Translations of “What did the BRICS Summit in Johannesburg accomplish?”

Translations below into German (Andreas Mylaeus, French (Youri) and Italian (Weber Potsi)

Was wurde beim BRICS-Gipfel in Johannesburg erreicht?

Mit einer bemerkenswerten Ausnahme, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, waren in den vergangenen drei Tagen die Großen und die Guten des globalen Südens beim 15. Gipfeltreffen der BRICS-Staats- und Regierungschefs in Johannesburg anwesend. Ein großer Teil der öffentlichen Veranstaltungen, d.h. die Ansprachen vor dem Wirtschaftsforum und die Abschlussansprachen vor den globalen Medien, wurden live von großen Fernsehsendern übertragen, insbesondere vom chinesischen CGTN.

Viele Worte wurden in die Mikrofone gesprochen. Noch mehr wurden in der 26-seitigen Abschlusserklärung niedergeschrieben, die in der Regel fromme Wünsche für eine bessere Welt enthielt. Die wichtigste Forderung war die Unterstützung der traditionellen internationalen Institutionen der Weltordnungspolitik, darunter die Vereinten Nationen und der IWF. Es wurde jedoch zu ihrer Reform aufgerufen, um den Nationen der Dritten Welt, für die die BRICS heute stehen, mehr Gehör zu verschaffen. Selbst UN-Generalsekretär Antonio Gutterez sprach sich für eine Reform der Bretton-Woods-Institutionen und eine Demokratisierung des UN-Sicherheitsrats aus, die seiner Meinung nach die Machtverhältnisse in der Welt am Ende des Zweiten Weltkriegs widerspiegeln, als viele der auf dem BRICS-Gipfel anwesenden Staaten noch Kolonien waren und keinen Platz am Tisch hatten. Gutterez vermied es diplomatisch zu sagen, wie und wann diese Reformen durchgeführt werden könnten.

Man könnte sagen, dass die BRICS in Erwartung eines Konsenses darüber, wie die Vereinten Nationen, die Bretton-Woods-Institutionen und die WTO reformiert werden können, damit sie ihre Aufgaben zur Förderung von Frieden, Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung erfüllen können, praktikable Pläne zur Erreichung dieser Ziele ad hoc durch neue, von ihnen selbst geschaffene parallele Institutionen aufgestellt haben.

Dies sind, kurz gesagt, die Überlegungen, von denen sich die derzeitigen fünf Mitglieder bei ihrer Entscheidung leiten ließen, sechs weitere Mitglieder einzuladen, dem Club im Januar 2024 beizutreten: Iran, Argentinien, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und Äthiopien. Ich sehe in dieser Entscheidung die Priorität, die der Verbesserung der globalen Sicherheit und der Finanzierung der Infrastrukturentwicklung eingeräumt wird.

Die Welt ist groß, und die Liste der Kandidatenländer für die Aufnahme in die BRICS, die vor dem Gipfeltreffen verteilt wurde, enthielt viele Länder, die in Bezug auf die Bevölkerung, das BIP und ähnliche neutrale Dinge von Bedeutung sind. In diesem Zusammenhang möchte ich hier Algerien, Venezuela, Nigeria, Mexiko, Indonesien und Thailand erwähnen. Sie wurden jedoch in dieser ersten Runde der Neuaufnahmen übersehen. Bisher habe ich in den Mainstream-Medien noch keinen Kommentar zu diesem Thema gesehen, daher möchte ich mit meinem Beitrag diese Lücke schließen.

Sicherlich war die Aufnahme Argentiniens ein notwendiges Zugeständnis an Brasilien, das im Allgemeinen kein starker Befürworter der Erweiterung war und es wie Indien vorzog, den Club klein zu halten, um seine eigene privilegiertere Sichtbarkeit zu wahren, und das die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten nicht durch die Aufnahme von Ländern, die Washington offen feindlich gegenüberstehen, verschärfen wollte. Ansonsten sind alle anderen neuen Mitglieder in Westasien (bis vor kurzem Nahost genannt) und Nordostafrika angesiedelt. Dieser gesamte geografische Raum ist und bleibt eine der turbulentesten und kriegsgeprägtesten Regionen der Welt. Auch wenn in Äthiopien derzeit Frieden herrscht, ist dies bei seinen unmittelbaren Nachbarn am Horn von Afrika nicht der Fall. In jedem Fall ist Äthiopien nach Nigeria das zweitbevölkerungsreichste Land Afrikas und eines der ärmsten, das dringend Entwicklungshilfe benötigt.

Der gleichzeitigen Aufnahme von Iran und Saudi-Arabien liegt sicherlich die Absicht zugrunde, auf den im vergangenen Frühjahr von China ausgehandelten Friedensverträgen zwischen den beiden Ländern aufzubauen. Wie Indien und China werden auch diese beiden neuen BRICS-Mitglieder sicherlich von den regelmäßigen Kontakten innerhalb des Clubs profitieren.

Was Saudi-Arabien betrifft, so ist sein wahrscheinlicher Beitritt zur BRICS-Bank als wichtiger Kapitalgeber ein offensichtliches Argument für seine Aufnahme, neben den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten, die bereits Mitglieder der Bank sind.

Die BRICS-Bank ist in der Tat von zentraler Bedeutung für die gesamte Aufgabe des Clubs. Sie finanziert derzeit 100 große Infrastrukturprojekte in den Entwicklungsländern und wird in der Lage sein, noch viel mehr zu finanzieren, wenn ihr Gründungskapital durch neue Mitglieder aufgestockt wird. Sie tut dies, ohne den Empfängerländern die neoliberale wirtschaftliche Zwangsjacke aufzuerlegen, wie es die Weltbank und der IWF tun. Dies ist ein Ausweg aus der Versklavung durch das westliche Kapital. Es ist auch ein Ausweg aus der Dollar-Hegemonie, da die Bank Kredite in der brasilianischen, der südafrikanischen und anderen Landeswährungen vergeben wird.

So viel zu den inhaltlichen Aspekten des BRICS-Gipfels. Ich kehre nun zum Blabla-Teil der Veranstaltung zurück, der auf seine Weise interessant war, insbesondere die Reden des chinesischen Präsidenten Xi und von Wladimir Putin auf dem Wirtschaftsforum und der Abschlussveranstaltung.

Xi griff die Vereinigten Staaten mit kaum verhüllten Worten wegen ihrer Versuche an, ihre globale Hegemonie durchzusetzen. Er prangerte ihre Versuche an, die Welt zu fragmentieren, die globale Gemeinschaft in Demokratien und Autokratien zu spalten und einen Kampf der Kulturen zu schüren. Als er die “Mentalität des Kalten Krieges” anprangerte, sprach er unmissverständlich über Joe Bidens Amerika.

Während die Mainstream-Berichterstattung im Vorfeld des Gipfels China richtigerweise als das Land identifiziert hatte, das am stärksten auf die Erweiterung der BRICS drängt, verdarb sie ihre Berichterstattung, indem sie Xi so darstellte, als strebe er die globale Hegemonie für sein eigenes Land an. Dies war genau die redaktionelle Linie, die in den Artikeln der Financial Times vom 21. und 22. August vertreten wurde. Xi nutzte seine Rede, um diese Anschuldigungen zu widerlegen und zu behaupten, dass China nur eine offene, integrative und repräsentative Weltordnung anstrebe. Er sprach sich gegen Bündnisse aus, da sie die Welt in gegnerische Lager spalten würden.

Es ist merkwürdig, dass Wladimir Putin seine Zeit am Mikrofon nutzte, um sehr unterschiedliche Inhalte zu präsentieren. Er sprach über die Hintergründe des Ukraine-Krieges; er erläuterte die Entscheidung Russlands, aus dem “Getreide-Deal” zur Sicherung der ukrainischen Getreideexporte auszusteigen, und bekräftigte Russlands Bereitschaft, Afrika und dem Rest der Welt Ernährungssicherheit zu bieten, unter anderem durch die kostenlose Lieferung von Getreide an die bedürftigsten afrikanischen Länder. Er widmete jedoch auch der Frage der De-Dollarisierung mehr Aufmerksamkeit und wies darauf hin, dass der Handel Russlands mit den BRICS-Ländern zu 70 % in nationalen Währungen abgewickelt wird. Er wies auch auf den wachsenden Anteil der BRICS-Fünf am globalen BIP hin, der vom IWF mit 27 % angegeben wird und in Preisparität 32 % betragen könnte, was bedeutet, dass er derzeit größer ist als der der G7. Mit der Aufnahme der neuen Mitglieder wird der Anteil der BRICS noch größer sein.

Putin mag nicht persönlich anwesend gewesen sein. Aber Russland war es nicht. Außerdem wird Russland 2024 den Vorsitz der BRICS übernehmen, und der Gipfel wird in Kasan stattfinden. Der Tagungsort wurde sicherlich gewählt, um die Position Russlands als “muslimisches Land” zu unterstreichen, das sich strategisch dem Iran, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten annähert.

Quels ont été les résultats du sommet des BRICS à Johannesburg ?

À une exception majeure près, le président russe Vladimir Poutine, tous les grands du Sud global étaient présents au 15e sommet des dirigeants des BRICS, qui s’est tenu à Johannesburg ces trois derniers jours. Une grande partie des débats publics, c’est-à-dire les discours au Forum des affaires et les discours de clôture aux médias internationaux, ont été retransmis en direct par les grandes chaînes de télévision, en particulier la chaîne chinoise CGTN.

Beaucoup de mots ont été prononcés au micro. D’autres encore ont été consignés dans la déclaration finale de 26 pages, qui contient généralement des vœux pieux en faveur d’un monde meilleur. L’appel le plus important soutient les institutions internationales traditionnelles de la gouvernance mondiale, y compris les Nations unies et le FMI. Mais l’appel portait sur leur réforme afin de donner une plus grande voix aux nations du monde en développement pour lesquelles les BRICS sont le point de ralliement d’aujourd’hui. Même le secrétaire général des Nations unies, Antonio Guterres, s’est prononcé en faveur de la réforme des institutions de Bretton Woods et de la démocratisation du Conseil de sécurité des Nations unies, qui, selon lui, reflètent l’équilibre des forces mondiales à la fin de la Seconde Guerre mondiale, alors que de nombreux États présents au sommet des BRICS étaient encore des colonies et n’avaient pas leur place à la table des négociations. Guterres a diplomatiquement évité de dire comment ces réformes pourraient être mises en œuvre et quand.

On pourrait dire que, dans l’attente d’un consensus sur la manière dont les Nations unies, les institutions de Bretton Woods et l’OMC peuvent être réformées pour remplir leurs fonctions de promotion de la paix, de la sécurité et du développement durable, les BRICS ont élaboré des plans réalisables pour atteindre ces objectifs de manière ad hoc par le biais de nouvelles institutions parallèles qu’ils ont eux-mêmes créées.

En clair, ce sont ces considérations qui ont clairement guidé les cinq membres actuels dans leur décision d’inviter six autres membres à rejoindre le club en janvier 2024 : l’Iran, l’Argentine, l’Arabie saoudite, les Émirats arabes unis, l’Égypte et l’Éthiopie. Je vois dans ce choix la priorité donnée au renforcement de la sécurité mondiale et au financement du développement des infrastructures.

Le monde est grand et la liste des pays candidats à l’inclusion dans les BRICS qui a été diffusée avant le sommet comprenait de nombreux pays importants en termes de population, de PIB et d’autres mesures neutres similaires. À cet égard, je voudrais mentionner l’Algérie, le Venezuela, le Nigeria, le Mexique, l’Indonésie et la Thaïlande. Toutefois, ces pays ont été oubliés dans cette première série de nouvelles admissions. Jusqu’à présent, je n’ai vu aucun commentaire sur cette question dans les médias grand public, je vais donc proposer le mien pour combler cette lacune.

Il est vrai que l’inclusion de l’Argentine était une faveur nécessaire pour le Brésil, qui n’a généralement pas été un fervent défenseur de l’expansion, préférant, comme l’Inde, garder le club petit afin de préserver sa propre visibilité plus privilégiée et ne souhaitant pas exacerber les relations avec les États-Unis en admettant des pays ouvertement hostiles à Washington. Par ailleurs, tous les autres nouveaux membres sont regroupés en Asie occidentale (jusqu’à récemment appelée Moyen-Orient) et en Afrique du Nord-Est. Toute cette zone géographique a été et reste l’une des parties du monde les plus turbulentes et les plus marquées par la guerre. Si l’Éthiopie est actuellement en paix, ce n’est pas le cas de ses voisins immédiats de la Corne de l’Afrique. Quoi qu’il en soit, l’Éthiopie est le deuxième pays le plus peuplé d’Afrique après le Nigeria, et l’un des plus pauvres, qui a grand besoin d’aide au développement.

L’inclusion simultanée de l’Iran et de l’Arabie saoudite a certainement pour but de s’appuyer sur les accords de paix entre ces deux pays, négociés au printemps dernier par la Chine. Comme l’Inde et la Chine, ces deux nouveaux membres des BRICS bénéficieront certainement des contacts réguliers au sein du club.

Quant à l’Arabie saoudite, son entrée probable dans la Banque des BRICS en tant qu’important pourvoyeur de capitaux est un argument évident en faveur de son inclusion, aux côtés des Émirats arabes unis et de l’Égypte, qui sont déjà membres de la Banque.

En effet, la banque des BRICS est au cœur de la mission du club. Elle finance actuellement 100 grands projets d’infrastructure dans les pays en développement et sera en mesure d’en financer beaucoup plus lorsque son capital de base sera augmenté par l’arrivée de nouveaux membres. Il le fait sans imposer le carcan économique néolibéral aux pays bénéficiaires, comme le font la Banque mondiale et le FMI. Il s’agit d’un moyen d’échapper à l’asservissement par le capital occidental. C’est aussi un moyen d’échapper à l’hégémonie du dollar, puisque la Banque accordera des prêts dans les monnaies brésiliennes, sud-africaines et autres monnaies nationales.

Voilà pour le contenu substantiel du sommet des BRICS. J’en viens maintenant à la partie « bla-bla » de l’exercice, qui était intéressante à sa manière, en particulier les discours du président chinois Xi et de Vladimir Poutine au forum d’affaires et à la séance de clôture.

Xi a lancé des attaques à peine voilées contre les États-Unis pour leurs tentatives d’imposer leur hégémonie mondiale. Il a dénoncé leurs tentatives de fragmenter le monde, de diviser la communauté mondiale entre démocraties et autocraties, de fomenter un choc des civilisations. En dénonçant la « mentalité de la guerre froide », il parlait sans équivoque de l’Amérique de Joe Biden.

Alors que les articles des grands médias précédant le sommet avaient correctement identifié la Chine comme le pays poussant le plus à l’expansion des BRICS, ils ont gâché leur couverture en dépeignant Xi comme recherchant l’hégémonie mondiale pour son propre pays. C’est précisément la ligne éditoriale présentée dans les articles du Financial Times des 21 et 22 août. Xi a utilisé son discours pour réfuter ces accusations et pour affirmer que la Chine ne recherche qu’un ordre mondial ouvert, inclusif et représentatif. Il s’est élevé contre les alliances, qui divisent le monde en camps opposés.

Il est curieux que Vladimir Poutine ait utilisé son temps de parole pour présenter des éléments très différents. Il a parlé du contexte de la guerre en Ukraine ; il a expliqué la décision de la Russie de se retirer de l’« accord sur les céréales » garantissant les exportations de céréales ukrainiennes et a réitéré la volonté de la Russie d’assurer la sécurité alimentaire de l’Afrique et du reste du monde, notamment en livrant gratuitement des céréales aux nations africaines les plus démunies. Toutefois, il a également accordé plus d’attention à la question de la dédollarisation, soulignant que les échanges commerciaux de la Russie avec les pays des BRICS étaient réalisés à hauteur de 70 % dans les monnaies nationales. Il a également fait remarquer la part croissante du PIB mondial détenue par les cinq BRICS, qui est aujourd’hui mesurée à 27 % par le FMI et peut être qualifiée de 32 % en équivalence de parité des prix, ce qui signifie qu’elle est actuellement supérieure à celle du G7. Avec l’inclusion des nouveaux membres, la part des BRICS sera encore plus importante.

Poutine était peut-être absent. Mais la Russie ne l’était pas. De plus, en 2024, la Russie prendra la présidence des BRICS et le sommet se tiendra à Kazan. Le lieu a certainement été choisi pour souligner la position de la Russie en tant que « pays musulman », alors qu’elle se rapproche stratégiquement de l’Iran, de l’Arabie saoudite et des Émirats arabes unis.

A cosa è servito il vertice dei BRICS a Johannesburg?

Con una sola eccezione, il presidente russo Vladimir Putin, i grandi del Sud globale erano tutti presenti al 15° vertice dei leader dei BRICS, tenutosi a Johannesburg negli ultimi tre giorni.  Gran parte dei lavori pubblici, ovvero i discorsi al Business Forum e i discorsi di chiusura ai media globali, sono stati trasmessi in diretta dalle major televisive degli stessi paesi partecipanti, in particolare dalla cinese CGTN.

Molte parole sono state dette ai microfoni. Molte altre ancora sono state scritte nella Dichiarazione di chiusura di 26 pagine, che in genere esprimeva pie speranze per un mondo migliore. Il messaggio principale del vertice è stato uno di sostegno delle tradizionali istituzioni internazionali di governance globale, tra cui le Nazioni Unite e il Fondo Monetario Internazionale. Ma a questo si è aggiunta una richiesta di riforma per dare più voce alle nazioni del mondo in via di sviluppo, per le quali il BRICS è oggi il punto di riferimento. Anche il Segretario Generale delle Nazioni Unite Antonio Gutterez si è espresso a favore della riforma delle istituzioni di Bretton Woods e della democratizzazione del Consiglio di Sicurezza dell’ONU, che secondo lui rispecchiano l’equilibrio di potere mondiale alla fine della Seconda Guerra Mondiale, quando molti degli Stati presenti al vertice dei BRICS erano ancora colonie e non avevano posto al tavolo. Gutterez ha diplomaticamente evitato di dire come e quando queste riforme potrebbero essere attuate.

In attesa di un consenso su come le Nazioni Unite, le istituzioni di Bretton Woods e l’OMC possano essere riformate per svolgere le loro funzioni di promozione della pace, della sicurezza e dello sviluppo sostenibile, il BRICS ha in effetti proposto la creazione di istituzioni parallele ad hoc.

Sono state 

 chiaramente queste le considerazioni che hanno ispirato gli attuali cinque membri del gruppo ad invitare altri sei paesi ad entrare nel club nel gennaio 2024: Iran, Argentina, Arabia Saudita, Emirati Arabi Uniti, Egitto ed Etiopia. Vedo in questa scelta la priorità data al rafforzamento della sicurezza globale e al finanziamento dello sviluppo delle infrastrutture.

Il mondo è grande e l’elenco dei Paesi candidati all’inclusione nei BRICS, diffuso prima del Vertice, comprendeva molti Paesi importanti in termini di popolazione, PIL e altri criteri simili, tra cui Algeria, Venezuela, Nigeria, Messico, Indonesia e Thailandia. Ma in questa prima tornata di nuove ammissioni questi ultimi sono stati messi da parte.  

Finora non ho visto nei media tradizionali alcun commento a questo proposito, quindi offrirò il mio per colmare la lacuna.

Chiaramente, l’inclusione dell’Argentina è stata una cortesia necessaria al Brasile, che in generale non è un forte sostenitore dell’espansione, preferendo, come l’India, mantenere il club piccolo per preservare la propria posizione privilegiata e non volendo inasprire i rapporti con gli Stati Uniti ammettendo paesi apertamente ostili a Washington. Argentina a parte, gli altri quattro fanno parte di un’area geografica che è stata e rimane una delle parti del mondo più turbolente e ancora in preda a guerre. Anche se l’Etiopia al momento è in un periodo di pace, i suoi vicini nel Corno d’Africa non lo sono. Non dimentichiamoci anche che l’Etiopia è il secondo Paese più popoloso dell’Africa dopo la Nigeria e uno dei più poveri, con un grande bisogno di assistenza allo sviluppo.

L’inclusione simultanea di Iran e Arabia Saudita ha sicuramente l’intento di continuare il lavoro iniziato con gli accordi di pace tra i due paesi raggiunti la scorsa primavera grazie alla mediazione cinese. Come l’India e la Cina, questi due nuovi membri dei BRICS trarranno sicuramente beneficio dai contatti regolari all’interno del club.

Per quanto riguarda l’Arabia Saudita, la sua probabile adesione alla Banca dei BRICS come principale apportatore di capitali è un ovvio argomento a favore della sua inclusione, accanto agli Emirati Arabi Uniti e all’Egitto, che sono già membri della Banca.

E la Banca BRICS è il perno del progetto del club. Attualmente finanzia 100 grandi progetti infrastrutturali nei Paesi in via di sviluppo e sarà in grado di finanziarne molti altri quando il suo capitale di fondazione sarà aumentato dai nuovi membri.  Lo fa senza imporre ai Paesi beneficiari la camicia di forza economica neoliberista, come fanno la Banca Mondiale e il Fondo Monetario Internazionale. In alte parole, rappresenta un’alternativa alla “schiavitù” che comporta ricevere capitale dall’Occidente. È anche un modo per sfuggire all’egemonia del dollaro, visto che la Banca si propone di concedere prestiti nelle valute degli stessi paesi membri, a partire da quella brasiliana, sudafricana ma anche di altri Paesi.

Questo per quanto riguarda i contenuti sostanziali del vertice dei BRICS.  

Tornando invece alle dichiarazioni fatte durante il vertice, interessanti quelle contenute nei discorsi del presidente cinese Xi e di Vladimir Putin al Business Forum e alla sessione di chiusura. Xi ha sferrato attacchi appena velati agli Stati Uniti per i loro tentativi di imporre la loro egemonia al resto del mondo. Ha denunciato i tentativi americani di frammentarlo, e di dividere la comunità globale in democrazie e autocrazie, quindi di fomentare uno “scontro tra le civiltà”. Nel denunciare la “mentalità da guerra fredda” dell’America di oggi, XI non ha avuto remore nel citare

il suo presidente, Joe Biden.

Anche se i reportage dei media occidentali allineati alle direttive di Washington  prima del Vertice identificavano nella Cina  come la forza trainante dell’espansione del gruppo dei paesi membri dei BRICS, hanno poi fatto presto a liquidare le parole del presidente cinese come riprova delle tendenze egemoniche mondiali del suo Paese. Questa quantomeno è stata la linea editoriale chiaramente percepibile negli articoli pubblicati dal

Financial Times il 21 e 22 agosto scorsi.

Nel suo intervento, Xi ha respinto queste accuse al mittente e affermato che la Cina cerca solo un ordine mondiale aperto, inclusivo e rappresentativo. Si è quindi schierato contro la logica delle alleanze che sta prendendo forma, in quanto queste dividono il mondo in campi contrapposti.

Tornando a Putin, il presidente russo non si è limitato a parlare dei temi più strettamente attinenti al vertice ma ha anche parlato diffusamente del retroscena della guerra in Ucraina, della decisione della Russia di ritirarsi dall’accordo sul grano che garantiva le esportazioni ucraine. E ha ribadito la disponibilità della Russia a garantire all’Africa e al resto del mondo la sicurezza alimentare anche attraverso la consegna gratuita di grano alle nazioni africane più bisognose. 

Ma ha anche parlato della questione della de-dollarizzazione. Secondo Putin, il 70% degli scambi commerciali tra Russia e altri paesi BRICS dovrebbe e potrebbe essere condotto in valute nazionali, anche in considerazione della crescente quota del PIL globale prodotta dai cinque Paesi BRICS, stimata al 27% dal FMI e forse al 32% in termini di parità del potere di acquisto, ovvero superiore a quella dei G7. E che sarebbe ancora maggiore includendo  i nuovi membri.

Mentre Putin era fisicamente assente, la Russia era ovviamente presente al vertice con una propria delegazione. E nel 2024 questa assumerà la presidenza di turno dei BRICS, il cui vertice si terrà a Kazan. La sede è stata sicuramente scelta per sottolineare la posizione della Russia come “Paese musulmano”, in un contesto che la farà avvicinare strategicamente all’Iran, all’Arabia Saudita e agli Emirati Arabi Uniti.


What did the BRICS Summit in Johannesburg accomplish?

With one notable exception, Russian President Vladimir Putin, the great and the good of the Global South were all in attendance at the 15th Summit of the BRICS leaders in Johannesburg these past three days.  A large part of the public proceedings, meaning the addresses to the Business Forum and the closing addresses to global media, were carried live on television majors, in particular on the Chinese CGTN.

 A lot of words were delivered over the microphones. Still more were set down in the 26 page closing Declaration, which typically delivered pious hopes for a better world. The overriding call was supportive of the traditional international institutions of global governance including the United Nations and the IMF. But the call was for their reform to give a greater voice to nations of the developing world for whom BRICS is today’s rallying point. Even UN Secretary General Antonio Gutterez spoke in favor of reform of the Bretton Woods institutions and democratization of the UN Security Council, which he said reflect the world power balance at the end of WWII when many of the states present at the BRICS summit were still colonies and had no place at the table. Gutterez diplomatically avoided saying how these reforms might be effected and when.

One might say that pending the arrival of a consensus on how the United Nations, the Bretton Woods institutions and the WTO can be reformed to perform their functions of promoting peace, security and sustainable development, BRICS has set out workable plans for achieving these objectives in an ad hoc manner through new parallel institutions of its own making.

Put bluntly, these are the considerations which clearly guided the existing five members in their decision to invite six further members to join the club in January 2024: Iran, Argentina, Saudi Arabia, the United Arab Emirates, Egypt and Ethiopia. I see in this choice the priority given to enhancing global security and to financing infrastructure development.

The world is big and the list of candidate countries for inclusion in BRICS that was circulated before the Summit included many that are important in terms of population, GDP and similar neutral measures. In this connection, I would mention here Algeria, Venezuela, Nigeria, Mexico, Indonesia and Thailand. However they were overlooked in this first round of new admissions.  So far I have not seen in mainstream media any commentary on this issue, so I will offer mine to fill the gap.

To be sure, Argentina’s inclusion was a necessary sop to Brazil, which had in general not been a strong advocate of expansion, preferring, like India, to keep the club small so as to preserve its own more privileged visibility and not wishing to exacerbate with the United States by admitting countries openly hostile to Washington. Otherwise, all the other new members are clustered in West Asia (till recently called the Middle East) and northeast Africa.  This whole geographic area has been and remains one of the most turbulent and war-riven parts of the world. Although Ethiopia may be at peace presently, its immediate neighbors in the Horn of Africa have not been. In any case, Ethiopia counts as the second most populous country in Africa after Nigeria, and one of the poorest, in great need of development assistance.

The simultaneous inclusion of Iran and Saudi Arabia surely has the intent to build upon the peace accords between them negotiated this past spring by China. Like India and China, these two new BRICS members will surely benefit from the regular contacts within the club.

As for Saudi Arabia, its likely joining the BRICS Bank as a major contributor of capital is an obvious argument for its inclusion, alongside the United Arab Emirates and Egypt, which are already members of the Bank. 

Indeed the BRICS Bank is central to the whole mission of the club. It presently is funding 100 major infrastructure projects in the developing world, and will be in a position to finance many more when its foundation capital is increased by new incoming members.  It does this without imposing the Neoliberal economic straitjacket on recipient countries as do the World Bank and IMF. This is an escape route from enslavement by Western capital. It is also an escape route from dollar hegemony since the Bank will be opening loans in Brazilian, South African and other national currencies.

So much for substantive content of the BRICS summit.  I now return to the blah-blah part of the exercise, which was interesting in its own way, especially the speeches by Chinese President Xi and by Vladimir Putin to the Business Forum and Closing Session.

Xi delivered barely veiled attacks on the United States for its attempts to enforce its global hegemony. He denounced its attempts to fragment the world, to divide the global community into democracies and autocracies, to foment a clash of civilizations. In denouncing “Cold War mentality,” he was speaking unequivocally about Joe Biden’s America.

While reporting of mainstream ahead of the Summit had correctly identified China as the country pushing hardest for expansion of BRICS, it spoiled its coverage by portraying Xi as seeking global hegemony for his own country. This was precisely the editorial line presented in the articles of the Financial Times dated 21st and 22nd August. Xi used his speech to refute these accusations and to claim that China seeks only an open, inclusive and representative world order. He argued against alliances as being divisive of the world into opposing camps.

It is curious that Vladimir Putin used his time at the microphone to present very different material. He spoke about the background to the Ukraine War; he explained the decision by Russia to pull out of the ‘grain deal’ securing Ukrainian grain exports and reiterated Russia’s readiness to provide Africa and the rest of the world with food security, including by delivery of grain free of charge to the neediest African nations. However, he also devoted more attention to the issue of de-dollarization, pointing to the achievement of 70% denomination in national currencies in Russia’s trade with BRICS countries. He also remarked on the growing share of global GDP enjoyed by the BRICS Five, which now is measured at 27% by the IMF, and may be called 32% in Price Parity Equivalency, meaning that it is presently greater than that of the G7. With the inclusion of the new members, the share of BRICS will be still bigger.

Putin may have been absent. But Russia was not. Moreover, in 2024 Russia takes over the chairmanship of BRICS and the Summit will be held in Kazan. The venue was surely chosen to highlight Russia’s position as a fellow “Muslim country” as it draws strategically closer to Iran, Saudi Arabia and the UAE.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “What are they saying about the war in Italy this summer?”

Translations below into German (Andreas Mylaeus), Italian (Weber Potsie) and French (Youri)

Was wird in diesem August über den Krieg in Italien gesagt?

Wie einige Leser dieser Seiten und das Interviewteam von Press TV (Iran) wissen, bin ich in den zehn Tagen bis zum 26. August in Italien “im Urlaub” und meine Online-Aktivitäten sind entsprechend eingeschränkt.

Nichtsdestotrotz halte ich ein Auge auf die Entwicklungen im russisch-ukrainischen Krieg. Natürlich besteht das Hotelfernsehen in Italien zu 99 % aus Ausstrahlungen alter italienischer Filme oder aus dem Verkauf von Kleidung und billigem Schmuck im Fernsehen. Vergessen Sie Euronews oder die BBC. Aber smotrim.ru reist mit mir überall hin. Daraus schließe ich, dass es im Moment nicht viel vom Schlachtfeld zu berichten gibt.

Die westlichen Medien, darunter auch die italienischen Printmedien, berichten über die Zerstörung eines Musiktheaters in der ukrainischen Stadt Tschernigow durch eine russische Rakete vor einem Tag. Es wird von mindestens sieben zivilen Todesopfern gesprochen, und mindestens dreißig Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Diese aus offiziellen ukrainischen Quellen stammenden Fakten haben es heute auf die Titelseiten der nationalen Tageszeitungen Corriere della sera und Repubblica geschafft. Letztere zeigt ein großes Foto des schwer beschädigten Theaters mit der Überschrift “Theater des Krieges”. In der Bildunterschrift heißt es: “Der Frieden scheint jetzt weiter entfernt denn je.”

Offizielle russische Quellen haben sich zu diesem Angriff weitgehend ausgeschwiegen. Ein Nachrichtenportal in den sozialen Medien liefert jedoch einige sehr wichtige Informationen.

Siehe: https://bloknot.ru/v-mire/v-chernigove-iskander-udaril-po-dramteatru-s-vy-stavkoj-udarny-h-dronov-i-komandirami-1152861.html

Darin heißt es, dass in dem Theater eine öffentlich beworbene Ausstellung über die neuesten Entwicklungen in der ukrainischen Drohnentechnologie stattfand und dass die Kommandeure der ukrainischen Drohnenoperationen bekanntlich im Gebäude anwesend waren. Wenn dies tatsächlich der Fall war, dann würden die Kriegsregeln natürlich den russischen Angriff rechtfertigen, bei dem eine Iskander-Rakete eingesetzt wurde.

Die von mir erwähnten Zeitungen liegen unberührt am Kiosk. Am Strand lesen die Italiener andere Zeitungen, in denen es um lokale Skandale und die sehr umstrittene Frage geht, wie man mit illegalen Einwanderern umgehen soll.

Aber es ist der Höhepunkt der Sommerferien in Italien, und nach dem, was ich vor ein paar Tagen am Lido di Venezia und in diesen Tagen im Strand- und Kulturort Pesaro, wo das Rossini-Festival stattfindet, gesehen habe, sind die Gedanken der Menschen auf die Freuden des Lebens gerichtet, vor allem auf das, was die Franzosen die Kunst der Tafel nennen, für die Italien hervorragende Verdienste hat. Es ist die Jahreszeit der Genießer, nicht die der Grübler.

In meinen Aufzeichnungen über meine Reisen in Russland gebe ich oft das wieder, was ich die vox populi nenne, d.h. die Geschichten, die ich von Taxifahrern und Leuten aus dem Gastgewerbe höre, die ein gutes Sprachrohr für das Denken in der Unter- und Mittelschicht sind. Jetzt werde ich dasselbe mit dem tun, was ich von einem Bekannten in einem 4-Sterne-Lido-Hotel gehört habe, wo er der Rezeptionschef ist. Wir kennen ihn schon seit vielen Jahren, daher ist er ziemlich offen mit seinen Gedanken.

Seine größte Sorge sind derzeit die steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere für Lebensmittel und Benzin, bei stagnierenden Gehältern und hohen Steuern, zu denen derzeit auch eine Einkommenssteuer von 43 % gehört, von einer niedrigen Basis ausgehend. Er besteht darauf, dass die italienische Mittelschicht verschwunden ist und die Kluft zwischen Arm und Reich immens gewachsen ist. Obwohl er zugibt, dass er keine Zuneigung zu rechten Politikern hat, ist er dennoch bereit, Meloni eine Chance zu geben, im Amt etwas zu tun und ihren Wert zu beweisen.

“Große Sorgen über den Zustand der Welt spielen” in seinen Überlegungen keine Rolle. Seine Hauptbeschäftigung ist die Frage, wie er mit dem vollen Haus im Hotel während der etwa zehn Tage umgehen wird, wenn Ende des Monats die Filmfestspiele von Venedig eröffnet werden. Dies wird seine 33. Saison sein, in der er die Beziehungen zwischen dem Hotel und den Gästen des Filmfestivals pflegt, und wie er einräumt, sind sie ein oft seltsames und streitsüchtiges Publikum.

Ich habe diese Gedanken eines Mannes am Lido di Venezia mit Ihnen geteilt, weil er ziemlich scharfsinnig und ausgewogen denkt und weil er aufgrund seiner Arbeit viel sieht und hört. Man beachte, dass der Krieg für ihn in keiner Weise eine Ursache für die Schwierigkeiten ist, mit denen er täglich zu kämpfen hat, um über die Runden zu kommen. Man beachte auch, dass seine Bemerkungen über das Verschwinden der italienischen Mittelschicht durch die stärkere Präsenz italienischer Gäste in seinem Hotel in dieser Saison auf Kosten britischer und amerikanischer Gäste widerlegt werden, die in früheren Jahren, vor Covid und vor dem Brexit, überwogen.

Hier in Pesaro, in einem Vier-Sterne-Hotel am Meer, wo sich die Zimmerpreise während der Dauer des Festivals verdoppelt haben, sind die Gäste fast ausschließlich Italiener, und zwar in allen Altersklassen. Bei den Paaren, die heute Morgen beim Frühstück an einem langen Tisch neben uns saßen, muss es sich um Geschäftsinhaber oder ähnliche angesehene Mitglieder der italienischen Mittelschicht handeln. Sie haben das Geld, das sie für ihre sybaritischen Vorlieben ausgeben können. Aber sie sind nicht superreich, sonst würden sie in ihren eigenen Villen leben und nicht tageweise Zimmer in einem Hotel mieten.

Aus all dem Vorstehenden schließe ich, zumindest als Arbeitshypothese, dass la dolce vita in kleinen Buchstaben immer noch von einem großen Teil der Italiener genossen wird, die nicht viel Zeit damit verbringen, sich über das Leid der NATO in der Ukraine aufzuregen.

Cosa si dice della guerra in Italia in questo mese di agosto?

Come alcuni lettori di queste pagine e come il team di intervistatori di Press TV (Iran) sanno, in questi dieci giorni fino al 26 agosto sono “in vacanza” in Italia e le mie attività online sono di conseguenza limitate.

Ciononostante, tengo d’occhio gli sviluppi della guerra tra Russia e Ucraina. Naturalmente, la televisione negli alberghi italiani è costituita al 99% da trasmissioni di vecchi film italiani o da vendite in diretta di abbigliamento e gioielli a poco prezzo. Scordatevi Euronews o la BBC. Ma smotrim.ru viaggia con me ovunque. E da questo capisco che al momento non c’è molto da raccontare dal campo di battaglia.

Quello che viene riportato dai media occidentali, compresa la stampa italiana, è la distruzione di un teatro musicale-drammatico nella città di Chernigov, in Ucraina, da parte di un missile russo un giorno fa. Si parla di almeno sette morti tra i civili e di trenta o più persone ricoverate in ospedale. Questi fatti, provenienti da fonti ufficiali ucraine, sono finiti oggi sulle prime pagine dei quotidiani nazionali Corriere della sera e Repubblica. Quest’ultimo riporta una grande foto del teatro gravemente danneggiato con il titolo “Teatro di guerra”.  Una didascalia in basso ci dice che “la pace ora sembra più lontana che mai”.

Le fonti ufficiali russe non hanno riportato questo attacco. Ma un portale di notizie sui social media fornisce alcune informazioni interessanti: https://bloknot.ru/v-mire/v-chernigove-iskander-udaril-po-dramteatru-s-vy-stavkoj-udarny-h-dronov-i-komandirami-1152861.html

Ovvero che il teatro stava allestendo una mostra sponsorizzata dalle autorita’ ucraine sui recenti sviluppi tecnologici nell’ambito della ricerca sui droni e che vi fossero presentii i comandanti delle operazioni ucraine effettuate con l’ausilio di droni. Se vero, le regole di guerra giustificherebbero l’attacco russo, portato a termine con un missile Iskander.

I giornali che ho citato sono tutti rimasti nell’edicola in cui li ho visti. In spiaggia, gli italiani leggono ben altri giornali, quelli che riportano scandali locali e la controversa questione di come trattare gli immigrati clandestini. 

Ma siamo nel pieno delle vacanze estive in Italia e da quello che ho visto intorno a me al Lido di Venezia qualche giorno fa e in questi due giorni nella località balneare e culturale di Pesaro, dove è in corso il Rossini Festival, la mente della gente è rivolta ai piaceri della vita, soprattutto a quella che i francesi chiamano l’arte della tavola, per la quale l’Italia ha meriti eccezionali. È la stagione dei sibariti, non delle preoccupazioni.

Nei miei appunti di viaggio in Russia, condivido spesso quella che chiamo la vox populi, ovvero le storie che mi raccontano i tassisti e le persone che lavorano nel settore turistico, che sono una buona cartina al tornasole del pensiero delle classi medie e basse. Ora farò lo stesso con quello che ho sentito da un conoscente in un hotel 4 stelle del Lido, il responsabile della reception. Lo conosciamo da anni e anni, quindi parla con noi senza grandi reticenze.

La sua principale preoccupazione in questi giorni è l’aumento del costo della vita, in particolare del cibo e della benzina, in un contesto di salari stagnanti e di tasse punitive, che attualmente includono un’imposta sul reddito del 43% anche su redditi medicassi [NDT: l’aliquota del43% si applica partire da 50mila euro]. Insiste sul fatto che la classe media italiana è scomparsa, che il divario tra ricchi e poveri è cresciuto a dismisura. E pur ammettendo di non amare affatto i politici di destra, è stato pronto a dare alla Meloni la possibilità di fare qualcosa in ufficio e dimostrare quello che sa fare.

Le preoccupazioni “generali” sullo stato del mondo non rientrano nei suoi pensieri. La sua principale preoccupazione è come gestire il tutto esaurito nell’hotel per i circa dieci giorni in cui si aprirà la Mostra del Cinema di Venezia alla fine del mese. Questa sarà la sua 33esima stagione di gestione dei rapporti dell’hotel con gli ospiti della Mostra del Cinema, che, come lui stesso riconosce, sono una folla spesso strana e litigiosa.

Ho condiviso queste riflessioni di un uomo al Lido di Venezia perché è sempre piuttosto ben informato ed equilibrato nei suoi giudizi, anche grazie al suo lavoro.  Si noti che la guerra non figura in alcun modo nei suoi pensieri come causa delle sue difficoltà quotidiane a sbarcare il lunario. Si noti anche che le sue osservazioni sulla scomparsa di una classe media italiana sono contraddette dalla maggiore presenza di ospiti italiani nel suo hotel in questa stagione, a scapito della presenza britannica e americana, che negli anni passati, prima di Covid e prima della Brexit, erano la maggiornanza.

Qui a Pesaro, in un albergo a quattro stelle sul mare, dove i prezzi delle camere sono doppi rispetto alla norma per tutta la durata del Festival, gli ospiti sono quasi tutti italiani, e di ogni età. Le coppie che hanno condiviso il lungo tavolo vicino a noi a colazione questa mattina devono essere proprietari di negozi o comunque parte rappresentativa della borghesia italiana.  E hanno parecchi soldi da spendere. Ma non sono super ricchi, altrimenti vivrebbero in ville di proprietà e non affitterebbero camere di albergo.

Concludendo, la dolce vita in piccolo è ancora goduta da un’ampia fetta di italiani, che non passano molto tempo a preoccuparsi dei guai della NATO in Ucraina.

Que dit-on de la guerre en Italie en ce mois d’août ?

Comme le savent certains lecteurs de ces pages et l’équipe d’interview de Press TV (Iran), je suis « en vacances » en Italie pendant dix jours, jusqu’au 26 août, et mes activités en ligne sont réduites en conséquence.

Néanmoins, je garde un œil sur l’évolution de la guerre russo-ukrainienne. Bien sûr, la télévision des hôtels en Italie se résume à 99 % de vieux films italiens ou à des ventes de vêtements et de bijoux bon marché. Oubliez Euronews ou la BBC. Mais smotrim.ru m’accompagne partout. J’en déduis qu’il n’y a pas grand-chose à rapporter du champ de bataille pour le moment.

Les médias occidentaux, y compris la presse écrite italienne, font état de la destruction d’un théâtre de musique dans la ville de Tchernigov, en Ukraine, par un missile russe il y a un jour. Il est fait état d’au moins sept morts parmi les civils et d’une trentaine de personnes hospitalisées. Ces faits, de source officielle ukrainienne, font aujourd’hui la Une des quotidiens nationaux Corriere della Sera et Repubblica. Ce dernier présente une grande photo du théâtre gravement endommagé avec le titre « Théâtre de guerre ». Une légende en dessous nous dit que « la paix semble maintenant plus éloignée que jamais ».

Les sources officielles russes sont restées largement muettes sur cette attaque. Toutefois, un portail d’information dans les médias sociaux fournit des informations très pertinentes.

Voir ici : https://bloknot.ru/v-mire/v-chernigove-iskander-udaril-po-dramteatru-s-vy-stavkoj-udarny-h-dronov-i-komandirami-1152861.html

Cela signifie que le théâtre organisait une exposition annoncée publiquement sur les derniers développements de la technologie des drones ukrainiens et que les commandants des opérations de drones ukrainiens étaient censés être présents dans le bâtiment. Si tel était le cas, les règles de la guerre justifieraient l’attaque russe, pour laquelle une roquette Iskander a été utilisée.

Les journaux que j’ai mentionnés sont posés sur le kiosque à journaux, sans avoir été touchés. Sur la plage, les Italiens lisent d’autres journaux qui traitent de scandales locaux et de la question très controversée du traitement des immigrés clandestins.

Mais nous sommes en pleine période de vacances d’été en Italie et d’après ce que j’ai vu autour de moi au Lido de Venise il y a quelques jours, et ces deux derniers jours à la station balnéaire et culturelle de Pesaro où se déroule actuellement le festival Rossini, les esprits sont tournés vers les plaisirs de la vie, en particulier ce que les Français appellent l’art de la table, pour lequel l’Italie a des mérites exceptionnels. C’est la saison des sybarites, pas des alarmistes.

Dans mes notes sur mes voyages en Russie, je partage souvent ce que j’appelle la vox populi, c’est-à-dire les histoires que me racontent les chauffeurs de taxi et les personnes travaillant dans le secteur de l’hôtellerie et de la restauration, qui sont de bons vecteurs de la pensée des classes moyennes et inférieures. Je vais maintenant faire de même avec ce que m’a dit une connaissance d’un hôtel 4 étoiles du Lido, où il est responsable de la réception. Nous le connaissons depuis de nombreuses années et il est donc assez ouvert à partager ses opinions.

Sa principale préoccupation aujourd’hui est l’augmentation du coût de la vie, en particulier de la nourriture et de l’essence, dans un contexte de salaires stagnants et d’impôts pénalisants, dont un impôt sur le revenu de 43 % à partir d’une base peu élevée. Il insiste sur le fait que la classe moyenne italienne a disparu et que le fossé entre les riches et les pauvres s’est considérablement creusé. Néanmoins, bien qu’il admette ne pas avoir d’affection pour les politiciens de droite, il est prêt à donner à Meloni une chance de faire quelque chose au sein du gouvernement et de prouver sa valeur.

La situation du monde ne fait pas partie de ses préoccupations. Sa principale préoccupation est de savoir comment il va gérer l’affluence à l’hôtel pendant la dizaine de jours que durera l’ouverture du festival du film de Venise à la fin du mois. Ce sera sa 33e saison à gérer les relations de l’hôtel avec les clients du Festival du film et, comme il le reconnaît, il s’agit d’une foule souvent bizarre et chicanière.

J’ai partagé les pensées d’un homme sur le Lido de Venise parce qu’il est assez perspicace et équilibré dans sa réflexion, et qu’il voit et entend beaucoup de choses en raison de son travail.  Notez que la guerre ne figure en aucun cas dans son esprit comme une cause des difficultés qu’il rencontre dans sa vie quotidienne pour joindre les deux bouts. Notez également que ses remarques sur la disparition d’une classe moyenne italienne sont contredites par la présence accrue de clients italiens dans son hôtel cette saison, au détriment des clients britanniques et américains qui, dans les années passées, avant Covid et avant le Brexit, étaient prépondérants.

Ici, à Pesaro, dans un hôtel quatre étoiles en bord de mer, où le prix des chambres a doublé par rapport à la normale pendant la durée du festival, les clients sont presque tous italiens, et ils appartiennent à toutes les catégories d’âge. Les quelques couples qui ont partagé une longue table près de nous au petit déjeuner ce matin doivent être des propriétaires de magasins ou d’autres membres de la classe moyenne italienne. Ils ont de l’argent à dépenser pour leurs préférences sybaritiques. Mais ils ne sont pas super riches, sinon ils vivraient dans leurs propres villas et ne loueraient pas des chambres d’hôtel à la journée.

De tout ce qui précède, je conclus, au moins à titre d’hypothèse de travail, que la dolce vita en lettres minuscules est toujours appréciée par une grande partie des Italiens, qui ne passent pas beaucoup de temps à se préoccuper des malheurs de l’OTAN en Ukraine.

What are they saying about the war in Italy this August?

As some readers of these pages and as the interview team at Press TV (Iran) are aware, these ten days up to 26 August I am ‘on vacation’ in Italy and my online activities are curtailed accordingly.

Nonetheless, one keeps an eye out for developments in the Russian-Ukraine war. Of course, hotel television in Italy is 99% broadcasts of old Italian movies or on air sales of clothing and cheap jewelry. Forget about Euronews or the BBC. But smotrim.ru travels with me everywhere. From that, I understand that there is not much to report from the field of battle at the moment.

What is being reported by Western media, including the Italian print media, is the destruction of a musical-drama theater in the city of Chernigov, Ukraine by a Russian missile a day ago. At least seven civilian deaths are mentioned and thirty or more persons have been hospitalized. These facts from Ukrainian official sources have made it onto the front pages today of the national dailies Corriere della sera and Repubblica. The latter features a large photo of the badly damaged theater with the heading “Theater of War.”  A caption below tells us that “peace now seems farther away than ever.”

Russian official sources have been largely silent about this attack. However, one social media news portal does give some highly relevant information.

See https://bloknot.ru/v-mire/v-chernigove-iskander-udaril-po-dramteatru-s-vy-stavkoj-udarny-h-dronov-i-komandirami-1152861.html

This relates that the theater was putting on a publicly advertised exhibition of latest developments in Ukrainian drone technology and commanders of the Ukrainian drone operations were known to be present in the building. If this was indeed the case, then, of course the rules of war would justify the Russian attack, for which an Iskander rocket was used.

The newspapers I have mentioned are sitting untouched on the newsstand. On the beach, Italians are reading other papers which feature local scandals and the very controversial issue of how to deal with illegal immigrants. 

But this is the height of the summer vacation time in Italy and from what I saw around me on the Lido di Venezia a few days ago and these couple of days at the beach and culture resort of Pesaro, home to the ongoing Rossini Festival, people’s minds are directed to life’s pleasures, especially, what the French call the art of the table, for which Italy has outstanding merits. It is the season for sybarites, not for worriers.

In my notes on my travels in Russia, I often share what I call the vox populi, by which I mean the stories I hear from taxi drivers and people in the hospitality industry, who are good conduits of thinking in the lower and middle classes. Now I will do the same with what I heard from an acquaintance at a 4 star Lido hotel where he is the front desk manager. We know him for years and years, so he is fairly open with his thoughts.

His main concern these days is the rising cost of living, especially food and petrol, in the context of stagnant salaries and punishing taxes, currently including an income tax of 43% from a low base. He insists that the Italian middle class has disappeared, that the gulf between the rich and the poor has grown immensely. Nonetheless, though he admits to having no affection for Rightist politicians, he is ready to give Meloni a chance to do something in office and prove her worth.

“Big picture” concerns about the state of the world do not figure in his thinking. His main preoccupation is how he will cope with the full house in the hotel for the ten days or so when the Venice Film Festival opens at the end of the month. This will be his 33rd season managing the hotel relations with Film Festival guests, and as he acknowledges they are an often weird and contentious crowd.

I have shared these thoughts of one man on the Lido di Venezia because he is fairly shrewd and well-balanced in his thinking, and he sees and hears a lot by virtue of his job.  Note that the war in no way figures in his mind as a cause of his daily life challenges making ends meet. Note, too, that his remarks about the disappearance of an Italian middle class are contradicted by the greater presence of Italian guests in his hotel this season at the expense of British and American guests, who in years past, before Covid and before Brexit, were preponderant.

Here in Pesaro, in a four star hotel by the sea, where room prices have doubled from normal during the duration of the Festival, the guests are almost all Italian, and they match every age category. The several couples who shared a long table near us at breakfast this morning must be shop owners or similar upstanding members of the Italian middle classes.  They have the money to spend on their sybaritic preferences. But they are not super wealthy, or they would be living in their own villas, not renting rooms in a hotel by the day.

By all of the foregoing, I conclude, at least as a working hypothesis, that la dolce vita in small letters is still enjoyed by a large swathe of Italians, who are not spending much time fretting over NATO’s woes in Ukraine.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “Army 2023: an overview of the exhibits”

Translations below into German (Andreas Mylaeus) and French (Youri)

“Army 2003”: ein Überblick über die Exponate

Ein Leser meines vor einigen Tagen erschienenen Artikels über die Internationale Sicherheitskonferenz und -ausstellung in Moskau mit dem Titel “Armee 2003” meinte, dass es schön wäre, ein Video zu finden, das die von den Russen auf dem Schlachtfeld in der Ukraine erbeuteten und jetzt im Freien auf der Ausstellung gezeigten Trophäen der NATO-Hardware zeigt.

Die heutige online-Ausgabe der maßgebenden russischen Zeitung Rossiiskaya Gazeta erfüllt diesen Wunsch. Siehe Abschnitt “Трофейная техника НАТО” unter diesem Link:

https://rg.ru/2023/08/18/ot-ak-19-do-giperzvukovogo-avangarda-chto-posmotret-na-forume-armiia-2023.html

Derselbe Artikel bietet auch ziemlich detaillierte Informationen und einige Videoclips der interessantesten neuen russischen Ausrüstung, die die lokalen Hersteller ausgestellt haben.

Offensichtlich ist der Artikel in russischer Sprache, aber ich habe keinen Zweifel, dass die Leser angemessene Übersetzungen finden, indem sie die entsprechenden Texte kopieren und Google translate oder Linguee Software online einfügen.

« Army 2003 » : un aperçu des expositions

Un lecteur de mon article d’il y a quelques jours décrivant la conférence et l’exposition de Moscou sur la sécurité internationale intitulée « Army 2003 » a fait remarquer qu’il serait agréable de trouver une vidéo montrant le trophée du matériel de l’OTAN capturé par les Russes sur le champ de bataille en Ukraine et maintenant exposé à l’extérieur dans le cadre de l’exposition.

L’édition en ligne d’aujourd’hui du journal russe Rossiyskaya Gazeta, qui fait autorité en la matière, répond à ce souhait. Voir la section “Трофейная техника НАТО” en suivant le lien.

https://rg.ru/2023/08/18/ot-ak-19-do-giperzvukovogo-avangarda-chto-posmotret-na-forume-armiia-2023.html

Ce même article fournit également des informations assez détaillées et quelques clips vidéo sur les nouveaux équipements russes les plus intéressants que les fabricants locaux ont présentés.

L’article est évidemment en russe, mais je ne doute pas que les lecteurs trouveront des traductions adéquates en coupant et en collant le texte dans Google translate ou dans le logiciel Linguee en ligne.

Jusqu’à présent, les organisateurs de l’exposition n’ont fourni aucune information sur les contrats d’achat qui ont pu être conclus avec les équipes d’approvisionnement des 30 pays qui ont participé à Army 2023.

Bisher haben die Ausstellungsmacher keine Angaben zu Kaufverträgen gemacht, die mit den Beschaffungsteams der 30 Länder, die an der Army 2023 teilgenommen haben, abgeschlossen worden sein könnten.

“Army 2003”:  an overview of the exhibits

One reader of my article several days ago describing this week’s Moscow International Security Conference and exhibition entitled “Army 2003” commented that it would be nice to find a video showing off the trophy NATO hardware captured by the Russians on the field of battle in Ukraine and now displayed outdoors at the exhibition.

Today’s online edition of the authoritative Russian newspaper Rossiiskaya Gazeta satisfies that wish. See the section “Трофейная техника НАТО” by following the link

This same article also provides fairly detailed information and some video clips of the most interesting new Russian produced equipment that the local manufacturers have put on display. 

Obviously the article is in Russian, but I have no doubt that readers will find adequate translations by cutting and pasting text into Google translate or Linguee software online.

So far, the exhibition organizers have provided no information about purchase contracts which may have been concluded with the procurement teams of the 30 countries which participated in Army 2023. 

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “Army 2023”

Translations below into German (Andreas Mylaeus) and French (Youri)

“Armee 2023”: Mehr Nachrichten aus Russland, die Sie im westlichen Mainstream nicht finden werden

Vor einigen Wochen habe ich gesagt, dass sich die russischen Journalisten nach dem Russland-Afrika-Gipfel in Petersburg auf die üblichen Hundstage des Sommers freuen und es bis zum BRICS-Gipfel Ende August ruhig angehen lassen könnten.

Ich war voreilig.

Ja, mehrere russische Spitzenjournalisten sind jetzt im Urlaub. Wladimir Solowjow legt kurze Wochen ein. Der Generaldirektor aller staatlichen Fernsehnachrichtendienste, Dmitri Kisseljow, ist verreist. Wahrscheinlich pflegt er gerade die Trauben auf seinem Weinberg auf der Krim. Aber die Moderatoren der Nachrichtensendung Sechzig Minuten und der Podiumsdiskussion, Jewgeni Popow und Olga Skabejewa, scheinen ihren Jahresurlaub zu schwänzen und geben in ihren zweimal täglich ausgestrahlten zweistündigen Sendungen Vollgas. Das ist auch gut so, denn es mangelt ihnen nicht an sehr wichtigem Material, das Sie nicht auf Ihrem Fernsehbildschirm sehen oder in Ihrer Zeitung lesen werden, wenn Sie bei den westlichen Mainstream-Medien bleiben.

Tatsächlich ignorierte die FT heute die russischen Ereignisse, die ich weiter unten beschreibe, und berichtete stattdessen über die Erhöhung des Kreditzinssatzes der russischen Zentralbank auf 12 %, die sie hämisch mit dem starken Rückgang des Rubel-Dollar-Kurses in den letzten Wochen in Verbindung brachte. Sie erinnern die Leser daran, dass dies die Folge der geringeren Deviseneinnahmen Russlands aus den Ölexporten aufgrund der westlichen Sanktionen sei. Natürlich ist das Problem komplizierter, aber es verdient eine separate Diskussion. Die politischen Erfolge und Waffenverkäufe Russlands in dieser Woche zu beleuchten, würde den redaktionellen Vorurteilen der Zeitung nicht gerecht werden.

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Zwei parallel stattfindende militärische Veranstaltungen in Russland haben diese Woche Delegationen aus vielen “befreundeten” Ländern angezogen. Dabei handelt es sich um die 11. jährliche Moskauer Internationale Sicherheitskonferenz, zu der Gäste aus 60 Ländern erwartet werden, und um die Veranstaltung “Armee 2023”, an der, soweit ich das mitbekommen habe, Teilnehmer aus 30 Ländern teilnehmen sollen.

Die wichtigste der ausländischen Delegationen ist, nach der Aufmerksamkeit zu urteilen, die ihr im russischen Fernsehen zuteilwird, diejenige des chinesischen Verteidigungsministers Li Shangfu. Wir haben bisher gehört, dass er mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Schoigu zusammengetroffen ist. Russische Kommentatoren sehen als Hauptzweck der Gespräche die Abstimmung der russisch-chinesischen Gegenmaßnahmen zu den jüngsten Aktivitäten der USA und der NATO in und um die Ukraine sowie in Weißrussland und in Taiwan und im Fernen Osten im Allgemeinen. Es wurde darauf hingewiesen, dass dies – ungewöhnlicherweise – bereits der zweite Besuch von Li Shangfu in Russland in diesem Jahr ist. Es ist gut möglich, dass er von Präsident Putin empfangen wird, so wie Präsident Xi Schoigu bei dessen Besuch in Peking vor einigen Monaten empfangen hat. Nach seinem Aufenthalt in Moskau wird Li voraussichtlich nach Minsk reisen.

Auf der heutigen Sicherheitskonferenz hielt Verteidigungsminister Schoigu eine persönliche Rede, die durch mehrere vom russischen Staatsfernsehen ausgestrahlte O-Töne bemerkenswert war. Er sagte rundheraus, die Ukraine habe “ihre militärischen Reserven erschöpft”. Dies deutet darauf hin, dass die Russen in den kommenden Wochen eine eigene strategische Offensive starten werden. Die Erfahrungen der ukrainischen Angriffe in den letzten zwei Monaten hätten gezeigt, dass die angebliche Überlegenheit der US- und NATO-Doktrin und -Praxis, die Überlegenheit ihrer militärischen Ausrüstung, ein Mythos sei, sagte er weiter. Das ist es, was die Ukrainer vom Westen erhalten haben, und das ist es, was die Russen mit Leichtigkeit überwunden haben. Schoigu sagte, dass selbst die Panzer aus der Sowjetära den neuesten schweren Waffen aus dem Westen überlegen zu sein scheinen. Seine für das Pentagon sicherlich schädlichste Bemerkung war seine erklärte Bereitschaft, “befreundeten Ländern” mitzuteilen, was Russland auf dem Schlachtfeld über die Schwachstellen der Ausrüstung und Kampfmethoden der USA und der NATO gelernt hat.

Wladimir Putin hielt seinerseits eine Rede auf der Konferenz, die per Video übertragen wurde. Er prangerte den kollektiven Westen für sein “geopolitisches Abenteurertum und seine egoistischen, neokolonialen Aktionen” an.

Zitat

In verschiedenen Regionen der Welt schüren sie alte Konflikte und provozieren neue. Das Ziel derer, die das tun, liegt auf der Hand: aus menschlichen Tragödien noch mehr Nutzen zu ziehen, Völker zu erdrosseln, Staaten im Rahmen eines neokolonialen Systems in eine vasallenartige Unterwerfung zu zwingen, ihre Ressourcen gnadenlos auszubeuten.

Zitat Ende

Putin hat sich die Rosinen aus dem Kuchen der marxistischen Kritik am Westen herausgepickt, die die Kreml-Führung seit drei Generationen auf der Weltbühne vertritt.

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Die parallel zur Sicherheitskonferenz stattfindende Ausstellung “Armee 2023” ist ein Schaufenster für die neueste russische Militärtechnik, die an befreundete Länder verkauft werden kann. Dementsprechend wurden die ausländischen Delegationen von Beschaffungsbeamten angeführt. Die Ausstellung ist auch ein Schaufenster für befreundete Staaten, insbesondere für China und den Iran, um ihre Produkte vorzustellen. Beide präsentieren zum Beispiel ihre neuesten Errungenschaften im Bereich der Drohnen.

Aber es gibt noch einen anderen Aspekt der “Armee 2023”, der bei der breiten Öffentlichkeit wahrscheinlich mehr Begeisterung hervorrufen wird, wenn die Ausstellung am Freitag für sie geöffnet wird: die Ausstellung von mehreren tausend “Kriegstrophäen” vom Schlachtfeld in der Ukraine. Das betrifft insbesondere französische Radpanzer, britische Schützenpanzer, amerikanische Artilleriegeschütze, Spezialfahrzeuge aus Schweden und vieles mehr, die in nahezu neuwertigem Zustand vom Schlachtfeld zurückgebracht wurden, nachdem sie von ihren ukrainischen Besatzungen, die um ihr Leben rannten, aufgegeben worden waren. Dies ist vielleicht die beste Außenwerbung für die Stärke der russischen Waffen. Sie wird den amerikanischen und europäischen Waffenhändlern sicherlich ein Dorn im Auge sein.

« Army 2023 » : D’autres nouvelles de Russie que vous ne trouverez pas

dans les médias occidentaux

Il y a quelques semaines, j’ai fait remarquer qu’après le sommet Russie-Afrique de Pétersbourg, les journalistes russes pouvaient profiter de l’habituelle période estivale et se reposer jusqu’au sommet des BRICS à la fin du mois d’août.

J’ai parlé trop vite.

Oui, plusieurs des plus grands journalistes russes sont actuellement en vacances. Vladimir Solovyov fait des petites semaines. Le directeur général de tous les services d’information de la télévision d’État, Dmitry Kiselyov, n’est pas là. Il est probable qu’il s’occupe des raisins de son vignoble en Crimée. Mais les animateurs de l’émission d’information et de discussion Sixty Minutes, Evgeniy Popov et Olga Skabeyeva, semblent faire l’impasse sur leurs congés annuels et poursuivent à plein régime leurs émissions biquotidiennes de deux heures. Ils ont raison de le faire : ils ne manquent pas de sujets très importants à présenter, des sujets que vous ne verrez pas sur votre écran de télévision ou que vous ne lirez pas dans votre journal si vous vous en tenez aux grands médias occidentaux.

De fait, le FT a ignoré aujourd’hui les événements russes que je décris ci-dessous au profit d’une couverture de l’augmentation du taux de prêt de la Banque centrale russe à 12 %, qu’il relie avec jubilation à la forte baisse du taux de change rouble-dollar au cours des dernières semaines. Cette baisse, rappelle-t-il aux lecteurs, est la conséquence de la réduction des recettes en devises de la Russie provenant des exportations de pétrole en raison des sanctions occidentales. Bien entendu, la question est plus complexe et mérite d’être abordée séparément. Mettre en lumière les succès politiques et les ventes d’armes de la Russie cette semaine ne servirait pas les préjugés éditoriaux du journal.

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Deux événements militaires parallèles organisés en Russie cette semaine ont attiré des délégations de nombreux pays étrangers « amis ». Il s’agit de la 11e conférence annuelle de Moscou sur la sécurité internationale, qui accueillerait des invités de 60 pays, et de « Army 2023 » qui, d’après ce que j’ai pu voir « à la volée », semble accueillir des participants de 30 pays.

La plus importante des délégations étrangères, à en juger par l’attention qu’elle reçoit à la télévision russe, est celle conduite par le ministre chinois de la Défense, Li Shangfu. Jusqu’à présent, nous avons appris qu’il avait participé à des réunions parallèles avec son homologue russe, Sergei Choïgou. Les commentateurs russes considèrent que l’objectif principal de ces entretiens est d’aligner les contre-mesures russo-chinoises aux dernières activités des États-Unis et de l’OTAN en Ukraine et dans ses environs, ainsi qu’au Belarus, et plus généralement à Taïwan et en Extrême-Orient. Il a été souligné que cette visite, fait exceptionnel, constitue la deuxième visite de Li Shangfu en Russie cette année. Il se pourrait bien qu’il soit reçu par le Président Poutine, à l’instar du Président Xi qui avait reçu Choïgou lors de la visite de ce dernier à Pékin il y a quelques mois. Après son séjour à Moscou, Li devrait se rendre à Minsk.

Plus tôt dans la journée, la conférence sur la sécurité a entendu un discours en personne du ministre de la Défense, Choïgou, qui s’est caractérisé par plusieurs extraits sonores diffusés par la télévision d’État russe. Il a déclaré sans ambages que l’Ukraine avait « épuisé sa réserve militaire ». Cela suggère que les Russes lanceront leur propre offensive stratégique dans les semaines à venir. Il a également déclaré que l’expérience des attaques ukrainiennes au cours des deux derniers mois montrait que la supériorité supposée de la doctrine et des pratiques des États-Unis et de l’OTAN, la supériorité de leur matériel militaire, n’était qu’un mythe. C’est ce que les Ukrainiens ont reçu de l’Occident, et c’est ce que les Russes ont vaincu haut la main. Selon Choïgou, même les blindés de l’ère soviétique semblent supérieurs aux armes lourdes les plus récentes de l’Occident. Sa remarque la plus préjudiciable pour le Pentagone a certainement été sa volonté de partager avec les « pays amis » ce que la Russie a appris sur le champ de bataille concernant les vulnérabilités de l’équipement et des méthodes de combat des États-Unis et de l’OTAN.

Pour sa part, Vladimir Poutine a prononcé un discours lors de la conférence par le biais d’une vidéo. Il a dénoncé l’Occident collectif pour son « aventurisme géopolitique et ses actions égoïstes et néocoloniales ».

Citation

Dans diverses régions du monde, ils attisent les braises de conflits anciens et en provoquent de nouveaux. L’objectif de ceux qui agissent ainsi est évident : continuer à tirer profit des tragédies humaines, étrangler les peuples, contraindre les États à une soumission vassale dans le cadre d’un système néocolonial, exploiter sans pitié leurs ressources.

Fin de citation

Poutine a récolté les raisins secs du gâteau de la critique marxiste de l’Occident que les dirigeants du Kremlin ont promu sur la scène mondiale pendant trois générations.

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L’exposition « Army 2023 », qui se tient parallèlement à la conférence sur la sécurité, est une vitrine du matériel militaire russe le plus récent disponible à la vente pour les pays amis. C’est pourquoi les délégations étrangères étaient conduites par des responsables des achats. C’est également une vitrine pour les pays amis, en particulier la Chine et l’Iran, qui y présentent leurs marchandises. Tous deux présentent leurs dernières réalisations en matière de drones, par exemple.

Mais il y a un autre aspect de « Army 2023 » qui suscitera probablement plus d’enthousiasme de la part du grand public lorsque l’exposition ouvrira ses portes vendredi : l’exposition de plusieurs milliers de « trophées de guerre » provenant du champ de bataille en Ukraine. Il s’agit notamment de chars à roues français, de véhicules blindés de transport de troupes britanniques, de pièces d’artillerie américaines, de véhicules de combat spéciaux fabriqués en Suède et de bien d’autres encore qui ont été ramenés du champ de bataille dans un état quasi neuf après avoir été abandonnés par leurs équipages ukrainiens qui ont pris leurs jambes à leur cou. Il pourrait bien s’agir de la meilleure publicité extérieure pour la puissance des armes russes. Les vendeurs d’armes américains et européens vont certainement se retrouver avec une arête coincée en travers de la gorge.

“Army 2023”: More news from Russia that you will not find in Western mainstream

A few weeks ago, I remarked that following the Russia-Africa Summit in Petersburg, Russian journalists could look forward to the usual dog days of summer and take it easy until the BRICS summit at the end of August.

I spoke too soon.

Yes, several of Russia’s top journalists are now vacationing. Vladimir Solovyov is putting in short weeks. The general director of all state television news services, Dmitry Kiselyov is away. Likely he is tending the grapes on his vineyard in the Crimea. But the hosts of the Sixty Minutes news and panel discussion show, Yevgeny Popov and Olga Skabeyeva, seem to be skipping their annual time off and are going full steam on their twice daily two hour broadcasts.  They are right to do so: they are not short on very important material to present, material which you will not see on your television screen or read in your newspaper if you stay with Western mainstream media.

Indeed, the FT today ignored the Russian events I describe below in favor of coverage of the hike in the Russian Central Bank lending rate to 12%, which it gloatingly related to the sharp fall in the ruble-dollar exchange rate over the past several weeks. This, they remind readers, has been the consequence of Russia’s reduced currency earnings from oil exports thanks to Western sanctions. Of course, the issue is more complicated, but merits a separate discussion. Shining a light on Russia’s political successes and weapons sales this week would not serve the paper’s editorial prejudices.

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Two parallel military-related events in Russia this week have attracted delegations from many ‘friendly’ foreign countries. These are the 11th annual Moscow International Security Conference, said to have guests from 60 countries, and “Army 2023” which, from what I caught ‘on the fly,’ appears to have participants from 30 countries.

 The most important of the foreign delegations, judging by the attention it is receiving on Russian television, is the one headed by Chinese Defense Minister Li Shangfu.  We have heard so far that he was in side meetings with his Russian counterpart  Sergei Shoigu. Russian commentators see as the main purpose of the talks alignment of Russian-Chinese countermeasures to the latest U.S. and NATO activities in and around Ukraine, as well as Belarus, and in Taiwan and the Far East more generally. It has been pointed out that, exceptionally, this is the second visit of Li Shangfu to Russia this year.  It may well be that he will be received by President Putin, in keeping with President Xi’s having received Shoigu during the latter’s visit to Beijing a few months ago. After his stay in Moscow, Li is expected to visit Minsk.

Earlier today, the conference on security heard an in-person speech by Defense Minister Shoigu which was notable for several sound bites carried by Russian state television. He said flatly that Ukraine has ‘exhausted its military reserve.’ This suggests that the Russians will be initiating their own strategic offensive in the coming weeks. He also said that the experience of the Ukrainian attacks over the past two months show that the supposed superiority of U.S. and NATO doctrine and practice, the superiority of their military hardware, is all a myth. This is what the Ukrainians received from the West, and it is what the Russians have overcome handily. Said Shoigu, even Soviet era armor appeared to be superior to the latest heavy weapons from the West. Surely his most damaging remark for the Pentagon was his stated readiness to share with ‘friendly countries’ what Russia has learned on the battlefield about the vulnerabilities of U.S and NATO equipment and combat methods.

For his part, Vladimir Putin delivered a speech to the conference by video from off-site.  He denounced the Collective West for its ‘geopolitical adventurism and egoistical, neocolonial actions.’

Quote

In various regions of the world, they are fanning the embers of outdated conflicts and provoking new ones. The objective of those doing this is obvious: to further extract advantage from human tragedies, to strangle peoples, to force states into vassal-like submission in the framework of a neocolonial system, to mercilessly exploit their resources.

Unquote

Putin has picked the raisins from the cake of the Marxist critique of the West that the Kremlin leadership promoted on the world stage for three generations.

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The “Army 2023” exhibition that is running concurrently with the security conference is a showcase for the latest Russian military hardware available for sale to friendly countries. Accordingly, the foreign delegations were led by procurement officials.  It is also a showcase for friendly states, in particular for China and Iran, to show off their wares. Both are presenting their latest achievements in drones, for example.

But there is another aspect of “Army 2023” which will probably evoke more enthusiasm from the general public when the exhibition opens to them on Friday:  the display of several thousand ‘war trophies’ from the battlefield in Ukraine. In particular that relates to the French wheeled tank, to the British armored personnel carriers, to American artillery pieces, to special battlefield vehicles made in Sweden and much more that was brought back from the battlefield in near mint condition after being abandoned by their Ukrainian crews who ran for their lives. This may well be the best piece of outdoor advertising for the strength of Russian arms. It is surely going to be a bone in the throat of U.S. and European arms vendors.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “Russia’s asymmetric response”

Translations below into French (Youri) and German (Andreas Mylaeus)

Réponse asymétrique de la Russie

Réponse asymétrique de la Russie aux derniers plans annoncés par les États-Unis et l’OTAN concernant l’envoi de matériel militaire plus dévastateur à l’Ukraine.

Chaque fois qu’au cours des dix-huit derniers mois, il est apparu que la guerre en Ukraine était sur le point de se terminer par la défaite et la capitulation de Kiev, nous avons été surpris par une nouvelle escalade initiée par les États-Unis, changeant la nature du conflit et promettant une nouvelle phase d’affrontements prolongée.

La contre-offensive ukrainienne qui a débuté le 4 juin a-t-elle échoué ?  Un nombre croissant de grands médias occidentaux, dont CNN, ont publié des rapports reconnaissant son échec. À Washington, les partisans les plus déterminés de l’Ukraine ont commencé à pointer du doigt celui qui a « perdu l’Ukraine ».

L’Europe est en retard à plus d’un titre. Ici, la nouvelle des pertes subies par l’Ukraine au cours de deux mois d’attaques désespérées contre les positions défensives russes sur l’ensemble du front de 1000 km n’est pas parvenue à tout le monde. Hier soir, j’ai regardé une table ronde sur la guerre à la télévision française, au cours de laquelle aucun des participants n’avait été informé que la partie était terminée en Ukraine. Ces amateurs narquois, pour la plupart des journalistes, discutaient des combats autour de l’une ou l’autre ville ukrainienne sur la ligne de front dont ils pouvaient à peine prononcer le nom, tous convaincus que les forces ukrainiennes avaient le dessus et étaient sur le point de percer les défenses russes et de parvenir à la deuxième ligne de défense moins redoutable, et qu’elles allaient certainement atteindre la mer d’Azov, réalisant ainsi l’objectif fondamental de toute l’opération – couper les lignes d’approvisionnement russes et briser les reins de la résistance russe. Pendant tout ce temps, ces commentateurs affichaient un large sourire, comme si la guerre n’était qu’un jeu vidéo.

Mais au diable les propagandistes français. Dans les médias allemands, les journalistes grand public ont alimenté les discussions sur la guerre avec des informations sur les revers de l’Ukraine et sur l’improbabilité qu’elle puisse accomplir autre chose que l’autodestruction au fur et à mesure que les combats se poursuivent. Simultanément à l’annonce que l’Allemagne est sur le point de fournir des drones de reconnaissance à longue portée à Kiev, le chancelier Olaf Scholz a appelé à la « poursuite » des négociations de paix. Il est curieux que personne ne lui ait dit qu’il n’y avait pas de négociations de paix en cours aujourd’hui. Mais l’essentiel est que la victoire sur le champ de bataille semble avoir disparu du discours berlinois.

Néanmoins, les États-Unis et la Grande-Bretagne annoncent jour après jour de nouveaux crédits pour la livraison à l’Ukraine de matériel militaire des plus dévastateurs. Des chars Abrams sont en route. Des missiles de frappe à plus longue portée (jusqu’à 500 km) pourraient bientôt être expédiés. La semaine dernière, Joe Biden a inséré l’autorisation de livrer 14 milliards de dollars supplémentaires de matériel militaire dans un projet de loi sur l’aide aux victimes de catastrophes naturelles, c’est-à-dire la catastrophe qui frappe actuellement Hawaï et d’autres régions des États-Unis. Cette tactique visait à surmonter l’opposition croissante des Républicains à l’octroi d’un seul centime d’aide supplémentaire à l’Ukraine, si cette aide avait fait l’objet d’un projet de loi distinct consacré à l’effort de guerre. Les battements de tambour pour la fourniture de F16 à l’Ukraine se poursuivent et il est question de préparer de nouvelles troupes ukrainiennes à une nouvelle contre-offensive en 2024.

Que font donc les Russes face aux nouvelles armes en route vers l’Ukraine ?

Un article publié dans les médias sociaux russes et repris par le portail d’information numéro un, Dzen, ancienne filiale de Yandex, nous donne un bon aperçu des contre-mesures russes qui, autrement, sont noyées dans les reportages quotidiens de l’Occident sur la guerre. Nous entendons parler d’alertes de raids aériens à travers l’Ukraine qui ont eu lieu il y a un jour, mais sans explication. Nous entendons parler d’un tir de missile russe qui a tué une jeune famille ukrainienne, mais on nous dit que cela fait partie des attaques russes contre les civils.

L’article posté sur « Интересная жизнь с Vera Star » donne un sens à tout cela.

Voir ici : https://dzen.ru/a/ZNjKGWUcVjdoVNmI

Tout d’abord, ces sirènes d’alerte aérienne dans toute l’Ukraine étaient liées au bombardement systématique par la Russie de tous les aéroports ukrainiens encore fonctionnels à partir desquels les SU-24 et SU-27 de l’armée de l’air ukrainienne peuvent opérer. Ces appareils sont capables de transporter et de tirer des missiles Storm Shadow et d’autres missiles à longue portée fournis par la Grande-Bretagne et la France, et qui pourraient transporter des missiles allemands, si Berlin décide de donner suite à son offre antérieure de ce type de matériel.

Deuxièmement, on nous dit que les Russes viennent d’utiliser des missiles hypersoniques Kinzhal pour détruire les tunnels ferroviaires passant sous les Carpates, qui ont été la principale voie d’approvisionnement du matériel militaire occidental en provenance de Pologne et de Roumanie. Pendant longtemps, le haut commandement militaire russe s’est demandé s’il était permis d’attaquer cette infrastructure ostensiblement civile. Toutefois, la décision a été prise à la lumière des derniers plans des États-Unis et de l’OTAN visant à relever le niveau des équipements d’attaque qu’ils fournissent à l’Ukraine. Les Russes estiment que les infrastructures civiles utilisées pour servir des objectifs militaires deviennent automatiquement une cible légale pour eux.

Selon les calculs des Russes, ils ont maintenant annulé les derniers plans occidentaux visant à prolonger la guerre.

Russlands asymmetrische Antwort

Russlands asymmetrische Reaktion auf die jüngsten Pläne der USA und der NATO, noch mehr verheerende militärische Ausrüstung in die Ukraine zu schicken

Jedes Mal, wenn es in den letzten 18 Monaten so aussah, als würde sich der Krieg in der Ukraine einem Finale nähern, das auf eine Niederlage und Kapitulation Kiews hinausläuft, wurden wir von einer weiteren, von den USA initiierten Eskalation überrascht, die den Charakter des Konflikts verändert und eine neue, langwierige Phase der Kämpfe verspricht.

Ist die ukrainische Gegenoffensive, die am 4. Juni begann, gescheitert? Immer mehr westliche Mainstream-Medien, darunter auch CNN, haben Berichte veröffentlicht, in denen sie ein Scheitern einräumen. In Washington hat unter den entschlossensten Befürwortern des Landes das “Schwarzer-Peter-Spiel” darum begonnen, wer “die Ukraine verloren” hat.

Europa ist in mehr als einer Hinsicht ein Rückzugsgebiet. Nicht jeder hier hat von den Verlusten der Ukraine in zwei Monaten verzweifelter Angriffe auf russische Verteidigungsstellungen auf der gesamten 1.000 km langen Front gehört. Gestern Abend sah ich im französischen Fernsehen eine Diskussionsrunde über den Krieg, bei der kein einziger Diskussionsteilnehmer darüber informiert war, dass das Spiel in der Ukraine aus ist. Diese grinsenden Amateure, zumeist Feld-Wald-und-Wiesen-Journalisten, diskutierten über die Kämpfe um die eine oder andere ukrainische Stadt an der Front, deren Namen sie kaum aussprechen konnten, und waren alle davon überzeugt, dass die ukrainischen Streitkräfte die Oberhand haben und auf dem Weg sind, die russische Verteidigungslinie zu durchbrechen, dass sie kurz davor sind, die weniger beeindruckende zweite Verteidigungslinie zu erreichen, und dass sie es sicher bis zum Asowschen Meer schaffen werden, um so das Hauptziel der gesamten Operation zu erreichen – die russischen Nachschublinien zu unterbrechen und den russischen Widerstand zu brechen. Die ganze Zeit über lächelten diese Kommentatoren breit, als ob der Krieg nur ein Videospiel wäre.

Aber zum Teufel mit den französischen Propagandisten. In den deutschen Medien haben die Mainstream-Journalisten die Diskussion über den Krieg mit Nachrichten über die Rückschläge der Ukraine und die Unwahrscheinlichkeit, dass sie etwas anderes als die Selbstzerstörung erreichen wird, wenn die Kämpfe weitergehen, gespickt. Zeitgleich mit der Ankündigung, dass Deutschland Langstrecken-Aufklärungsdrohnen an Kiew liefern wird, forderte Bundeskanzler Olaf Scholz die “Fortsetzung” der Friedensverhandlungen. Es ist merkwürdig, dass ihm niemand gesagt hat, dass es heute keine Friedensverhandlungen gibt. Der wichtigste Punkt ist jedoch, dass der Sieg auf dem Schlachtfeld aus dem Berliner Diskurs verschwunden zu sein scheint.

Nichtsdestotrotz kündigen die Vereinigten Staaten und Großbritannien Tag für Tag neue Mittel für die Lieferung von Militärgütern der verheerendsten Art an die Ukraine an. Abrams-Panzer sind auf dem Weg. Langstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 500 km könnten bald geliefert werden. In der vergangenen Woche fügte Biden die Genehmigung für weitere 14 Milliarden Dollar an Militärgütern in einen Gesetzentwurf zur Unterstützung von Opfern von Naturkatastrophen ein, d.h. der derzeitigen Katastrophe auf Hawaii und anderswo in den USA. Mit dieser Taktik sollte der zunehmende Widerstand der Republikaner überwunden werden, der Ukraine einen weiteren Cent an Hilfe zukommen zu lassen, wenn diese Hilfe in einem separaten Gesetzentwurf für die Kriegsanstrengungen enthalten gewesen wäre. Die Trommelschläge für die Bereitstellung von F16-Kampfflugzeugen für die Ukraine gehen weiter, und es ist die Rede davon, neue ukrainische Truppen für eine erneute Gegenoffensive im Jahr 2024 vorzubereiten.

Was machen die Russen also mit den neuen Waffen, die auf dem Weg in die Ukraine sind?

Ein Artikel, der in den sozialen Medien Russlands gepostet und vom führenden Nachrichtenportal Dzen, einer ehemaligen Tochtergesellschaft von Yandex, veröffentlicht wurde, gibt uns einen guten Einblick in die russischen Gegenmaßnahmen, die sonst in der täglichen westlichen Berichterstattung über den Krieg untergehen. Wir hören von Luftangriffswarnungen über der Ukraine, die vor einem Tag erfolgten, aber es gibt keine Erklärung dafür. Wir hören von einem russischen Raketenangriff, bei dem eine junge ukrainische Familie getötet wurde, aber uns wird gesagt, dies sei nur ein Teil der russischen Angriffe auf Zivilisten.

Der Artikel auf “Интересная жизнь с Vera Star” gibt dem Ganzen einen Sinn.

Siehe: https://dzen.ru/a/ZNjKGWUcVjdoVNmI

Erstens standen diese Luftschutzsirenen in der gesamten Ukraine im Zusammenhang mit dem systematischen russischen Bombardement aller noch funktionierenden ukrainischen Flughäfen, von denen aus die SU-24 und SU-27 der ukrainischen Luftwaffe operieren können. Diese Flugzeuge sind in der Lage, Storm Shadow und andere Langstreckenraketen zu tragen und abzufeuern, die von Großbritannien und Frankreich geliefert wurden und die deutsche Raketen tragen können, falls Berlin beschließt, sein früheres Angebot für solches Material wahrzunehmen.

Zweitens wird berichtet, dass die Russen gerade Hyperschallraketen vom Typ Kinzhal eingesetzt haben, um die Eisenbahntunnel unter den Karpaten zu zerstören, die die Hauptversorgungsroute für westliche Militärgüter aus Polen und Rumänien darstellen. Lange Zeit wurde in der russischen Militärführung darüber diskutiert, ob es zulässig sei, diese angeblich zivile Infrastruktur anzugreifen. Angesichts der jüngsten Pläne der USA und der NATO, die Anforderungen an die von ihnen an die Ukraine gelieferte Angriffsausrüstung zu erhöhen, wurde die Entscheidung jedoch getroffen, dies zu tun. Wie die Russen argumentieren, wird zivile Infrastruktur, die militärischen Zielen dient, automatisch zu einem legalen Ziel für sie.

Nach russischem Kalkül haben sie damit die jüngsten westlichen Pläne zur Verlängerung des Krieges zunichte gemacht.

Russia’s asymmetric response

Russia’s asymmetric response to latest announced plans of U.S. and NATO for sending more devastating military hardware to Ukraine

Each time over the past 18 months that it appeared the Ukraine war was approaching a finale amounting to Kiev’s defeat and capitulation we have been surprised by yet another U.S. initiated escalation that changes the nature of the conflict and promises a new and drawn-out stage of fighting.

Did the Ukrainian counter-offensive which began on 4 June fail?  An increasing number of Western mainstream media including CNN have published reports acknowledging it is a failure. In Washington, the finger pointing game over who ‘lost Ukraine’ has begun among the country’s most determined backers. 

Europe is a backwater in more than one dimension. Not everyone here has gotten the word about Ukraine’s losses in two months of desperate attacks on Russian defensive positions across the entire 1,000 km front. Last night I watched a round-table discussion of the war on French television in which not a single panelist had been told that the game is up in Ukraine. These smirky amateurs, mostly garden variety journalists, were discussing the fighting around one or another Ukrainian town on the front line whose name they could barely pronounce, all convinced that the Ukrainian forces had the upper hand and were on their way to breaching the Russian defenses, about to reach the less awesome second line of defense, and were surely to make it through to the Sea of Azov, thereby achieving the basic objective of the entire operation – cutting the Russian supply lines and breaking the back of Russian resistance.  The whole time these commentators smiled broadly as if the war were just a video game.

But to hell with the French propagandists. In the German media, mainstream journalists have been seeding the discussion of the war with news about Ukraine’s setbacks and the improbability of their accomplishing anything other than self-destruction as the fighting continues.  Simultaneously with the announcement that Germany is about to supply long range reconnaissance drones to Kiev, Chancellor Olaf Scholz called for “continuation” of peace negotiations.  It is curious that no one told him there are no peace negotiations going on today. But the main point is that victory on the battlefield seems to have vanished from the Berlin discourse.

Nonetheless, the United States and Britain announce day after day new appropriations for delivery of military hardware of the most devastating sort to Ukraine. Abrams tanks are on the way. Longer range strike missiles with a range up to 500 km may soon be shipped. Biden in the past week inserted authorization for another 14 billion dollars in military supplies into a bill for provision of aid to victims of natural disasters, meaning the present disaster in Hawaii and elsewhere in the States. The tactic was meant to overcome rising Republican opposition to giving Ukraine one more cent of aid should the aid have been in a separate bill dedicated to the war effort.  The drumbeats for provision of F16s to Ukraine continue and there is talk of preparing new Ukrainian troops for a renewed counter-offensive in 2024.

So what are the Russians doing about the new arms on the way to Ukraine?

An article posted in Russian social media and carried by the number one news portal, Dzen, formerly a subsidiary of Yandex, gives us a good insight into Russian countermeasures that otherwise are buried in general daily Western reporting on the war. We hear about air raid alerts across Ukraine which took place a day ago but there is no explanation. We hear about a Russian missile strike that killed a young Ukrainian family but are told it is just part of the Russian attacks on civilians.

The article posted on “Интересная жизнь с Vera Star” makes sense of it all.

See https://dzen.ru/a/ZNjKGWUcVjdoVNmI

First, those air raid sirens across the whole of Ukraine were related to the systematic Russian bombardment of all still functional Ukrainian airports from which their air force’s SU-24 and SU-27 can operate. These are the aircraft that are capable of carrying and firing the Storm Shadow and other long range missiles that have been supplied by Britain and France, and which may carry German missiles, if Berlin decides to proceed with its previous offer of such materiel.

Second, we are told that the Russians have just used Kinzhal hypersonic missiles to destroy the railway tunnels passing under the Carpathians which have been the main supply route of Western military hardware arriving from Poland and Romania. For a long time, there was discussion in the Russian senior military command over whether it was permissible to attack this ostensibly civilian infrastructure.  However, the decision was taken to do so in light of the latest U.S. and NATO plans to raise the bar in what attack equipment they are providing to Ukraine. As the Russians argue, civilian infrastructure that is being used to serve military objectives automatically becomes a legal target for them.

By Russian calculations, they have now nullified the latest Western plans to prolong the war.

©Gilbert Doctorow, 2023