten, sondern möglicherweise auch wegen einer anderen Folge der sehr hohen Verlustquote, die viele ukrainische Einheiten derzeit zu beklagen haben: In den dezimierten ukrainischen Einheiten könnten sich die Soldaten schließlich aus Verzweiflung gegen ihre Offiziere wenden. Bisher wurden ukrainische Soldaten, die auf dem Schlachtfeld sahen, was sie erwartete, und Anstalten machten, sich zu ergeben, von der ukrainischen Nationalgarde in den Rücken geschossen.

Die Möglichkeit, dass hinter dem Gerücht über polnische Pläne, Truppen in die Westukraine zu entsenden, etwas steckt, wird durch andere Gerüchte über den Verbleib von Truppen der Wagner-Gruppe gestützt, die Russland in Richtung Weißrussland verlassen haben und in der Nähe der Grenzen zu Polen und der Westukraine verlegt werden.

Denjenigen, die befürchten, dass ein polnischer Kriegseintritt uns einem allgemeinen europaweiten Krieg und einer wahrscheinlichen Eskalation bis hin zu Atomschlägen näherbringt, biete ich als “Trost” an, dass Polens mögliches Engagement in der Ukraine nicht die Verpflichtungen aus Artikel 5 des Nordatlantikbündnisvertrages betrifft. Es wäre ein polnisch-russischer Krieg, der sich möglicherweise nur auf die Schlachtfelder in der Ukraine beschränken würde. Punktum. Und selbst wenn sich die Schlacht unwahrscheinlicherweise auf polnisches Territorium ausdehnen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass Deutschland Hamburg in Gefahr bringen würde, um Breslau oder Warschau vor dem wahnhaften Abenteuer der polnischen Führung zu verteidigen.

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Vor einigen Tagen veröffentlichte der Dekan der Realist School of International Relations in den Vereinigten Staaten, Professor John Mearsheimer von der University of Chicago, auf seiner Website substack.com einen Artikel mit dem Titel “The Darkness Ahead: Where the Ukraine War is Headed.” (“Die Dunkelheit steht vor der Tür: Wohin der Krieg in der Ukraine führen wird.”) Es handelt sich offensichtlich um einen Aufsatz, in den er viel Zeit und Überlegungen investiert hat, da er ganz am Ende anmerkt, dass er ihn als Grundlage für öffentliche Vorträge verwenden wird, die er in den kommenden Monaten halten wird.

Dieser Aufsatz trägt alle Merkmale eines professionellen politikwissenschaftlichen Dokuments. Er stellt eine lange Reihe von Szenarien vor, die mögliche Eventualitäten beschreiben. Es wird argumentiert, dass keine der beiden Seiten an den Verhandlungstisch kommen wird, da sowohl die ukrainische als auch die russische Seite ihre Konfrontation als existenziell ansehen. Aus diesem Grund wird der Krieg nach Mearsheimers Ansicht in einem eingefrorenen Konflikt enden, der in Zukunft wieder aufflammen könnte. In der Zwischenzeit würden die Beziehungen Russlands zu Europa und dem kollektiven Westen in ihrem derzeitigen Zustand des Bruchs stagnieren, und die europäischen Volkswirtschaften würden weiterhin unter den Folgen ihrer Sanktionen gegen Moskau leiden.

Es ist höchst merkwürdig, dass der gute Professor sich nicht mit dem “Elefanten im Raum” auseinandergesetzt hat, nämlich der Möglichkeit eines militärischen Zusammenbruchs der Ukraine und des Abschlusses eines Friedens zu Bedingungen der Kapitulation vor den russischen Forderungen.

Ich habe bereits auf die sehr ungünstige Verlustquote der ukrainischen Streitkräfte hingewiesen, wenn sie dem viel stärkeren Russland und der technologisch weitaus fähigeren russischen Armee gegenüberstehen, die aus einem Jahr der Kämpfe hervorgegangen ist. Mearsheimer selbst beschreibt den laufenden Zermürbungskrieg als einen Krieg, der von der Artillerie entschieden wird, in dem die Russen, wie er zugibt, in Bezug auf Artillerierohre und Granaten einen Vorteil von 10 zu 1 haben. Er führt weiter aus, dass es angesichts der begrenzten westlichen Lagerbestände und Fertigungskapazitäten keine Möglichkeit gibt, die Chancen der Ukrainer in Bezug auf die Artillerie im kommenden Jahr zu verbessern.

Seltsamerweise setzt Mearsheimer die russischen Personalverluste mit 1:2 an, während sie nach seiner eigenen Logik 1:5, wenn nicht sogar 1:10 sein sollten. Er weist auch auf den Bevölkerungsvorteil Russlands hin, den er jetzt mit 5:1 angibt, wobei er die Flucht der Ukrainer ins Ausland berücksichtigt, einschließlich der 4 Millionen, die nach Russland selbst umgezogen sind.

Ziehen wir also die richtige Schlussfolgerung aus den Fakten, die uns Professor Mearsheimer genannt hat: Die Ukraine steht kurz vor der militärischen Vernichtung, und das deutet auf eine Kapitulation hin, was auch immer Washington wünscht oder erhofft. Angesichts der Tatsache, dass ihnen die Wagner-Gruppe auf der weißrussischen Seite der Grenze im Nacken sitzt, wäre es zudem völliger Wahnsinn, wenn die Polen die “Rettung” ihrer ukrainischen Freunde fortsetzen würden, die man realistischerweise eher als Besetzung der besiegten Ukraine bezeichnen könnte.

Die Zeit wird es zeigen. Aber im Moment ist die Zeit sehr günstig für die russische Sache.

L’armée régulière russe est en passe de devenir l’armée la plus puissante

au monde dans les combats terrestres

Ces derniers jours, nous avons beaucoup entendu parler des réalisations exceptionnelles de la société militaire privée Wagner sur le champ de bataille. Leur victoire dans les combats sanglants qui ont duré des mois pour prendre Bakhmut/Artyomovsk et Soledar leur a valu le respect de toute la Russie, un respect qui a même survécu à la disgrâce que le patron de Wagner, Yevgeny Prigojine, a fait peser sur leurs têtes par sa mutinerie armée irréfléchie au cours du week-end dernier.

En effet, dans le discours qu’il a prononcé hier devant les commandants militaires qui s’étaient opposés à la marche de Wagner sur Moscou et avaient forcé Prigojine à négocier un accord, le président Vladimir Poutine a reconnu que le groupe Wagner avait fait preuve d’une plus grande efficacité sur le champ de bataille que les propres troupes régulières du ministère de la Défense.

Cette remarque m’a semblée assez singulière à dire à des officiers qui venaient de sauver le Kremlin de la perspective d’un bain de sang désastreux aux portes de Moscou. Elle a peut-être été prononcée pour atténuer le choc de la déclaration suivante de Poutine, lorsqu’il a détaillé la somme d’argent que le gouvernement russe avait versée à Wagner entre mai 2022 et mai 2023, à savoir un milliard d’euros en équivalent rouble, à la fois pour l’entretien de la force et pour les primes d’encouragement, qui représentaient 20 % du total.

Cependant, en y réfléchissant, j’en conclus que le public visé par Poutine n’était pas dans la salle, mais à l’étranger, dans les agences de renseignement de Londres et de Washington, afin de leur donner, ainsi qu’aux dirigeants auxquels ils rendent compte, le faux espoir que l’armée russe sera désormais affaiblie par le démantèlement du groupe Wagner.

Je dis cela parce que la Russie officielle est très circonspecte dans la description de ce qui se passe et de ce qui est susceptible de se passer sur le champ de bataille en Ukraine. Oui, ils annoncent les pertes terribles subies par l’armée ukrainienne et la destruction des chars, de l’artillerie et des véhicules blindés de transport de troupes occidentaux au cours des deux premières semaines de la contre-offensive ukrainienne. Mais ils se rappellent que les réserves ukrainiennes ont été retenues jusqu’à présent et qu’elles peuvent être libérées à tout moment, avec des résultats imprévisibles. Du côté russe, il n’est absolument pas question de crier « Mission accomplie » à la manière typiquement américaine de George W. Bush à un moment prématuré de la guerre en Irak.

Pourtant, si l’on examine attentivement les rapports quotidiens de l’armée russe sur les opérations menées sur le champ de bataille, il faut revoir notre compréhension de qui est qui, où s’arrêtent les forces de Wagner et où commencent les forces de l’armée régulière russe.

Le groupe Wagner s’est illustré dans la bataille de Bakhmut, qui était en grande partie une guerre de combats de rue, qui sont toujours sanglants. Malgré l’avantage de l’artillerie des forces russes, la prise d’un bâtiment après l’autre et d’une rue après l’autre a coûté cher en vies humaines. Il est facile d’imaginer que les pertes russes n’ont pas été inférieures aux pertes ukrainiennes. Pour les Russes, cela n’était politiquement acceptable que parce que la plupart des troupes de Wagner engagées dans les combats étaient des prisonniers libérés dont la vie n’était pas indispensable, vu de Moscou. Pour d’autres missions spéciales, il y avait les Tchétchènes des forces spéciales Akhmat, qui ont fait des merveilles pour libérer Marioupol.

Toutefois, les opérations sur le champ de bataille en Ukraine se déroulent désormais d’une manière très différente, celle d’une guerre d’usure traditionnelle dans laquelle la puissance de l’artillerie est déterminante.  Dès le début de l’opération militaire spéciale, les soldats russes ont utilisé les chars, les drones et d’autres équipements lourds, tandis qu’une grande partie des combats d’infanterie était menée par les milices de Donetsk et de Lougansk, des combattants endurcis qui défendaient leur propre territoire. Mais, vus de Moscou, ils étaient aussi plus facilement remplaçables que, par exemple, les réservistes ou même les soldats sous contrat de Moscou, de Kazan ou de Vladivostok. En 2022, l’armée régulière russe était désavantagée par rapport à l’armée ukrainienne en termes de reconnaissance en temps réel des positions ennemies à des fins de ciblage. Les Ukrainiens reçoivent ces données des avions et des satellites américains. En outre, les Russes ne sont pas très doués pour les manœuvres de chars et tombent régulièrement dans les pièges ukrainiens ou sont détruits par les armes antichars fournies par l’Occident.

En 2023, nous constatons que la situation s’est inversée. L’armée russe a appris à utiliser les drones de manière très efficace. Les pénuries de drones qu’elle a pu connaître au début de la guerre ont été compensées par une production largement accrue du complexe militaro-industriel et de ce que l’on pourrait appeler la production « artisanale », à la fois par des start-ups sur le front intérieur et par l’assemblage improvisé par les troupes elles-mêmes à proximité des lignes de combat.

Nous avons vu sur les chaînes de télévision occidentales de nombreux reportages sur les attaques de drones russes contre des villes et des infrastructures critiques ukrainiennes. Au départ, ces drones étaient largement importés, d’Iran et d’autres sources. Aujourd’hui, ils sont certainement produits en grande partie par les Russes.

Mais ces attaques contre les villes ne sont qu’un spectacle secondaire dans cette guerre, comparé aux drones de reconnaissance et aux drones kamikazes que l’armée russe déploie désormais sur le champ de bataille. Les soldats russes ont perfectionné la coordination de ces deux types de drones pour réussir à détruire à la fois les équipements lourds les plus récents de l’OTAN et les équipements soviétiques les plus anciens que Kiev déplace vers le front dans le cadre de sa soi-disant contre-offensive.

Les portails d’information russes diffusent aujourd’hui des rapports et des images vidéo de la destruction d’un véhicule blindé de transport de troupes Bradley fourni par les Américains par un char russe T-80 à une distance de 9,5 kilomètres, en utilisant des drones en tandem pour localiser la cible cachée, fournir des coordonnées pour un tir de canon précis et enregistrer l’explosion du véhicule cible. Il s’agit bien entendu d’une toute nouvelle méthode de guerre des chars qui nécessite un personnel compétent en informatique et des communications très sophistiquées.

Dans son émission Evening with Vladimir Solovyov, l’animateur a diffusé plusieurs dimanches de suite des vidéos prises lors de ses rencontres avec des officiers et des soldats sur les lignes de front au Donbass. Dernièrement, une émission a été entièrement consacrée aux soldats opérant avec les drones et à leurs collègues de l’artillerie et des chars.

Outre les drones, l’armée russe utilise désormais des hélicoptères d’attaque, principalement les « Alligators », pour détruire le matériel lourd ukrainien sur le champ de bataille. Les risques de tirs au sol ou de missiles attaquant les hélicoptères ont été atténués par une variété de nouveaux dispositifs de guerre électronique qui semblent être très efficaces dans la pratique. Les Russes utilisent également la guerre électronique pour désorienter et neutraliser les drones ukrainiens.

Dans le même temps, l’armée russe nous informe très calmement qu’elle déploie actuellement des bombardiers furtifs dans la zone de guerre. Les premiers vols ont démontré leur capacité à opérer au-dessus du territoire contrôlé par l’Ukraine sans être détectés. Si cette pratique se généralise, les Russes bénéficieront enfin de la supériorité aérienne qui caractérise les opérations de guerre des États-Unis et de l’OTAN depuis plus de trente ans.

Les résultats les plus sensationnels des nouvelles méthodes de guerre russes se retrouvent dans les tabloïds et les émissions de télévision occidentales, car la destruction des Bradley et des Léopard est digne d’intérêt dans les pays fournisseurs. Ces systèmes avancés sont ciblés en priorité par les soldats et les aviateurs russes en raison des récompenses élevées que le ministère a affichées. Dans le cadre du processus de documentation des « attaques », les opérations de destruction sont enregistrées sur vidéo et diffusées sur les médias sociaux par les Russes. Ce qui manque dans notre couverture, c’est une vue d’ensemble de ce que cela signifie pour notre évaluation du potentiel militaire de l’armée russe.

La neutralisation des chars, des véhicules blindés de transport de troupes et des pièces d’artillerie ukrainiens signifie l’élimination des soldats et des officiers ukrainiens les plus talentueux, les mieux entraînés et les plus expérimentés. Cela expose l’infanterie à des pertes de plus en plus dramatiques au fur et à mesure que la contre-offensive se poursuit à la demande des maîtres payeurs de Washington, Bruxelles et Londres.

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Examinons maintenant les implications de ce qui précède pour la fin de cette guerre.

Jusqu’à présent, dans la contre-offensive qui a commencé le 4 juin, les Ukrainiens ont perdu près de 20 % des Bradley fournis par les États-Unis et à peu près le même pourcentage de Léopards fournis par les États européens membres de l’OTAN. Les dernières informations communiquées par les États-Unis sur la prochaine tranche d’assistance militaire à Kiev indiquent que les équipements lourds perdus sur le champ de bataille seront remplacés à raison d’un pour un. Remarque : un pour un ! Les forces ukrainiennes ne bénéficieront d’aucun avantage par rapport à la position de perdant qu’elles semblent avoir aujourd’hui. La conclusion que j’en tire est que, quelles que soient les déclarations de Washington sur l’avenir à long terme de la guerre, il a déjà fait une croix sur les chances de l’armée ukrainienne de réussir sa mission de libération de son territoire de l’occupation russe.

En ce qui concerne le personnel, deux semaines après le début de la contre-offensive, le commandement militaire russe a signalé à Poutine que les Ukrainiens avaient perdu 13 000 soldats et officiers. Depuis, les témoignages quotidiens nous apprennent que 500 combattants ukrainiens, voire plus, ont été tués chaque jour sur les différents fronts où ils ont mené des attaques concentrées. Un rapport publié aujourd’hui dans Forbes confirme que les champs de mines russes et les autres défenses qui font obstacle aux attaques ukrainiennes ont entraîné des pertes de troupes désastreuses.

En fait, les États-Unis ont peut-être fait une croix sur l’existence de l’armée ukrainienne. Des rumeurs circulent selon lesquelles, lors de la dernière visite du président polonais Duda à Kiev, ce dernier et Zelensky ont établi des plans pour que des troupes polonaises pénètrent en Ukraine occidentale en juillet-août afin de soutenir l’armée ukrainienne. Si ces plans sont fondés, ils confirment les soupçons selon lesquels il n’y aura plus d’armée ukrainienne digne de ce nom d’ici là en raison des morts et des blessés, mais peut-être aussi en raison d’une autre conséquence du taux de pertes très élevé que connaissent actuellement de nombreuses unités ukrainiennes : dans les unités ukrainiennes désemparées, les soldats pourraient finalement se retourner contre leurs officiers en désespoir de cause. Jusqu’à présent, les soldats ukrainiens sur le champ de bataille qui ont vu ce qui les attendait et qui ont fait des démarches pour se rendre ont été abattus dans le dos par la Garde nationale ukrainienne.

La possibilité que la rumeur d’un projet polonais d’envoi de troupes en Ukraine occidentale soit fondée est étayée par d’autres rumeurs concernant la localisation des forces du groupe Wagner qui ont quitté la Russie pour le Belarus et sont redéployées près des frontières avec la Pologne et l’Ukraine occidentale.

À ceux qui craignent que l’entrée en guerre de la Pologne ne nous rapproche d’une guerre générale à l’échelle européenne et d’une escalade probable vers des frappes nucléaires, j’offre la « consolation » que l’engagement éventuel de la Pologne en Ukraine n’engage pas les obligations de l’article 5 du traité de l’Alliance de l’Atlantique Nord. Il s’agirait d’une guerre russo-polonaise, qui pourrait se limiter aux champs de bataille en Ukraine. Un point c’est tout. Et même si la bataille s’étendait de manière improbable au territoire polonais, je n’imagine pas l’Allemagne mettre Hambourg en péril pour défendre Wroclaw (Breslau) ou Varsovie contre l’aventure délirante des dirigeants polonais.

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Il y a quelques jours, le doyen de l’école réaliste des relations internationales aux États-Unis, le professeur John Mearsheimer de l’université de Chicago, a publié sur son site substack.com un article intitulé « The Darkness Ahead : Where the Ukraine War is Headed » (Les ténèbres à venir : vers où se dirige la guerre d’Ukraine). Il s’agit manifestement d’un essai dans lequel il a investi beaucoup de temps et de réflexion, puisqu’il remarque à la toute fin qu’il s’en servira comme base pour les conférences publiques qu’il donnera dans les mois à venir.

Cet essai a toutes les caractéristiques d’un document professionnel de science politique. Il présente une longue série de scénarios décrivant les éventualités possibles. Il avance l’argument selon lequel, étant donné que les Ukrainiens et les Russes considèrent leur confrontation comme existentielle, aucune des deux parties ne s’assiéra à la table des négociations. C’est pourquoi, selon Mearsheimer, la guerre se terminera par un conflit gelé qui pourrait reprendre à l’avenir. Entre-temps, les relations de la Russie avec l’Europe et l’Occident collectif stagneront dans leur état actuel de rupture, et les économies européennes continueront à subir les conséquences de leurs sanctions à l’égard de Moscou.

Il est très curieux que le bon professeur n’ait pas envisagé « l’éléphant dans la pièce », à savoir la possibilité d’un effondrement militaire de l’Ukraine et la conclusion d’une paix sur la base d’une capitulation face aux exigences de la Russie.

J’ai mentionné plus haut le taux de pertes très défavorable des forces ukrainiennes à l’heure actuelle face à une Russie beaucoup plus forte et à une armée russe beaucoup plus compétente sur le plan technologique, qui sort d’une année de combats. Mearsheimer lui-même décrit la guerre d’usure en cours comme une guerre décidée par l’artillerie dans laquelle, de son propre aveu, les Russes ont un avantage de 10 contre 1 en termes de canons et d’obus d’artillerie. Il ajoute qu’étant donné les limites des stocks et de la capacité de production de l’Occident, il n’y a aucun moyen d’améliorer les chances des Ukrainiens en termes d’artillerie au cours de l’année à venir.

Curieusement, Mearsheimer choisit de fixer les pertes russes en effectifs à 1:2 alors que, selon sa propre logique, elles devraient être de 1:5, voire de 1:10. Il fait également des remarques sur l’avantage démographique de la Russie, qu’il fixe maintenant à 5 contre 1, en tenant compte de la fuite des Ukrainiens à l’étranger, y compris les 4 millions qui se sont installés en Russie même.

Tirons donc la conclusion qui s’impose à partir des faits mêmes que le professeur Mearsheimer nous a présentés : l’Ukraine est sur le point d’être militairement anéantie, ce qui suggère une capitulation, quoi que Washington veuille ou espère. De plus, avec le groupe Wagner qui leur souffle dans le cou juste de l’autre côté de la frontière, du côté du Belarus, il serait complètement fou pour les Polonais de poursuivre leur « sauvetage » de leurs amis ukrainiens, ce qui, de manière plus réaliste, pourrait être appelé une occupation de l’Ukraine vaincue.

L’avenir nous le dira. Mais pour l’heure, le temps joue en faveur de la cause russe.

El ejército regular ruso se convierte rápidamente en el ejército más poderoso del mundo en combate terrestre

En los últimos días, hemos escuchado mucho sobre los logros sobresalientes de la Compañía Militar Privada Wagner en el campo de batalla. Su victoria en los sangrientos combates de meses para tomar Bakhmut / Artyomovsk y Soledar les ha traído el respeto de toda Rusia, tanto es así que incluso ha sobrevivido a la desgracia que el jefe de Wagner, Yevgeny Prigozhin, trajo sobre sus cabezas por su imprudente motín armado durante el fin de semana pasado.

De hecho, en su discurso de ayer a los comandantes militares que se habían interpuesto en el camino de la marcha de Wagner sobre Moscú y obligaron a Prigozhin a negociar un acuerdo, el presidente Vladimir Putin reconoció que el Grupo Wagner había demostrado una mayor efectividad en el campo de batalla que las propias tropas regulares del Ministerio de Defensa.

Ese comentario me pareció bastante peculiar por decírselo a los oficiales que acababan de salvar al Kremlin de la perspectiva de un desastroso baño de sangre a las puertas de Moscú. Tal vez lo dijo para suavizar el impacto de la siguiente declaración de Putin, cuando detalló la cantidad de dinero que el gobierno ruso había pagado a Wagner durante el año de mayo de 2022 a mayo de 2023, a saber, mil millones de euros en equivalente en rublos, tanto para el mantenimiento de la fuerza como para recompensas de incentivos que llegaron al 20% del total.

Sin embargo, al reflexionar sobre ello, concluyo que la audiencia prevista de Putin no estaba en el territorio nacional sino en el extranjero, en las agencias de inteligencia en Londres y Washington, para darles a ellos y a los líderes que informan la falsa esperanza de que el ejército ruso ahora se verá debilitado por la disolución del Grupo Wagner.

Digo esto porque la Rusia oficial es muy circunspecta al describir lo que está sucediendo y lo que es probable que suceda en el campo de batalla en Ucrania. Sí, anuncian las horribles bajas sufridas por el ejército ucraniano y la destrucción de tanques, artillería y vehículos blindados de transporte de personal occidentales en las primeras dos semanas de la contraofensiva ucraniana. Pero se recuerdan a sí mismos que las reservas ucranianas han sido retenidas hasta ahora y pueden ser liberadas en cualquier momento, con resultados impredecibles. En el lado ruso, no hay absolutamente ninguna “Misión cumplida” a la manera típicamente estadounidense de George W. Bush en un momento prematuro de la guerra iraquí.

Y, sin embargo, si nos fijamos de cerca en los informes diarios de los militares rusos sobre las operaciones en el campo de batalla, tenemos que recalibrar nuestra comprensión de quién es quién, dónde terminan las fortalezas de Wagner y comienzan las fortalezas del ejército regular ruso.

El Grupo Wagner dejó su huella en la batalla por Bakhmut, que fue en gran parte una guerra de lucha callejera y que siempre es sangrienta. A pesar de la ventaja de artillería de las fuerzas rusas, tomar edificio tras edificio y calle tras calle fue costoso en vidas. Es fácil imaginar que las pérdidas rusas no fueron menores que las pérdidas ucranianas. Para los rusos eso era políticamente aceptable sólo porque la mayoría de las tropas de Wagner involucradas en la lucha eran prisioneros liberados cuyas vidas eran prescindibles, como se ve desde Moscú. Luego, para otras misiones especiales, estaban los chechenos de las fuerzas especiales de Akhmat, que hicieron maravillas para liberar Mariupol.

Sin embargo, las operaciones en el campo de batalla en Ucrania ahora se están llevando a cabo de una manera muy diferente, la de la guerra tradicional de desgaste en la que la fuerza de artillería es determinante. Desde el comienzo de la Operación Militar Especial, los soldados rusos fueron los operadores de los tanques, drones y otros equipos pesados, mientras que gran parte de la lucha de infantería estaba siendo realizada por las milicias de Donetsk y Lugansk, Estos eran combatientes endurecidos que defendían su propia tierra. Pero, como se ve desde Moscú, también eran más fácilmente prescindibles que, por ejemplo, los reservistas o incluso los soldados contratados de Moscú, Kazán o Vladivostok. Durante 2022, el ejército regular ruso estaba en desventaja con respecto al lado ucraniano en términos de reconocimiento en tiempo real de las posiciones enemigas con fines de ataque. Los ucranianos estaban recibiendo tales datos de los aviones y satélites estadounidenses. Además, los rusos no eran muy hábiles en las maniobras de tanques y cayeron repetidamente en trampas ucranianas o fueron destruidos por armas antitanque proporcionadas por Occidente.

En 2023, vemos que la situación se ha invertido. El ejército ruso ha aprendido a trabajar con drones de manera muy efectiva. Cualquier escasez de drones que puedan haber tenido al comienzo de la guerra ha sido compensada por una producción enormemente expandida del complejo industrial militar y también por lo que podría llamarse producción “artesanal”, tanto por parte de empresas de nueva creación en el frente interno como por el montaje improvisado de las propias tropas cerca de las líneas de batalla.

Hemos visto en la televisión occidental muchos informes de ataques con drones rusos contra ciudades ucranianas e infraestructuras críticas. Inicialmente, tales drones fueron importados en gran medida, de Irán y otras fuentes. Hoy en día seguramente son en su mayoría producidos en Rusia.

Pero estos ataques a las ciudades son solo un espectáculo secundario en esta guerra en comparación con los drones de reconocimiento y kamikaze que el ejército ruso está desplegando ahora en el campo de batalla. Los soldados rusos han perfeccionado la coordinación de ambos tipos de drones para lograr un éxito comprobado en la destrucción tanto del moderno equipo pesado de la OTAN como del equipo soviético más antiguo que Kiev está moviendo al frente en su llamada contraofensiva.

Los portales de noticias rusos de hoy proporcionan informes e imágenes de video de la destrucción de un vehículo blindado Bradley de transporte de personal suministrado por Estados Unidos llevada a cabo por un tanque ruso T-80 a una distancia de 9,5 kilómetros utilizando drones en tándem para localizar el objetivo oculto, proporcionar coordenadas para disparos de cañón precisos y registrar la explosión del vehículo objetivo. Esto, por supuesto, es un método completamente nuevo de guerra de tanques que requiere personal experto en informática y comunicaciones altamente sofisticadas.

En su programa Evening with Vladimir Solovyov en una sucesión de domingos, el presentador ha puesto en la pantalla videos tomados durante sus reuniones con oficiales y soldados de rango en las líneas del frente en Donbas. Más recientemente, un programa se dedicó por completo a los soldados que operan los drones y a sus colegas que manejan la artillería y los tanques.

Además de los drones, el ejército ruso ahora está utilizando helicópteros de ataque, principalmente los llamados caimanes, para destruir el equipo pesado ucraniano en el campo de batalla. Los riesgos de fuego terrestre o misiles que atacan los helicópteros han sido mitigados por una variedad de nuevos dispositivos de guerra electrónica que parecen ser muy efectivos en la práctica. Y la guerra electrónica está siendo utilizada por los rusos para desorientar y neutralizar los drones ucranianos.

Al mismo tiempo, el ejército ruso nos está diciendo en voz muy baja que ahora está desplegando bombarderos furtivos en la zona de guerra. Los vuelos iniciales han demostrado su capacidad para operar sobre territorio controlado por Ucrania sin ser detectados. Si esta práctica se generaliza ahora, los rusos finalmente disfrutarán de la superioridad aérea que ha sido la característica de las operaciones de guerra de Estados Unidos y la OTAN en los últimos treinta años o más.

Los resultados más sensacionales de las nuevas formas rusas de guerra llegan a los tabloides occidentales y a las emisiones de televisión porque la destrucción de Bradleys y Leopards es noticia en los países proveedores. Estos sistemas avanzados están siendo atacados de manera prioritaria por soldados y aviadores rusos debido a las altas recompensas que el Ministerio ha publicado. Como parte del proceso de documentar las “muertes”, los incidentes de destrucción son grabados en video y puestos en las redes sociales por los rusos. Lo que falta en nuestra cobertura es una visión general de lo que esto significa para nuestra evaluación del potencial militar del ejército ruso.

Neutralizar los tanques ucranianos, los vehículos blindados de transporte de personal y las piezas de artillería significa la eliminación de los soldados y oficiales ucranianos más talentosos, entrenados y experimentados. Expone a la infantería a pérdidas cada vez más horribles a medida que avanza la contraofensiva a petición de los pagadores en Washington, Bruselas y Londres.

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Ahora consideremos las implicaciones de lo anterior para el desenlace final de esta guerra.

Hasta ahora, en la contraofensiva que comenzó el 4 de junio, el lado ucraniano ha perdido casi el 20% de los Bradleys suministrados por los Estados Unidos y aproximadamente el mismo porcentaje de Leopards suministrados por los estados miembros de la UE y de la OTAN. La última información de los Estados Unidos sobre el próximo tramo de asistencia militar a Kiev indica un reemplazo uno por uno del equipo pesado que se pierde en el campo de batalla. Nota: ¡uno por uno! Las fuerzas ucranianas no obtendrán ninguna ventaja sobre la mano perdedora que ahora parecen tener. La conclusión que saco de esto es que, independientemente de lo que Washington declare sobre el futuro a largo plazo de la guerra, ya ha descartado las posibilidades del ejército ucraniano de tener éxito en su misión de liberar su territorio de la ocupación rusa.

En cuanto al personal, dos semanas después de la contraofensiva, el comando militar ruso informó a Putin que los ucranianos habían perdido 13.000 soldados y oficiales. Según los informes diarios desde entonces, se nos ha dicho que 500 o más combatientes ucranianos han sido asesinados diariamente en los diversos frentes donde han estado concentrado sus ataques. Un informe de hoy en Forbes confirma que los campos minados rusos y otras defensas que se interponen en el camino de los ucranianos a la ofensiva han provocado pérdidas de personal desastrosas.

De hecho, Estados Unidos puede haber descartado por completo la viabilidad del ejército ucraniano. Abundan los rumores de que durante la última visita del presidente polaco Duda a Kiev, él y Zelensky establecieron planes para que las tropas polacas ingresaran al oeste de Ucrania en julio-agosto para respaldar al ejército ucraniano. Si hay algo de sustancia en esto, confirma la sospecha de que para entonces ya no habrá un ejército ucraniano digno de ese nombre debido a muertes y lesiones, pero posiblemente también a consecuencia de una muy elevada tasa de bajas que muchas unidades ucranianas están experimentando: en las unidades ucranianas discapacitadas los soldados en su desesperación podrían volverse finalmente contra sus oficiales. Hasta ahora, los soldados ucranianos en el campo de batalla que han visto lo que les espera y han intentado rendirse han recibido disparos por la espalda por parte de la Guardia Nacional polaca.

La posibilidad de que resulte verdadero el rumor de los planes polacos de enviar tropas a Ucrania occidental está respaldado por otros rumores sobre el paradero de las fuerzas del Grupo Wagner que han salido de Rusia hacia Bielorrusia y están siendo redesplegadas cerca de las fronteras con Polonia y Ucrania occidental.

Para aquellos que están alarmados por la entrada de Polonia en la guerra acercándonos así a una conflagración general a nivel europeo y una probable escalada al nivel de ataques nucleares, ofrezco el “consuelo” de que el posible acuerdo de Polonia en Ucrania no compromete las obligaciones del Artículo 5 del tratado de la Alianza del Atlántico Norte. Sería una guerra polaco-rusa, y posiblemente se limitaría solo a los campos de batalla en Ucrania. Punto. E incluso si la batalla se expandiera improbablemente al territorio polaco, no imagino a Alemania poniendo a Hamburgo en peligro por defender Wroclaw (Breslau) o Varsovia de la aventura delirante del liderazgo polaco.

Hace unos días, el decano de la Realist School of International Relations de los Estados Unidos, el profesor John Mearsheimer de la Universidad de Chicago, publicó en su sitio substack.com un artículo titulado “The Darkness Ahead: Where the Ukraine War is Headed.” Este es obviamente un ensayo en el que ha invertido una gran cantidad de tiempo y reflexión, ya que comenta al final que lo utilizará como base para las conferencias públicas que pronunciará en los próximos meses.

Este ensayo tiene todas las características de un documento profesional de ciencia política. Establece una larga serie de escenarios que describen posibles eventualidades. Argumenta que, dado que tanto la parte ucraniana como la rusa ven su confrontación como existencial, ninguna de las partes vendrá a la mesa de negociaciones. Por esa razón, la guerra, en opinión de Mearsheimer, terminará en un conflicto congelado que puede estallar nuevamente en el futuro. Mientras tanto, las relaciones de Rusia con Europa y el Occidente colectivo se estancarán en su actual estado de ruptura, y las economías europeas continuarán sufriendo las consecuencias de sus sanciones a Moscú.

Es muy curioso que el buen profesor no se haya enfrentado al “elefante en la habitación”, a saber, la posibilidad de un colapso militar ucraniano y la conclusión de una paz en términos de capitulación a las demandas rusas.

He mencionado anteriormente la tasa de bajas muy desfavorable de las fuerzas ucranianas en la actualidad cuando se enfrentan a una Rusia mucho más fuerte y al ejército ruso mucho más capaz tecnológicamente que ha surgido después de un año de lucha. El propio Mearsheimer describe la guerra de desgaste en curso como una guerra decidida por la artillería en la que, según lo admite, los rusos tienen una ventaja de 10 a 1 en términos de tubos de artillería y proyectiles. Continúa diciendo que dadas las limitaciones de las existencias occidentales y la capacidad de fabricación, no hay forma de mejorar las probabilidades de los ucranianos en términos de artillería en el próximo año.

Curiosamente, Mearsheimer elige establecer las pérdidas rusas de personal en 1:2, mientras que por su propia lógica debería ser 1:5 si no 1:10. También comenta sobre la ventaja demográfica de Rusia, que ahora establece en 5: 1, teniendo en cuenta la huida de ucranianos al extranjero, incluidos los 4 millones que se han mudado a Rusia propiamente dicha.

Entonces, saquemos la conclusión apropiada de los mismos hechos que el profesor Mearsheimer nos ha planteado: Ucrania está a punto de ser borrada militarmente, y eso sugiere una capitulación, lo que sea que Washington quiera o espere. Además, con el Grupo Wagner respirando en sus cuellos desde el otro lado de la frontera en el lado bielorruso, sería una locura total para los polacos proceder con su “rescate” de sus amigos ucranianos, que de manera más realista podría llamarse una ocupación de Ucrania derrotada.

El tiempo lo dirá. Pero en este momento, el tiempo está favoreciendo mucho la causa rusa.

Regular Russian Army fast becoming world’s most powerful military in ground combat

Over the past several days, we have heard a great deal about the outstanding achievements of the Wagner Private Military Company on the field of battle. Their victory in the months-long bloody fighting to take Bakhmut/Artyomovsk and Soledar brought them respect throughout Russia which has even outlasted the disgrace that Wagner boss Yevgeny Prigozhin brought on their heads by his reckless armed mutiny over the past weekend.

Indeed, in his address yesterday to military commanders who had stood in the path of Wagner’s march on Moscow and forced Prigozhin to negotiate a settlement, President Vladimir Putin acknowledged that the Wagner Group had shown greater effectiveness on the field of battle than the Ministry of Defense’s own regular troops.

That remark struck me as something rather peculiar to say to officers who had just saved the Kremlin from the prospect of a disastrous bloodbath at the gates of Moscow.  Perhaps it was said to soften the shock of Putin’s next statement, when he detailed the amount of money that the Russian government had paid to Wagner in the year May 2022 to May 2023, namely one billion euros in ruble equivalent, for both maintenance of the force and for incentive rewards which came to 20% of the total.

However, as I reflect upon it, I conclude that Putin’s intended audience was not in the room but overseas, in the intelligence agencies in London and Washington, to give them and the leaders they report to the false hope that the Russian military will now be weakened by the disbandment of the Wagner Group.

I say this because official Russia is very circumspect in describing what is happening and what is likely to happen on the field of battle in Ukraine. Yes, they announce the horrific casualties being borne by the Ukrainian army and the destruction of Western tanks, artillery and armored personnel carriers in the first two weeks of the Ukrainian counter-offensive. But they remind themselves that the Ukrainian reserves have been held back till now and may be unleashed at any time, with unpredictable results. On the Russian side, there is absolutely no crowing “Mission Accomplished” in the typically American fashion of George W. Bush at a premature moment in the Iraqi war.

And yet, if you look closely at the daily reports of the Russian military on battlefield operations, you have to recalibrate our understanding of who is who, where the strengths of Wagner end and the strengths of the Russian regular Army begin.

The Wagner Group made their mark in the battle for Bakhmut, which was largely a war of street fighting and that is always bloody. Despite the artillery advantage of the Russian forces, taking building after building and street after street was costly in lives. It is easy to imagine that Russian losses were not less than Ukrainian losses.  For the Russians that was politically acceptable only because most of the Wagner troops engaged in the fighting were liberated prisoners whose lives were expendable, as seen from Moscow. Then for other special missions there were the Chechens of the Akhmat special forces, who did wonders to liberate Mariupol.

However, battlefield operations in Ukraine are now proceeding in a very different manner, that of traditional war of attrition in which artillery strength is determinant.  From the very beginning of the Special Military Operation, Russian soldiers were the operators of the tanks, drones and other heavy equipment while a lot of the infantry fighting was being done by the Donetsk and Lugansk militias, These were hardened fighters defending their own land. But, as seen from Moscow, they also were more easily expendable than, say, reservists or even contract soldiers from Moscow, or Kazan or Vladivostok. During 2022, the regular Russian army was at a disadvantage to the Ukrainian side in terms of real time reconnaissance of enemy positions for purposes of targeting. The Ukrainians were receiving such data from the American planes and satellites.  Moreover, the Russians were not very skilled in tank maneuvers and repeatedly fell into Ukrainian traps or were destroyed by anti-tank weapons provided by the West.

In 2023, we see that the situation has reversed itself. The Russian Army has learned to work with drones very effectively. Whatever shortages in drones they may have had at the outset of the war have been compensated by vastly expanded production from the military industrial complex and also from what might be called ‘handicraft’ production both by start-up companies on the home front or by improvised assembly by troops themselves close to the battle lines.

We have seen on Western television many reports of Russian drone attacks on Ukrainian cities and critical infrastructure. Initially such drones were largely imported, from Iran and other sources.  Today they surely are mostly Russian produced. 

But these attacks on cities are only a side-show in this war compared to the reconnaissance and kamikaze drones that the Russian Army is now deploying on the battlefield. The Russian soldiers have perfected the coordination of both types of drones to achieve proven success in destroying both the latest NATO heavy equipment and the older Soviet vintage equipment that Kiev is moving to the front in its so-called counter-offensive.

Today’s Russian news portals provide reports and video images of the destruction of an American supplied Bradley armored personnel carrier by a Russian T-80 tank at a distance of 9.5 kilometers using drones in tandem to locate the hidden target, provide coordinates for precise cannon fire and record the explosion of the target vehicle. This, of course, is an entirely new method of tank warfare that requires computer savvy personnel and highly sophisticated communications.

In his Evening with Vladimir Solovyov show on a succession of Sundays, the host has put up on the screen videos taken during his meetings with officers and rank in file soldiers at the front lines in Donbas. Most recently one show was devoted entirely to the soldiers operating the drones and to their colleagues manning the artillery and tanks.

In addition to drones, the Russian Army is now using attack helicopters, primarily the so-called Alligators, to destroy Ukrainian heavy equipment on the battlefield. The risks of ground fire or missiles attacking the helicopters have been mitigated by a variety of new electronic warfare devices that appear to be very effective in practice. And electronic warfare is being used by the Russians to disorient and otherwise neutralize Ukrainian drones.

At the same time, the Russian military is very quietly telling us that it is now deploying stealth bombers into the war zone. Initial flights have demonstrated their ability to operate over Ukrainian controlled territory without being detected. If this practice is now generalized, the Russians will finally enjoy the air superiority that has been the feature of US and NATO operations in war over the past thirty years or more.

The most sensational results of the new Russian ways of warfare make it into Western tabloids and television broadcasts because the destruction of Bradleys and Leopards is news-worthy in the supplier countries. These advanced systems are being targeted in a priority fashion by Russian soldiers and airmen because of the high rewards that the Ministry has posted. As part of the process of documenting ‘kills,’ the incidents of destruction are video recorded and put on social media by the Russians.  What is missing in our coverage is any overview of what this means for our evaluation of the military potential of the Russian army.

Neutralizing the Ukrainian tanks, armored personnel carriers and artillery pieces means removal of the most talented, trained and experienced Ukrainian soldiers and officers. It exposes the infantry to ever more horrific losses as the counter-offensive proceeds at the demand of the paymasters in Washington, Brussels and London.

                                                                      *****

Now let us consider the implications of the foregoing for the end game of this war.

So far in the counter-offensive that began on 4 June, the Ukrainian side has lost nearly 20% of the Bradleys supplied by the USA and about the same percentage of Leopards supplied by the European NATO member states. The latest information from the USA on the next tranche of military assistance to Kiev indicates a one-for-one replacement of the heavy equipment being lost on the battlefield.  Note:  one-for-one!  The Ukrainian forces will not gain any advantage over the losing hand they now seem to have.  The conclusion that I draw from this is that regardless of what Washington declares about the long-term future of the war, it has already written off the Ukrainian army’s chances of succeeding in its mission of liberating its territory from Russian occupation.

As for personnel, two weeks into the counter-offensive the Russian military command reported to Putin that the Ukrainians had lost 13,000 soldiers and officers. By daily accounts since then, we have been told that 500 or more Ukrainian fighters have been killed daily on the several fronts where they have been making concentrated attacks. A report today in Forbes confirms that the Russian mine fields and other defenses which stand in the way of the attacking Ukrainians have led to disastrous personnel losses.

In fact, the United States may have written off the Ukrainian army’s existence entirely. Rumors abound that during Polish President Duda’s last visit to Kiev he and Zelensky laid down plans for Polish troops to enter Western Ukraine in July-August to back-stop the Ukrainian military. If there is any substance to this, it confirms the suspicion that there will no longer be a Ukrainian army worthy of the name by that time due to deaths and injuries, but possibly also to another consequence of the very high casualty rate that many Ukrainian units are now experiencing:  in the disabled Ukrainian units soldiers may finally turn on their officers in desperation. Up to now, Ukrainian soldiers on the battlefield who have seen what awaits them and have made moves to surrender were being shot in the back by the Ukrainian National Guard.

The possibility that there are legs under the rumor of Polish plans to send troops into Western Ukraine is supported by other rumors concerning the whereabouts of Wagner Group forces that have left Russia for Belarus and are being redeployed near the borders with Poland and Western Ukraine.

For those who are alarmed at Polish entry into the war moving us closer to a general European-wide war and likely escalation to nuclear strikes, I offer the “consolation” that Poland’s possible engagement in Ukraine does not engage Article 5 obligations of the North Atlantic Alliance treaty.  It would be a Polish-Russian war, and possibly would be limited only to fields of battle in Ukraine. Full stop. And even if the battle improbably expanded to Polish territory, I do not envision Germany putting Hamburg in jeopardy for the sake of defending Wroclaw (Breslau) or Warsaw from the Polish leadership’s delusional adventure.

                                                                                *****

A  few days ago, the dean of the Realist School of International Relations in the United States, Professor John Mearsheimer of the University of Chicago, posted on his substack.com site an article entitled “The Darkness Ahead: Where the Ukraine War is Headed.” This is obviously an essay in which he has invested a great deal of time and thought, since he remarks at the very end that he will be using it as the basis for public lectures he will be delivering in coming months.

This essay bears all the hallmarks of a professional political science document. It sets out a long series of scenarios that describe possible eventualities. It makes the argument that since both Ukrainian and Russian sides see their confrontation as existential, neither side will come to the negotiating table. For that reason the war will, in Mearsheimer’s view, end in a frozen conflict that may flare up again in the future. In the meantime, Russia’s relations with Europe and the Collective West will stagnate at their present state of rupture, and the European economies will continue to suffer the consequences of their sanctions on Moscow.

It is most curious that the good professor has not faced up to the “elephant in the room,” namely the possibility of Ukrainian military collapse and the conclusion of a peace on terms of capitulation to Russian demands. 

I have mentioned above the very unfavorable casualty rate of Ukrainian forces at present when facing the much stronger Russia and much more technologically capable Russian Army that has emerged from a year of fighting.  Mearsheimer himself describes the ongoing war of attrition as a war decided by artillery in which, per his admission, the Russians have a 10 to 1 advantage in terms of artillery tubes and shells.  He goes on to say that given the limitations of Western stocks and manufacturing capacity, there is no way to improve the Ukrainians’ odds in terms of artillery in the coming year.

Curiously, Mearsheimer chooses to set Russian losses of personnel at 1:2 whereas by his own logic it should be 1:5 if not 1:10.    He also remarks on the population advantage of Russia, which he now sets at 5:1, taking into consideration the flight of Ukrainians abroad, including the 4 million who have moved to Russia proper.

So, let’s draw the appropriate conclusion from the very facts that Professor Mearsheimer has given us: Ukraine is about to be militarily obliterated, and that suggests a capitulation, whatever Washington wants or hopes for.   Moreover, with the Wagner Group breathing down their necks from just across the border on the Belarus side, it would be utter madness for the Poles to proceed with their “rescue” of their Ukrainian friends, which more realistically could be called an occupation of defeated Ukraine.

Time will tell. But at this moment, time is very much favoring the Russian cause.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “Further thoughts on the lessons of the Prigozhin armed rebellion”

Translations into German (Andreas Mylaeus), Spanish (Hugo Guido) and French (Youri)

Weitere Überlegungen zu den Lehren aus dem bewaffneten Aufstand von Prigoschin

Russland ist eindeutig das Thema der Stunde: in den Mainstream-Nachrichten, in den alternativen Nachrichten und in den sozialen Medien. Die Prigoschin-Affäre vom vergangenen Wochenende hat eine Fülle von Material für Spekulationen geliefert, die das Metier der Talkmaster sind. Der überwiegende Teil dessen, was wir sehen und hören, wird von den Gegnern und Feinden Russlands beigesteuert, aber auch die Befürworter Russlands haben ihre Stimme gefunden. Ich tue mein Bestes, um mich außerhalb dieser stereotypen Lager zu bewegen und einen unabhängigen Standpunkt zu vertreten.

Ich eröffne den heutigen Aufsatz mit einer kurzen Bemerkung zu dem, was andere gesagt haben. Ich werde meinen Text nicht mit Links überfrachten, denn jeder mündige Leser kann die Originalbeiträge leicht in der Google-Suche finden, indem er Autor und Titel oder Verlag eingibt.

Dann werde ich zu dem neuen Material übergehen, das ich in der gestrigen Ausgabe der Talkshow von Vladimir Solovyov gesammelt habe. Hier ist die Angabe des Links, unerlässlich für jeden, der die Quelle finden möchte:

In Bezug auf meine Verwendung von Solovyov erhielt ich neulich über die Kommentarfunktion dieser Website eine Anfrage, warum ich kein Material aus anderen russischen Talkshows und insbesondere aus “Der Treffpunkt” (Место встречи) des kommerziellen Fernsehsenders NTV präsentiere.

2016 nahm ich an allen nationalen Talkshows teil, sowohl auf privaten als auch auf staatlichen Sendern. Meine Erfahrungen mit NTV waren nicht positiv. Der Sender war von dem Oligarchen Gusinsky gegründet worden, und obwohl er seit Jahren im selbstauferlegten Exil lebte, bevor ich den Sender besuchte, schien das Management von NTV immer noch seine Handschrift zu tragen. Dann gab es noch eine andere Talkshow, die ich angenehmer fand, “Die Zeit wird es zeigen” [Время покажет]. Vielleicht werde ich beide in Zukunft konsultieren, da ich jetzt sehe, dass beide über diese Website zugänglich sind: https://tv.mail.ru/online/ntv/

Das entscheidende Argument für mich ist jedoch, dass, was immer man auch von dem Moderator und seinem gelegentlich unhöflichen und anmaßenden Verhalten gegenüber den Diskussionsteilnehmern halten mag, seine Gäste zu den einflussreichsten politischen, sozialen und künstlerischen Persönlichkeiten des Landes gehören, was sein Programm, wie die Franzosen sagen, incontournable (unanfechtbar) macht.

Dass dies so ist, wurde in zwei aufeinander folgenden Artikeln von Max Seddon in The Financial Times überzeugend dargelegt. Seine Artikel “Traitors must be shot” (“Verräter gehören erschossen”) und “Russia and its propagandists” (“Russland und seine Propagandisten”) stützten sich beide stark auf die Aussagen in der Sonntagabend-Sendung der Solovyov Show. In Anbetracht der Tatsache, dass der erste dieser Artikel lange nach meinem Essay “Dry Residue” (“Trockener Bodensatz”) erschien, kann ich mich geschmeichelt fühlen, dass Seddon meine Idee aufgriff, zwei wichtige Diskussionsteilnehmer, Generalleutnant Andrei Guruljow und RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan, zu Wort kommen zu lassen, um die geteilten Meinungen in Russland über die Meuterei und die Bedingungen ihrer Beilegung zu charakterisieren. Diese Verwendung von Material aus seiner Sendung erfolgte, obwohl The Financial Times Solowjow routinemäßig als Kriegspropagandist für das Putin-Regime anprangert.

Ich erwähne am Rande, dass ich einen Brief an den Herausgeber der FT geschrieben habe, in dem ich eine Entschuldigung von Seddon wegen seines Plagiats des Inhalts meines veröffentlichten und urheberrechtlich geschützten Aufsatzes fordere und auch auf die Verletzung der Rechte am geistigen Eigentum von Abend mit Vladimir Solovyov in einer Weise hinweise, wie sie es niemals wagen würden, wenn der Sender CNN oder Euronews wäre: Gurulyov und Simonyan wurden zitiert, ohne die Sendung als Quelle zu nennen. Ganz abgesehen von den skurrilen Beschreibungen, die Seddon zur Identifizierung dieser Redner verwendet, handelt es sich hier um ein eklatantes journalistisches Fehlverhalten.

                                                                    *****

Eine meisterhafte Kritik von Meuterei-Artikeln und Fernsehauftritten bekannter Russlandhasser wurde vor ein paar Tagen auf thegrayzone.com von Max Blumenthal veröffentlicht: “The real casualties of Russia’s civil war’: the Beltway expert class” (“Die wahren Opfer des ‘russischen Bürgerkriegs’: die Expertenklasse am Beltway”). Darin stellt Blumenthal den haarsträubenden Unsinn vor, der am Wochenende unter anderem von Anne Applebaum, Michael McFaul, Kurt Volker und Christo Grozev (Bellingcat) als Artikel oder Tweets veröffentlicht oder im Fernsehen geäußert wurde.

Ich bin verpflichtet, ein Wort über Applebaum hinzuzufügen, das den Lesern von Blumenthals Kritik an ihrem Essay und ihren Fernsehauftritten nicht unbedingt einleuchten würde. Ihr Eifer bei der Verfolgung ihrer propagandistischen Neocon-Ziele sollte nämlich nicht unterschätzt werden, ebenso wenig wie ihre intellektuellen Fähigkeiten. Ich erinnere mich mit einigem Bedauern an die öffentliche Fernsehdebatte über Putins Russland, die Applebaum mit Steve Cohen an einer kanadischen Universität führte. Dies geschah vor etwa drei Jahren, als ich in regelmäßigem Briefkontakt mit Cohen stand und mir die Zeit nahm, seine Debatte zu verfolgen. Es war ein Debakel. Applebaum kam sehr gut vorbereitet, um ihre Argumente vorzutragen. Cohen hatte sich ganz offensichtlich nicht vorbereitet, hatte nicht mit Sparringspartnern trainiert. Stattdessen verließ er sich auf seine Spontaneität, auf seinen überlegenen Intellekt und sein breites Wissen. Bei dem anschließenden Schlagabtausch auf der Bühne wischte Applebaum den Boden mit Cohen auf, dessen Denken und Argumentation veraltet war. Die Moral von der Geschicht’ ist: Niemals einen Gegner unterschätzen.

Blumenthal äußert sich nicht zu Anatol Lieven, und so füge ich hier meine Meinung hinzu.

Lieven genießt in liberalen Kreisen hohes Ansehen als vermeintlich fairer und gelehrter Kommentator, der zudem über viel Lebenserfahrung in Kriegsgebieten verfügt. Eine seiner derzeitigen Visitenkarten ist die eines Spitzenbeamten des Quincy Institute for Responsible Statecraft. Er ist der wichtigste Berater des Präsidenten der Denkfabrik, Andrew Bacevich, der keine Ahnung hat, wenn es um Russland geht.

Ich stelle immer wieder fest, dass Lieven ein perfektes Chamäleon ist, das in der Russland-Frage auf beiden Seiten mitspielt, während er in Form von Ehrenämtern, bezahlten Positionen, Rednerverpflichtungen und ähnlichem viel Geld einstreicht.

Vor weniger als einer Woche bin sogar ich auf einen Artikel von Lieven hereingefallen, in dem er das “cancel Russia”-movement (die Bewegung “Russland abschaffen”) anprangert. Doch am vergangenen Wochenende hat Lieven jeden Anschein von Seriosität abgelegt. Diese traurige Tatsache geht aus seinem jüngsten Artikel über das Prigoschin-Abenteuer hervor: “Putin: Disastrous but indispensable for the system he created?” (“Putin: Desaströs, aber unverzichtbar für das von ihm geschaffene System?”) in der Online-Zeitschrift Responsible Statecraft. Kurz gesagt, Anatol Lieven ist nur ein weiterer Verkäufer von Schlangenöl des US-Außenministeriums.

                                                                       *****

Die gestrige Ausgabe der Solowjow-Talkshow zeichnete sich durch einen Videoausschnitt aus, den er von Präsident Putins Ansprache an die militärischen Befehlshaber vom Vortag auf den Bildschirm brachte, sowie durch eine Zusammenfassung der Fernsehansprache von Präsident Lukaschenko an sein Volk, die von einem politischen Analysten in Minsk bereitgestellt wurde. Und dann waren da noch die Äußerungen von zwei Podiumsteilnehmern zur gegenwärtigen Lage nach den Unruhen, die ich im Folgenden zusammenfassen möchte, weil sie die Ernsthaftigkeit der politischen Kommentare im russischen Staatsfernsehen verdeutlichen.

Putin wandte sich an die Militärkommandeure, die persönlich Maßnahmen ergriffen hatten, um Prigoschins Marsch auf Moskau zu stoppen. Hätten Sie die Meuterei nicht gestoppt, so Putin, “wäre ein Chaos im Lande entstanden, das unser Feind ausnutzen würde, wie er es auch jetzt tut, mit dem Ergebnis, dass wir möglicherweise alles verlieren, was wir bisher in der SMO erreicht haben.”

Ein Diskussionsteilnehmer in der Nachrichtensendung “Sechzig Minuten” von heute Morgen erklärte, dass dies die Offiziere waren, die Truppen, Panzer und anderes schweres Gerät zusammenstellten, das sie den auf Moskau vorrückenden Truppen in den Weg stellten. Prigoschin und seine Verbündeten sahen dies und begriffen, dass ihnen ein blutiger Kampf bevorstand. Das veranlasste sie, mit Lukaschenko Gespräche über eine friedliche Lösung aufzunehmen.

Nachfolgend gebe ich im Wesentlichen wieder, was Putin diesen Männern gesagt hat:

Wir hatten immer großen Respekt vor den Wagner-Truppen. Sie haben auf dem Schlachtfeld Mut bewiesen. Auch unsere Soldaten und Offiziere der regulären Armee haben auf dem Schlachtfeld Heldentum und Selbstaufopferung gezeigt. Aber sie haben mit weniger Erfolg gearbeitet. Und so hatten diejenigen, die in der Wagner-Gruppe waren, den Respekt unseres Landes.

Der Unterhalt der Gruppe Wagner wurde vollständig vom Staat, vom Verteidigungsministerium, aus dem Staatshaushalt bezahlt. Allein von Mai 2022 bis Mai 2023 zahlte der Staat an Wagner für Unterhalt und Motivationsprämien 86 Milliarden 262 Millionen Rubel (ca. 1 Milliarde Euro), davon 70 Milliarden in bar für Unterhalt und 15 Milliarden für Motivationsprämien. Darüber hinaus erhielt der Eigentümer des Unternehmens Konkord [Teil der Wagner-Gruppe] über Vointorg 80 Milliarden Rubel für die Versorgung der Armee mit Lebensmitteln. Ich hoffe, dass im Zuge dieser Arbeit niemand etwas gestohlen hat oder, sagen wir, nicht viel gestohlen hat. Wir werden das auf jeden Fall prüfen.

Solowjow erinnerte die Zuhörer daran, dass die Kolonne der Wagner-Truppen sehr schnell durch ziviles Gebiet vorrückte und schwer bewaffnet war. Doch die Rosgvardia-Kräfte zitterten nicht. Sie blieben standhaft. Der Leiter des Ministeriums für Notfälle rief sie an und sagte, er habe 400 Mann, die sich an der Verteidigung gegen Wagner beteiligen könnten.

Nun wurde uns ein Video gezeigt, auf dem der Chef der Rosgvardia-Armee, General Zolotov, zu Reportern spricht.

Wir mussten uns konsolidieren, sonst wären sie wie ein Messer durch die Butter gegangen. Sie hätten die Außenbezirke Moskaus erreichen können, aber sie konnten Moskau nicht einnehmen.

Solovyovs Schlussfolgerung: Rosgvardia verfügt noch nicht über eigene schwere militärische Ausrüstung, Flugzeuge oder Luftabwehrsysteme. Aber das wird sich jetzt ändern.

Dann übergab Solowjow das Mikrofon dem Duma-Mitglied und Generalleutnant im Ruhestand Andrej Guruljow, demselben Guruljow, den ich in meinem Artikel Dry Residue (Trockener Bodensatz) zitiert habe und den auch Max Seddon in seinem FT-Artikel zitiert. Diesmal kühlte sich sein Temperament ab, und Guruljow forderte nicht mehr, Prigoschin die traditionelle Kugel in den Kopf zu jagen.

Andrej Guruljow:

Wir stehen erst am Anfang des langen Weges zum Verständnis der Geschehnisse. Aber ich möchte Folgendes sagen:

Wenn Leute sagen, wir sollten private Militärfirmen verbieten, dann erinnere ich sie daran, dass es in der realen Welt heute einen hybriden Krieg gibt. Ein Teil des hybriden Krieges sind solche privaten Militärfirmen. Sie sollten nicht nur in der Ukraine, sondern überall auf der Welt im Interesse des Staates operieren. Dies sollte reguliert werden, aber Einheiten wie die Wagner-Gruppe werden dringend benötigt.

Ich stimme mit dem überein, was Sie über diejenigen gesagt haben, die gekommen sind, um die vorrückenden Wagner-Truppen aufzuhalten. Unter denen, mit denen sich Putin heute getroffen hat, war auch der Leiter der Militärakademie Frunze, der in allen unseren Kriegen gekämpft hat, und er schickte Leute von seiner Offiziersschule, um Prigoschin aufzuhalten. Auch die Polizei war dabei. Sie alle waren da, um sicherzustellen, dass sich niemand dem Kreml nähert und dass wir keinen Staatsstreich erleben werden.

Ich möchte darauf hinweisen, dass die Wagner-Gruppe auch an der Informationsfront sehr aktiv war. Jeder weiß, dass sie ihre eigene Trollfabrik haben. Sie haben daran gearbeitet, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Wir müssen dem jetzt unsere Aufmerksamkeit schenken, während ihre militärischen Einheiten aufgelöst werden.

Drittens ist zu beachten, dass die Wagner-Gruppe viele ehemalige Offiziere hatte, die gut ausgebildet sind. Es ist sehr wünschenswert, dass sie sich jetzt beim Verteidigungsministerium melden. Wir brauchen sie in Gebieten, die direkt von der Ukraine angegriffen werden.

Was die Verteidigung Moskaus anbelangt, so verfügen wir dort über eine Einheit mit schwerer Ausrüstung, die gut darauf vorbereitet ist, jeden Angriff auf die Stadt abzuwehren. Eine solche Truppe muss immer vor Ort und bereit sein, unabhängig von einem Krieg. Die sowjetische Geschichte hat uns das gelehrt.

Ein weiterer Punkt: Wir haben einen Mangel an unteren Offiziersrängen. Ja, Unteroffiziere sollten zu Offizieren befördert werden, aber dafür müssen sie eine zusätzliche Berufsausbildung erhalten. 3-monatige Kurse.

Schließlich, so Lukaschenko in seiner heutigen Rede, müssen wir sicherstellen, dass 100 % der Bevölkerung hinter den Kriegsanstrengungen stehen. Es gibt immer einige, die stille Widerständler sind. Wie Lukaschenko sagte, werden in Momenten wie der Meuterei die Kakerlaken, die sich im Gebälk versteckt haben, aufgestöbert.

Gestern Abend wurde die Rolle des Gegenspielers zu Guruljow, dem Hardliner, die am Sonntagabend von Margarita Simonyan gespielt worden war, von der Leiterin von Mosfilm und populären Filmregisseurin Karen Shakhnazarov übernommen, die ich auf diesen Seiten schon mehrmals zitiert habe.

Karen Schachnasarow

Eine Meuterei ist ihrem Wesen nach immer ungeordnet. Wenn sie gut geplant ist und dann gelingt, hat sie einen anderen Namen. Ich selbst war sozusagen in eine Meuterei verwickelt. Ich wurde während des Putsches gegen Gorbatschow im August 1991 auf der Straße verhaftet. Er war unorganisiert, aber er hatte Folgen. Er führte zum Zusammenbruch der UdSSR.

Diese Meuterei war gegen unsere nationalen Interessen gerichtet. Sie hat unsere Feinde davon überzeugt, dass wir schwach sind. Siehe die Reaktion von Bundeskanzler Scholz. Sie hat bei unseren Freunden Zweifel an uns geweckt. Was immer wir also jetzt über diese Demarche sagen, sie hat großen Schaden angerichtet. Der Präsident versucht nun, dies zu kompensieren und die Dinge zu stärken.

Vor vier, vielleicht sechs Wochen habe ich mich in dieser Sendung geäußert, als dieser Mann, dessen Namen ich nicht nennen möchte, einen öffentlichen Disput mit dem Verteidigungsminister hatte. Ich habe gesagt, dass die Regierung etwas dagegen unternehmen muss. Das ganze Land hat es gesehen. Aber ich habe keine Reaktion gesehen. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Worte den Präsidenten erreicht haben. Ich denke, seine Untergebenen haben Wladimir Wladimirowitsch nicht richtig informiert.

Diese Episode hat unserer Stabilität geschadet. Außerdem wurde dadurch ein dringend benötigtes Truppenkontingent von der Front abgezogen.

Soweit ich weiß, hat sich der Präsident heute mit den Soldaten getroffen. Das war richtig. Der Präsident hat ein Gespür für diese Dinge. Denn wenn sich 10.000 Soldaten der Meuterei anschließen, dann können vielleicht auch andere Soldaten und Offiziere überzeugt werden. Putin hat heute seine Beziehungen zur Armee unter Beweis gestellt.

Womit ich nicht einverstanden bin, ist, dass der Präsident diese Meuterei mit den Ereignissen von 1917 vergleicht. Das war nicht wie im Februar 1917. Damals hat die russische Gesellschaft, haben die russischen Eliten ihr Vertrauen in die obersten Behörden völlig verloren. So war es damals. Diesmal war die Situation völlig anders. Das Vertrauen der Gesellschaft in den Präsidenten war enorm. Es ist sogar noch gewachsen. Das Vertrauen in die Armee ist vorhanden. Der Krieg geht weiter, und wer mag ihn schon? Aber die Ziele des Krieges sind dem Volk bekannt, anders als im Jahr 1917. Diese Affäre mit Wagner zeigt, dass das Volk hinter dem Präsidenten steht. Selbst diejenigen, die nicht besonders loyal sind, verstehen die Ziele. Unser Volk ist sich darüber im Klaren, dass wir nicht zulassen dürfen, dass eine Meuterei zu einem Chaos führt. Das haben wir in den Genen, anders als die Menschen im Russischen Reich 1917. Gott sei Dank!

Ich habe gelesen, was sie im Westen sagen. Liz Truss kommentiert wieder. Aber man muss schon ein kompletter Idiot sein, um eine ganz einfache Sache nicht zu verstehen: was es bedeuten würde, wenn ein solches Chaos, wenn ein Bürgerkrieg in einem Land wie Russland mit seinen Atomwaffen ausbrechen würde. Und es würden nicht diejenigen an die Macht kommen, die sie haben wollen, ganz im Gegenteil. Nur die radikalsten, atomar bewaffneten Leute würden die Macht übernehmen. Sie würden keinen Moment zögern. Sie würden die Poseidon dorthin schicken, wo sie hingehört. Und die Sarmat… [Russlands schwerste und modernste strategische Atomrakete]. Vielleicht klärt diese Meuterei irgendwo die Gemüter über die Gefahr auf. Man muss schon ein kompletter Idiot sein, um nicht zu erkennen, dass dies eine Katastrophe für die ganze Welt sein könnte. Und so müssen auch diejenigen hier, die vielleicht nicht besonders loyal sind, verstehen, dass der Präsident uns eint.

Más reflexiones sobre las lecciones de la rebelión armada de Prigozhin

Rusia es claramente el sabor del día en lo que respecta a la erudición: en los medios convencionales, en las noticias alternativas y en las redes sociales. El asunto Prigozhin del fin de semana pasado ha proporcionado una gran cantidad de material para la especulación, que es la mercancía en el comercio de cabezas parlantes. La parte preponderante de lo que vemos y escuchamos es aportada por los detractores y enemigos de Rusia, aunque las porristas de Rusia también han encontrado su voz. Hago todo lo posible para mantenerme fuera de estos campamentos estereotipados y ofrecer un punto de vista independiente.

Abro el ensayo de hoy con una breve observación sobre lo que otros han estado diciendo. No llenaré mi texto con enlaces, ya que cada lector apto puede encontrar fácilmente las piezas originales en la Búsqueda de Google ingresando autor y título o editor.

Luego pasaré al material fresco que reuní de la edición de anoche del programa de entrevistas Vladimir Soloviov. Aquí proporciono el enlace para cualquiera que quiera ir a la fuente:

Con respecto a mi uso de Solovyov, el otro día recibí una consulta a través de la función de comentarios de este sitio preguntando por qué no presento material de otros programas de entrevistas rusos y, en particular, de “The meeting Place” (Место встречи) de la estación de televisión comercial NTV. Hay un par de razones para esto. Lo menos polémico es que solo los programas de la televisión estatal rusa se pueden ver en cualquier parte del mundo gracias al sitio web smotrim.ru. NTV se distribuye ampliamente dentro de Rusia, pero es inaccesible aquí en Bélgica, donde estoy trabajando la mayor parte del tiempo. Me imagino que es inaccesible en el mundo en general. Sin embargo, el argumento decisivo para mí es que independientemente de lo que se piense del anfitrión y su comportamiento ocasionalmente grosero y dominante hacia los panelistas, sus invitados se encuentran entre las personalidades políticas, sociales y artísticas más autorizadas del país, lo que hace que su programa sea incontournable, como dicen los franceses.

Que esto es así se demostró persuasivamente en dos artículos sucesivos recién publicados por Max Seddon en The Financial Times. Sus “Traitors must be shot” y “Russia and its propagandists” se basaron en gran medida en lo que se dijo en la transmisión del domingo por la noche del programa de Solovyov. Dado que el primero de estos artículos apareció mucho después de mi ensayo “Residuo seco”, puedo sentirme halagado de que Seddon recogiera mi idea de presentar a dos panelistas clave, el teniente general Andrei Gurulyov y la editora en jefe de RT Margarita Simonyan, para caracterizar las opiniones divididas en Rusia sobre el motín y los términos de su acuerdo. Este uso del material de su programa ocurrió a pesar de que The Financial Times denuncia rutinariamente a Solovyov como un propagandista del régimen de Putin a favor de la guerra.

Menciono de pasada que he escrito una carta al editor de FT exigiendo una disculpa de Seddon por su ligero plagiarismo de la esencia de mi ensayo y por derechos de autor, y también señalando la violación de los derechos de propiedad intelectual cometida contra Evening with Vladimir Solovyov de una manera que nunca se atreverían a hacer si la emisora hubiera sido CNN o Euronews: Gurulyov y Simonyan fueron citados sin mencionar el programa fuente. Aparte de las descripciones difamatorias que Seddon asigna para identificar a estos oradores, lo que tenemos aquí es una flagrante negligencia periodística.

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Una crítica magistral a los artículos sobre el motín y apariciones televisivas de conocidos enemigos de Rusia fue publicada hace un par de días en thegrayzone.com por Max Blumenthal: “The real casualties of Russia’s civil war’: the Beltway expert class.” Aquí Blumenthal presenta las tonterías rabiosas que fueron publicadas como artículos o tweets, o comentadas en televisión durante el fin de semana por Anne Applebaum, Michael McFaul, Kurt Volker y Christo Grozev (Bellingcat), entre otros.

Me veo obligado a agregar unas palabras sobre Applebaum que no necesariamente serían obvias para los lectores de Blumenthal respecto a la crítica a su ensayo y apariciones en televisión. Es decir, la diligencia de Applebaum en la búsqueda de sus objetivos propagandísticos neoconservadores no debe ser subestimada, ni tampoco sus dones intelectuales. Recuerdo con cierto pesar el debate público televisado sobre la Rusia de Putin que Applebaum sostuvo con Steve Cohen en una universidad canadiense. Esto tuvo lugar hace unos tres años, cuando yo mantenía correspondencia regular con Cohen y me tomé el tiempo para ver su debate. Fue una debacle. Applebaum vino muy bien preparada para argumentar su caso. Cohen obviamente no había hecho nada para prepararse, no había entrenado con compañeros de combate. En cambio, confió en la espontaneidad, en su intelecto superior y su amplio conocimiento. En el intercambio que siguió en el escenario, Applebaum limpió el piso con Cohen, cuyo pensamiento y argumentación estaban desactualizados. La moraleja de la historia es: nunca subestimar a un enemigo.

Blumenthal no habla de Anatol Lieven, así que agrego mi opinión aquí.

Lieven goza de altas calificaciones en los círculos liberales por ser un comentarista supuestamente imparcial y erudito, además de tener mucha experiencia de vida en zonas de guerra. Entre sus tarjetas de presentación actuales se cuenta como alto oficial en el Quincy Institute for Responsible Statecraft. Es el principal asesor en asuntos rusos del presidente del think tank, Andrew Bacevich, el cual no tiene ni idea.

Mi empecinada conclusión sobre Lieven es que es un camaleón consumado, jugando para ambos lados en el tema ruso, mientras rastrilla las fichas en términos de posiciones honorarias y remuneradas, participación en conferencias y similares.

Hace menos de una semana, incluso yo fui engañado por un artículo escrito por Lieven denunciando al movimiento “Cancel Russia”. Sin embargo, durante el pasado fin de semana, Lieven se despojó de toda pretensión de respetabilidad. Este triste hecho surge de su último artículo sobre la aventura de Prigozhin: “Putin: ¿Disastrous but indispensable for the system he created?” publicado en la revista en línea Responsible Statecraft. En resumen, Anatol Lieven es solo un proveedor más de aceite de serpiente del Departamento de Estado.

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La edición del programa de entrevistas de Solovyov de anoche fue notable por un extracto de video que puso en pantalla del discurso del presidente Putin a los comandantes militares, y también por un resumen del discurso televisado del presidente Lukashenko a su nación proporcionado por un analista político en Minsk. Y luego estaban los comentarios de dos panelistas sobre la situación actual después del motín que resumiré a continuación, porque apuntan a la seriedad de los comentarios políticos en la televisión estatal rusa.

En cuanto a Putin, se dirigía precisamente a los comandantes militares que habían implementado personalmente medidas para detener la marcha de Prigozhin sobre Moscú. Putin dijo: “Si no hubieran detenido el motín en su camino, habría ocurrido un caos en el país del que nuestro enemigo se aprovecharía, como lo está haciendo incluso ahora, con el resultado de que posiblemente perdamos todo lo que hemos logrado hasta ahora en la OME”.

Un panelista en el programa de noticias y discusión Sixty Minutes de esta mañana explicó que estos fueron los oficiales que reunieron tropas, tanques y otros equipos pesados que pusieron en el camino de la fuerza que avanzaba sobre Moscú. Prigozhin y sus confederados vieron esto y entendieron que se enfrentaban a una lucha sangrienta. Eso los llevó a entablar conversaciones con Lukashenko sobre un acuerdo pacífico.

A continuación, ofrezco la esencia de lo que Putin les dijo a estos hombres:

Siempre tuvimos un gran respeto por las fuerzas de Wagner. Mostraron coraje en el campo de batalla. Nuestros soldados y oficiales en el ejército regular también mostraron heroísmo y sacrificio en el campo de batalla. Pero han funcionado con menor efectividad. Y así, los que estaban en el Grupo Wagner tenían el respeto de nuestro país.

El mantenimiento del Grupo Wagner fue pagado en su totalidad por el estado, por el Ministerio de Defensa, con el presupuesto estatal. Solo de mayo de 2022 a mayo de 2023, el estado pagó a Wagner por el mantenimiento y la motivación recompensas de 86 mil millones 262 millones de rublos (alrededor de 1 mil millones de euros), de los cuales 70 mil millones fueron efectivo para mantenimiento y 15 mil millones fueron recompensas de motivación. Además, el propietario de la empresa Konkord [parte del Grupo Wagner] a través de Vointorg recibió 80 mil millones de rublos para proporcionar provisiones de alimentos al Ejército. Espero que en el curso de este trabajo nadie haya robado nada o, digamos, no haya robado mucho. Definitivamente estudiaremos esto.

Solovyov recordó a la audiencia que la columna de tropas de Wagner avanzaba muy rápidamente a través del territorio civil y estaba fuertemente armada. Sin embargo, las fuerzas de Rosgvardia no se acobardaron. Se mantuvieron firmes. El jefe del Ministerio de Emergencias los llamó por teléfono y dijo que tenía 400 hombres para contribuir a resistir el avance de Wagner.

Ahora se nos mostró un video del jefe del General del Ejército de Rosgvardia, Zolotov, hablando con los periodistas.

Tuvimos que consolidarnos, de lo contrario hubieran pasado sobre nosotros como un cuchillo a través de la mantequilla. Podrían haber llegado a las afueras de Moscú, pero no pudieron tomar Moscú.

La conclusión de Solovyov: Rosgvardia aún no tiene su propio equipo militar pesado o aviones o sistemas de defensa aérea. Pero ahora todo eso cambiará.

Solovyov luego apuntó el micrófono hacia el miembro de la Duma y teniente general retirado Andrei Gurulyov, el mismo Gurulyov a quien cité en mi artículo “Residuo seco” y a quien Max Seddon también citó en su artículo del FT. Esta vez su temperamento se enfrió, y Gurulyov ya no estaba pidiendo que Prigozhin recibiera la tradicional bala en la cabeza.

Andréi Gurúlyov:

Estamos apenas al comienzo del largo camino para entender lo que sucedió. Pero quiero decir lo siguiente:

Cuando la gente dice que deberíamos prohibir las empresas militares privadas, les recuerdo que hoy en el mundo real existe una guerra híbrida. Parte de la guerra híbrida son estas compañías militares privadas. Deben operar no solo en Ucrania sino en cualquier lugar del mundo donde haya un interés del estado. Esto debería regularse, pero unidades como el Grupo Wagner son muy necesarias.

Estoy de acuerdo con lo que dijiste sobre aquellos que vinieron a detener el avance de las fuerzas de Wagner. Entre aquellos con quienes Putin se reunió hoy estaba el jefe de la academia militar Frunze, que ha luchado en todas nuestras guerras, y envió gente de su escuela de oficiales para ayudar a detener a Prigozhin. La policía también se unió. Todos estaban allí para asegurarse de que nadie se acercara al Kremlin y que no tuviéramos un golpe de Estado.

Quiero señalar que el Grupo Wagner también fue muy activo en el frente de la información. Todo el mundo sabe que tienen su propia fábrica de trolls. Han trabajado para influir en la opinión pública. Tenemos que prestar atención a esto ahora mismo mientras sus unidades militares están siendo disueltas.

En tercer lugar, tengan en cuenta que el Grupo Wagner tenía muchos ex oficiales, que están bien entrenados. Es muy deseable que ahora se inscriban en el Ministerio de Defensa. Los necesitamos en áreas bajo ataque directo ucraniano.

En cuanto a la defensa de Moscú, tenemos una unidad allí con equipo pesado, bien preparada para bloquear cualquier asalto a la ciudad. Tal fuerza siempre debe estar en su lugar y lista, independientemente de cualquier guerra. La historia soviética nos enseñó eso.

Otro punto: tenemos escasez de oficiales de rangos inferiores. Sí, los sargentos deben ser promovidos a oficiales, pero para eso deben recibir capacitación profesional adicional. Cursos de 3 meses.

Por último, según Lukashenko en su discurso de hoy, tenemos que asegurarnos de que el 100% de la población esté detrás del esfuerzo de guerra. Siempre hay algunos que son resistentes silenciosos. Como dijo Lukashenko, en momentos como el motín, las cucarachas que se han estado escondiendo en la madera son expulsadas.

Anoche el papel de contrapunto a Gurulyov, el intransigente, que el domingo por la noche había sido interpretado por Margarita Simonyan, fue asumido por el jefe de Mosfilm y popular director de cine Karen Shakhnazarov, a quien he citado en estas páginas varias veces.

Karen Shakhnazarov

Un motín es por su naturaleza siempre desordenado. Si está bien planeado y luego tiene éxito, adquiere un nombre diferente. Yo personalmente estuve involucrado en un motín, por así decirlo. Me arrestaron en la calle durante el golpe de agosto de 1991 contra Gorbachov. Estaba desorganizado, pero tuvo consecuencias. Condujo a la desintegración de la URSS.

Este motín funcionó en contra de nuestros intereses nacionales. Persuadió a nuestros enemigos de que somos débiles. Véase la reacción del canciller Scholz. Generó dudas sobre nosotros entre nuestros amigos. Así que, digamos lo que digamos sobre esta gestión ahora, causó un gran daño. El presidente actualmente está tratando de compensar y fortalecer las cosas.

Hace cuatro semanas, tal vez seis semanas, hablé en este programa cuando este tipo a quien no nombraré estaba en plena disputa pública con el Ministro de Defensa. Dije que el Gobierno tenía que hacer algo al respecto. Todo el país lo vio. Pero no vi ninguna reacción. No estoy segura de que mis palabras hayan llegado al presidente. Creo que sus subordinados no informaron esto adecuadamente a Vladimir Vladimirovich.

Este episodio dañó nuestra estabilidad. También retiró del frente un contingente de tropas muy necesario.

Tengo entendido que el presidente se reunió hoy precisamente con soldados. Eso fue correcto. El presidente tiene una idea de estas cosas. Después de todo, si 10,000 soldados aceptaron participar en el motín, entonces tal vez otros soldados y oficiales podrían ser convencidos. Putin demostró hoy sus relaciones con el Ejército.

Con lo que no estoy de acuerdo en las acciones del presidente es con su comparación de este motín con los eventos de 1917. Esto no fue como febrero de 1917. En ese momento la sociedad rusa, las élites rusas perdieron completamente la confianza en las principales autoridades. Así fue. Esta vez la situación fue completamente diferente. La confianza de la sociedad en el presidente era enorme. Incluso ha crecido. Hay confianza en el Ejército. La guerra continúa y ¿a quién le gusta? Pero sus objetivos son conocidos por la población, a diferencia de la situación en 1917. Este asunto con Wagner demuestra que la gente respalda al presidente. Incluso aquellos que no son especialmente leales entienden los objetivos. Nuestro pueblo entiende plenamente que no debemos permitir que un motín cause caos. Tenemos eso en nuestros genes, a diferencia de la gente del Imperio ruso en 1917. ¡Gracias a Dios!

He leído lo que dicen en Occidente. Liz Truss está comentando de nuevo. Pero hay que ser un completo idiota para no entender una cosa muy simple: lo que significaría si tal caos, si estallara una guerra civil en un país como Rusia con sus armas nucleares. Y no son aquellos a quienes prefieren los que llegarían al poder, sino todo lo contrario. Sólo las personas más radicales y con mentalidad nuclear tomarían el control. No dudarían ni un momento. Enviarían al Poseidón a donde debería ir. Y al Sarmat… [El misil nuclear estratégico más pesado y avanzado de Rusia]. Tal vez este motín aclare las mentes en algún lugar sobre el peligro. Tienes que ser un completo idiota para no ver que esto podría ser una catástrofe para todo el mundo. Y así, incluso aquellos aquí que pueden no ser particularmente leales tienen que entender que el Presidente nos está uniendo.

Réflexions sur les leçons de la rébellion armée de Prigojine

La Russie est manifestement au goût du jour en ce qui concerne les experts : dans les médias grand public, dans les médias alternatifs et dans les médias sociaux. L’affaire Prigojine, qui s’est déroulée le week-end dernier, a fourni une abondance de matériel pour la spéculation, qui est le fonds de commerce des commentateurs. La part prépondérante de ce que nous voyons et entendons provient des détracteurs et des ennemis de la Russie, bien que les partisans de la Russie aient également trouvé leur voix. Je fais de mon mieux pour rester en dehors de ces camps stéréotypés et pour offrir un point de vue indépendant.

Je commence l’essai d’aujourd’hui par une brève observation sur ce que d’autres ont dit. Je n’encombrerai pas mon texte de liens, car tout lecteur apte peut facilement trouver les articles originaux dans Google Search en saisissant l’auteur et le titre ou l’éditeur.

Je passerai ensuite aux nouveaux éléments que j’ai recueillis dans l’édition d’hier soir du talk-show de Vladimir Solovyov. Ici, il est essentiel que je fournisse le lien pour toute personne souhaitant aller à la source :

En ce qui concerne mon utilisation de Solovyov, j’ai reçu l’autre jour une requête via la fonction Commentaires de ce site, demandant pourquoi je ne présente pas de matériel provenant d’autres talk-shows russes, et en particulier de « The Meeting Place » (Место встречи) de la chaîne de télévision commerciale NTV.

En 2016, j’ai participé à tous les talk-shows nationaux, tant sur les chaînes privées que sur les chaînes publiques. Mon expérience avec NTV n’a pas été favorable. La chaîne avait été fondée par l’oligarque Gusinsky et, bien qu’il se soit exilé depuis des années avant que je ne visite leur station, la direction de NTV semblait encore porter ses empreintes. Puis il y a eu un autre talk-show que j’ai trouvé plus agréable, « Time will tell » [Время покажет]. Peut-être que je consulterai les deux à l’avenir, puisque je vois maintenant qu’ils sont tous les deux accessibles via le site : https://tv.mail.ru/online/ntv/

Néanmoins, l’argument décisif pour moi est que, quoi que l’on pense du comportement parfois grossier et autoritaire de Solovyov à l’égard des intervenants, ses invités comptent parmi les personnalités politiques, sociales et artistiques les plus influentes du pays, ce qui rend son émission incontournable (en français dans le texte), comme disent les Français.

Deux articles successifs publiés par Max Seddon dans le Financial Times l’ont démontré de manière convaincante. Ses articles « Les traîtres doivent être abattus » et « La Russie et ses propagandistes » se sont tous deux largement inspirés des propos tenus lors de l’émission de Solovyov diffusée le dimanche soir. Étant donné que le premier de ces articles a été publié bien après mon essai « Dry Residue » (Résidus secs), je peux être flatté que M. Seddon ait repris mon idée de présenter deux intervenants clés, le lieutenant-général Andrei Gurulyov et la rédactrice en chef de RT Margarita Simonyan, pour illustrer les opinions divisées en Russie sur la mutinerie et les conditions de son règlement. Cette utilisation d’éléments de son émission a eu lieu alors que le Financial Times dénonce régulièrement Solovyov comme un propagandiste pro-guerre du régime de Poutine.

Je mentionne en passant que j’ai écrit une lettre au rédacteur en chef du FT pour exiger des excuses de la part de Seddon pour son plagiat de la substance de mon essai publié et protégé par le droit d’auteur et pour souligner la violation des droits de propriété intellectuelle de Evening with Vladimir Solovyov d’une manière qu’ils n’auraient jamais osé faire si le radiodiffuseur avait été CNN ou Euronews : Gurulyov et Simonyan ont été cités sans que l’émission ne soit mentionnée comme source. Indépendamment des descriptions calomnieuses que Seddon formule pour identifier ces intervenants, nous sommes en présence d’une faute professionnelle journalistique flagrante.

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Une critique magistrale des articles de mutinerie et des apparitions télévisées de personnes bien connues pour leur haine de la Russie a été publiée il y a quelques jours sur thegrayzone.com par Max Blumenthal : « The real casualties of Russia’s civil war’ : the Beltway expert class » (Les vraies victimes de la guerre civile en Russie : la classe d’experts de Beltway). Blumenthal y présente les absurdités enragées qui ont été publiées sous forme d’articles ou de tweets, ou prononcées à la télévision au cours du week-end par Anne Applebaum, Michael McFaul, Kurt Volker et Christo Grozev (Bellingcat), entre autres.

Je suis obligé d’ajouter un mot sur Applebaum qui ne serait pas nécessairement évident pour les lecteurs de la critique de Blumenthal sur son essai et ses apparitions à la télévision. En effet, sa diligence dans la poursuite de ses objectifs propagandistes néocons ne doit pas être sous-estimée, pas plus que ses dons intellectuels. Je me souviens avec un certain regret du débat public télévisé sur la Russie de Poutine qu’Applebaum a eu avec Steve Cohen dans une université canadienne. Ce débat a eu lieu il y a environ trois ans, alors que j’entretenais une correspondance régulière avec Cohen et que j’avais pris le temps de le regarder. Ce fut une débâcle. Applebaum était venue très bien préparée pour défendre son point de vue. Cohen n’avait manifestement rien fait pour se préparer, il ne s’était pas entraîné avec des partenaires d’entraînement. Il s’en est remis à sa spontanéité, à son intelligence supérieure et à ses vastes connaissances. Dans l’échange qui s’ensuivit sur scène, Applebaum balaya Cohen, dont la pensée et l’argumentation étaient dépassées. La morale de cette histoire est qu’il ne faut jamais sous-estimer un ennemi.

Blumenthal ne parle pas d’Anatol Lieven, et j’ajoute donc mon grain de sel ici.

Lieven jouit d’une excellente réputation dans les cercles libéraux en tant que commentateur prétendument impartial et érudit, ainsi qu’en raison de sa grande expérience de vie dans les zones de guerre. L’une de ses cartes de visite actuelles est qu’il est un haut responsable du Quincy Institute for Responsible Statecraft (Institut Quincy pour une gestion responsable de l’État). Il est le principal conseiller sur les questions russes du président du groupe de réflexion, Andrew Bacevich, qui est dépassé.

Ce que j’ai constaté à plusieurs reprises à propos de Lieven, c’est qu’il est un caméléon consommé, jouant sur les deux tableaux sur la question russe, tout en ramassant les jetons en termes de postes honorifiques et rémunérés, d’engagements en tant que conférencier et d’autres choses du même genre.

Il y a moins d’une semaine, j’ai moi-même été séduit par un article de Lieven dénonçant le mouvement « cancel Russia ». Mais le week-end dernier, Lieven s’est débarrassé de toute forme de respectabilité. Ce triste constat ressort de son dernier article traitant de l’aventure Prigojine : « Poutine : Désastreux mais indispensable au système qu’il a créé ? » dans la revue en ligne Responsible Statecraft. Bref, Anatol Lieven n’est qu’un pourvoyeur de plus de poudre aux yeux pour le Département d’Etat.

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L’édition d’hier soir du talk-show de Solovyov s’est distinguée par les extraits vidéo qu’il a présentés à l’écran du discours du président Poutine aux commandants militaires plus tôt dans la journée, ainsi que par un résumé du discours télévisé du président Loukachenko à sa nation, fourni par un analyste politique de Minsk. Et puis il y a eu les remarques de deux intervenants sur la situation actuelle après la mutinerie, que je résumerai ci-dessous, parce qu’elles soulignent le sérieux des commentaires politiques sur la télévision d’État russe.

Quant à Poutine, il s’adressait précisément aux commandants militaires qui avaient personnellement mis en œuvre des mesures pour arrêter la marche de Prigojine sur Moscou.  Selon Poutine, « si vous n’aviez pas arrêté la mutinerie sur sa lancée, il y aurait eu un chaos dans le pays dont notre ennemi aurait profité, comme il le fait encore aujourd’hui, avec pour conséquence la perte éventuelle de tout ce que nous avons accompli jusqu’à présent dans la SMO ».

Un intervenant de l’émission d’information et de discussion Sixty Minutes de ce matin a expliqué qu’il s’agissait des officiers qui ont rassemblé les troupes, les chars et d’autres équipements lourds qu’ils ont mis en travers de la route de la force qui avançait sur Moscou. Prigojine et ses confédérés ont vu cela et ont compris qu’ils étaient confrontés à un combat sanglant. C’est ce qui les a amenés à entamer des pourparlers avec Loukachenko en vue d’un règlement pacifique.

Voici l’essentiel de ce que Poutine a dit à ces hommes :

Nous avons toujours eu un grand respect pour les forces Wagner. Elles ont fait preuve de courage sur le champ de bataille. Nos soldats et officiers de l’armée régulière ont également fait preuve d’héroïsme et d’abnégation sur le champ de bataille. Mais ils ont travaillé avec moins d’efficacité. C’est pourquoi les membres du groupe Wagner jouissaient du respect de notre pays.

L’entretien du groupe Wagner était entièrement pris en charge par l’État, par le ministère de la défense, sur le budget de l’État. Entre mai 2022 et mai 2023, l’État a versé à Wagner 86 milliards 262 millions de roubles (environ 1 milliard d’euros) pour l’entretien et les primes de motivation, dont 70 milliards en espèces pour l’entretien et 15 milliards pour les primes de motivation. En outre, le propriétaire de la société Konkord [qui fait partie du groupe Wagner] a reçu, par l’intermédiaire de Vointorg, 80 milliards de roubles pour fournir des denrées alimentaires à l’armée. J’espère qu’au cours de ce travail, personne n’a volé quoi que ce soit ou, disons, n’a pas volé grand-chose.  Nous ne manquerons pas d’examiner cette question.

Solovyov a rappelé que la colonne des troupes Wagner avançait très rapidement en territoire civil et qu’elle était lourdement armée. Cependant, les forces de Rosgvardia n’ont pas tremblé. Elles ont tenu bon. Le chef du ministère des situations d’urgence leur a téléphoné pour leur dire qu’il disposait de 400 hommes pour participer à la lutte contre Wagner. 

Nous avons ensuite visionné une vidéo du chef de l’armée de Rosgvardia, le général Zolotov, s’adressant aux journalistes.

Nous devions nous renforcer, sinon ils passeraient comme un couteau dans du beurre. Ils auraient pu atteindre la périphérie de Moscou, mais ils ne pouvaient pas prendre Moscou.

Conclusion de Solovyov :  La Rosgvardia ne dispose pas encore d’équipements militaires lourds, d’avions ou de systèmes de défense aérienne. Mais cela va changer.

Solovyov a ensuite passé le micro à Andrei Gurulyov, membre de la Douma et général de corps d’armée à la retraite, ce même Gurulyov que j’ai cité dans mon article Dry Residue et que Max Seddon a également cité dans son article du FT. Cette fois, son tempérament s’est calmé et Gurulyov n’a plus demandé que Prigojine reçoive la traditionnelle balle dans la tête.

Andrei Gurulyov :

Nous n’en sommes qu’au début du long chemin à parcourir pour comprendre ce qui s’est passé. Mais je tiens à dire ceci :

Lorsque les gens disent que nous devrions interdire les sociétés militaires privées, je leur rappelle que dans le monde réel d’aujourd’hui, il y a des guerres hybrides. Les sociétés militaires privées font partie de cette guerre hybride. Elles devraient opérer non seulement en Ukraine, mais dans n’importe quel endroit du globe, dans l’intérêt de l’État. Cela devrait être réglementé, mais des unités comme le groupe Wagner sont indispensables.

Je suis d’accord avec ce que vous avez dit au sujet de ceux qui sont venus arrêter l’avancée des forces Wagner. Parmi ceux que Poutine a rencontrés aujourd’hui, il y avait le directeur de l’académie militaire de Frounze, qui a combattu dans toutes nos guerres et qui a envoyé des gens de son école d’officiers pour aider à arrêter Prigojine. La police s’est également jointe à eux. Ils étaient tous là pour s’assurer que personne ne s’approcherait du Kremlin et que nous n’aurions pas de coup d’État.

Je tiens à souligner que le groupe Wagner a également été très actif sur le front de l’information. Tout le monde sait qu’ils ont leur propre usine à trolls. Ils se sont efforcés d’influencer l’opinion publique. Nous devons y prêter attention dès maintenant, alors que leurs unités militaires sont en train d’être démantelées.

Troisièmement, il convient de noter que le groupe Wagner comptait de nombreux anciens officiers, qui sont bien formés. Il est très souhaitable qu’ils s’engagent maintenant auprès du ministère de la Défense. Nous avons besoin d’eux dans les zones directement attaquées par l’Ukraine.

En ce qui concerne la défense de Moscou, nous disposons d’une unité dotée d’un équipement lourd, bien préparée pour bloquer tout assaut sur la ville. Une telle force doit toujours être en place et prête, quelle que soit la guerre. L’histoire soviétique nous l’a appris.

Autre point : nous manquons d’officiers subalternes. Oui, les sergents devraient être promus au rang d’officiers, mais pour cela, ils doivent recevoir une formation professionnelle supplémentaire. Des cours de 3 mois.

Enfin, selon le discours prononcé aujourd’hui par Loukachenko, nous devons veiller à ce que 100 % de la population soutienne l’effort de guerre. Il y a toujours des résistants discrets. Comme l’a dit Loukachenko, dans des moments de mutinerie, les cafards qui se cachaient dans les boiseries sont débusqués.

Hier soir, le rôle de contrepoint de Gurulyov, l’intransigeant, qui avait été joué dimanche soir par Margarita Simonyan, a été assumé par le directeur de Mosfilm et réalisateur populaire Karen Chakhnazarov, que j’ai cité à plusieurs reprises dans ces pages.

Karen Chakhnazarov

Par nature, une mutinerie est toujours désordonnée. Si elle est bien planifiée et qu’elle réussit, elle porte un autre nom. J’ai personnellement participé à une mutinerie, si je puis dire. J’ai été arrêté dans la rue lors du coup d’État d’août 1991 contre Gorbatchev. C’était désorganisé, mais cela a eu des conséquences. Il a conduit à l’éclatement de l’URSS.

Cette mutinerie a joué contre nos intérêts nationaux. Elle a persuadé nos ennemis de notre faiblesse. Voyez la réaction du chancelier Scholz. Elle a suscité des doutes chez nos amis. Ainsi, quoi que nous disions de cette démarche aujourd’hui, elle a causé d’importants dommages. Le président essaie maintenant de compenser et de renforcer la situation.

Il y a quatre semaines, peut-être six, j’ai pris la parole dans cette émission lorsque cet homme, que je ne nommerai pas, était en conflit public avec le ministre de la Défense. J’ai dit que le gouvernement devait faire quelque chose à ce sujet. Tout le pays l’a vu. Mais je n’ai vu aucune réaction. Je ne suis pas certain que mes paroles soient parvenues au président. Je pense que ses subordonnés n’en ont pas rendu compte correctement à Vladimir Vladimirovitch.

Cet épisode a nui à notre stabilité. Il a également éloigné du front un contingent de troupes dont nous avions grandement besoin.

J’ai cru comprendre que le président a rencontré aujourd’hui précisément des soldats. C’est exact. Le président a le flair pour ce genre de choses. Après tout, si 10 000 soldats ont participé à la mutinerie, d’autres soldats et officiers pourraient peut-être être convaincus. Poutine a démontré aujourd’hui ses relations avec l’armée.

Ce que je n’approuve pas dans les actions du président, c’est sa comparaison de cette mutinerie avec les événements de 1917. Cela n’a rien à voir avec février 1917. À l’époque, la société russe, les élites russes ont complètement perdu leur confiance dans les autorités supérieures. C’est ainsi que les choses se sont passées. Cette fois-ci, la situation était totalement différente. La confiance de la société envers le président était énorme. Elle s’est même accrue. L’armée jouit d’une grande confiance. La guerre se poursuit et qui aime ça ? Mais ses objectifs sont connus de la population, contrairement à ce qui s’est passé en 1917. L’affaire Wagner montre que le peuple soutient le Président. Même ceux qui ne sont pas particulièrement loyaux comprennent les objectifs. Notre peuple comprend parfaitement qu’il ne faut pas laisser une mutinerie provoquer le chaos. Nous avons cela dans nos gènes, contrairement au peuple de l’Empire russe en 1917. Dieu merci !

J’ai lu ce qu’ils disent en Occident.  Liz Truss commente à nouveau. Mais il faut être complètement idiot pour ne pas comprendre une chose très simple : ce que signifierait un tel chaos, une telle guerre civile dans un pays comme la Russie avec ses armes nucléaires. Et ce ne sont pas ceux qu’ils veulent qui arriveraient au pouvoir, bien au contraire. Seuls les plus radicaux, les plus nucléaristes prendraient le pouvoir. Ils n’hésiteraient pas un instant. Ils enverraient le Poséidon là où il doit aller. Et le Sarmat… [le missile nucléaire stratégique russe le plus lourd et le plus avancé]. Peut-être que cette mutinerie fera prendre conscience du danger. Il faut être complètement idiot pour ne pas voir que cela pourrait être une catastrophe pour le monde entier. Ainsi, même ceux qui ne sont pas particulièrement loyaux doivent comprendre que le président nous rassemble.

Further thoughts on the lessons of the Prigozhin armed rebellion

Russia is clearly the flavor of the day as regards punditry: in mainstream, in alternative news and in social media. The Prigozhin affair this past weekend has provided a wealth of material for speculation, which is the stock in trade of talking heads. The preponderant share of what we see and hear is contributed by Russia’s detractors and enemies, though Russia’s cheerleaders also have found their voice. I do my best to stay outside these stereotypical camps and to offer an independent point of view.

I open today’s essay with a brief observation on what others have been saying. I will not clutter my text with links, since every able-bodied reader can easily find the original pieces in Google Search by entering author and title or publisher.

Then I will move on to the fresh material that I gathered from last night’s edition of the Vladimir Solovyov talk show.  Here my providing the link is essential for anyone wanting to go to the source:

https://smotrim.ru/video/2639845?utm_source=internal&utm_medium=main&utm_campaign=main2-theme

With respect to my use of Solovyov, the other day I received a query via the Comments function of this site asking why I do not present material from other Russian talk shows, and, in particular, from “The Meeting Place” (Место встречи) of the commercial television station NTV. There are a couple of reasons for this. The least contentious is that only programs on Russian state television can be viewed anywhere in the world thanks to the smotrim.ru website.  NTV is widely distributed within Russia, but is inaccessible here in Belgium, where I am working most of the time. I imagine it is inaccessible in the world generally.  However, the decisive argument for me is that whatever you think of the host and his occasionally rude and overbearing behavior towards panelists, his guests are among the most authoritative political, social and artistic personalities in the country, making his program incontournable, as the French say.

That this is so was demonstrated persuasively in two successive articles just published by Max Seddon in The Financial Times. His “Traitors must be shot” and “Russia and its propagandists” both drew heavily on what was said in the Sunday night broadcast of the Solovyov show. Given that the first of these articles appeared well after my essay “Dry Residue,” I may be flattered that Seddon picked up my idea of featuring two key panelists, Lt General Andrei Gurulyov and RT editor in chief Margarita Simonyan, to characterize the divided opinions in Russia over the mutiny and the terms of its settlement. This use of material from his program occurred even though the Financial Times routinely denounces Solovyov as a pro-war propagandist for the Putin regime.

I mention in passing that I have written a letter to the Editor at FT demanding an apology from Seddon over his Plagiarism Lite of the substance of my published and copyrighted essay and also pointing to the violation of intellectual property rights of Evening with Vladimir Solovyov in a way they would never dare to do had the broadcaster been CNN or Euronews: Gurulyov and Simonyan were quoted without mention of the show as the source. Quite apart from the scurrilous descriptions Seddon assigns to identify these speakers, what we have here is blatant journalistic malpractice.

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A magisterial critique of mutiny articles and television appearances by well known Russia-haters was published a couple of days ago on thegrayzone.com by Max Blumenthal: “The real casualties of Russia’s civil war’: the Beltway expert class.” Here Blumenthal presents the rabid nonsense that was published as articles or tweets, or spoken on television over the weekend by Anne Applebaum, Michael McFaul, Kurt Volker, and Christo Grozev (Bellingcat), among others. 

I am obliged to add a word about Applebaum that would not necessarily be obvious to readers of Blumenthal’s critique of her essay and television appearances. Namely, her diligence in pursuit of her propagandistic Neocon objectives should not be underestimated, nor should her intellectual gifts.  I recall with some regret the public televised debate about Putin’s Russia that Applebaum had with Steve Cohen at a Canadian university. This took place about three years ago, when I was in regular correspondence with Cohen and took the time to watch his debate.  It was a debacle. Applebaum came very well prepared to argue her case. Cohen quite obviously had done nothing to prepare, had not trained with sparring partners. He relied instead on spontaneity, on his superior intellect and broad knowledge.  In the ensuing exchange on stage, Applebaum wiped the floor with Cohen, whose thinking and argumentation were outdated. The moral of the story is: never to be dismissive of an enemy.

Blumenthal does not speak about Anatol Lieven, and so I add my two cents here.

Lieven enjoys high ratings in Liberal circles for being a supposedly fair-minded and erudite commentator, as well as having a lot of life experience in war zones. Among his present calling cards is as a top officer in the Quincy Institute for Responsible Statecraft. He is the principal adviser on Russian matters to the think tank’s president Andrew Bacevich, who is clueless.

My repeated finding on Lieven is that he is the consummate chameleon, playing to both sides on the Russian issue, while raking in the chips in terms of honorary and paid positions, speaking engagements and the like.

Less than a week ago, even I was taken in by an article authored by Lieven denouncing the “cancel Russia” movement.  However, over this past weekend Lieven shed all pretence at respectability. This sad fact emerges from his latest article dealing with the Prigozhin adventure:  “Putin: Disastrous but indispensable for the system he created?” in the online journal Responsible Statecraft?” In short, Anatol Lieven is just one more purveyor of State Department snake oil.

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The edition of the Solovyov talk show last night was notable for a video excerpts he put on screen from President Putin’s address to military commanders earlier in the day and also for a resume of President Lukashenko’s televised address to his nation provided by a political analyst in Minsk. And then there were the remarks of two panelists on the present situation post-mutiny that I will summarize below, because they point to the seriousness of political commentary on Russian state television.

As for Putin, he was addressing precisely the military commanders who had personally implemented measures to stop Prigozhin’s march on Moscow.  Said Putin, “had you not stopped the mutiny on its path, there would have been chaos in the country that our enemy would take advantage of, as he is doing even now, with the result of our possibly losing all that we have achieved so far in the SMO.”

A panelist on this morning’s Sixty Minutes news and discussion program explained that these were the officers who assembled troops, tanks and other heavy equipment that they put in the way of the force advancing on Moscow. Prigozhin and his confederates saw this and understood that they faced a bloody fight. That led them to enter into talks with Lukashenko on a peaceful settlement.

Here below I offer the gist of what Putin told these men:

 We always had great respect for the Wagner forces. They showed courage on the battlefield.  Our soldiers and officers in the regular army also showed heroism and self-sacrifice on the field of battle. But they have worked with less effect. And so those who were in the Wagner Group had the respect of our country.

The upkeep of the Wagner Group was fully paid by the state, by the Ministry of Defense, from the state budget. Just from May 2022 to May 2023, the state paid to Wagner for upkeep and motivation rewards 86 billion 262 million rubles (circa 1 billion euros), of which 70 billion was cash for upkeep and 15 billion was motivation rewards. In addition the owner of the company Konkord [part of the Wagner Group] via Vointorg received 80 billion rubles to provide food provisions to the Army.  I hope that in the course of this work no one stole anything or, shall we say, didn’t steal much.  We will definitely look into this.

Solovyov reminded the audience that the column of Wagner troops was advancing very quickly through civilian territory and was heavily armed.  However, the Rosgvardia forces did not tremble. They stood their ground. The head of the Emergencies Ministry phoned them and said he had 400 men to contribute to the stand against Wagner. 

We were now shown a video of the head of Rosgvardia Army General  Zolotov speaking to reporters

 We had to consolidate otherwise they would pass like a knife through butter. They could have reached the outskirts of Moscow but they could not take Moscow.

Solovyov’s conclusion:  Rosgvardia does not yet have its own heavy military equipment or aircraft or air defense systems. But that will now all change.

Solovyov then turned the microphone over the Duma member and Lt. General in retirement Andrei Gurulyov, the very same Gurulyov whom I cited in my article Dry Residue and whom Max Seddon also quoted in his FT article.  This time his temper cooled, and Gurulyov was no longer calling for Prigozhin to be meted out the traditional bullet to the head.

Andrei Gurulyov:

We are just at the start of the long road to understanding what happened. But I want to say the following:

When people say we should prohibit Private Military Companies, I remind them that in the real world today there is hybrid war. Part of hybrid war is such Private Military Companies. They should operate not only in Ukraine but on any spot of the globe in the interests of the state. This should be regulated but units like the Wagner Group are very much needed.

I agree with what you said about those who came to stop the advancing Wagner forces.  Among those whom Putin met with today was the head of the Frunze military academy, who has fought in all our wars, and he sent people from his officer school to help stop Prigozhin. The police also joined in. They all were there to ensure that no one would approach the Kremlin and that we would not have a coup d’etat.

I want to point out that the Wagner Group was also very active on the Information front. Everyone knows they have their own troll factory.  They have worked to influence public opinion. We have to give this our attention right now while their military units are being disbanded.

Thirdly, note that the Wagner Group had many former officers, who are well trained. It is very desirable that they now sign up with the ministry of Defense. We need them in areas under direct Ukrainian attack.

As for defense of Moscow, we have a unit there with heavy equipment, well prepared to block any assault on the city. Such a force always must be in place and ready, regardless of any war. Soviet history taught us that.

Another point – we have shortage of lower officer ranks.  Yes, sergeants should be moved up into officers, but for that they must get additional professional training. 3 month courses.

Lastly, per Lukashenko in speech today we have to ensure that 100% of the population is behind the war effort. There are always some who are quiet resisters. As Lukashenko said, in moments like the mutiny the cockroaches who have been hiding in the woodwork are flushed out.

Last night the role of counterpoint to Gurulyov, the hardliner, that on Sunday night had been played by Margarita Simonyan, was assumed by the head of Mosfilm and popular film director Karen Shakhnazarov, whom I have quoted on these pages several times.

Karen Shakhnazarov

 A mutiny is by its nature is always disorderly. If it is well planned and then succeeds, it goes by a different name.  I personally was involved in a mutiny, so to speak. I got arrested in the street during  the August 1991 coup against Gorbachev. It was disorganized, but it had consequences. It led to the breakup of the USSR.

 This mutiny worked against our national interests. It  persuaded our enemies that we are weak. See the reaction of Chancellor Scholz. It raised doubts about us among our friends.  So whatever we say about this demarche now, it caused great damage.  The president is now trying to compensate and strengthen things.

Four weeks, maybe six weeks ago I spoke out on this program when this fellow whom I will not name was in full public dispute with the Minister of Defense.  I said the Government had to do something about this.  The whole country saw it.  But I did not see any reaction. I am uncertain that my words reached the President.   I think his subordinates did not report this properly to Vladimir Vladimirovich.

This episode did harm to our stability.  It also removed from the front a very much needed contingent of troops.

I understand that the President met today precisely with soldiers. That was correct.   The President has a feel for these things.  After all, if 10,000 troops went along with the mutiny, then maybe other soldiers and officers could be won over.  Putin demonstrated today his relations with the Army.

What I don’t agree with in the President’s actions is  his comparison of this mutiny with events of 1917. This was not like February 1917. At that time Russian society, Russian elites completely lost their trust in the top authorities. That’s how it was.   This time the situation was entirely different.  Trust of society to the President was enormous. It has even grown. There is trust in the Army.   The war is going on and who likes it?  But its objectives are known to the people, unlike the situation back in 1917. This affair with Wagner shows that the people are behind the President. . Even those who are not especially loyal understand the objectives.   Our people fully understand that we must not allow a mutiny to cause chaos. We have that in our genes, unlike the people of the Russian Empire in 1917. Thank God!

I have read what they are saying in the West.  Liz Truss is commenting again.  But you have to be a complete idiot not to understand a very simple thing: what it would mean if such chaos, if a civil war broke out in a country like Russia with its nuclear arms. And it is not those whom they want who would come to power, quite the contrary. Only the most radical, nuclear-minded people would take over. They wouldn’t hesitate for a moment. They would send the Poseidon to where it should go. And the Sarmat…[Russia’s heaviest and most advanced strategic nuclear missile].  Maybe this mutiny will clear minds somewhere about the danger. You have to be a complete idiot not to see this could be a catastrophe for the whole world.   And so, even those here who may not be particularly loyal have to understand that the President is uniting us.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “Dry residue”

Upon seeing the positive response to posting the translations into French, German, Spanish, Brazilian Portuguese separately from the original English text, I will now use this solution for each new article.

Les résidus secs de la rébellion armée de Prigojine

L’analyse de la rébellion armée de Prigojine à l’intérieur et à l’extérieur de la Russie vient de commencer. Sans aucune aide de ma part, les consommateurs des grands médias occidentaux connaissent très bien l’interprétation officielle qui, comme toujours, est transmise par Washington et reprise par nos journalistes comme s’il s’agissait d’un reportage original : comment l’affaire Prigojine démontre la fragilité des dictatures, comment elle montre la véritable faiblesse du régime de Poutine, etc.

Je vais donner ici un aperçu de ce qui se dit actuellement dans l’espace public russe.  Je dis « un aperçu », car la diversité des opinions en Russie est presque aussi vaste que le pays lui-même et seuls nos faiseurs d’opinion ignorants et bornés de l’Occident ne s’en rendent pas compte.

La discussion sur la mutinerie de Prigojine dans l’émission Evening with Vladimir Solovyov hier a donné un bon aperçu des divergences et des points d’accord entre les Russes sur les événements de vendredi et samedi.

Comme c’est souvent le cas, M. Solovyov a donné la parole à Margarita Simonyan, rédactrice en chef de la chaîne de télévision RT. Elle a présenté un argumentaire puissant et émouvant en faveur d’une issue pacifique à la crise qui semble avoir été trouvée samedi, avec l’exil au Belarus de Prigojine et le retour des forces du groupe Wagner dans leurs casernes et leurs camps de campagne.

Simonyan a commencé son petit discours en rappelant les horreurs d’une guerre civile, quel que soit l’endroit où elle éclate. Comme elle l’a fait remarquer, le plus grand nombre de victimes que les États-Unis aient connu dans l’une des nombreuses guerres qu’ils ont menées depuis leur création est précisément survenu pendant la guerre civile. En Russie, les pertes humaines ont été plus importantes lors de la guerre civile de 1917-1921 qu’au cours de la Première Guerre mondiale. Le chiffre officiel est de plus de 10 millions. Le nombre de morts russes de la guerre civile n’a été dépassé que sur les champs de bataille de la Seconde Guerre mondiale. Le récit de Simonyan n’est pas pour les âmes sensibles : elle énumère les types de morts cruelles et horribles que les forces blanches et rouges ont pratiquées sur les troupes ennemies capturées ainsi que sur les civils qui se trouvaient sur leur chemin.

C’est pourquoi, selon Simonyan, la possibilité d’un conflit armé sur le front intérieur doit être évitée à tout prix. Et à ceux qui objectent que les termes de l’accord violent les normes juridiques de la Fédération de Russie, elle répond que les lois ne sont pas données par Dieu, mais qu’elles sont écrites par les hommes pour réguler les relations et maintenir l’ordre dans le pays. Les législateurs ne peuvent pas prévoir de circonstances extraordinaires dans lesquelles le strict respect des normes juridiques aurait exactement l’effet inverse et provoquerait un désordre et un chaos complets. C’est pourquoi le règlement de la crise, tel qu’il s’est déroulé, mérite notre soutien.

Une opinion diamétralement opposée, également très bien argumentée, a été exprimée par le lieutenant général à la retraite et membre de la Douma d’État Andrei Gurulyov, qui, comme Simonyan, participe occasionnellement à l’émission Solovyov, où l’on peut dire qu’il représente les partisans de la ligne dure sur les questions de patriotisme et de devoir civique. Gurulyov a déclaré sans ambages que la trahison commise par Prigojine devait être punie par l’élimination physique de ses auteurs, par une balle dans la tête.

Le lieutenant-général a poursuivi en expliquant qu’il connaissait le groupe Wagner depuis sa création en 2014, alors qu’il comptait moins de 150 membres, et qu’il avait combattu côte à côte avec le commandant de l’unité de l’époque, Utkin, dans le Donbass. Ils ont ensuite combattu côte à côte en Syrie en 2015. En 2016, Gurulyov et les détachements Wagner se sont séparés.

En ce qui concerne les événements de vendredi et samedi, Gurulyov s’est dit choqué et indigné que les rebelles aient pu pénétrer dans une base aérienne de la région frontalière russo-ukrainienne et en prendre le contrôle, et qu’ils aient pu marcher vers le nord jusqu’à Voronezh sans rencontrer de résistance de la part des forces de défense locales. Il est clair que des mesures doivent être prises pour renforcer la préparation de la Russie en matière de défense dans les régions les plus proches de l’action militaire de l’opération militaire spéciale.

En ce qui concerne l’accord négocié par Loukachenko, Gurulyov a déclaré que seuls les soldats de Wagner qui signent des contrats avec le ministère de la Défense et qui sont sous son contrôle direct peuvent être autorisés à porter des armes. Tous les autres devraient être dissous et envoyés loin de la zone de guerre.

Le troisième intervenant de l’émission de Solovyov, que je citerai très brièvement, était Alexander Babakov, vice-président de la Douma d’État et parlementaire du parti Russie unie. Selon lui, la mutinerie armée a échoué parce qu’elle a été rejetée par l’armée régulière, par le gouvernement russe à tous les niveaux et par le peuple dans son ensemble. La Russie a ainsi démontré au monde son unité en temps de guerre et sa volonté de s’opposer à l’Occident collectif.  La leçon pour l’Occident était précisément la force du pays et de son commandant en chef.

Est-ce que quelqu’un écoute à Washington ?

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J’ai deux autres commentaires à faire dans la dépêche d’aujourd’hui.

Le premier provient du matériel vidéo que Solovyov a présenté au début de l’émission, avant que la discussion avec les intervenants ne commence. En particulier, il était intéressant de voir des images vidéo de la visite de Solovyov sur les lignes de front, qu’il effectue désormais presque chaque semaine avec l’aide du ministère de la Défense. Ses discussions avec des soldats utilisant des drones sur le champ de bataille ont très bien complété les reportages des correspondants de guerre dans les programmes d’information réguliers de la télévision d’État russe. La guerre en Ukraine a bouleversé la doctrine militaire russo-soviétique traditionnelle en matière de déploiement des forces.

L’utilisation conjointe de drones de reconnaissance et de drones kamikazes par les soldats russes sur le front annule totalement l’avantage en matière de ciblage en temps réel que les Ukrainiens ont pu avoir au début de la guerre grâce aux avions de reconnaissance et aux images satellites des États-Unis. Cette nouvelle guerre qui, comme le montre la destruction des Bradley et des Leopard lors des tentatives d’attaque de la contre-offensive ukrainienne en cours, montre clairement que l’armée russe sort des opérations militaires en Ukraine beaucoup plus forte qu’elle ne l’était au début de la guerre. Non seulement en termes d’effectifs, grâce à l’appel des réserves à l’automne 2022 ou aux 160 000 volontaires inscrits cette année, non seulement grâce au quasi-triplement de la production du complexe militaro-industriel russe, mais aussi parce qu’elle est endurcie par la guerre et qu’elle possède les connaissances les plus récentes sur ce qui fonctionne et ce qui ne fonctionne pas sur le champ de bataille. En ce sens, l’affaiblissement de la Russie qui était censé être l’objectif du soutien américain au régime de Kiev par Blinken, Austin et Biden, a eu l’effet inverse. Je dis cela sans tenir compte du fait que les livraisons massives d’armes à l’Ukraine ont vidé les stocks d’équipements militaires dans toute l’Europe.

Ma deuxième remarque est que les experts, partout, à l’Est comme à l’Ouest, partagent la même prédisposition à parler de manière inversement proportionnelle à ce qu’ils savent des faits sur la table. Ce que nous entendons à la BBC, sur Euronews, sur CNN à propos de l’affaire Prigojine, à propos de l’évolution de la guerre en général, est presque toujours une spéculation sans fondement.

L’espace public russe a également sa part de bavardages inutiles. Hier soir, le portail d’information Tsargrad a publié un article de fond attirant l’attention sur la démission attendue de Choïgou lundi matin et sur les spéculations concernant la personne qui pourrait être choisie pour le remplacer.

Je n’écarte pas totalement la possibilité que Choïgou quitte ses fonctions dans le cadre du règlement global de l’affaire Prigojine. Mais à ce stade, la discussion ne repose que sur du vent.

Der Bodensatz des bewaffneten Prigoschin-Aufstandes

Die Analyse des bewaffneten Aufstandes von Prigoschin innerhalb und außerhalb Russlands hat gerade erst begonnen. Ohne mein Zutun kennen die Konsumenten der westlichen Mainstream-Medien die offizielle Interpretation sehr gut, die wie immer aus Washington kommt und von unseren Journalisten als ihre eigene Originalberichterstattung wiedergegeben wird: wie die Prigoschin-Affäre die Zerbrechlichkeit von Diktaturen demonstriert, wie sie die wahre Schwäche des Putin-Regimes zeigt, und so weiter und so fort.

Ich möchte hier einen kleinen Einblick in das geben, was in der russischen Öffentlichkeit derzeit gesagt wird. Ich sage “einen Einblick”, weil die Vielfalt der Ansichten in Russland fast so groß ist wie das Land selbst und nur unsere ignoranten und bigotten Meinungsmacher im Westen dies übersehen.

Die Diskussion über die Prigoschin-Meuterei in der gestrigen Sendung “Abend mit Wladimir Solowjow” gab einen guten Einblick in die Unterschiede und Übereinstimmungen der Russen in Bezug auf die Ereignisse von Freitag und Samstag.

Wie so oft übergab Solowjow das Wort an die Podiumsteilnehmerin Margarita Simonyan, Chefredakteurin des Fernsehsenders RT. Sie lieferte ein starkes und emotionales Argument für den friedlichen Ausgang der Krise, der am Samstag mit der Ausweisung Prigoschins nach Weißrussland und der Rückkehr der Truppen der Wagner-Gruppe in ihre Kasernen und Feldlager erreicht worden zu sein scheint.

Simonyan begann ihre kleine Rede mit einer Erinnerung an die Schrecken eines Bürgerkriegs, egal wo er ausbricht. Sie wies darauf hin, dass die meisten Opfer, die die Vereinigten Staaten in einem ihrer zahlreichen Kriege seit ihrer Gründung zu beklagen hatten, ausgerechnet im Bürgerkrieg zu beklagen waren. Und in Russland hat der Bürgerkrieg von 1917-21 mehr Menschenleben gekostet als die Kämpfe an der Front im Ersten Weltkrieg. Die offizielle Zahl wird mit über 10 Millionen angegeben. Die Zahl der russischen Todesopfer des Bürgerkriegs wurde nur noch auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs übertroffen. Simonyans Bericht war nichts für schwache Nerven: Sie zählte die grausamen und entsetzlichen Todesarten auf, die sowohl die weißen als auch die roten Streitkräfte an gefangenen feindlichen Truppen sowie an Zivilisten, die sich ihnen in den Weg stellten, verübten.

Aus diesen Gründen, so Simonyan, müsse eine solche Möglichkeit eines bewaffneten Konflikts an der Heimatfront um jeden Preis vermieden werden. Denjenigen, die einwenden, dass die Bedingungen der Vereinbarung gegen die Rechtsnormen der Russischen Föderation verstoßen, antwortet sie, dass Gesetze nicht gottgegeben sind, sondern von Menschen geschrieben werden, um die Beziehungen zu regeln und die Ordnung im Land aufrechtzuerhalten. Die Gesetzgeber können keine außergewöhnlichen Umstände vorhersehen, unter denen die strikte Einhaltung der Rechtsnormen genau das Gegenteil bewirken und völlige Unordnung und Chaos verursachen würde. Daher verdient die Beilegung der Krise, so wie sie ausgegangen ist, unsere Unterstützung.

Eine diametral entgegengesetzte, ebenfalls sehr gut begründete Meinung vertrat der Generalleutnant im Ruhestand und Staatsduma-Abgeordnete Andrej Guruljow, der wie Simonyan gelegentlich in der Solowjow-Sendung auftritt und als Vertreter der Hardliner in Fragen des Patriotismus und der staatsbürgerlichen Pflichten gelten kann. Guruljow sagte unumwunden, dass Verrat, wie ihn Prigoschin begangen hat, durch die physische Beseitigung der Täter, durch einen Kopfschuss, bestraft werden muss.

Der Generalleutnant erklärte weiter, dass er die Gruppe Wagner seit ihrer Gründung im Jahr 2014 kenne, als sie weniger als 150 Mitglieder zählte, und dass er mit ihrem damaligen Kommandeur Utkin Seite an Seite im Donbass gekämpft habe. Im Jahr 2015 kämpften sie dann Seite an Seite in Syrien. Im Jahr 2016 trennten sich die Wege von Guruljow und den Wagner-Kommandos.

Mit Blick auf die Ereignisse von Freitag und Samstag zeigte sich Guruljow schockiert und empört darüber, dass die Rebellen in der Lage waren, in einen Luftwaffenstützpunkt im russisch-ukrainischen Grenzgebiet einzudringen und ihn unter ihre Kontrolle zu bringen, und dass sie nach Norden bis Woronesch marschieren konnten, ohne auf den Widerstand der örtlichen Verteidigungskräfte zu stoßen. Es liegt auf der Hand, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Verteidigungsbereitschaft Russlands in den Regionen zu stärken, die der militärischen Aktion der militärischen Sonderoperation am nächsten liegen.

Zu der von Lukaschenko ausgehandelten Regelung sagte Guyulyov, dass nur diejenigen Wagner-Soldaten, die Verträge mit dem Verteidigungsministerium unterzeichnen und unter dessen direkter Kontrolle stehen, Waffen tragen dürfen. Alle anderen sollten aufgelöst und aus dem Kriegsgebiet weggeschickt werden.

Der dritte Podiumsteilnehmer in der Solowjow-Sendung, den ich ganz kurz zitieren möchte, war Alexander Babakow, stellvertretender Vorsitzender der Staatsduma und Abgeordneter der Partei “Einiges Russland”. Er wies darauf hin, dass die bewaffnete Meuterei gescheitert sei, weil sie von der regulären Armee, von der russischen Regierung auf allen Ebenen und von der gesamten Bevölkerung abgelehnt worden sei. Auf diese Weise demonstrierte Russland der Welt seine Einigkeit in Kriegszeiten und seine Bereitschaft, dem kollektiven Westen die Stirn zu bieten. Die Lektion für den Westen war gerade die Stärke des Landes und seines Oberbefehlshabers.

Hört jemand in Washington zu?

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Hierzu möchte ich noch zwei weitere Anmerkungen machen.

Die erste ergibt sich aus dem Videomaterial, das Solovyov zu Beginn der Sendung präsentierte, bevor die Diskussion mit den Podiumsteilnehmern losging. Insbesondere war es interessant, Videobilder von Solovyovs Besuch an der Front zu sehen, den er inzwischen fast wöchentlich mit Unterstützung des Verteidigungsministeriums durchführt. Seine Gespräche mit Soldaten, die auf dem Schlachtfeld Drohnen einsetzen, ergänzten sehr gut die Berichte der Kriegsberichterstatter in den regelmäßigen Nachrichtensendungen des russischen Staatsfernsehens. Und das ist der Punkt: Der Krieg in der Ukraine hat die traditionelle sowjetisch-russische Militärdoktrin über den Einsatz der Streitkräfte auf den Kopf gestellt.

Der gleichzeitige Einsatz von Aufklärungs- und Kamikaze-Drohnen durch russische Soldaten an der Front macht den Vorteil bei der Echtzeit-Zielerfassung, den die Ukrainer zu Beginn des Krieges dank amerikanischer Aufklärungsflugzeuge und Satellitenbilder hatten, völlig zunichte. Diese neue Kriegsführung, die, wie wir an der Zerstörung von Bradleys und Leopards bei den Angriffsversuchen der laufenden ukrainischen Gegenoffensive sehen, macht deutlich, dass die russische Armee aus den militärischen Operationen in der Ukraine viel stärker hervorgeht, als sie in den Krieg eingetreten ist. Nicht nur in Bezug auf die Zahl der Soldaten, die im Herbst 2022 aus den Reserven einberufen werden, oder durch die 160.000 Freiwilligen, die sich in diesem Jahr gemeldet haben, nicht nur durch die fast dreifache Produktionssteigerung des russischen militärisch-industriellen Komplexes, sondern auch dadurch, dass sie im Krieg abgehärtet ist und über die neuesten Erkenntnisse darüber verfügt, was auf dem Schlachtfeld funktioniert und was nicht. In diesem Sinne hat die Schwächung Russlands, die von Blinken, Austin und Biden als Ziel der amerikanischen Unterstützung für das Kiewer Regime genannt wurde, das Gegenteil bewirkt. Ich sage dies, ohne die Leerung der Rüstungsbestände in Europa zu berücksichtigen, die aus den massiven Waffenlieferungen an die Ukraine resultiert.

Mein zweiter Punkt ist, dass die Talkmaster überall, in Ost und West, die gemeinsame Neigung haben, in umgekehrtem Verhältnis zu dem zu reden, was sie von den vorliegenden Fakten wissen. Was wir in der BBC, bei Euronews und CNN über die Prigoschin-Affäre und über den Verlauf des Krieges im Allgemeinen hören, sind fast ausschließlich unbegründete Spekulationen.

Auch die russische Öffentlichkeit hat ihren Anteil an leerem Geschwätz. Gestern Abend veröffentlichte das Nachrichtenportal Tsargrad einen aufsehenerregenden Artikel über den für Montagmorgen erwarteten Rücktritt Schoigus und Spekulationen darüber, wer sein Nachfolger werden könnte.

Ich schließe die Möglichkeit nicht ganz aus, dass Schoigu im Rahmen der Gesamtaufarbeitung der Prigoschin-Affäre aus dem Amt scheiden wird. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist die Diskussion absolut aus der Luft gegriffen.

Os resíduos da rebelião armada de Prigozhin

A análise da rebelião armada de Prigozhin dentro e fora da Rússia está apenas começando. Sem qualquer ajuda minha, os espectadores da grande mídia ocidental conhecem muito bem a interpretação oficial que, como sempre, vem de Washington e é repetida pelos jornalistas como se fosse sua reportagem original: como o caso Prigozhin demonstra a fragilidade de ditaduras, como mostra a verdadeira fraqueza do regime de Putin, e assim por diante.

Vou oferecer aqui uma amostra do que se está falando publicamente na Rússia. Apenas uma amostra porque a diversidade de pontos de vista dentro da Rússia é quase tão vasta quanto o próprio país e apenas os ignorantes e fanáticos formadores de opinião no Ocidente não entendem este aspecto.

A discussão sobre o motim de Prigozhin no programa Noite com Vladimir Solovyov ontem deu uma boa visão sobre onde os russos diferem e onde eles concordam sobre os eventos entre sexta-feira e sábado.

Como costuma acontecer, Solovyov deu a palavra de abertura à comentarista Margarita Simonyan, editora-chefe do canal de televisão Russia Today. Ela apresentou um bom e emocionante argumento a favor do desfecho pacífico para a crise que parece ter sido alcançado no sábado, com o exílio de Prigozhin à Bielo-Rússia e o retorno das forças do Grupo Wagner a seus quartéis e a seus postos de campanha.

Simonyan começou seu pequeno discurso lembrando os horrores de uma guerra civil, onde quer que ela ocorra. Como ela observou, o maior número de baixas que os Estados Unidos sofreram em qualquer uma de suas muitas guerras desde sua fundação ocorreu precisamente durante sua Guerra Civil. E na Rússia, o país testemunhou maior perda de vidas em sua própria Guerra Civil de 1917 a 1921 do que lutando na frente de batalha na Primeira Guerra Mundial. O número oficial é fixado em mais de 10 milhões, o qual só foi superado nos campos de batalha da Segunda Guerra Mundial. O relato de Simonyan não era para os mais impressionáveis: ela listou os tipos de mortes cruéis e horríveis que tanto as forças brancas quanto as vermelhas praticaram em tropas inimigas capturadas, bem como em civis que estavam em seu caminho.

Por estas razões, disse Simonyan, a possibilidade de conflito armado no próprio solo deve ser evitada a todo custo. E para aqueles que objetam que os termos do acordo violam as normas legais da Federação Russa, sua resposta é que as leis não são dadas por Deus, mas escritas por homens para regular suas relações e manter a ordem no país. Os legisladores não podem prever circunstâncias extraordinárias em que a estrita observância das normas legais teria exatamente o efeito oposto e causaria completa desordem e caos. Portanto, a resolução da crise tal como se revelou merece nosso apoio.

Uma opinião diametralmente oposta, também muito bem argumentada, foi feita pelo tenente-general da reserva e membro da Duma, Andrei Gurulyov, que, como Simonyan, é um comentarista frequente no programa de Solovyov, onde pode-se dizer que ele representa a linha-dura, em questões de patriotismo e de dever cívico. Gurulyov disse categoricamente que a traição cometida por Prigozhin deve ser punida com a eliminação física dos perpetradores com uma bala na cabeça.

Este tenente-general explicou que conhece o Grupo Wagner desde a sua criação em 2014, quando contava com menos de 150 empregados, e lutou lado a lado no Donbas com o então comandante da unidade, Utkin. Também lutaram juntos na Síria em 2015. Em 2016, Gurulyov e os destacamentos da Wagner se separaram.

Com relação aos acontecimentos entre sexta-feira e sábado, Gurulyov expressou choque e indignação pelo fato dos rebeldes terem conseguido entrar e assumir o controle de uma base aérea na região da fronteira com a Ucrânia e marchar para o norte até Voronezh sem encontrar resistência das forças locais de defesa. Claramente, medidas devem ser tomadas para se fortalecer e preparar a defesa da Rússia nas regiões próximas à area de atuação da Operação Militar Especial.

Sobre o acordo negociado de Lukashenko, Guyulyov disse que apenas os soldados da Wagner que assinarem contratos com o Ministério da Defesa e ficarem sob seu controle direto poderão portar armas. Todos os outros devem ser debandados e mandados embora da zona de guerra.

O terceiro participante do programa de Solovyov, que citarei brevemente, foi Alexander Babakov, vice-presidente da Duma e parlamentar do partido Rússia Unida [da situação]. Seu argumento era que o motim armado falhou porque fora rejeitado pelo Exército regular, pelo governo russo em todos os níveis e pelo povo como um todo. Desta forma, a Rússia demonstrou ao mundo sua unidade em tempos de guerra, sua prontidão para enfrentar o Bloco Ocidental. A lição para o Ocidente foi justamente a força do país e de seu Comandante-em-Chefe.

Será que alguém está ouvindo em Washington?

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Tenho mais dois comentários a fazer.

O primeiro surge do vídeo que Solovyov apresentou no início do programa, antes do início da discussão com os comentaristas. Em particular, foi interessante ver o vídeo da visita de Solovyov às linhas de frente, que ele agora faz quase semanalmente com a ajuda do Ministério da Defesa. Sua conversa com os soldados que operavam drones no campo de batalha complementava muito bem o que se vê nas reportagens dos correspondentes de guerra noutros noticiários da televisão estatal russa. E é este o ponto: a guerra na Ucrânia virou de ponta-cabeça a tradicional doutrina militar soviético-russa sobre o posicionamento de forças.

O uso conjunto de drones por soldados russos na frente, tanto de reconhecimento como kamikazes, inverte totalmente a vantagem em tempo real que os ucranianos podem ter tido no início da guerra, graças a aeronaves de reconhecimento e imagens de satélite dos EUA. Esta nova guerra que, como vemos na destruição de Bradleys e Leopards nas tentativas de ataque da contra-ofensiva ucraniana em curso, deixa claro o fato de que o exército russo está saindo das operações militares na Ucrânia muito mais forte do que entrou. Não apenas no número de pessoal, resultante da convocação de reservas no outono de 2022, ou do alistamento de 160.000 voluntários neste ano, não apenas de quase triplicar a produção do complexo industrial militar russo, mas por ter sido fortalecido pela guerra, possuindo o conhecimento mais atualizado do que funciona e do que não funciona no campo de batalha. Neste sentido, o objetivo de enfraquecer a Rússia, que se dizia ser o motivo do apoio estadunidense ao regime de Kiev por Blinken, por Austin, por Biden, teve o efeito contrário. Digo isto sem considerar o esvaziamento dos arsenais em toda a Europa, resultante de enormes envios de armas para a Ucrânia.

Meu segundo ponto é que comentaristas em todos os lugares, no Oriente e no Ocidente, compartilham a suscetibilidade comum de falarem em proporção inversa ao que sabem sobre os eventos como se apresentam. O que ouvimos na BBC, na Euronews, na CNN sobre o caso Prigozhin, sobre o progresso da guerra em geral, é quase tudo especulação infundada.

O falatório russo também tem sua parcela de lero-lero. Ontem à noite, o portal de notícias Tsargrad publicou um artigo que chama a atenção sobre a esperada renúncia de Shoigu na manhã de segunda-feira e que especula sobre quem pode ser escolhido para substituí-lo.

Não descarto totalmente a possibilidade de Shoigu deixar o cargo como parte do acordo do caso Prigozhin de modo geral. Mas, neste ponto, a discussão está surgindo do nada.

El residuo seco de la rebelión armada de Prigozhin

El análisis de la rebelión armada de Prigozhin dentro y fuera de Rusia acaba de comenzar. Sin que yo los asista, los consumidores de los principales medios de comunicación occidentales conocen muy bien la interpretación oficial que, como siempre, se está transmitiendo desde Washington y que nuestros periodistas vuelven a publicar como si fuera su propio informe original: cómo el asunto Prigozhin demuestra la fragilidad de las dictaduras, cómo muestra la verdadera debilidad del régimen de Putin, y así sucesivamente.

Ofreceré aquí un vistazo de lo que se dice ahora en el espacio público ruso. Digo “un vistazo”, porque la diversidad de puntos de vista dentro de Rusia es casi tan vasta como el propio país y solo nuestros ignorantes e intolerantes formadores de opinión en Occidente pierden ese punto.

La discusión del motín de Prigozhin en el programa de ayer de Evening with Vladimir Solovyov dio una buena idea de en que difieren los rusos y en que están de acuerdo respecto los eventos del pasado viernes-sábado.

Como suele ser el caso, Solovyov dio la palabra de apertura a la panelista Margarita Simonyan, editora en jefe del canal de televisión RT. Ella presentó un argumento poderoso y emocional a favor de la resolución pacífica a la crisis que parece haberse alcanzado el sábado, con el exilio a Bielorrusia de Prigozhin y el regreso de las fuerzas del Grupo Wagner a sus cuarteles y campamentos.

Simonyan comenzó su pequeño discurso con un recordatorio de los horrores de una guerra civil, dondequiera que estalla. Como señaló, el mayor número de bajas que Estados Unidos ha experimentado en cualquiera de sus muchas guerras desde su fundación se produjo precisamente durante la Guerra Civil. Y en Rusia, el país fue testigo de una mayor pérdida de vidas en su propia Guerra Civil de 1917-21 que en la lucha en el frente de la Primera Guerra Mundial. El número oficial se establece en más de 10 millones. El número de muertos rusos de la Guerra Civil solo fue superado en los campos de batalla de la Segunda Guerra Mundial. El relato de Simonyan no era para los pusilánimes: enumeró los tipos de muertes crueles y horribles que tanto las fuerzas blancas como las rojas practicaron en las tropas enemigas capturadas, así como en los civiles que se interpusieron en su camino.

Por estas razones, dijo Simonyan, tal posibilidad de conflicto armado en el frente interno tenía que evitarse a toda costa. Y para aquellos que objetan que los términos del acuerdo violan las normas legales de la Federación Rusa, su respuesta es que las leyes no son dadas por Dios, sino que están escritas por hombres para regular las relaciones y mantener el orden en el país. Los legisladores no pueden prever circunstancias extraordinarias en las que la observancia estricta de las normas legales tendría exactamente el efecto contrario y causaría un completo desorden y caos. Por lo tanto, la solución de la crisis tal y como resultó merece nuestro apoyo.

Una opinión diametralmente opuesta, también muy bien argumentada, fue hecha por el teniente general retirado y miembro de la Duma Estatal Andrei Gurulyov, quien, como Simonyan, es un panelista ocasional en el programa de Soloviov, donde se puede decir que representa a los de línea dura en temas de patriotismo y deber cívico. Gurulyov afirmó rotundamente que una traición como la cometida por Prigozhin debe ser castigada con la eliminación física de los perpetradores, con una bala en la cabeza.

Este teniente general continuó explicando que conoce al Grupo Wagner desde el momento de su creación en 2014, cuando contaba con menos de 150 combatientes y luchó lado a lado con su entonces comandante de unidad Utkin en el Donbas. Luego lucharon codo con codo en Siria en 2015. En 2016, Gurulyov y los destacamentos de Wagner se separaron.

Con respecto a los eventos del viernes y el sábado, Gurulyov expresó su conmoción e indignación respecto a que los rebeldes pudieron ingresar y tomar el control de una base aérea en la región fronteriza ruso-ucraniana y que pudieron marchar hacia Voronezh al norte sin encontrar resistencia de las fuerzas de defensa locales. Claramente, se deben tomar medidas para fortalecer la preparación de defensa de Rusia en las regiones más cercanas a las áreas de combate de la Operación Militar Especial.

En cuanto al acuerdo negociado por Lukashenko, Guyulyov dijo que solo aquellos soldados de Wagner que firman contratos con el Ministerio de Defensa y están bajo su control directo pueden ser autorizados a portar armas. Todos los demás deben ser disueltos y enviados lejos de la zona de guerra.

El tercer panelista en el programa de Solovyov a quien citaré muy brevemente fue Alexander Babakov, vicepresidente de la Duma Estatal y parlamentario del partido Rusia Unida. Su punto era que el motín armado fracasó porque fue rechazado por el ejército regular, por el gobierno ruso en todos los niveles y por el pueblo en general. De esta manera, Rusia demostró al mundo su unidad en tiempo de guerra y su disposición a enfrentarse al Occidente colectivo. La lección para Occidente fue precisamente la fuerza del país y de su Comandante en Jefe.

¿Hay alguien escuchando en Washington?

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Tengo otros dos comentarios que hacer en la entrega de hoy.

El primero resulta del material de video que Solovyov presentó al comienzo del programa, antes de que comenzara la discusión de los panelistas. En particular, fue interesante ver imágenes de video de la visita de Solovyov a las líneas del frente, que ahora muestra casi semanalmente con la ayuda del Ministerio de Defensa. Su charla con soldados que operan drones en el campo de batalla complementó muy bien lo que se ve en los informes de los corresponsales de guerra en los programas de noticias regulares de la televisión estatal rusa. Y es este punto: la guerra en Ucrania ha puesto patas arriba la tradicional doctrina militar soviético-rusa sobre el despliegue de fuerzas.

El uso alternado de drones de reconocimiento y kamikaze para seleccionar objetivos en tiempo real por parte de soldados rusos en el frente, invierte por completo la ventaja que los ucranianos pueden haber tenido al comienzo de la guerra gracias a los aviones de reconocimiento estadounidenses y las imágenes satelitales. Esta nueva guerra que, como vemos en la destrucción de Bradleys y Leopards en los intentos de ataque de la contraofensiva ucraniana en curso, deja claro el hecho de que el ejército ruso está emergiendo de las operaciones militares en Ucrania mucho más fuerte que cuando inició la guerra. No solo en el número de participantes que resultó de la convocatoria de reservistas en otoño de 2022, o de las 160,000 inscripciones de voluntarios este año, no solo por la casi triplicación de la producción por parte del complejo industrial militar ruso, sino por estar endurecidos por la guerra y poseer el conocimiento actualizado de lo que funciona y lo que no funciona en el campo de batalla. En este sentido, el debilitamiento de Rusia que se decía era el objetivo del apoyo estadounidense al régimen de Kiev por parte de Blinken, Austin y Biden, ha tenido el efecto contrario. Digo esto sin tener en cuenta el vaciado de las existencias de equipo militar en toda Europa como resultado de las entregas masivas de armas a Ucrania.

Mi segundo punto es que las cabezas parlantes en todas partes, Oriente y Occidente, comparten la susceptibilidad común de hablar en proporción inversa a lo que saben de los hechos sobre la mesa. Lo que escuchamos en la BBC, en Euronews, en CNN sobre el asunto Prigozhin, sobre el progreso de la guerra en general, es casi toda especulación infundada.

El espacio público ruso también tiene su parte de charla ociosa. Ayer por la noche, el portal de noticias Tsargrad publicó un artículo llamativo sobre la esperada renuncia de Shoigu el lunes por la mañana y la especulación sobre quién podría ser elegido para reemplazarlo.

No descarto por completo la posibilidad de que Shoigu deje el cargo como parte del acuerdo general del asunto Prigozhin. Pero en este punto, la discusión está siendo tejida en la nada.

The dry residue of the Prigozhin armed rebellion

Analysis of the Prigozhin armed rebellion inside and outside Russia has just begun. Without any assistance from me, consumers of mainstream Western media know very well the official interpretation that, as always, is being handed down from Washington and is re-posted by our journalists as their own original reporting: how the Prigozhin affair demonstrates the fragility of dictatorships, how it shows the real weakness of the Putin regime, and so forth, and so on.

I will offer here a glimpse into what is now being said in Russian public space.  I say ‘a glimpse,’ because the diversity of views inside Russia is almost as vast as the country itself and only our ignorant and bigoted opinion formers in the West miss that point.

Discussion of the Prigozhin mutiny on the Evening with Vladimir Solovyov show yesterday gave a nice insight into where Russians differ and where they agree on the events of Friday-Saturday.

As is often the case, Solovyov gave the opening word to panelist Margarita Simonyan, editor in chief of the RT television channel.  She delivered a powerful and emotional argument in favor of the peaceful outcome to the crisis that appears to have been reached on Saturday, with the exile to Belarus of Prigozhin and the return of Wagner Group forces to their barracks and field camps.

Simonyan began her little speech with a reminder of the horrors of a civil war, wherever it breaks out.  As she noted, the greatest number of casualties that the United States has experienced in any of its many wars since its founding came precisely during the Civil War. And in Russia, the country witnessed greater loss of life in its own Civil War of 1917-21 than it did fighting on the front in WWI. The official number is set at over 10 million. The Russian death toll from the Civil War was only surpassed on the battlefields of WWII. Simonyan’s account was not for the faint-hearted: she listed the kinds of cruel and horrific deaths that both White and Red forces practiced on captured enemy troops as well as on civilians who stood in their way.

For these reasons, Simonyan said, such a possibility of armed conflict on the home front had to be avoided at all costs. And to those who object that the terms of the settlement violate the legal norms of the Russian Federation, her answer is that laws are not God-given but are written by men to regulate relations and maintain order in the country. The legislators cannot foresee extraordinary circumstances wherein strict observance of legal norms would have exactly the opposite effect and cause complete disorder and chaos. Therefore the settlement of the crisis as it turned out deserves our support.

A diametrically opposite opinion, also very well argued, was made by Lieutenant General in retirement and State Duma member Andrei Gurulyov, who, like Simonyan, is an occasional panelist on the Solovyov  show, where he may be said to represent hardliners on issues of patriotism and civic duty. Gurulyov said flatly that treason such as Prigozhin committed must be punished by the physical elimination of the perpetrators, by a bullet to the head.

This Lieutenant General went on to explain that he knows the Wagner Group from the time of its inception back in 2014 when it numbered less than 150 and he fought with their then unit commander Utkin side by side in the Donbas. Then they were fighting side by side in Syria in 2015. By 2016 Gurulyov and the Wagner detachments parted ways.

With regard to the events of Friday and Saturday, Gurulyov expressed shock and indignation that the rebels were able to enter and take control of an airbase in the Russian-Ukrainian border region and that they were able to march north to Voronezh without meeting resistance from local defense forces. Clearly measures must be taken to strengthen Russia’s defense preparedness in the regions closest to the military action of the Special Military Operation.

As regards the settlement negotiated by Lukashenko, Guyulyov said that only those Wagner soldiers who sign contracts with the Ministry of Defense and come under its direct control may be allowed to bear arms. All others should be disbanded and sent away from the war zone.

The third panelist on the Solovyov show whom I will cite very briefly was Alexander Babakov, deputy chair of the State Duma and a parliamentarian from the United Russia party. His point was that the armed mutiny failed because it was rejected by the regular Army, by the Russian government at all levels and by the people as a whole. In this way, Russia demonstrated to the world its unity in time of war, its readiness to stand up to the Collective West.  The lesson for the West was precisely the strength of the country and of its Commander in Chief.

Is anyone listening in Washington?

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I have two further comments to make in today’s dispatch.

The first arises from the video material Solovyov presented at the start of the show, before the discussion with panelists got underway.  In particular, it was interesting to see video images of Solovyov’s visit to the front lines, which he now does almost weekly with assistance from the Ministry of Defense. His chat with soldiers operating drones in the battlefield complemented very well what you see from the reporting of war correspondents on the regular news programs of Russian state television. And it is this point:  the war in Ukraine has upended traditional Soviet-Russian military doctrine about deployment of forces.

The use of both reconnaissance and kamikaze drones in tandem by Russian soldiers at the front reverses entirely the advantage in real time targeting that the Ukrainians may have had at the start of the war thanks to U.S. reconnaissance aircraft and satellite images.  This new warfare which, as we see from the destruction of Bradleys and Leopards in the attempted attacks of the ongoing Ukrainian counter-offensive, makes clear the fact that the Russian army is emerging from the military operations in Ukraine much stronger than it entered the war.  Not just in manpower numbers resulting from the autumn 2022 call-up of reserves, or from the 160,000 volunteer signups this year, not just from the near tripling of production by the Russian military industrial complex, but by being war hardened and possessing the latest knowledge of what works and what doesn’t on the battlefield.  In this sense, the weakening of Russia that was said to be the objective of American support for the Kiev regime by Blinken, by Austin, by Biden, has had the opposite effect. I say this without considering the emptying of military equipment stocks across Europe resulting from massive deliveries of arms to Ukraine.

My second point is that talking heads everywhere, East and West, share the common susceptibility to talk in inverse proportion to what they know from the facts on the table. What we hear on the BBC, on Euronews, on CNN about the Prigozhin affair, about the war’s progress in general, is nearly all unfounded speculation. 

Russian public space also has its share of idle chatter. Yesterday evening the news portal Tsargrad published an attention grabbing feature article on Shoigu’s expected resignation Monday morning and speculation on who might be tapped to replace him.

I do not entirely dismiss the possibility that Shoigu will leave office as part of the overall settlement of the Prigozhin affair. But at this point, the discussion is being spun from thin air.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “A day of anxious waiting”

Due to a computer glitch, it was not possible to post the translations of my latest article at the back of the English text. Please find the translations into German (Andreas Mylaeus), Spanish (Hugo Guido), French (Youri) and Brazilian Portuguese (Evandro Menezes) here below.

Ein Tag des bangen Wartens: Gelingt oder scheitert die Meuterei von Prigoschin?

Heute Morgen um 11.00 Uhr nahm ich an einer Diskussion auf Press TV (Iran) über den bewaffneten Aufstand von Jewgeni Prigoschin und die dadurch ausgelöste Ansprache von Wladimir Putin an die Nation teil.

http://www.urmedium.net/c/presstv/124778

Der andere Gesprächsteilnehmer, der als Korrespondent von Press TV in Moskau vorgestellt wurde, gab einige extravagante Erklärungen darüber ab, dass die russische Regierung ein komplettes Desaster sei und warum die ganze Nation Jewgeni Prigoschin bei seinem Versuch, das Regime zu stürzen, unterstützt.

Diese Äußerungen wurden von unseren Gastgebern in Teheran offenbar nicht erwartet. Ich nehme an, dass sie dort nicht willkommen waren, denn für den Rest der 27 Minuten Sendezeit wurde ich eingeladen, zu reden und zu reden, was ich auch tat. So hatte ich die Gelegenheit, die Gedanken zu äußern, die ich im Vorfeld über die Bedeutung der Wagner-Gruppe im Verhältnis zu den regulären russischen Streitkräften und die Art ihrer Operation in Bakhmut im Vergleich zu dem, was die russischen Streitkräfte derzeit im Donbas bei der Abwehr der ukrainischen Gegenoffensive tun, vorbereitet hatte. Was ich zu diesen Fragen gesagt habe, steht für sich selbst und bedarf hier keiner weiteren Bemerkungen. Aber meine Worte über die Meuterei im Jahr 1917, auf die Putin in seiner Rede anspielte, verdienen weitere Überlegungen, die ich im Folgenden anstellen werde.

Bevor ich das tue, muss ich sagen, dass es, als wir auf Sendung gingen, in den Medien nur sehr wenige Informationen darüber gab, wie der Aufstand von Prigoschin verlief. Die russischen Staatskanäle haben die Bemerkung Putins, dass die Lage in Rostow am Don angespannt sei, ein wenig ausgeschmückt. Es hieß, die Rebellen hätten die militärischen Kommandogebäude in der Stadt umzingelt, was allein schon ein Zeichen dafür ist, dass der Aufstand sehr ernst ist, da Rostow ein wichtiger Aufmarschort und eine Kommandozentrum für den Krieg in der Ukraine ist. Die 14.00 Uhr-Nachrichtensendung des russischen Senders Channel One brachte fast keine neuen Berichte, obwohl erwähnt wurde, dass Prigoschin-Kräfte das Don-Tal hinauf nach Woronesch, d. h. etwa 530 km von Moskau entfernt, vorgerückt sind.

Am Nachmittag berichteten westliche Medien, dass das Weiße Haus die Entwicklungen in Russland genau verfolge, dass Putin in aller Eile mit anderen führenden Politikern der ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien telefoniert und Erdogan in der Türkei angerufen habe. Diese Anrufe wurden als Zeichen der Verzweiflung, wenn nicht gar der Panik des russischen Führers gedeutet. Genau dieses Bild von Putin, der “in den Seilen hängt”, vertraten mehrere Podiumsteilnehmer, als ich um 16.30 Uhr Brüsseler Zeit in einer von Republic TV of India veranstalteten breiteren Diskussion über den bewaffneten Aufstand erneut auf Sendung ging.

Um 20:00 Uhr (Moskau) begann der russische Kanal Eins mit der Rede Putins und widmete dann etwa 20 Minuten kurzen Erklärungen von Parteiführern der Duma und von Gouverneuren aus ganz Russland, die ihre Loyalität zu Wladimir Putin und ihre Verurteilung des Aufstands erklärten. Der Sender sendete auch ausführliche Berichte aus Rostow, wo Prigoschins Truppen die Kontrolle über die militärischen Kommandozentralen behielten, und aus Städten weiter oben am Don, die seine Rebellentruppen auf dem Marsch nach Norden in Richtung Moskau umgangen hatten. In all diesen Orten soll das Leben normal verlaufen sein, was durch Videobilder und Interviews mit Menschen auf der Straße bestätigt wird. Auf der wichtigsten überregionalen Autobahn, die den Süden mit Moskau verbindet, der M4, sprachen die Vesti-Reporter mit Lastwagenfahrern, die auf Rastplätzen entlang der Strecke ausharren mussten, weil die Autobahn aus Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt ist. Keiner von ihnen zeigte sich sonderlich beunruhigt über die Störung ihrer Arbeitsabläufe. Kriegsberichterstatter, die im Donbass entlang der Konfrontationslinie stationiert sind, befragten Soldaten, die ihr Vertrauen in den Obersten Militärbefehlshaber und ihr Engagement für den Sieg über die ukrainischen Nazi-Kräfte bekräftigten.

Von größerer Bedeutung ist, dass die russischen Nachrichten um 20:00 Uhr mit einer sehr ermutigenden Nachricht endeten: Sie übermittelten die soeben aus dem Büro des belarussischen Präsidenten Lukaschenko eingegangene Information, dass er mit Prigoschin verhandelt hat und sie sich auf eine Deeskalation des Konflikts geeinigt haben, um sicherzustellen, dass kein Blut in internen Kämpfen auf russischem Boden vergossen wird. Was diese Vereinbarung beinhaltet, wird vielleicht morgen bekannt gegeben.

                                                                      *****

Wie eingangs erwähnt, möchte ich meine Aufzeichnungen über die Meuterei von 1917 ergänzen, die laut Putin zum Bürgerkrieg, zu großen Verlusten an russischem Territorium und zur erzwungenen Auflösung des Landes mit Duldung ausländischer Mächte geführt hat. Ich identifizierte dies als die Septembermeuterei von General Kornilow, der kurz zuvor von Alexander Kerenski, dem Chef der Provisorischen Regierung, zum Oberbefehlshaber ernannt worden war. Kornilow lehnte sich gegen die sozialistisch dominierte Regierung auf, um freie Hand bei der Wiederherstellung der Disziplin in den Streitkräften zu erhalten und so weitere Kriegsanstrengungen zu ermöglichen. Er wurde dann politisch ausmanövriert und seine Truppen schmolzen dahin. Die Sache der Konservativen schmolz mit ihm dahin, und einige Wochen später führten die Bolschewiki ihren Staatsstreich, oder, wenn man so will, ihre Revolution, durch, die zum Bürgerkrieg führte.

Wenn ich jedoch darüber nachdenke, denke ich, dass Putin wahrscheinlich an den früheren “Palastputsch” in jenem Jahr dachte, der allgemein als Februarrevolution bekannt ist und bei dem die liberalen und konservativen Mitglieder des Parlaments (Duma) in Zusammenarbeit mit dem britischen Geheimdienst und der Diplomatie sowie mit hochrangigen Generälen Zar Nikolaus II. zur Abdankung zwangen. Damit war das Land ohne verfassungsmäßige Ordnung und befand sich auf dem Weg zur Oktoberrevolution.

Dennoch finde ich Putins Verweise auf das Jahr 1917 für die gegenwärtige Situation nicht ausreichend relevant. In seiner Rede erwähnte er auch die 1.000-jährige Geschichte Russlands, und ich denke, wir müssen noch weiter zurückgehen, um einen ähnlichen Akt des Verrats in Kriegszeiten zu finden, der mit dem von Prigoschin vergleichbar ist. Dabei fällt mir ein, dass ein gewisser Iwan Mazepa, Hetman der Saporoger Kosaken am linken (östlichen) Ufer des Dnjepr, 1708 mitten in Russlands Nordkrieg mit Schweden zum Feind überlief. Die Geschichte ist in Wikipedia gut und kurz beschrieben. Wer die Geschichte mit Leidenschaft, Folter und Mord würzen und dabei mitreißende Musik genießen möchte, dem empfehle ich Tschaikowskys gleichnamige Oper.

Wenn Sie sich fragen, was Saporoschje mit dem Kampf gegen die Schweden zu tun hat, müssen Sie wissen, dass die Schlacht von Poltawa (heute ebenfalls Ukraine) im Jahr 1709 zwischen diesen beiden Reichen von entscheidender Bedeutung für den Ausgang ihres zwanzigjährigen Krieges war.

Wie Prigoschin führte Mazepa eine Armee an, die wir heute als unabhängig oder als Söldnerarmee bezeichnen würden. Wie Prigoschin war Mazepa außerordentlich wohlhabend, ehrgeizig und stolz. Und wie Prigoschin fürchtete er die drohende Degradierung seines Status als militärischer Führer: Sein Oberherr, Peter der Große, bereitete Reformen vor, um die russischen Streitkräfte zu modernisieren und durch Zentralisierung effektiver zu machen, also auf Kosten der Freibeuter.

Mazepas Aufstand endete übrigens weder für ihn selbst noch für die rund 3.000 Kosaken, die ihm bis zum Schluss zur Seite standen, gut.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in den 1.000 Jahren russischer Staatsgeschichte eine Menge gibt, was man auf dem Capitol Hill zu übersehen scheint.

Un día de espera ansiosa: ¿el motín de Prigozhin está teniendo éxito o fracasando?

A las 11.00 de esta mañana, participé en una discusión en Press TV (Irán) sobre la rebelión armada de Yevgeny Prigozhin y el discurso de Vladimir Putin a la nación que este acontecimiento suscitó.

http://www.urmedium.net/c/presstv/124778

Mi compañero panelista que fue presentado como corresponsal de Press TV en Moscú entregó algunas declaraciones extravagantes sobre cómo el gobierno ruso ha sido un desastre absoluto y por qué toda la nación apoya a Yevgeny Prigozhin en su intento de derrocar al régimen.

Esas declaraciones parece resultaron inesperadas para nuestros anfitriones en Teherán. Supongo que no fueron bien recibidas, ya que durante la mayor parte del resto de los 27 minutos al aire, me invitaron a hablar y hablar, lo cual hice. Y así, tuve la oportunidad de exponer al aire los pensamientos que había preparado de antemano con respecto a la importancia del Grupo Wagner en relación con las fuerzas armadas rusas regulares y la naturaleza de su operación en Bakhmut en comparación con lo que las fuerzas armadas rusas están haciendo ahora en todo el Donbas para repeler la contraofensiva ucraniana. Lo que he dicho sobre esas cuestiones se sostiene por sí mismo y no necesita más observaciones aquí. Pero mis palabras sobre el motín de 1917 a las que Putin aludió en su discurso merecen una consideración adicional que proporcionaré a continuación.

Antes de hacer eso, me veo obligado a decir que cuando salimos al aire había muy poca información en los medios de comunicación sobre cómo se estaba llevando a cabo la rebelión de Prigozhin. Los canales estatales rusos desarrollaron ligeramente el comentario de Putin de que la situación en Rostov-on-Don era tensa. Nos dijeron que los rebeldes habían rodeado los edificios del comando militar en la ciudad, lo que, por sí mismo, era una señal de que la rebelión era muy grave, ya que Rostov es una importante área de preparación y centro de comando para la guerra en Ucrania. El programa de noticias de las 2:00 pm en el Canal Uno de Rusia casi no agregó informes nuevos, aunque se mencionó que las fuerzas de Prigozhin se habían trasladado por el valle del Don a Voronezh, es decir, a unos 530 km de Moscú.

Mientras tanto, por la tarde, los medios occidentales publicaban informes sobre cómo la Casa Blanca estaba siguiendo de cerca los acontecimientos en Rusia, sobre cómo Putin había estado llamando apresuradamente a otros líderes de las antiguas repúblicas soviéticas en Asia Central y había llamado a Erdogan en Turquía. Estas llamadas fueron interpretadas como un signo de desesperación, si no de pánico, por parte del líder ruso. Fue precisamente esta imagen de Putin “contra las cuerdas” la que varios compañeros panelistas manifestaron cuando volví al aire para hablar sobre la rebelión armada en una discusión más amplia presentada por Republic TV of India a las 4.30 pm hora de Bruselas.

A las 8:00 pm (Moscú), el Canal Uno de Rusia abrió con el discurso de Putin y luego asignó unos 20 minutos a breves declaraciones de los líderes del partido de la Duma y de los gobernadores de toda Rusia declarando su lealtad a Vladimir Putin y su condena de la rebelión. El canal también transmitió extensos informes desde Rostov, donde las tropas de Prigozhin mantuvieron el control de los centros de comando militar, y desde ciudades más arriba del Don que sus tropas rebeldes habían pasado en la marcha hacia el norte en dirección a Moscú. En todos estos lugares, se decía que la vida se desarrollaba con normalidad, como lo confirman las imágenes de video y las entrevistas con personas en las calles. En la principal carretera interregional que conecta el sur con Moscú, la M4, los reporteros de Vesti hablaron con camioneros que han sido orillados del camino y estacionados en las paradas de descanso, mientras que la carretera está cerrada al tráfico por razones de seguridad. A ninguno le molestó particularmente esta perturbación de sus horarios de trabajo. Los corresponsales de guerra con base en el Donbas a lo largo de la línea de confrontación entrevistaron a soldados para escuchar sus afirmaciones respecto a su confianza en el Comandante Militar Supremo y su dedicación para derrotar a las fuerzas nazis ucranianas.

De mayor importancia, las noticias rusas de las 8.00 pm terminaron con una nota muy alentadora: transmitieron la información que acababan de recibir de la oficina del presidente bielorruso Lukashenko de que ha estado en negociaciones con Prigozhin y llegaron a un acuerdo sobre una reducción del conflicto para garantizar que no se derrame sangre en los combates internos en suelo ruso. Lo que ese acuerdo puede implicar tal vez se haga público mañana.

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Como mencioné al principio, deseo agregar a mis comentarios registrados sobre el motín de 1917, que Putin dijo había llevado a la Guerra Civil, también a una gran pérdida de territorio ruso y a la ruptura forzada del país con la connivencia de las potencias externas. Identifiqué esto como el motín de septiembre del general Kornilov, que no mucho antes había sido nombrado comandante en jefe por Alexander Kerensky, jefe del Gobierno Provisional. Kornilov se rebeló contra el gobierno dominado por los socialistas para obtener mano libre para restaurar la disciplina en las fuerzas armadas y así poder hacer la guerra. Luego fue superado políticamente y sus tropas se desvanecieron. La causa de los conservadores se desvaneció con él y unas semanas más tarde los bolcheviques organizaron su golpe de estado, o Revolución si se quiere, lo cual condujo a la Guerra Civil.

Sin embargo, reflexionando, creo que Putin probablemente estaba pensando en el anterior “golpe de palacio” de ese año, conocido generalmente como la Revolución de Febrero, durante la cual los miembros liberales y conservadores del parlamento (Duma), en connivencia con la inteligencia y la diplomacia británicas, y con los principales generales obligaron al zar Nicolás II a abdicar. Eso dejó al país sin gobierno constitucional y lo puso en el camino resbaladizo hacia la Revolución de Octubre.

Sin embargo, no creo que las referencias de Putin a 1917 sean acertadamente relevantes para la situación actual. En su discurso, también hizo mención de los 1.000 años de historia de Rusia y creo que tenemos que retroceder más en el tiempo para encontrar un acto de traición similar en tiempos de guerra que coincida con el de Prigozhin. Y lo que viene a la mente es la deserción al bando enemigo en 1708 en medio de la Guerra del Norte de Rusia con Suecia de un tal Ivan Mazepa, que era Hetman (comandante militar) de los cosacos de Zaporozhie en la orilla izquierda (oriental) del Dniepr. La historia está bien y brevemente contada en Wikipedia. Para aquellos que quieran sazonar la historia con pasión, tortura y asesinato, mientras disfrutan de la música conmovedora, recomiendo escuchar la ópera de Tchaikovsky con el mismo nombre.

Si te estás preguntando qué tiene que ver Zaporozhie con una lucha contra los suecos, debes saber que la batalla de Poltava (en Ucrania) en 1709 entre estos dos imperios fue de importancia decisiva para el resultado final de su guerra de veinte años.

Al igual que Prigozhin, Mazepa estaba a cargo de lo que hoy llamaríamos un ejército independiente o mercenario. Al igual que Prigozhin, Mazepa era extraordinariamente rico, ambicioso y orgulloso. Y al igual que Prigozhin, temía la degradación inminente de su condición de líder militar: su señor supremo, Pedro el Grande, estaba preparando reformas para modernizar las fuerzas armadas rusas y hacerlas más efectivas mediante la centralización, es decir, a expensas de los filibusteros.

Por cierto, la rebelión de Mazepa no terminó bien para él ni terminó bien para los aproximadamente 3.000 cosacos que permanecieron con él hasta el final.

En resumen, hay mucho en los 1.000 años de historia del estado ruso que parecen pasar por alto en el Capitolio.

Un jour d’attente anxieuse : la mutinerie de Prigojine

réussit-elle ou échoue-t-elle ?

Ce matin à 11 heures, j’ai participé à une discussion sur Press TV (Iran) sur la rébellion armée de Yevgeny Prigojine et le discours à la nation de Vladimir Poutine qu’elle a suscité.

http://www.urmedium.net/c/presstv/124778

Mon collègue, présenté comme le correspondant de Press TV à Moscou, a fait des déclarations extravagantes sur le désastre total du gouvernement russe et sur les raisons pour lesquelles la nation entière soutient Evgueni Prigojine dans sa tentative de renverser le régime.

Ces déclarations semblent avoir été inattendues par nos hôtes à Téhéran. Je suppose qu’elles n’y étaient pas les bienvenues puisque, pendant la majeure partie des 27 minutes restantes à l’antenne, j’ai été invité à parler et à parler, ce que j’ai fait. J’ai donc eu l’occasion de faire part à l’antenne des réflexions que j’avais préparées à l’avance concernant l’importance du groupe Wagner par rapport aux forces armées russes régulières et la nature de son opération à Bakhmut comparée à ce que les forces armées russes font actuellement dans tout le Donbass pour repousser la contre-offensive ukrainienne. Ce que j’ai dit sur ces questions se suffit à lui-même et n’appelle pas d’autres remarques. En revanche, mes propos sur la mutinerie de 1917, à laquelle Poutine a fait allusion dans son discours, méritent un examen plus approfondi que je présenterai ci-dessous.

Avant cela, je dois dire qu’au moment où nous avons pris l’antenne, les médias ne donnaient que très peu d’informations sur l’évolution de la rébellion de Prigojine. Les chaînes publiques russes ont légèrement développé la remarque de Poutine selon laquelle la situation à Rostov-sur-le-Don était tendue. On nous a dit que les rebelles avaient encerclé les bâtiments de commandement militaire de la ville, ce qui, en soi, était un signal que la rébellion était très sérieuse, puisque Rostov est une zone de transit et un centre de commandement importants pour la guerre en Ukraine. Le programme d’information de 14 heures sur la chaîne russe Channel One n’a apporté pratiquement aucun élément nouveau, bien qu’il ait été fait mention de la progression des forces de Prigojine dans la vallée du Don jusqu’à Voronej, c’est-à-dire à environ 530 km de Moscou.

Pendant ce temps, dans l’après-midi, les médias occidentaux publiaient des rapports sur la façon dont la Maison Blanche suivait de près l’évolution de la situation en Russie, sur la façon dont Poutine s’était empressé de téléphoner à ses homologues des anciennes républiques soviétiques d’Asie centrale et avait appelé Erdogan en Turquie. Ces appels ont été interprétés comme un signe de désespoir, voire de panique, de la part du dirigeant russe. C’est précisément cette image d’un Poutine « dans les cordes » que plusieurs de mes collègues ont présentée lorsque j’ai repris l’antenne dans le cadre d’une discussion plus large sur la rébellion armée organisée par Republic TV of India à 16h30, heure de Bruxelles.

À 20 heures (Moscou), la chaîne russe Channel One a commencé par le discours de Poutine, puis a consacré environ 20 minutes à de brèves déclarations des chefs de parti de la Douma et des gouverneurs de toute la Russie déclarant leur loyauté envers Vladimir Poutine et condamnant la rébellion. La chaîne a également diffusé de nombreux reportages en provenance de Rostov, où les troupes de Prigojine contrôlaient toujours les centres de commandement militaire, et des villes situées plus haut sur le Don, que les troupes rebelles avaient contournées lors de leur marche vers le nord en direction de Moscou. Dans toutes ces localités, la vie semble se dérouler normalement, comme le confirment les images vidéo et les entretiens avec les habitants. Sur la principale autoroute interrégionale reliant le Sud à Moscou, la M4, les reporters de Vesti se sont entretenus avec des camionneurs qui ont été mis à l’écart dans des aires de repos le long de la route, l’autoroute étant fermée à la circulation pour des raisons de sécurité.  Aucun d’entre eux ne s’est montré particulièrement gêné par cette perturbation de leurs horaires de travail. Les correspondants de guerre basés dans le Donbass, le long de la ligne de confrontation, ont interrogé des soldats pour entendre leurs affirmations de confiance dans le commandant militaire suprême et leur dévouement à vaincre les forces nazies ukrainiennes.

Plus important encore, le journal télévisé russe de 20 heures s’est terminé sur une note très encourageante : il a relayé l’information qui venait d’être reçue du bureau du président biélorusse Loukachenko selon laquelle il avait négocié avec Prigojine et qu’ils étaient parvenus à un accord sur une désescalade du conflit afin de s’assurer qu’aucun sang ne serait versé dans des combats intestins sur le sol russe. La teneur de cet accord sera peut-être rendue publique demain.

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Comme je l’ai mentionné au début, je souhaite compléter mes commentaires sur la mutinerie de 1917 qui, selon Poutine, a conduit à la guerre civile, à une grande perte de territoire russe et à l’éclatement forcé du pays avec la connivence de puissances extérieures.  J’ai identifié la mutinerie de septembre du général Kornilov, qui avait été nommé peu de temps auparavant commandant en chef par Alexandre Kerenski, chef du gouvernement provisoire. Kornilov s’est rebellé contre le gouvernement dominé par les socialistes afin d’avoir les coudées franches pour rétablir la discipline dans les forces armées et rendre ainsi possible un nouvel effort de guerre. Il a ensuite été politiquement dépassé et ses troupes se sont dissoutes. La cause des conservateurs s’est éteinte avec lui et, quelques semaines plus tard, les bolcheviks ont organisé leur coup d’État, ou Revolution si vous préférez, qui a conduit à la guerre civile.

Toutefois, à la réflexion, je pense que Poutine pensait probablement au précédent « coup d’État de palais » de cette année-là, connu généralement sous le nom de Révolution de Février, au cours duquel les membres libéraux et conservateurs du parlement (Douma), de mèche avec les services de renseignement et la diplomatie britanniques, ainsi qu’avec des généraux de haut rang, ont contraint le tsar Nicolas II à abdiquer. Le pays s’est alors retrouvé sans régime constitutionnel, ce qui l’a mis sur la voie glissante de la Révolution d’octobre.

Néanmoins, je ne trouve pas que les références de Poutine à 1917 soient suffisamment pertinentes pour la situation actuelle. Dans son discours, il a également fait référence à l’histoire millénaire de la Russie et je pense qu’il faut remonter plus loin dans le temps pour trouver un acte de trahison en temps de guerre comparable à celui de Prigojine. Ce qui me vient à l’esprit, c’est la défection devant l’ennemi, en 1708, en pleine guerre du Nord de la Russie contre la Suède, d’un certain Ivan Mazepa, qui était chef des Cosaques de Zaporozhie, sur la rive gauche (orientale) du Dniepr. L’histoire est bien racontée, et brièvement, dans Wikipédia. Pour ceux qui souhaitent assaisonner l’histoire de passion, de torture et de meurtre, tout en profitant d’une musique entraînante, je recommande d’écouter l’opéra du même nom de Tchaïkovski.

Si vous vous demandez ce que Zaporozhie a à voir avec un combat contre les Suédois, vous devez savoir que la bataille de Poltava (également Ukraine aujourd’hui) en 1709 entre ces deux empires a été d’une importance décisive pour l’issue finale de leur guerre de vingt ans.

Comme Prigojine, Mazepa était à la tête de ce que nous appellerions aujourd’hui une armée indépendante ou mercenaire. Comme Prigojine, Mazepa était extraordinairement riche, ambitieux et orgueilleux. Et comme Prigojine, il craignait une rétrogradation imminente de son statut de chef militaire : son suzerain, Pierre le Grand, préparait des réformes visant à moderniser les forces armées russes et à les rendre plus efficaces grâce à la centralisation, c’est-à-dire aux dépens des mercenaires.

D’ailleurs, la rébellion de Mazepa ne s’est pas bien terminée pour lui, ni pour les quelque 3 000 Cosaques qui sont restés avec lui jusqu’à la fin.

En résumé, les 1 000 ans d’histoire de l’État russe contiennent beaucoup de choses que l’on semble oublier au Capitole.

Motim armado de Prigozhin: Putin fala em ‘traição’ em discurso à nação

Há pouco o que se relatar sobre o andamento de um motim armado que foi empreendido pelo proprietário da Compania Militar Privada Wagner, Yevgeni Prigozhin. Os canais de notícias russos tiveram como que um apagão sobre os eventos e só se pode obter informações fragmentadas sobre onde as maiores ameaças ao governo estão.

Os governos municipais e provincianos de Moscou tomaram medidas extraordinárias para se reforçar a segurança, embora seja mais provável que a ameaça aparente seja de possíveis deserções do exército regular e de órgãos de segurança para se juntarem ao motim, não de unidades avançadas da Wagner. Fomos informados que Prigozhin começou sua rebelião alegando que suas tropas estavam sob ataque aéreo do exército regular. Ele denunciou o Ministério da Defesa, denunciou a guerra na Ucrânia, como tendo sido iniciada sem necessidade para se atenderem às ambições dos principais generais da Rússia. Ele está claramente tentando conquistar os soldados rasos das Forças Armadas Russas e é aí que reside o maior perigo, a “facada nas costas” e a “traição” flagrante, conforme anunciado pelo Kremlin. As tropas amotinadas de Prigozhin entraram na Rússia a partir do Donbas, cruzando a fronteira entre a Ucrânia e a Rússia e movendo-se para o leste e o nordeste.

Pelas palavras do discurso de cinco minutos do presidente Putin à nação às 10:00 da manhã, horário de Moscou, entende-se que o Grupo Wagner entrou na principal área urbana e palco da guerra ucraniana, Rostov-no-Don, onde cercaram edifícios militares e governamentais. Putin chamou a situação de perigosa. Ele usou as palavras “chantagem” e “terrorismo” para descrever o que as unidades da Wagner estão fazendo.

Tudo o que se pode dizer neste ponto é que está acontecendo neste momento uma luta de morte entre o governo de Moscou e os amotinados sob a direção de Progozhin. Se ele sobreviver à operação militar agora lançada contra ele e se tornar prisioneiro, ele e seus confederados serão levados perante a justiça sob a acusação de traição.