Translations of “Army 2023”

Translations below into German (Andreas Mylaeus) and French (Youri)

“Armee 2023”: Mehr Nachrichten aus Russland, die Sie im westlichen Mainstream nicht finden werden

Vor einigen Wochen habe ich gesagt, dass sich die russischen Journalisten nach dem Russland-Afrika-Gipfel in Petersburg auf die üblichen Hundstage des Sommers freuen und es bis zum BRICS-Gipfel Ende August ruhig angehen lassen könnten.

Ich war voreilig.

Ja, mehrere russische Spitzenjournalisten sind jetzt im Urlaub. Wladimir Solowjow legt kurze Wochen ein. Der Generaldirektor aller staatlichen Fernsehnachrichtendienste, Dmitri Kisseljow, ist verreist. Wahrscheinlich pflegt er gerade die Trauben auf seinem Weinberg auf der Krim. Aber die Moderatoren der Nachrichtensendung Sechzig Minuten und der Podiumsdiskussion, Jewgeni Popow und Olga Skabejewa, scheinen ihren Jahresurlaub zu schwänzen und geben in ihren zweimal täglich ausgestrahlten zweistündigen Sendungen Vollgas. Das ist auch gut so, denn es mangelt ihnen nicht an sehr wichtigem Material, das Sie nicht auf Ihrem Fernsehbildschirm sehen oder in Ihrer Zeitung lesen werden, wenn Sie bei den westlichen Mainstream-Medien bleiben.

Tatsächlich ignorierte die FT heute die russischen Ereignisse, die ich weiter unten beschreibe, und berichtete stattdessen über die Erhöhung des Kreditzinssatzes der russischen Zentralbank auf 12 %, die sie hämisch mit dem starken Rückgang des Rubel-Dollar-Kurses in den letzten Wochen in Verbindung brachte. Sie erinnern die Leser daran, dass dies die Folge der geringeren Deviseneinnahmen Russlands aus den Ölexporten aufgrund der westlichen Sanktionen sei. Natürlich ist das Problem komplizierter, aber es verdient eine separate Diskussion. Die politischen Erfolge und Waffenverkäufe Russlands in dieser Woche zu beleuchten, würde den redaktionellen Vorurteilen der Zeitung nicht gerecht werden.

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Zwei parallel stattfindende militärische Veranstaltungen in Russland haben diese Woche Delegationen aus vielen “befreundeten” Ländern angezogen. Dabei handelt es sich um die 11. jährliche Moskauer Internationale Sicherheitskonferenz, zu der Gäste aus 60 Ländern erwartet werden, und um die Veranstaltung “Armee 2023”, an der, soweit ich das mitbekommen habe, Teilnehmer aus 30 Ländern teilnehmen sollen.

Die wichtigste der ausländischen Delegationen ist, nach der Aufmerksamkeit zu urteilen, die ihr im russischen Fernsehen zuteilwird, diejenige des chinesischen Verteidigungsministers Li Shangfu. Wir haben bisher gehört, dass er mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Schoigu zusammengetroffen ist. Russische Kommentatoren sehen als Hauptzweck der Gespräche die Abstimmung der russisch-chinesischen Gegenmaßnahmen zu den jüngsten Aktivitäten der USA und der NATO in und um die Ukraine sowie in Weißrussland und in Taiwan und im Fernen Osten im Allgemeinen. Es wurde darauf hingewiesen, dass dies – ungewöhnlicherweise – bereits der zweite Besuch von Li Shangfu in Russland in diesem Jahr ist. Es ist gut möglich, dass er von Präsident Putin empfangen wird, so wie Präsident Xi Schoigu bei dessen Besuch in Peking vor einigen Monaten empfangen hat. Nach seinem Aufenthalt in Moskau wird Li voraussichtlich nach Minsk reisen.

Auf der heutigen Sicherheitskonferenz hielt Verteidigungsminister Schoigu eine persönliche Rede, die durch mehrere vom russischen Staatsfernsehen ausgestrahlte O-Töne bemerkenswert war. Er sagte rundheraus, die Ukraine habe “ihre militärischen Reserven erschöpft”. Dies deutet darauf hin, dass die Russen in den kommenden Wochen eine eigene strategische Offensive starten werden. Die Erfahrungen der ukrainischen Angriffe in den letzten zwei Monaten hätten gezeigt, dass die angebliche Überlegenheit der US- und NATO-Doktrin und -Praxis, die Überlegenheit ihrer militärischen Ausrüstung, ein Mythos sei, sagte er weiter. Das ist es, was die Ukrainer vom Westen erhalten haben, und das ist es, was die Russen mit Leichtigkeit überwunden haben. Schoigu sagte, dass selbst die Panzer aus der Sowjetära den neuesten schweren Waffen aus dem Westen überlegen zu sein scheinen. Seine für das Pentagon sicherlich schädlichste Bemerkung war seine erklärte Bereitschaft, “befreundeten Ländern” mitzuteilen, was Russland auf dem Schlachtfeld über die Schwachstellen der Ausrüstung und Kampfmethoden der USA und der NATO gelernt hat.

Wladimir Putin hielt seinerseits eine Rede auf der Konferenz, die per Video übertragen wurde. Er prangerte den kollektiven Westen für sein “geopolitisches Abenteurertum und seine egoistischen, neokolonialen Aktionen” an.

Zitat

In verschiedenen Regionen der Welt schüren sie alte Konflikte und provozieren neue. Das Ziel derer, die das tun, liegt auf der Hand: aus menschlichen Tragödien noch mehr Nutzen zu ziehen, Völker zu erdrosseln, Staaten im Rahmen eines neokolonialen Systems in eine vasallenartige Unterwerfung zu zwingen, ihre Ressourcen gnadenlos auszubeuten.

Zitat Ende

Putin hat sich die Rosinen aus dem Kuchen der marxistischen Kritik am Westen herausgepickt, die die Kreml-Führung seit drei Generationen auf der Weltbühne vertritt.

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Die parallel zur Sicherheitskonferenz stattfindende Ausstellung “Armee 2023” ist ein Schaufenster für die neueste russische Militärtechnik, die an befreundete Länder verkauft werden kann. Dementsprechend wurden die ausländischen Delegationen von Beschaffungsbeamten angeführt. Die Ausstellung ist auch ein Schaufenster für befreundete Staaten, insbesondere für China und den Iran, um ihre Produkte vorzustellen. Beide präsentieren zum Beispiel ihre neuesten Errungenschaften im Bereich der Drohnen.

Aber es gibt noch einen anderen Aspekt der “Armee 2023”, der bei der breiten Öffentlichkeit wahrscheinlich mehr Begeisterung hervorrufen wird, wenn die Ausstellung am Freitag für sie geöffnet wird: die Ausstellung von mehreren tausend “Kriegstrophäen” vom Schlachtfeld in der Ukraine. Das betrifft insbesondere französische Radpanzer, britische Schützenpanzer, amerikanische Artilleriegeschütze, Spezialfahrzeuge aus Schweden und vieles mehr, die in nahezu neuwertigem Zustand vom Schlachtfeld zurückgebracht wurden, nachdem sie von ihren ukrainischen Besatzungen, die um ihr Leben rannten, aufgegeben worden waren. Dies ist vielleicht die beste Außenwerbung für die Stärke der russischen Waffen. Sie wird den amerikanischen und europäischen Waffenhändlern sicherlich ein Dorn im Auge sein.

« Army 2023 » : D’autres nouvelles de Russie que vous ne trouverez pas

dans les médias occidentaux

Il y a quelques semaines, j’ai fait remarquer qu’après le sommet Russie-Afrique de Pétersbourg, les journalistes russes pouvaient profiter de l’habituelle période estivale et se reposer jusqu’au sommet des BRICS à la fin du mois d’août.

J’ai parlé trop vite.

Oui, plusieurs des plus grands journalistes russes sont actuellement en vacances. Vladimir Solovyov fait des petites semaines. Le directeur général de tous les services d’information de la télévision d’État, Dmitry Kiselyov, n’est pas là. Il est probable qu’il s’occupe des raisins de son vignoble en Crimée. Mais les animateurs de l’émission d’information et de discussion Sixty Minutes, Evgeniy Popov et Olga Skabeyeva, semblent faire l’impasse sur leurs congés annuels et poursuivent à plein régime leurs émissions biquotidiennes de deux heures. Ils ont raison de le faire : ils ne manquent pas de sujets très importants à présenter, des sujets que vous ne verrez pas sur votre écran de télévision ou que vous ne lirez pas dans votre journal si vous vous en tenez aux grands médias occidentaux.

De fait, le FT a ignoré aujourd’hui les événements russes que je décris ci-dessous au profit d’une couverture de l’augmentation du taux de prêt de la Banque centrale russe à 12 %, qu’il relie avec jubilation à la forte baisse du taux de change rouble-dollar au cours des dernières semaines. Cette baisse, rappelle-t-il aux lecteurs, est la conséquence de la réduction des recettes en devises de la Russie provenant des exportations de pétrole en raison des sanctions occidentales. Bien entendu, la question est plus complexe et mérite d’être abordée séparément. Mettre en lumière les succès politiques et les ventes d’armes de la Russie cette semaine ne servirait pas les préjugés éditoriaux du journal.

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Deux événements militaires parallèles organisés en Russie cette semaine ont attiré des délégations de nombreux pays étrangers « amis ». Il s’agit de la 11e conférence annuelle de Moscou sur la sécurité internationale, qui accueillerait des invités de 60 pays, et de « Army 2023 » qui, d’après ce que j’ai pu voir « à la volée », semble accueillir des participants de 30 pays.

La plus importante des délégations étrangères, à en juger par l’attention qu’elle reçoit à la télévision russe, est celle conduite par le ministre chinois de la Défense, Li Shangfu. Jusqu’à présent, nous avons appris qu’il avait participé à des réunions parallèles avec son homologue russe, Sergei Choïgou. Les commentateurs russes considèrent que l’objectif principal de ces entretiens est d’aligner les contre-mesures russo-chinoises aux dernières activités des États-Unis et de l’OTAN en Ukraine et dans ses environs, ainsi qu’au Belarus, et plus généralement à Taïwan et en Extrême-Orient. Il a été souligné que cette visite, fait exceptionnel, constitue la deuxième visite de Li Shangfu en Russie cette année. Il se pourrait bien qu’il soit reçu par le Président Poutine, à l’instar du Président Xi qui avait reçu Choïgou lors de la visite de ce dernier à Pékin il y a quelques mois. Après son séjour à Moscou, Li devrait se rendre à Minsk.

Plus tôt dans la journée, la conférence sur la sécurité a entendu un discours en personne du ministre de la Défense, Choïgou, qui s’est caractérisé par plusieurs extraits sonores diffusés par la télévision d’État russe. Il a déclaré sans ambages que l’Ukraine avait « épuisé sa réserve militaire ». Cela suggère que les Russes lanceront leur propre offensive stratégique dans les semaines à venir. Il a également déclaré que l’expérience des attaques ukrainiennes au cours des deux derniers mois montrait que la supériorité supposée de la doctrine et des pratiques des États-Unis et de l’OTAN, la supériorité de leur matériel militaire, n’était qu’un mythe. C’est ce que les Ukrainiens ont reçu de l’Occident, et c’est ce que les Russes ont vaincu haut la main. Selon Choïgou, même les blindés de l’ère soviétique semblent supérieurs aux armes lourdes les plus récentes de l’Occident. Sa remarque la plus préjudiciable pour le Pentagone a certainement été sa volonté de partager avec les « pays amis » ce que la Russie a appris sur le champ de bataille concernant les vulnérabilités de l’équipement et des méthodes de combat des États-Unis et de l’OTAN.

Pour sa part, Vladimir Poutine a prononcé un discours lors de la conférence par le biais d’une vidéo. Il a dénoncé l’Occident collectif pour son « aventurisme géopolitique et ses actions égoïstes et néocoloniales ».

Citation

Dans diverses régions du monde, ils attisent les braises de conflits anciens et en provoquent de nouveaux. L’objectif de ceux qui agissent ainsi est évident : continuer à tirer profit des tragédies humaines, étrangler les peuples, contraindre les États à une soumission vassale dans le cadre d’un système néocolonial, exploiter sans pitié leurs ressources.

Fin de citation

Poutine a récolté les raisins secs du gâteau de la critique marxiste de l’Occident que les dirigeants du Kremlin ont promu sur la scène mondiale pendant trois générations.

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L’exposition « Army 2023 », qui se tient parallèlement à la conférence sur la sécurité, est une vitrine du matériel militaire russe le plus récent disponible à la vente pour les pays amis. C’est pourquoi les délégations étrangères étaient conduites par des responsables des achats. C’est également une vitrine pour les pays amis, en particulier la Chine et l’Iran, qui y présentent leurs marchandises. Tous deux présentent leurs dernières réalisations en matière de drones, par exemple.

Mais il y a un autre aspect de « Army 2023 » qui suscitera probablement plus d’enthousiasme de la part du grand public lorsque l’exposition ouvrira ses portes vendredi : l’exposition de plusieurs milliers de « trophées de guerre » provenant du champ de bataille en Ukraine. Il s’agit notamment de chars à roues français, de véhicules blindés de transport de troupes britanniques, de pièces d’artillerie américaines, de véhicules de combat spéciaux fabriqués en Suède et de bien d’autres encore qui ont été ramenés du champ de bataille dans un état quasi neuf après avoir été abandonnés par leurs équipages ukrainiens qui ont pris leurs jambes à leur cou. Il pourrait bien s’agir de la meilleure publicité extérieure pour la puissance des armes russes. Les vendeurs d’armes américains et européens vont certainement se retrouver avec une arête coincée en travers de la gorge.

“Army 2023”: More news from Russia that you will not find in Western mainstream

A few weeks ago, I remarked that following the Russia-Africa Summit in Petersburg, Russian journalists could look forward to the usual dog days of summer and take it easy until the BRICS summit at the end of August.

I spoke too soon.

Yes, several of Russia’s top journalists are now vacationing. Vladimir Solovyov is putting in short weeks. The general director of all state television news services, Dmitry Kiselyov is away. Likely he is tending the grapes on his vineyard in the Crimea. But the hosts of the Sixty Minutes news and panel discussion show, Yevgeny Popov and Olga Skabeyeva, seem to be skipping their annual time off and are going full steam on their twice daily two hour broadcasts.  They are right to do so: they are not short on very important material to present, material which you will not see on your television screen or read in your newspaper if you stay with Western mainstream media.

Indeed, the FT today ignored the Russian events I describe below in favor of coverage of the hike in the Russian Central Bank lending rate to 12%, which it gloatingly related to the sharp fall in the ruble-dollar exchange rate over the past several weeks. This, they remind readers, has been the consequence of Russia’s reduced currency earnings from oil exports thanks to Western sanctions. Of course, the issue is more complicated, but merits a separate discussion. Shining a light on Russia’s political successes and weapons sales this week would not serve the paper’s editorial prejudices.

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Two parallel military-related events in Russia this week have attracted delegations from many ‘friendly’ foreign countries. These are the 11th annual Moscow International Security Conference, said to have guests from 60 countries, and “Army 2023” which, from what I caught ‘on the fly,’ appears to have participants from 30 countries.

 The most important of the foreign delegations, judging by the attention it is receiving on Russian television, is the one headed by Chinese Defense Minister Li Shangfu.  We have heard so far that he was in side meetings with his Russian counterpart  Sergei Shoigu. Russian commentators see as the main purpose of the talks alignment of Russian-Chinese countermeasures to the latest U.S. and NATO activities in and around Ukraine, as well as Belarus, and in Taiwan and the Far East more generally. It has been pointed out that, exceptionally, this is the second visit of Li Shangfu to Russia this year.  It may well be that he will be received by President Putin, in keeping with President Xi’s having received Shoigu during the latter’s visit to Beijing a few months ago. After his stay in Moscow, Li is expected to visit Minsk.

Earlier today, the conference on security heard an in-person speech by Defense Minister Shoigu which was notable for several sound bites carried by Russian state television. He said flatly that Ukraine has ‘exhausted its military reserve.’ This suggests that the Russians will be initiating their own strategic offensive in the coming weeks. He also said that the experience of the Ukrainian attacks over the past two months show that the supposed superiority of U.S. and NATO doctrine and practice, the superiority of their military hardware, is all a myth. This is what the Ukrainians received from the West, and it is what the Russians have overcome handily. Said Shoigu, even Soviet era armor appeared to be superior to the latest heavy weapons from the West. Surely his most damaging remark for the Pentagon was his stated readiness to share with ‘friendly countries’ what Russia has learned on the battlefield about the vulnerabilities of U.S and NATO equipment and combat methods.

For his part, Vladimir Putin delivered a speech to the conference by video from off-site.  He denounced the Collective West for its ‘geopolitical adventurism and egoistical, neocolonial actions.’

Quote

In various regions of the world, they are fanning the embers of outdated conflicts and provoking new ones. The objective of those doing this is obvious: to further extract advantage from human tragedies, to strangle peoples, to force states into vassal-like submission in the framework of a neocolonial system, to mercilessly exploit their resources.

Unquote

Putin has picked the raisins from the cake of the Marxist critique of the West that the Kremlin leadership promoted on the world stage for three generations.

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The “Army 2023” exhibition that is running concurrently with the security conference is a showcase for the latest Russian military hardware available for sale to friendly countries. Accordingly, the foreign delegations were led by procurement officials.  It is also a showcase for friendly states, in particular for China and Iran, to show off their wares. Both are presenting their latest achievements in drones, for example.

But there is another aspect of “Army 2023” which will probably evoke more enthusiasm from the general public when the exhibition opens to them on Friday:  the display of several thousand ‘war trophies’ from the battlefield in Ukraine. In particular that relates to the French wheeled tank, to the British armored personnel carriers, to American artillery pieces, to special battlefield vehicles made in Sweden and much more that was brought back from the battlefield in near mint condition after being abandoned by their Ukrainian crews who ran for their lives. This may well be the best piece of outdoor advertising for the strength of Russian arms. It is surely going to be a bone in the throat of U.S. and European arms vendors.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “Russia’s asymmetric response”

Translations below into French (Youri) and German (Andreas Mylaeus)

Réponse asymétrique de la Russie

Réponse asymétrique de la Russie aux derniers plans annoncés par les États-Unis et l’OTAN concernant l’envoi de matériel militaire plus dévastateur à l’Ukraine.

Chaque fois qu’au cours des dix-huit derniers mois, il est apparu que la guerre en Ukraine était sur le point de se terminer par la défaite et la capitulation de Kiev, nous avons été surpris par une nouvelle escalade initiée par les États-Unis, changeant la nature du conflit et promettant une nouvelle phase d’affrontements prolongée.

La contre-offensive ukrainienne qui a débuté le 4 juin a-t-elle échoué ?  Un nombre croissant de grands médias occidentaux, dont CNN, ont publié des rapports reconnaissant son échec. À Washington, les partisans les plus déterminés de l’Ukraine ont commencé à pointer du doigt celui qui a « perdu l’Ukraine ».

L’Europe est en retard à plus d’un titre. Ici, la nouvelle des pertes subies par l’Ukraine au cours de deux mois d’attaques désespérées contre les positions défensives russes sur l’ensemble du front de 1000 km n’est pas parvenue à tout le monde. Hier soir, j’ai regardé une table ronde sur la guerre à la télévision française, au cours de laquelle aucun des participants n’avait été informé que la partie était terminée en Ukraine. Ces amateurs narquois, pour la plupart des journalistes, discutaient des combats autour de l’une ou l’autre ville ukrainienne sur la ligne de front dont ils pouvaient à peine prononcer le nom, tous convaincus que les forces ukrainiennes avaient le dessus et étaient sur le point de percer les défenses russes et de parvenir à la deuxième ligne de défense moins redoutable, et qu’elles allaient certainement atteindre la mer d’Azov, réalisant ainsi l’objectif fondamental de toute l’opération – couper les lignes d’approvisionnement russes et briser les reins de la résistance russe. Pendant tout ce temps, ces commentateurs affichaient un large sourire, comme si la guerre n’était qu’un jeu vidéo.

Mais au diable les propagandistes français. Dans les médias allemands, les journalistes grand public ont alimenté les discussions sur la guerre avec des informations sur les revers de l’Ukraine et sur l’improbabilité qu’elle puisse accomplir autre chose que l’autodestruction au fur et à mesure que les combats se poursuivent. Simultanément à l’annonce que l’Allemagne est sur le point de fournir des drones de reconnaissance à longue portée à Kiev, le chancelier Olaf Scholz a appelé à la « poursuite » des négociations de paix. Il est curieux que personne ne lui ait dit qu’il n’y avait pas de négociations de paix en cours aujourd’hui. Mais l’essentiel est que la victoire sur le champ de bataille semble avoir disparu du discours berlinois.

Néanmoins, les États-Unis et la Grande-Bretagne annoncent jour après jour de nouveaux crédits pour la livraison à l’Ukraine de matériel militaire des plus dévastateurs. Des chars Abrams sont en route. Des missiles de frappe à plus longue portée (jusqu’à 500 km) pourraient bientôt être expédiés. La semaine dernière, Joe Biden a inséré l’autorisation de livrer 14 milliards de dollars supplémentaires de matériel militaire dans un projet de loi sur l’aide aux victimes de catastrophes naturelles, c’est-à-dire la catastrophe qui frappe actuellement Hawaï et d’autres régions des États-Unis. Cette tactique visait à surmonter l’opposition croissante des Républicains à l’octroi d’un seul centime d’aide supplémentaire à l’Ukraine, si cette aide avait fait l’objet d’un projet de loi distinct consacré à l’effort de guerre. Les battements de tambour pour la fourniture de F16 à l’Ukraine se poursuivent et il est question de préparer de nouvelles troupes ukrainiennes à une nouvelle contre-offensive en 2024.

Que font donc les Russes face aux nouvelles armes en route vers l’Ukraine ?

Un article publié dans les médias sociaux russes et repris par le portail d’information numéro un, Dzen, ancienne filiale de Yandex, nous donne un bon aperçu des contre-mesures russes qui, autrement, sont noyées dans les reportages quotidiens de l’Occident sur la guerre. Nous entendons parler d’alertes de raids aériens à travers l’Ukraine qui ont eu lieu il y a un jour, mais sans explication. Nous entendons parler d’un tir de missile russe qui a tué une jeune famille ukrainienne, mais on nous dit que cela fait partie des attaques russes contre les civils.

L’article posté sur « Интересная жизнь с Vera Star » donne un sens à tout cela.

Voir ici : https://dzen.ru/a/ZNjKGWUcVjdoVNmI

Tout d’abord, ces sirènes d’alerte aérienne dans toute l’Ukraine étaient liées au bombardement systématique par la Russie de tous les aéroports ukrainiens encore fonctionnels à partir desquels les SU-24 et SU-27 de l’armée de l’air ukrainienne peuvent opérer. Ces appareils sont capables de transporter et de tirer des missiles Storm Shadow et d’autres missiles à longue portée fournis par la Grande-Bretagne et la France, et qui pourraient transporter des missiles allemands, si Berlin décide de donner suite à son offre antérieure de ce type de matériel.

Deuxièmement, on nous dit que les Russes viennent d’utiliser des missiles hypersoniques Kinzhal pour détruire les tunnels ferroviaires passant sous les Carpates, qui ont été la principale voie d’approvisionnement du matériel militaire occidental en provenance de Pologne et de Roumanie. Pendant longtemps, le haut commandement militaire russe s’est demandé s’il était permis d’attaquer cette infrastructure ostensiblement civile. Toutefois, la décision a été prise à la lumière des derniers plans des États-Unis et de l’OTAN visant à relever le niveau des équipements d’attaque qu’ils fournissent à l’Ukraine. Les Russes estiment que les infrastructures civiles utilisées pour servir des objectifs militaires deviennent automatiquement une cible légale pour eux.

Selon les calculs des Russes, ils ont maintenant annulé les derniers plans occidentaux visant à prolonger la guerre.

Russlands asymmetrische Antwort

Russlands asymmetrische Reaktion auf die jüngsten Pläne der USA und der NATO, noch mehr verheerende militärische Ausrüstung in die Ukraine zu schicken

Jedes Mal, wenn es in den letzten 18 Monaten so aussah, als würde sich der Krieg in der Ukraine einem Finale nähern, das auf eine Niederlage und Kapitulation Kiews hinausläuft, wurden wir von einer weiteren, von den USA initiierten Eskalation überrascht, die den Charakter des Konflikts verändert und eine neue, langwierige Phase der Kämpfe verspricht.

Ist die ukrainische Gegenoffensive, die am 4. Juni begann, gescheitert? Immer mehr westliche Mainstream-Medien, darunter auch CNN, haben Berichte veröffentlicht, in denen sie ein Scheitern einräumen. In Washington hat unter den entschlossensten Befürwortern des Landes das “Schwarzer-Peter-Spiel” darum begonnen, wer “die Ukraine verloren” hat.

Europa ist in mehr als einer Hinsicht ein Rückzugsgebiet. Nicht jeder hier hat von den Verlusten der Ukraine in zwei Monaten verzweifelter Angriffe auf russische Verteidigungsstellungen auf der gesamten 1.000 km langen Front gehört. Gestern Abend sah ich im französischen Fernsehen eine Diskussionsrunde über den Krieg, bei der kein einziger Diskussionsteilnehmer darüber informiert war, dass das Spiel in der Ukraine aus ist. Diese grinsenden Amateure, zumeist Feld-Wald-und-Wiesen-Journalisten, diskutierten über die Kämpfe um die eine oder andere ukrainische Stadt an der Front, deren Namen sie kaum aussprechen konnten, und waren alle davon überzeugt, dass die ukrainischen Streitkräfte die Oberhand haben und auf dem Weg sind, die russische Verteidigungslinie zu durchbrechen, dass sie kurz davor sind, die weniger beeindruckende zweite Verteidigungslinie zu erreichen, und dass sie es sicher bis zum Asowschen Meer schaffen werden, um so das Hauptziel der gesamten Operation zu erreichen – die russischen Nachschublinien zu unterbrechen und den russischen Widerstand zu brechen. Die ganze Zeit über lächelten diese Kommentatoren breit, als ob der Krieg nur ein Videospiel wäre.

Aber zum Teufel mit den französischen Propagandisten. In den deutschen Medien haben die Mainstream-Journalisten die Diskussion über den Krieg mit Nachrichten über die Rückschläge der Ukraine und die Unwahrscheinlichkeit, dass sie etwas anderes als die Selbstzerstörung erreichen wird, wenn die Kämpfe weitergehen, gespickt. Zeitgleich mit der Ankündigung, dass Deutschland Langstrecken-Aufklärungsdrohnen an Kiew liefern wird, forderte Bundeskanzler Olaf Scholz die “Fortsetzung” der Friedensverhandlungen. Es ist merkwürdig, dass ihm niemand gesagt hat, dass es heute keine Friedensverhandlungen gibt. Der wichtigste Punkt ist jedoch, dass der Sieg auf dem Schlachtfeld aus dem Berliner Diskurs verschwunden zu sein scheint.

Nichtsdestotrotz kündigen die Vereinigten Staaten und Großbritannien Tag für Tag neue Mittel für die Lieferung von Militärgütern der verheerendsten Art an die Ukraine an. Abrams-Panzer sind auf dem Weg. Langstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 500 km könnten bald geliefert werden. In der vergangenen Woche fügte Biden die Genehmigung für weitere 14 Milliarden Dollar an Militärgütern in einen Gesetzentwurf zur Unterstützung von Opfern von Naturkatastrophen ein, d.h. der derzeitigen Katastrophe auf Hawaii und anderswo in den USA. Mit dieser Taktik sollte der zunehmende Widerstand der Republikaner überwunden werden, der Ukraine einen weiteren Cent an Hilfe zukommen zu lassen, wenn diese Hilfe in einem separaten Gesetzentwurf für die Kriegsanstrengungen enthalten gewesen wäre. Die Trommelschläge für die Bereitstellung von F16-Kampfflugzeugen für die Ukraine gehen weiter, und es ist die Rede davon, neue ukrainische Truppen für eine erneute Gegenoffensive im Jahr 2024 vorzubereiten.

Was machen die Russen also mit den neuen Waffen, die auf dem Weg in die Ukraine sind?

Ein Artikel, der in den sozialen Medien Russlands gepostet und vom führenden Nachrichtenportal Dzen, einer ehemaligen Tochtergesellschaft von Yandex, veröffentlicht wurde, gibt uns einen guten Einblick in die russischen Gegenmaßnahmen, die sonst in der täglichen westlichen Berichterstattung über den Krieg untergehen. Wir hören von Luftangriffswarnungen über der Ukraine, die vor einem Tag erfolgten, aber es gibt keine Erklärung dafür. Wir hören von einem russischen Raketenangriff, bei dem eine junge ukrainische Familie getötet wurde, aber uns wird gesagt, dies sei nur ein Teil der russischen Angriffe auf Zivilisten.

Der Artikel auf “Интересная жизнь с Vera Star” gibt dem Ganzen einen Sinn.

Siehe: https://dzen.ru/a/ZNjKGWUcVjdoVNmI

Erstens standen diese Luftschutzsirenen in der gesamten Ukraine im Zusammenhang mit dem systematischen russischen Bombardement aller noch funktionierenden ukrainischen Flughäfen, von denen aus die SU-24 und SU-27 der ukrainischen Luftwaffe operieren können. Diese Flugzeuge sind in der Lage, Storm Shadow und andere Langstreckenraketen zu tragen und abzufeuern, die von Großbritannien und Frankreich geliefert wurden und die deutsche Raketen tragen können, falls Berlin beschließt, sein früheres Angebot für solches Material wahrzunehmen.

Zweitens wird berichtet, dass die Russen gerade Hyperschallraketen vom Typ Kinzhal eingesetzt haben, um die Eisenbahntunnel unter den Karpaten zu zerstören, die die Hauptversorgungsroute für westliche Militärgüter aus Polen und Rumänien darstellen. Lange Zeit wurde in der russischen Militärführung darüber diskutiert, ob es zulässig sei, diese angeblich zivile Infrastruktur anzugreifen. Angesichts der jüngsten Pläne der USA und der NATO, die Anforderungen an die von ihnen an die Ukraine gelieferte Angriffsausrüstung zu erhöhen, wurde die Entscheidung jedoch getroffen, dies zu tun. Wie die Russen argumentieren, wird zivile Infrastruktur, die militärischen Zielen dient, automatisch zu einem legalen Ziel für sie.

Nach russischem Kalkül haben sie damit die jüngsten westlichen Pläne zur Verlängerung des Krieges zunichte gemacht.

Russia’s asymmetric response

Russia’s asymmetric response to latest announced plans of U.S. and NATO for sending more devastating military hardware to Ukraine

Each time over the past 18 months that it appeared the Ukraine war was approaching a finale amounting to Kiev’s defeat and capitulation we have been surprised by yet another U.S. initiated escalation that changes the nature of the conflict and promises a new and drawn-out stage of fighting.

Did the Ukrainian counter-offensive which began on 4 June fail?  An increasing number of Western mainstream media including CNN have published reports acknowledging it is a failure. In Washington, the finger pointing game over who ‘lost Ukraine’ has begun among the country’s most determined backers. 

Europe is a backwater in more than one dimension. Not everyone here has gotten the word about Ukraine’s losses in two months of desperate attacks on Russian defensive positions across the entire 1,000 km front. Last night I watched a round-table discussion of the war on French television in which not a single panelist had been told that the game is up in Ukraine. These smirky amateurs, mostly garden variety journalists, were discussing the fighting around one or another Ukrainian town on the front line whose name they could barely pronounce, all convinced that the Ukrainian forces had the upper hand and were on their way to breaching the Russian defenses, about to reach the less awesome second line of defense, and were surely to make it through to the Sea of Azov, thereby achieving the basic objective of the entire operation – cutting the Russian supply lines and breaking the back of Russian resistance.  The whole time these commentators smiled broadly as if the war were just a video game.

But to hell with the French propagandists. In the German media, mainstream journalists have been seeding the discussion of the war with news about Ukraine’s setbacks and the improbability of their accomplishing anything other than self-destruction as the fighting continues.  Simultaneously with the announcement that Germany is about to supply long range reconnaissance drones to Kiev, Chancellor Olaf Scholz called for “continuation” of peace negotiations.  It is curious that no one told him there are no peace negotiations going on today. But the main point is that victory on the battlefield seems to have vanished from the Berlin discourse.

Nonetheless, the United States and Britain announce day after day new appropriations for delivery of military hardware of the most devastating sort to Ukraine. Abrams tanks are on the way. Longer range strike missiles with a range up to 500 km may soon be shipped. Biden in the past week inserted authorization for another 14 billion dollars in military supplies into a bill for provision of aid to victims of natural disasters, meaning the present disaster in Hawaii and elsewhere in the States. The tactic was meant to overcome rising Republican opposition to giving Ukraine one more cent of aid should the aid have been in a separate bill dedicated to the war effort.  The drumbeats for provision of F16s to Ukraine continue and there is talk of preparing new Ukrainian troops for a renewed counter-offensive in 2024.

So what are the Russians doing about the new arms on the way to Ukraine?

An article posted in Russian social media and carried by the number one news portal, Dzen, formerly a subsidiary of Yandex, gives us a good insight into Russian countermeasures that otherwise are buried in general daily Western reporting on the war. We hear about air raid alerts across Ukraine which took place a day ago but there is no explanation. We hear about a Russian missile strike that killed a young Ukrainian family but are told it is just part of the Russian attacks on civilians.

The article posted on “Интересная жизнь с Vera Star” makes sense of it all.

See https://dzen.ru/a/ZNjKGWUcVjdoVNmI

First, those air raid sirens across the whole of Ukraine were related to the systematic Russian bombardment of all still functional Ukrainian airports from which their air force’s SU-24 and SU-27 can operate. These are the aircraft that are capable of carrying and firing the Storm Shadow and other long range missiles that have been supplied by Britain and France, and which may carry German missiles, if Berlin decides to proceed with its previous offer of such materiel.

Second, we are told that the Russians have just used Kinzhal hypersonic missiles to destroy the railway tunnels passing under the Carpathians which have been the main supply route of Western military hardware arriving from Poland and Romania. For a long time, there was discussion in the Russian senior military command over whether it was permissible to attack this ostensibly civilian infrastructure.  However, the decision was taken to do so in light of the latest U.S. and NATO plans to raise the bar in what attack equipment they are providing to Ukraine. As the Russians argue, civilian infrastructure that is being used to serve military objectives automatically becomes a legal target for them.

By Russian calculations, they have now nullified the latest Western plans to prolong the war.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “Russian Defense Minister Sergei Shoigu…”

Translations below into French (Youri) and Italian (Weber Potsie) and German (Andreas Mylaeus)

Le ministre russe de la Défense, Sergei Choïgou, évoque les menaces que l’adhésion de la Finlande à l’OTAN et le renforcement des capacités militaires de la Pologne font peser sur la sécurité de la Russie.

Même des experts occidentaux indépendants d’esprit qui devraient être mieux informés ont l’habitude de parler de « désinformation russe » comme d’un facteur contribuant au « brouillard de guerre » en Ukraine et autour de l’Ukraine. La question de savoir quel type de campagne de désinformation russe peut exister alors que presque toutes les chaînes internationales de la Russie sont bloquées par les États-Unis et leurs alliés européens n’effleure manifestement pas l’esprit de ces détracteurs apparemment éclairés de la Russie.

Dans ce contexte, il est tout à fait extraordinaire qu’un cas flagrant de véritable désinformation russe ait été totalement ignoré par les médias occidentaux. Cela s’explique peut-être par le fait que cette désinformation s’adressait avant tout à un public national, en Russie, et non à la scène internationale.

Je pense au discours que le ministre russe de la Défense, Sergei Choïgou, a prononcé devant le conseil d’administration de son ministère. Des extraits de ce discours ont été diffusés sur les chaînes d’information de l’État russe. Les principaux extraits sont les suivants.

Citation :

Les menaces pesant sur la sécurité militaire de la Russie dans les zones stratégiques de l’Ouest et du Nord-Ouest se sont multipliées.

L’entrée de la Finlande dans l’OTAN et la perspective de l’entrée de la Suède constituent de sérieux facteurs de déstabilisation. Après l’adhésion d’Helsinki à l’Alliance, la frontière terrestre de la Russie avec les pays du bloc a presque doublé.

Sur le territoire de la Finlande, l’OTAN peut placer des contingents militaires susceptibles de détruire des structures extrêmement importantes dans le nord-ouest de la Russie.

À proximité immédiate des frontières de la Russie et de la Biélorussie sont stationnés environ 360 000 hommes en armes de l’OTAN, 8 000 chars et autres véhicules blindés, 650 avions et hélicoptères.

Fin de citation

Choïgou a également fait référence à la dernière annonce par la Pologne de son intention de poster 2 000 soldats supplémentaires à sa frontière avec la Biélorussie. Il a ajouté que « la Pologne a été utilisée par les États-Unis comme le principal instrument de la politique anti-russe ».

L’expansion de l’OTAN cette année et la perspective d’une nouvelle expansion dans un avenir proche sont des faits incontestables. Toutefois, la question de savoir si cela augmente ou réduit la force réelle de l’OTAN dans toute lutte avec la Russie est ouverte à la discussion, comme je le démontrerai dans cet exposé. En attendant, même si les chiffres concernant les forces et les équipements de l’OTAN « à proximité immédiate des frontières de la Russie » cités par Choïgou sont corrects, l’intention agressive qu’il leur attribue relève, selon moi, d’une désinformation excessive.

Certes, la Russie utilise exactement les mêmes calculs de sécurité que ceux qui ont guidé la doctrine militaire américaine depuis les années 1990, à savoir qu’il ne faut prêter attention qu’aux capacités d’un adversaire, et non à ses intentions, qui peuvent être inconnues et qui peuvent changer au fil du temps. Toutefois, dans le cas présent, les intentions de l’Amérique et de l’OTAN sont tout à fait lisibles, comme le montre leur comportement dans la guerre par procuration qui se déroule en Ukraine : les États-Unis font tout leur possible pour éviter de croiser le fer avec les Russes et de déclencher une guerre Russie-OTAN qui pourrait facilement dégénérer en une guerre nucléaire planétaire.

Je pense que le discours de Choïgou était, avant tout, une manœuvre pour s’assurer que son état-major ne s’endort pas à son bureau quand il a le dos tourné. Ils sont actuellement chargés d’élaborer les plans d’un nouveau commandement des forces armées responsable des territoires de l’ouest et du nord-ouest.

Deuxièmement, le discours était destiné à la Douma d’État, afin de rallier les législateurs russes à ce qui sera certainement de nouveaux crédits militaires importants pour soutenir le développement de l’armée. Pour avoir une idée de ce que cela signifie, je me réfère aux remarques faites hier soir dans l’émission Evening with Vladimir Solovyov par le général de corps d’armée à la retraite Andrei Gurulyov, membre de la Douma du parti Russie Unie, membre de la commission de la Douma chargée d’examiner les allocations budgétaires pour la défense, membre de la commission de la défense de la Douma. Gurulyov a déclaré aux téléspectateurs que le nouveau commandement militaire nécessiterait un effectif de 800 personnes au quartier général. Cela laisse présager un contingent d’hommes en armes très important et très qualifié.

*****

La Russie constituera donc une unité de ses forces armées chargée de défendre la frontière avec la Finlande. Toutefois, je pense que l’adhésion de la Finlande à l’Alliance a créé un résultat sécuritaire négatif net pour l’Alliance plutôt que pour la Russie. Tout cet exercice répète les mêmes stupidités qui ont caractérisé l’adhésion de l’Estonie, de la Lettonie et de la Lituanie en 2004. Tout le monde savait à l’époque que les États baltes, avec leurs populations dérisoires et leurs armées de soldats de plomb, ne faisaient pas le poids face à la Russie, même lorsque celle-ci ne s’était pas encore remise de ses faiblesses dues à l’implosion économique et organisationnelle des années 1990.

Après 2010, l’Occident avait déjà compris que la Russie pourrait envahir les États baltes en un jour ou deux s’il n’y avait pas d’unités de réaction rapide prêtes à intervenir rapidement au sein de l’OTAN et s’il n’y avait pas de troupes européennes de l’OTAN sur le terrain pour garantir que les dispositions de l’article 5 de l’Alliance soient immédiatement mises en œuvre. Néanmoins, on peut se demander si l’une ou l’autre de ces mesures prises par l’OTAN à ce jour peut garantir la viabilité des États baltes si la Russie attaque avec toute sa puissance.

Aujourd’hui, alors que la Russie a démontré dans sa guerre contre l’Ukraine qu’elle disposait probablement des forces terrestres les plus puissantes du continent, l’idée que la Finlande, avec ses 5,5 millions d’habitants, puisse tenir le coup est farfelue. Et combien de troupes l’OTAN enverra-t-elle en Finlande pour aider à la défense ?  Un millier ?  Cinquante mille ?  Où ces troupes seront-elles logées ?  Les questions se succèdent. Je ne vois pas de réponse évidente.

L’adhésion de la Finlande a ajouté plus de 1 000 km à la frontière terrestre avec la Russie. Cela correspond à peu près à la longueur de la ligne d’engagement entre les forces russes et ukrainiennes aujourd’hui. Comme nous l’avons vu, les Ukrainiens ont eu beaucoup de mal à franchir cette ligne et à gagner du terrain sur la Russie au cours des deux derniers mois de leur contre-offensive, bien qu’ils aient reçu une aide massive de l’OTAN en termes d’équipement et d’entraînement militaires avancés.  Les soldats ukrainiens sont courageux et engagés, et pourtant le ratio des morts au combat est actuellement de 10 /1 en défaveur des Ukrainiens.

Rappelons qu’au début de la guerre, l’Ukraine comptait environ 40 millions d’habitants contre 145 millions pour la Russie. L’exode des réfugiés et des réfractaires a peut-être réduit la population ukrainienne à 26 millions d’habitants, ce qui représente tout de même cinq fois la population de la Finlande.

Examinons également la topographie et d’autres faits significatifs concernant le territoire finlandais qui jouxte la Russie sur cette longue frontière. J’en sais quelque chose pour m’être rendu personnellement en Carélie il y a trois ans. Il s’agit de forêts de pins denses et de marécages, d’une densité de population très faible, probablement similaire à celle que l’on trouve au milieu de nulle part en Sibérie. Il y a des routes locales asphaltées, mais pas de grandes artères. En revanche, du côté russe, l’extension de la super autoroute à quatre voies de Vyborg à la frontière finlandaise est en voie d’achèvement. Les Russes ont leur deuxième plus grande ville, Pétersbourg, avec 4,5 millions d’habitants et une infrastructure logistique très avancée située à moins de 200 km de la frontière. En conséquence, je pose la question suivante : qui menacera qui alors que les Finlandais et les Russes préparent leurs défenses pour l’avenir ?

En ce qui concerne la Pologne, la menace potentielle pour la sécurité de la Russie se situe à un autre niveau. La Pologne compte 40 millions d’habitants et a la possibilité de développer considérablement ses forces armées actuelles, qui comptent environ 120 000 hommes. L’acquisition en cours de véhicules blindés avancés, d’artillerie et de chasseurs à réaction auprès de multiples sources, dont la Corée du Sud et les États-Unis, signifie que dans quelques années, la Pologne pourrait devenir une puissance régionale avec laquelle il faudra compter. Mais d’ici là, les forces armées russes auront atteint 1,5 million d’hommes et seront d’autant mieux équipées des types d’armes qui ont fait leurs preuves sur le champ de bataille et qui sont toutes produites dans le pays, ce qui signifie qu’elles sont faciles à réapprovisionner et à réparer en cas de besoin.

Je ne suis pas d’accord avec la suggestion de Choïgou selon laquelle la Pologne est instrumentalisée par les Etats-Unis pour devenir la prochaine force prioritaire dirigée contre la Russie. Le gouvernement polonais de Donald Tusk, ancien leader de la Plate-forme civique, tout comme le gouvernement actuel du parti Droit et Justice fondé par les frères Kaczynski, profondément anti-russes, n’ont pas eu besoin d’être encouragés par Washington pour se positionner comme le bouclier de l’Europe contre les barbares de l’Est, c’est-à-dire pour reprendre les normes de la Pologne du XVIIIe siècle jusqu’à ce que le pays disparaisse de la carte de l’Europe.

Néanmoins, le système politique polonais est véritablement démocratique, contrairement au régime putschiste installé en Ukraine et à ses partisans néo-nazis fanatiques. Il n’a pas les tendances suicidaires de Zelensky et de son équipe. Il ne s’aventurera pas à entrer seul en guerre contre la Russie. Et il lui sera impossible de réunir un consensus au sein de l’OTAN pour se joindre à lui dans une guerre contre la Russie qu’il initierait.

*****

Au cours des mois qui ont précédé et suivi la procédure d’adhésion de la Finlande à l’OTAN, son secrétaire général, Jens Stoltenberg, a souligné à plusieurs reprises que la guerre entre la Russie et l’Ukraine avait réuni les États membres de l’OTAN comme jamais auparavant et donné un nouvel élan à l’alliance, tout en réaffirmant son objectif initial de s’opposer fermement à la puissance soviétique/russe sur le continent. Le dernier membre scandinave a, après tout, abandonné soixante-dix ans de statut de neutralité et de relations amicales, quoique subordonnées, avec la Russie pour rejoindre le système de défense paneuropéen. La perspective de l’admission de la Suède dans un avenir proche serait une autre victoire. Enfin, l’Ukraine sera invitée à se joindre à l’Alliance, ce qui renforcera considérablement sa capacité militaire.

Rares sont les Occidentaux qui ont remis en question la logique selon laquelle l’expansion est un avantage et seulement un avantage. C’est le cas du professeur Stephen Cohen, qui a fait remarquer, il y a près de vingt ans, que l’OTAN n’est pas une association de fraternité. Elle est censée être guidée par les intérêts de ses États membres en matière de sécurité nationale, et l’admission des États baltes était un point négatif manifeste pour l’alliance. J’ai mis à jour cette critique avec les remarques d’aujourd’hui sur le fait que l’adhésion de la Finlande à l’Alliance est un autre « objectif personnel » de l’équipe de l’OTAN.

Maintenant, continuons à démystifier les considérations sécuritaires américaines en nous penchant sur l’auteur souvent cité de la stratégie ukrainienne de Washington, depuis l’administration de Barack Obama jusqu’à aujourd’hui, Zbigniew Brzezinski. De nombreux promoteurs du soutien des États-Unis et de leurs alliés à l’Ukraine dans son effort de guerre citent aujourd’hui les remarques « prémonitoires » de Brzezinski dans son livre de 1997, The Grand Chessboard (Le grand échiquier), qui a été largement vendu et lu. Ce livre a été écrit à une époque où les Américains étaient encore à la recherche d’une nouvelle stratégie mondiale, étant donné qu’ils avaient, comme ils le croyaient, gagné la guerre froide et qu’ils semblaient dépourvus d’un objectif national alternatif.

Brzezinski a insisté sur le fait que si l’Ukraine pouvait se détacher de ses relations industrielles et politiques étroites avec la Russie, cette dernière cesserait d’être une puissance impériale et pourrait être reclassée dans la catégorie des États européens non menaçants.

Nous savons tous aujourd’hui où la poursuite de la feuille de route de Brzezinski nous a menés. La Russie est sans doute plus forte que jamais, maintenant que sa société a été consolidée derrière une mission patriotique, que ses forces armées maîtrisent les arts de la guerre terrestre de haute technologie et que son industrie militaire a multiplié sa production. Dans ce contexte, on peut dire que les conseils de Brzezinski à ses compatriotes et à leurs dirigeants étaient irréfléchis. Pour tous ceux qui souhaitent approfondir cette question, je les invite à consulter mes différents chapitres critiquant les écrits de Brzezinski dans les années 90 et au début du nouveau millénaire dans mon recueil d’essais intitulé Great Post-Cold War American Thinkers on International Relations (2010).

Les efforts de Brzezinski pour contenir la Russie sont allés au-delà de ses écrits et se sont traduits par une participation active aux plans élaborés par son ancienne protégée Madeleine Albright, devenue secrétaire d’État, pour mener des « guerres de gazoducs » contre la Russie. Il s’agissait d’un double effort : entraver les projets de gazoducs russes vers l’Europe, tels que South Stream, et promouvoir d’autres gazoducs provenant des producteurs d’Asie centrale et du Caucase, qui passeraient en dehors des frontières de la Fédération de Russie et seraient donc à l’abri de l’ingérence du Kremlin. Les différents acteurs et développements de la « guerre des gazoducs » qui dure depuis plusieurs années sont abordés dans mon ouvrage de 2013 intitulé Stepping Out of Line.

Le résultat final de cette politique a été l’imposition d’une interdiction d’importation d’hydrocarbures russes en Europe en guise de punition pour l’invasion russe de l’Ukraine et la destruction du gazoduc Nord Stream 1 l’année dernière. Comme nous le savons aujourd’hui, cette situation entraîne la désindustrialisation de l’Allemagne, première économie et premier exportateur d’Europe, une forte inflation sur tout le continent et une baisse généralisée du niveau de vie en Europe.

Morale de l’histoire : soyez prudents dans vos souhaits.


Il ministro della Difesa russo Sergei Shoigu sulle minacce alla sicurezza russa poste dall’adesione della Finlandia alla NATO e dal potenziamento militare della Polonia

Anche gli esperti occidentali indipendenti, che dovrebbero saperlo bene, sono soliti parlare di “disinformazione russa” come fattore che contribuisce alla “fog of war” [NDT lit.: nebbia della guerra da intendersi come lo stato di ignoranza in cui spesso si trovano i comandanti per quanto riguarda la reale forza e posizione, non solo dei loro nemici, ma anche dei loro amici] in Ucraina. Che tipo di campagna di disinformazione russa possa esserci quando quasi tutti i canali internazionali della Russia sono bloccati dagli Stati Uniti e dai suoi alleati europei è qualcosa che ovviamente non passa per la testa di questi apparentemente illuminati critici della Russia.

In questo contesto, è davvero notevole che un caso eclatante di vera e propria disinformazione russa sia stato ieri totalmente ignorato dai media occidentali. Forse perché il pubblico principale di questa disinformazione era quello interno, in Russia, e non quello mondiale.

Mi riferisco al discorso che il Ministro della Difesa russo Sergei Shoigu ha tenuto al consiglio direttivo del suo ministero. Alcune parti di questo discorso sono state trasmesse dai canali di informazione statali russi. I passaggi chiave sono stati i seguenti.

Citazione:

Le minacce alla sicurezza militare della Russia nelle aree strategiche occidentali e nord-occidentali sono aumentate grandemente.

Un grave fattore destabilizzante è l’ingresso nella NATO della Finlandia e, in prospettiva, della Svezia. Dopo l’ingresso di Helsinki nell’Alleanza, il confine terrestre della Russia con i Paesi del blocco è aumentato di quasi due volte.

Sul territorio della Finlandia, la NATO può collocare contingenti militari in grado di distruggere strutture di importanza critica nel nord-ovest della Russia.

Nelle immediate vicinanze dei confini della Russia e della Bielorussia sono stanziati circa 360.000 uomini in armi della NATO, 8.000 carri armati e altri veicoli blindati, 650 aerei ed elicotteri.

Chiusa la citazione.

Shoigu ha anche fatto riferimento al recente annuncio della Polonia di voler inviare altre 2.000 truppe al confine con la Bielorussia. E ha detto che “la Polonia viene usata dagli Stati Uniti come strumento principale della politica anti-russa”.

L’espansione della NATO quest’anno e la prospettiva di una sua ulteriore espansione nell’immediato futuro sono fatti indiscutibili. Ma se questo aumenti o riduca la forza effettiva della NATO nei confronti della Russia rimane da vedere, come dimostrerò in questo articolo. Ma prima è bene osservare che anche se le cifre relative alle forze della NATO “nelle immediate vicinanze dei confini russi” citate da Shoigu sono corrette, le intenzioni aggressive che gli attribuisce fanno parte di quella che io considero una “disinformazione aggravata”.

Certo, la Russia sta facendo esattamente gli stessi calcoli in tema di sicurezza che hanno guidato la dottrina militare americana fin dagli anni ’90: vale a dire che bisogna prestare attenzione solo alle capacità di un avversario, non alle sue intenzioni, intenzioni che non possono essere date per certe e che possono cambiare nel tempo. Ma nel caso in questione, le intenzioni dell’America e della NATO sono infatti facilmente leggibili, come possiamo dedurre dal loro comportamento nella guerra per procura in corso in Ucraina: gli Stati Uniti stanno facendo di tutto per evitare di scontrarsi con i russi e per evitare di dare inizio ad una guerra tra Russia e NATO che potrebbe facilmente degenerare in una guerra nucleare globale.

Credo che il discorso di Shoigu sia stato, in primo luogo, un’azione di facciata per garantire che il suo staff non si addormenti alla scrivania. il ministero sta ora pianificando la creazione di una nuova struttura di comando specificamente dedicata alla difesa dei territori della Russia nordoccidentale.

In secondo luogo, il discorso era rivolto alla Duma di Stato, per convincere i legislatori russi ad approvare quelli che saranno sicuramente nuovi e pesanti stanziamenti militari.  Per avere un’idea di cosa questo voglia dire, basta pensare alle osservazioni fatte ieri sera al talk show “Una serata con Vladimir Solovyov” dal Lieutenant General [NDT: grado equivalente a generale di corpo d’armata] in pensione Andrei Gurulyov, membro della Duma del partito Russia Unita e membro della commissione della Duma che esamina gli stanziamenti di bilancio per la difesa e membro della commissione Difesa della Duma. Gurulyov ha detto ai telespettatori che il nuovo comando militare richiederà uno staff di 800 persone. Questo fa pensare a un contingente di uomini in armi molto grande ed articolato.

                                                                   *****

Quindi la Russia dedicherà un’unità delle sue forze armate alla difesa del confine con la Finlandia. Ritengo quindi che l’adesione della Finlandia all’Alleanza abbia creato un risultato netto negativo in termini di sicurezza per l’Alleanza piuttosto che per la Russia. L’intero episodio ripete la follia fatta al tempo dell’adesione di Estonia, Lettonia e Lituania alla NATO nel 2004. All’epoca tutti sapevano che gli Stati baltici, con le loro misere popolazioni e i loro eserciti di soldati di latta, non potevano far fronte alla Russia, anche quando quest’ultima era ancora in preda al chaos derivante dalla sua implosione economica e organizzativa durante gli anni Novanta. 

Ma a partire dal 2010, in Occidente si era già capito che la Russia avrebbe potuto conquestare gli Stati baltici in un paio di giorni senza unità di risposta rapida della NATO e senza truppe europee della NATO sul territorio a garanzia delle disposizioni dell’articolo 5 dell’Alleanza.  Peraltro rimane da vedere se queste misure possano davvero garantire la sopravvivenza degli Stati baltici nel caso in cui Russia dovesse attaccare con tutte le sue forze.

Ora che la Russia ha dimostrato durante la guerra in Ucraina di avere probabilmente l’esercito più forte del continente, l’idea che la Finlandia, con i suoi 5,5 milioni di abitanti, possa reggere il confronto è inverosimile. E quante truppe invierà la NATO per la sua difesa? Mille? Cinquantamila? Dove saranno stanziate queste truppe? Le domande non finiscono qui e non vedo risposte ovvie.

L’adesione della Finlandia ha aggiunto più di 1.000 km al confine terrestre con la Russia. Si tratta di una lunghezza simile alla linea esistente oggi tra le forze russe e ucraine. Come abbiamo visto, negli ultimi due mesi di controffensiva gli ucraini hanno avuto molte difficoltà a superare questa linea e a guadagnare territori nonostante la massiccia assistenza dalla NATO in termini di attrezzature militari avanzate e di addestramento. I soldati ucraini sono coraggiosi e il loro senso di abnegazione indiscutibile, ma il rapporto dei morti in azione è attualmente di 10:1 a sfavore degli ucraini.

Ricordiamo che all’inizio della guerra l’Ucraina aveva una popolazione di circa 40 milioni di abitanti contro i 145 milioni della Russia.  

Il flusso di rifugiati e di renitenti alla leva potrebbe aver ridotto la popolazione ucraina a 26 milioni, che è comunque cinque volte la popolazione della Finlandia.

Consideriamo anche la topografia e altri fatti rilevanti del territorio finlandese sulla sua lunga frontiera con Russia. Ne so qualcosa per aver viaggiato personalmente in Carelia tre anni fa. Stiamo parlando di fitte foreste di pini e paludi, di una densità di popolazione molto bassa, probabilmente simile a quella della desolata Siberia. Ci sono strade asfaltate, ma non grandi arterie stradali.  Sul lato russo invece, è in fase di completamento l’estensione della superstrada a 4 corsie da Vyborg al confine con la Finlandia. A meno di 200 km dal confine, i russi hanno la loro seconda più grande città, Pietroburgo, con 4,5 milioni di abitanti e un’infrastruttura logistica molto avanzata. Di conseguenza, mi chiedo chi minaccerà chi mentre finlandesi e russi preparano le loro future difese.

Per quanto riguarda la Polonia, la potenziale minaccia alla sicurezza della Russia è di un altro livello. Ha una popolazione di 40 milioni di abitanti e la possibilità di espandere in modo significativo le sue attuali forze armate ora composte da circa 120.000 unità. L’acquisto in corso di veicoli blindati avanzati, artiglieria e caccia a reazione da diverse fonti, tra cui la Corea del Sud e gli Stati Uniti, significa che in un paio d’anni potrebbe diventare una potenza regionale con cui fare i conti. Ma a quel punto le forze armate russe saranno cresciute fino a 1,5 milioni e saranno molto meglio equipaggiate con i tipi di armi che hanno dimostrato il loro valore sul campo di battaglia e che sono tutte prodotte internamente, il che significa che la loro fornitura ed eventuale riparazione è più sicura.

Invece non sono d’accordo con l’affermazione di Shoigu secondo cui la Polonia sarebbe uno strumento usato dagli Stati Uniti contro la Russia. Il governo polacco del passato leader di Piattaforma Civica Donald Tusk, cosi come l’attuale governo del partito Diritto e Giustizia fondato dai fratelli Kaczynski, è di per se già profondamente antirusso senza avere bisogno di alcun incoraggiamento da parte di Washington per porsi come scudo europeo contro i barbari dell’Est, cioè per assumere quella stessa posizione che la Polonia assunse nel XVIII secolo prima della sua scomparsa dalla mappa dell’Europa.

Ma il sistema politico polacco è autenticamente democratico, e questo lo differenzia del regime golpista installato in Ucraina con i suoi fanatici seguaci neonazisti. Non ha tendenze suicide come Zelensky e la sua squadra. E difficilmente si azzarderà a entrare in guerra contro la Russia da solo. Come avrà anche difficoltà a mettere insieme una coalizione all’interno della NATO per unirsi a lei in una guerra contro la Russia.

                                                            *****

Nei mesi precedenti e durante le procedure di adesione che hanno portato la Finlandia nella NATO, il Segretario Generale Jens Stoltenberg ha ripetutamente sottolineato come la guerra Russia-Ucraina abbia rinsaldato gli Stati membri della NATO come mai prima di allora, e dato nuovo slancio all’alleanza, riaffermando il suo obiettivo originario di fare fronte unico contro il potere sovietico/russo sul continente. Il nuovo membro scandinavo, dopotutto, ha abbandonato settant’anni di neutralità e di relazioni amichevoli, seppure subordinate, con la Russia per unirsi al sistema di difesa paneuropeo.  La prospettiva di un’ammissione della Svezia in un immediato futuro sarebbe un’altra vittoria per la NATO. E l’Ucraina verrebbe poi invitata ad aderire, aumentando notevolmente la capacità militare dell’Alleanza.

Pochi in Occidente hanno messo in dubbio la logica secondo cui l’espansione è un vantaggio e solo un vantaggio. Uno di questi è stato il Stephen Cohen [1938-2020 accademico americano ed esperto di relazioni politiche tra USA e Russia], quando sottolineava quasi vent’anni fa che la NATO non è una confraternita [nel senso di un’organizzazione con scopi di amicizia tra i popoli] ma una organizzazione i cui principi siano gli interessi di sicurezza nazionale dei suoi Stati membri, e che quindi l’ammissione degli Stati baltici sia stata un errore strategico per la stessa alleanza. Da questo punto di vista quindi, io non sto facendo altro che aggiornare la critica che Cohen fece allora: ovvero che l’ingresso della Finlandia nell’Alleanza rappresenta un altro autogol del team NATO.

Passiamo ora alle considerazioni che vengono spesso fatte a proposito della sicurezza degli Stati Uniti, ovvero analizzando brevemente la tesi principale di quello che viene spesso considerato l’autore principale della strategia americana a proposito dell’Ucraina dai tempi del governo di Barack Obama, Zbigniew Brzezinski.  Molti tra coloro che sostengono l’Ucraina oggi citano oggi le osservazioni “preveggenti” che Brzezinski fece nel suo best seller pubblicato nel 1997 “The Grand Chessboard: American Primacy and its Geostrategic Imperatives” [https://www.amazon.it/gp/product/B06XKQ473V/ref=dbs_a_def_rwt_hsch_vapi_tkin_p1_i0 di cui peraltro pare non esista un’edizione in italiano].  Questo libro fu scritto in un momento in cui gli americani erano ancora alla ricerca di una nuova strategia globale, dopo avere vinto la Guerra Fredda e nel momento in cui gli veniva meno un obbiettivo nazionale.

Brzezinski insisteva sul fatto che se l’Ucraina avesse potuto staccarsi dalla sua stretta relazione industriale e politica con la Russia, allora quest’ultima avrebbe cessato di essere una potenza imperiale e avrebbe potuto essere ricategorizzata come uno dei tanti innocui Stati europei.

Oggi sappiamo tutti dove ci ha portato il perseguimento della road map di Brzezinski. La Russia è probabilmente più forte che mai ora che la sua società si è consolidata dietro una missione patriottica, le sue forze armate hanno preso maggiore confidenza con le moderne tecnologie militari, e la sua industria bellica si è espansa.  In questo senso, possiamo ora tranquillamente osservare che i consigli di Brzezinski ai suoi compatrioti e alla loro leadership furono azzardati.  Per chi volesse approfondire la questione, invito a consultare le critiche che scrissi a proposito delle tesi di Brzezinski negli anni ’90 e all’inizio del nuovo millennio nella mia raccolta di saggi intitolata “Great Post-Cold War American Thinkers on International Relations” (2010) [https://www.amazon.it/Post-Cold-American-Thinkers-International-Relations-ebook/dp/B004AM5ENW/ref=sr_1_7?__mk_it_IT=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3JC7K65FECFTD&keywords=gilbert+doctorow&qid=1691678385&s=digital-text&sprefix=gilbert+doctorow%2Cdigital-text%2C66&sr=1-7].

Gli sforzi di Brzezinski per contenere la Russia andavano al di là dei suoi scritti e si traducevano in una partecipazione attiva ai piani elaborati dalla sua ex protégé Madeleine Albright, divenuta Segretario di Stato, per scatenare una “guerra dei gasdotti” contro la Russia. Si trattava di uno sforzo su due fronti: ostacolare i gasdotti russi progettati per raggiungere l’Europa, come South Stream, e promuovere gasdotti alternativi da parte dei produttori di gas dell’Asia centrale e del Caucaso, che sarebbero passate al di fuori dei confini della Federazione Russa e quindi sarebbero stati liberi dall’interferenza del Cremlino. I vari attori e gli sviluppi della pluriennale “guerra dei gasdotti” sono discussi nella mia raccolta del 2013 Stepping Out of Line [https://www.amazon.it/Stepping-Out-Line-Nonconformist-Russian-American/dp/1481270060/ref=sr_1_5?__mk_it_IT=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3JC7K65FECFTD&keywords=gilbert+doctorow&qid=1691678541&s=digital-text&sprefix=gilbert+doctorow%2Cdigital-text%2C66&sr=1-5-catcorr].

Il risultato finale di questa politica è stata l’imposizione del divieto di importazione di idrocarburi russi in Europa come punizione per l’invasione russa dell’Ucraina e la distruzione del gasdotto Nord Stream 1 lo scorso anno. Come sappiamo oggi, ciò comporta la deindustrializzazione della Germania, principale economia ed esportatore europeo, un’elevata inflazione in tutto il continente e il declino nel tenore di vita di noi europei.

Morale della favola: attenzione a ciò che si desidera.

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu über die Bedrohung der russischen Sicherheit durch die NATO-Mitgliedschaft Finnlands und die militärische Aufrüstung Polens

Selbst unabhängige westliche Experten, die es eigentlich besser wissen müssten, sprechen gerne von “russischer Desinformation”, die zum “Nebel des Krieges” in und um die Ukraine beiträgt. Welche Art von russischer Desinformationskampagne es geben kann, wenn fast alle internationalen Kanäle Russlands von den Vereinigten Staaten und ihren europäischen Verbündeten blockiert werden, ist etwas, das diesen scheinbar aufgeklärten Russland-Verächtern offensichtlich nicht in den Sinn kommt.

In diesem Zusammenhang ist es höchst bemerkenswert, dass ein eklatanter Fall von echter russischer Desinformation gestern von den westlichen Medien völlig ignoriert wurde. Vielleicht liegt das daran, dass diese Desinformation in erster Linie für das russische Inland und nicht für die Weltöffentlichkeit bestimmt war.

Ich denke dabei an die Rede, die der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu vor dem Vorstand seines Ministeriums hielt. Teile dieser Rede wurden von den staatlichen russischen Nachrichtensendern ausgestrahlt. Die wichtigsten Ausschnitte waren wie folgt.

Zitat:

Die Bedrohung für die militärische Sicherheit Russlands in den westlichen und nordwestlichen strategischen Gebieten ist um ein Vielfaches gewachsen.

Ein schwerwiegender destabilisierender Faktor ist der NATO-Beitritt Finnlands und der voraussichtliche Beitritt Schwedens. Nach dem Beitritt Helsinkis zum Bündnis hat sich die Landgrenze Russlands zu den Ländern des Blocks fast verdoppelt.

Auf dem Territorium Finnlands kann die NATO Militärkontingente stationieren, die in der Lage sind, kritische Strukturen im Nordwesten Russlands zu zerstören.

In unmittelbarer Nähe der Grenzen Russlands und Weißrusslands sind rund 360.000 bewaffnete NATO-Soldaten, 8.000 Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge, 650 Flugzeuge und Hubschrauber stationiert.

Zitat Ende

Schoigu nahm auch Bezug auf die jüngste Ankündigung Polens, zusätzliche 2.000 Soldaten an der Grenze zu Weißrussland zu stationieren. Und er sagte, dass “Polen von den USA als Hauptinstrument der antirussischen Politik benutzt worden ist”.

Die Erweiterung der NATO in diesem Jahr und ihre voraussichtliche weitere Ausdehnung in naher Zukunft sind unbestreitbare Fakten. Ob dies jedoch die tatsächliche Stärke der NATO in einer Auseinandersetzung mit Russland erhöht oder verringert, ist diskutabel, wie ich in diesem Aufsatz zeigen werde. Selbst wenn die von Schoigu angeführten Zahlen zu den Streitkräften und der Ausrüstung der NATO “in unmittelbarer Nähe zu den Grenzen Russlands” korrekt sind, ist die aggressive Absicht, die er ihnen zuschreibt, in meinen Augen eine verschärfte Desinformation.

Sicherlich geht Russland von genau denselben Sicherheitskalkülen aus, die die amerikanische Militärdoktrin seit den 1990er Jahren leiten, nämlich dass man nur auf die Fähigkeiten des Gegners achtet, nicht aber auf seine Absichten, die möglicherweise nicht bekannt sind und sich mit der Zeit ändern können. Im vorliegenden Fall sind die Absichten der USA und der NATO jedoch durchaus erkennbar, wie ihr Verhalten im Stellvertreterkrieg in der Ukraine zeigt: Die Vereinigten Staaten setzen alles daran, zu vermeiden, dass sie mit den Russen die Klingen kreuzen und einen Krieg zwischen Russland und der NATO auslösen, der leicht zu einem globalen Atomkrieg eskalieren könnte.

Ich glaube, dass Schoigus Rede in erster Linie ein Manöver war, um sicherzustellen, dass seine Mitarbeiter nicht an ihren Schreibtischen schlafen, wenn er ihnen den Rücken zuwendet. Sie werden mit der Ausarbeitung von Plänen für ein neues Streitkräftekommando beauftragt, das sich um die westlichen und nordwestlichen Gebiete kümmern soll.

Zweitens richtete sich die Rede an die Staatsduma, um die russischen Abgeordneten für die sicherlich umfangreichen neuen Militärmittel zur Unterstützung des militärischen Aufbaus zu gewinnen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was das bedeutet, verweise ich auf die Bemerkungen, die Generalleutnant a.D. Andrej Guruljow, Duma-Mitglied der Partei “Einiges Russland”, Mitglied der Duma-Kommission zur Überprüfung der Haushaltsmittel für die Verteidigung und Mitglied des Verteidigungsausschusses der Duma, gestern Abend in der Talkshow “Abend mit Wladimir Solowjow” machte. Guruljow teilte den Zuschauern mit, dass das neue Militärkommando 800 Mitarbeiter im Hauptquartier benötigen würde. Das deutet auf ein sehr großes und anspruchsvolles Kontingent von Männern an der Waffe hin.

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Russland wird also eine Einheit seiner Streitkräfte aufstellen, die die Grenze zu Finnland verteidigen soll. Ich glaube jedoch, dass der Beitritt Finnlands zum Bündnis eher zu einem negativen Sicherheitsergebnis für das Bündnis als für Russland geführt hat. Dieses ganze Unterfangen ist eine Wiederholung der Dummheit, die der Beitritt von Estland, Lettland und Litauen im Jahr 2004 bedeutete. Damals wusste jeder, dass die baltischen Staaten mit ihrer geringen Bevölkerungszahl und ihren Zinnsoldatenarmeen Russland nicht gewachsen waren, selbst als Russland sich noch nicht von seiner Schwäche erholt hatte, die aus der wirtschaftlichen und organisatorischen Implosion der 1990er Jahre resultierte.

In der Zeit nach 2010 war man sich im Westen bereits darüber im Klaren, dass Russland die baltischen Staaten innerhalb von ein oder zwei Tagen überrennen könnte, wenn in der NATO keine schnellen Eingreiftruppen bereitstünden und keine europäischen NATO-Truppen vor Ort wären, die als Stolperdraht dafür sorgen könnten, dass die Bestimmungen des Artikels 5 des Bündnisses sofort zum Tragen kämen. Es ist jedoch fraglich, ob eine dieser bisherigen Maßnahmen der NATO die Lebensfähigkeit der baltischen Staaten gewährleisten kann, wenn Russland mit aller Macht angreift.

Heute, da Russland in seinem Krieg mit der Ukraine bewiesen hat, dass es wahrscheinlich über die stärksten Bodentruppen auf dem Kontinent verfügt, ist die Vorstellung, dass Finnland mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern seine Stellung halten kann, weit hergeholt. Und wie viele Soldaten wird die NATO zur Unterstützung der Verteidigung dorthin entsenden? Eintausend? Fünfzigtausend? Wo sollen diese Truppen untergebracht werden? Die Fragen häufen sich. Ich sehe keine eindeutigen Antworten.

Durch den Beitritt Finnlands hat sich die Landgrenze zu Russland um mehr als 1.000 km verlängert. Das entspricht in etwa der Länge der heutigen Frontlinie zwischen den russischen und ukrainischen Streitkräften. Wie wir gesehen haben, war es für die ukrainischen Streitkräfte sehr schwierig, diese Linie zu überschreiten und im Laufe der letzten zwei Monate ihrer Gegenoffensive Gebietsgewinne gegen Russland zu erzielen, obwohl sie von der NATO massive Unterstützung in Form von moderner militärischer Ausrüstung und Ausbildung erhalten haben. Die ukrainischen Soldaten sind mutig und engagiert, und dennoch ist das Verhältnis der Gefallenen im Kampf derzeit 10:1 gegen die Ukrainer.

Erinnern wir uns daran, dass die Ukraine zu Beginn des Krieges etwa 40 Millionen Einwohner hatte, Russland dagegen 145 Millionen. Durch die Abwanderung von Flüchtlingen und Wehrdienstverweigerern könnte die ukrainische Bevölkerung auf 26 Millionen gesunken sein, was immer noch das Fünffache der Bevölkerung Finnlands ist.

Betrachten wir auch die Topographie und andere relevante Fakten über das finnische Gebiet, das an dieser langen Grenze an Russland grenzt. Ich weiß etwas darüber, weil ich vor drei Jahren persönlich in Karelien unterwegs war. Wir sprechen hier von dichten Kiefernwäldern und Sümpfen, von einer sehr geringen Bevölkerungsdichte, die wahrscheinlich mit der Dichte mitten im Nirgendwo in Sibirien vergleichbar ist. Es gibt dort lokale Asphaltstraßen, aber keine großen Fernstraßen. Im Gegensatz dazu steht auf russischer Seite der Ausbau der vierspurigen Schnellstraße von Wyborg bis zur finnischen Grenze kurz vor der Fertigstellung. Die Russen haben ihre zweitgrößte Stadt, Petersburg, mit 4,5 Millionen Einwohnern und einer sehr fortschrittlichen Logistikinfrastruktur, die weniger als 200 km von der Grenze entfernt ist. Daher stelle ich die Frage, wer wen bedrohen wird, wenn sowohl die Finnen als auch die Russen ihre Verteidigung vorbereiten.

Was Polen betrifft, so liegt die potenzielle Sicherheitsbedrohung für Russland auf einer anderen Ebene. Polen hat eine Bevölkerung von 40 Millionen Menschen und die Möglichkeit, seine Streitkräfte, die derzeit etwa 120.000 Mann stark sind, erheblich auszubauen. Die laufende Beschaffung moderner gepanzerter Fahrzeuge, Artillerie und Kampfflugzeuge aus verschiedenen Quellen, einschließlich Südkorea und den Vereinigten Staaten, bedeutet, dass das Land in ein paar Jahren zu einer regionalen Macht werden könnte, mit der man rechnen muss. Aber bis dahin werden die russischen Streitkräfte auf 1,5 Millionen angewachsen sein, und sie werden viel besser ausgerüstet sein mit den Waffentypen, die sich auf dem Schlachtfeld bewährt haben und die alle im Inland produziert werden, was bedeutet, dass sie leicht nachzuliefern und bei Bedarf zu reparieren sind.

Ich stimme nicht mit Schoigus Behauptung überein, dass Polen von den Vereinigten Staaten als die nächste vorrangige Kraft gegen Russland instrumentalisiert wird. Die polnische Regierung unter ihrem früheren Vorsitzenden der Bürgerplattform, Donald Tusk, brauchte ebenso wie die derzeitige Regierung der von den zutiefst antirussischen Brüdern Kaczynski gegründeten Partei Recht und Gerechtigkeit keine Ermutigung aus Washington, um sich als Europas Schutzschild gegen die Barbaren im Osten zu positionieren, d.h. die Standards des Polens des 18. Jahrhunderts zu übernehmen, bis das Land von der europäischen Landkarte verschwand.

Dennoch ist das polnische politische System wirklich demokratisch, anders als das durch einen Putsch installierte Regime in der Ukraine mit seinen fanatischen Neonazi-Anhängern. Es hat keine selbstmörderischen Tendenzen, die mit Zelensky und seinem Team zu vergleichen wären. Es wird es kaum wagen, aus eigener Kraft in den Krieg gegen Russland zu ziehen. Und es wird unmöglich sein, einen Konsens in der NATO zu finden, um sich an einem von ihm angezettelten Krieg gegen Russland zu beteiligen.

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In den vergangenen Monaten vor und während des Beitrittsverfahrens, durch das Finnland in die NATO aufgenommen wurde, hat ihr Generalsekretär Jens Stoltenberg wiederholt betont, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine die NATO-Mitgliedstaaten wie nie zuvor zusammengeführt und dem Bündnis neuen Schwung verliehen habe, während er gleichzeitig sein ursprüngliches Ziel bekräftigt hat, der sowjetischen/russischen Macht auf dem Kontinent standhaft entgegenzutreten. Das jüngste skandinavische Mitglied hat schließlich seinen siebzig Jahre langen neutralen Status und seine freundschaftlichen, wenn auch untergeordneten Beziehungen zu Russland aufgegeben, um sich dem gesamteuropäischen Verteidigungssystem anzuschließen. Die Aussicht auf eine baldige Aufnahme Schwedens wäre ein weiterer Sieg. Und schließlich würde die Ukraine zum Beitritt eingeladen werden, was die militärische Kapazität des Bündnisses erheblich steigern würde.

Nur sehr wenige im Westen haben die Logik in Frage gestellt, dass die Erweiterung ein Plus und nur ein Plus ist. Einer von ihnen war Professor Stephen Cohen, als er vor fast zwanzig Jahren darauf hinwies, dass die NATO keine Burschenschaft ist. Sie wird angeblich von den nationalen Sicherheitsinteressen ihrer Mitgliedstaaten geleitet, und die Aufnahme der baltischen Staaten war für das Bündnis unter dem Strich negativ. Ich habe diese Kritik mit den heutigen Ausführungen darüber aktualisiert, dass der Beitritt Finnlands zum Bündnis ein weiteres “Eigentor” des NATO-Teams ist.

Fahren wir mit dieser Entlarvung der US-Sicherheitserwägungen fort, indem wir einen Blick auf den oft zitierten Autor von Washingtons Ukraine-Strategie von der Regierung Barack Obamas bis heute werfen, Zbigniew Brzezinski. Viele Befürworter der Unterstützung der Ukraine durch die USA und ihre Verbündeten in ihren Kriegsanstrengungen berufen sich heute auf Brzezinskis “vorausschauende” Bemerkungen in seinem viel verkauften und gelesenen Buch von 1997, The Grand Chessboard (deutscher Titel: Die einzige Weltmacht). Dieses Buch wurde zu einer Zeit geschrieben, als die Amerikaner noch nach einer neuen globalen Strategie suchten, da sie, wie sie glaubten, den Kalten Krieg gewonnen hatten und ihnen ein neues nationales Ziel zu fehlen schien.

Brzezinski bestand darauf, dass, wenn die Ukraine aus ihren engen industriellen und politischen Beziehungen zu Russland herausgelöst werden könnte, Russland aufhören würde, eine imperiale Macht zu sein, und als ein weiterer nicht bedrohlicher europäischer Staat eingestuft werden könnte.

Wir alle wissen heute, wohin uns die Verfolgung von Brzezinskis Fahrplan geführt hat. Russland ist heute wohl stärker denn je, da seine Gesellschaft hinter einer patriotischen Mission steht, da seine Streitkräfte die Kunst des Hightech-Bodenkriegs beherrschen und seine Militärindustrie ihre Produktion um ein Vielfaches gesteigert hat. In diesem Zusammenhang kann man sagen, dass Brzezinskis Ratschlag an seine Landsleute und deren Führung hirnrissig war. Wer sich eingehender mit dieser Frage befassen möchte, dem empfehle ich die Lektüre meiner verschiedenen Kapitel, in denen ich Brzezinskis Schriften in den 90er Jahren und zu Beginn des neuen Jahrtausends kritisiere, in meiner Aufsatzsammlung Great Post-Cold War American Thinkers on International Relations (2010).

Brzezinskis Bemühungen um die Eindämmung Russlands gingen über seine Schriften hinaus und reichten bis zur aktiven Beteiligung an den Plänen seines ehemaligen Schützlings Madeleine Albright, die Außenministerin wurde, einen “Pipeline-Krieg” gegen Russland zu führen. Dabei handelte es sich um ein zweigleisiges Vorgehen: Russlands geplante Gaspipelines nach Europa wie South Stream sollten gestoppt und alternative Pipelines von Gasproduzenten aus Zentralasien und dem Kaukasus gefördert werden, die außerhalb der Grenzen der Russischen Föderation verlaufen und somit frei von Einmischungen des Kremls wären. Die verschiedenen Akteure und Entwicklungen in den mehrjährigen “Pipeline-Kriegen” werden in meinem 2013 erschienenen Sammelband Stepping Out of Line behandelt.

Das Endergebnis dieser Politik war die Verhängung eines Einfuhrverbots für russische Kohlenwasserstoffe nach Europa als Strafe für den russischen Einmarsch in der Ukraine und die Zerstörung der Nord Stream 1-Pipeline im vergangenen Jahr. Wie wir heute wissen, führt dies zur Deindustrialisierung Deutschlands, Europas führender Wirtschaft und Exporteur, zu einer hohen Inflation auf dem gesamten Kontinent und zu einem allgemeinen Rückgang des Lebensstandards in Europa.

Die Moral von der Geschicht: Pass auf, was du dir wünschst.

Russian Defense Minister Sergei Shoigu on threats to Russian security posed by Finland’s NATO membership and Poland’s military build-up

Even independent minded Western experts who should know better are wont to speak about “Russian disinformation’’ as a contributor to the “fog of war” in and about Ukraine. What kind of Russian disinformation campaign there can be when nearly all of Russia’s international channels are blocked by the United States and its European allies is something that obviously does not cross the mind of these seemingly enlightened Russia detractors.

In that context, it is most remarkable that an egregious case of real Russian disinformation yesterday has been totally ignored by Western media. Perhaps that is because the primary audience for this disinformation was domestic, in Russia, and not the world stage.

I have in mind the speech which Russian Minister of Defense Sergei Shoigu delivered to the governing board of his ministry. Parts of this speech were broadcast on Russian state news channels. The key sound bites were as follows.

Quote:

Threats to the military security of Russia on the Western and Northwestern strategic areas have grown many times over.

A serious destabilizing factor is the entry into NATO of Finland and, the prospective entry of Sweden. After Helsinki joined the Alliance, the ground border of Russia with countries of the bloc increased almost two times.

On the territory of Finland, NATO may place military contingents which are capable of destroying critically important structures in the Northwest of Russia.

In the immediate proximity of the borders of Russia and Belarus there are stationed around 360,000 NATO men at arms, 8,000 tanks and other armored vehicles, 650 airplanes and helicopters.

Unquote

Shoigu also made reference to Poland’s latest announcement of plans to post an additional 2,000 troops to its border with Belarus. And he said that “Poland has been used by the U.S. as the main instrument of anti-Russian politics.”

The expansion of NATO this year and its prospective further expansion in the near future are indisputable facts. However, whether this increases or reduces NATO’s actual strength in any contest with Russia is open to discussion, as I will demonstrate in this essay. Meanwhile, even if the figures on NATO forces and equipment “in immediate proximity to Russia’s borders” which Shoigu cited are correct, the aggressive intention he attributes to them is what I see as aggravated disinformation.

To be sure, Russia is using exactly the same security calculations as have guided American military doctrine since the 1990s: namely that you pay attention only to an adversary’s capabilities, not to his intentions, which may be unknowable and which may change over time. However, in the given case America’s and NATO’s intentions are entirely readable as we see by their behavior in the proxy war going on in Ukraine: the United States is making every effort to avoid crossing swords with the Russians and precipitating a Russia-NATO war that could easily escalate to a global nuclear war.

I believe that Shoigu’s speech was, firstly, posturing to ensure that his staff does not sleep at its desks when his back is turned. They are being put to work drafting plans for a new armed forces command looking after the western and northwestern territories. 

Secondly, the speech was directed at the State Duma, to bring Russian legislators on board for what will surely be heavy new military appropriations to support the military build-out.  To have a sense of what that means, I make reference to the remarks made on the Evening with Vladimir Solovyov talk show last night by retired Lt General Andrei Gurulyov, Duma member from the United Russia party, member of the Duma commission reviewing budget allocations for defense, member of the Duma Defense Committee. Gurulyov told viewers that the new military command would require headquarters staff numbering 800. That suggests a very big and sophisticated contingent of men at arms.

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So Russia will organize a unit of its armed forces dedicated to defending the border with Finland. However, I believe that Finland’s joining the Alliance has created a net negative security outcome for the Alliance rather than for Russia. This entire exercise repeats the foolishness that the accession of Estonia, Latvia and Lithuania back in 2004 signified. Everyone knew at the time that the Baltic States, with their paltry populations and tin soldier armies were no match for Russia, even then when Russia had not yet recovered from its weakness stemming from the 1990s economic and organizational implosion. 

By the period following 2010, it was already understood in the West that Russia could overrun the Baltic States in a day or two if there were no quick response units prepared in NATO to move in swiftly and if there were no European NATO troops on the ground as a tripwire to ensure that Article 5 provisions of the Alliance were instantly brought into play.  Nonetheless, it is questionable whether any of these measures by NATO to date can ensure the viability of the Baltic States if Russia attacks with all its might.

Today, when Russia has demonstrated in its war with Ukraine that it has probably the strongest ground forces on the Continent, the notion that Finland, with its 5.5 million population can hold its own is far-fetched. And how many troops will NATO dispatch there to assist in defense?  One thousand?  Fifty thousand?  Where would these troops be housed?  The questions roll in. I see no obvious answers.

The accession of Finland added more than 1,000 km to the ground border with Russia.  That is close to the length of the line of engagement between Russian and Ukrainian forces today.  As we have seen, the Ukrainians have had a very difficult time crossing that line and making territorial gains against Russia over the course of the past two months of their counteroffensive despite having received massive assistance from NATO in terms of advanced military equipment and training.  The Ukrainian soldiers are brave and committed, and yet the Killed in Action ratio at present is 10:1 against the Ukrainians.

Let us remember that at the start of the war, Ukraine had a population of about 40 million versus Russia’s 145 million.  The outflow of refugees and draft evaders may have reduced the Ukrainian population to 26 million, which is still five times the population of Finland.

Let us also consider the topography and other relevant facts about the Finnish territory abutting Russia on this long frontier. I know something about this from personal travels in Karelia three years ago. We are speaking about dense pine forests and swamps, about very low population density, probably similar to the density in the middle of nowhere in Siberia. There are local asphalt roads there, but no big arterial roads.  By contrast, in the Russian side, the extension of the 4 lane super highway from Vyborg to the Finnish border is nearing completion.  The Russians have their second largest city, Petersburg, with 4.5 million inhabitants and a very advanced logistics infrastructure located less than200 km from the border. Accordingly, I pose the question: who will be threatening whom as both Finnish and Russians prepare their defenses going forward.

As regards Poland, the potential security threat to Russia is on a different level. It has a population of 40 million and the possibility to significantly expand its current armed forces of around 120,000. Its ongoing procurement of advanced armored vehicles, artillery, jet fighters from multiple sources including South Korea and the United States means that in a couple of years it may become a regional power to be reckoned with.  But by that time the Russian armed forces will have grown to 1.5 million and they will be that much better equipped with the types of weapons that have shown their worth on the battlefield and which are all produced domestically, meaning they are easy to resupply and to repair as needed.

I disagree with Shoigu’s suggestion that Poland is being instrumentalized by the United States as the next priority force directed against Russia. The Polish government under its past Civic Platform leader Donald Tusk, like the current government of the Law and Justice party founded by the deeply anti-Russian Kaczynski brothers, needed no encouragement from Washington to position itself as Europe’s shield against the barbarians to the East, that is to say, to take up the standards of 18th century Poland till the country disappeared from the map of Europe.

Nonetheless, the Polish political system is genuinely democratic, unlike the putsch-installed regime in Ukraine with its fanatical neo-Nazi hangers-on. It has no suicidal tendencies to match Zelensky and his team.  It will hardly venture to go to war against Russia on its own.  And it will have an impossible time mustering a consensus in NATO to join it in a war against Russia that it initiates.

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In the past several months preceding and during the accession proceedings which brought Finland into NATO, its Secretary General Jens Stoltenberg has repeatedly emphasized how the Russia- Ukraine war has reunited the NATO member states as never before and given new momentum to the alliance while reaffirming its original objective of standing firm against Soviet/Russian power on the Continent. The newest Scandinavian member had, after all, abandoned seventy years of neutral status and friendly if subordinate relations with Russia to join the pan-European defense system.  The prospect of Sweden’s admission in the near future would be another victory. And ultimately Ukraine would be invited to join, enhancing the Alliance’s military capacity greatly.

Very few in the West have questioned the logic of expansion being a plus and only a plus. One such person was Professor Stephen Cohen, when he pointed out nearly twenty years ago that NATO is not a fraternity house. It is supposedly guided by the national security interests of its member states, and admission of the Baltic States was a net negative for the alliance.  I have updated that critique with today’s remarks on how Finland’s joining the Alliance is another ‘own goal’’ by the NATO team.

Now let us proceed with this debunking of U.S. security considerations by taking a look at the often cited author of Washington’s Ukraine strategy as from the administration of Barack Obama to today, Zbigniew Brzezinski.  Many promoters of U.S. and allied support for Ukraine in its war effort now cite Brzezinski’s “prescient” remarks in his widely sold and read book of 1997, The Grand Chessboard.  This was written at a time when Americans were still looking for a new global strategy given that they had, as they believed, won the Cold War and seemed to lack a replacement national purpose.

Brzezinski insisted that if Ukraine could be detached from its close industrial and political relationship with Russia, then Russia would cease to be an imperial power and could be re-categorized as just another non-threatening European state.

We all know today where pursuit of Brzezinski’s road map has brought us. Russia is arguably stronger than ever now that its society has been consolidated behind a patriotic mission, now that its armed forces have mastered the arts of high-tech ground war and its military industry has expanded production multifold.  In this context, we may say that Brzezinski’s advice to his compatriots and their leadership was harebrained.  For anyone who cares to look into this question further, I urge them to consult my several chapters critiquing Brzezinski’s writings in the ‘90s and early in the new millennium in my collection of essays entitled Great Post-Cold War American Thinkers on International Relations (2010).

Brzezinski’s efforts to contain Russia went beyond his writings to active participation in plans laid by his former protégé Madeleine Albright, who became Secretary of State, to wage ‘pipeline wars’ against Russia. This was a two-pronged effort: to stymie Russia’s planned gas pipelines to Europe like South Stream and to promote alternative pipelines from Central Asian and Caucasus gas producers which would run outside the borders of the Russian Federation and so would be free of Kremlin interference. The various actors and developments in the multi-year ‘pipeline wars’ are discussed in my 2013 collection Stepping Out of Line.

The end result of that policy was the imposition of a ban on importation of Russian hydrocarbons into Europe as punishment for the Russian invasion of Ukraine and the destruction of the Nord Stream 1 pipeline last year. As we know today this is resulting in the deindustrialization of Germany, Europe’s lead economy and exporter, in high inflation across the Continent and in a widespread decline in European living standards.

Moral of the story:  be careful what you wish for.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of “Why Ukraine’s counteroffensive is failing”

Translations below into French (Youri) and German (Andreas Mylaeus)

Les raisons de l’échec de la contre-offensive ukrainienne /

Discussion en direct / WION

Ce matin, un journaliste des studios de Mumbai de la chaîne de télévision indienne WION m’a donné l’occasion d’expliquer, dans une interview en direct de 10 minutes, le point de vue russe sur l’échec de la contre-offensive ukrainienne à ce jour. Il s’agissait d’expliquer pourquoi les Ukrainiens n’ont pas répondu à leurs propres attentes et à celles des États-Unis et de l’OTAN sur le champ de bataille, si cet échec conduira à un « jeu de reproches » qui divisera l’alliance occidentale soutenant l’Ukraine et quels seront les prochains développements du conflit dans les mois à venir.

Je suis ravi que ce premier radiodiffuseur de langue anglaise juge utile de faire connaître à son public mondial ce que la partie russe pense et dit.  Rappelons que WION compte 7,7 millions d’abonnés sur YouTube. Le nombre de téléspectateurs dans les trois heures qui ont suivi la publication de l’interview sur Internet s’élève déjà à 10 000, ce qui prouve que la « communauté internationale » est très friande d’informations et d’analyses qui tiennent compte des points de vue de toutes les parties concernées par une question, et pas seulement des déclarations d’un seul gouvernement. Voir ici https://www.youtube.com/watch?v=3iCBKD1GS9c

Warum die Gegenoffensive der Ukraine scheitert/Live-Diskussion/WION

Heute Morgen bot mir ein Journalist in den Mumbai-Studios des indischen Fernsehsenders WION die Gelegenheit, in einem zehnminütigen Live-Interview zu erläutern, wie die russische Sicht auf das bisherige Scheitern der ukrainischen Gegenoffensive ist. Dabei ging es darum, warum die Ukrainer ihre eigenen und die Erwartungen der USA und der NATO auf dem Schlachtfeld nicht erfüllt haben, ob dieses Scheitern zu einem “Schuldzuweisungsspiel” führen wird, das die westliche Allianz, die die Ukraine unterstützt, spaltet, und welche Entwicklungen wir in den kommenden Monaten in dem Konflikt erwarten können.

Ich freue mich, dass dieser führende englischsprachige Fernsehsender es für wichtig hält, seinem weltweiten Publikum zu vermitteln, was die russische Seite denkt und sagt. Wir sollten nicht vergessen, dass WION 7,7 Millionen Abonnenten auf YouTube hat. Die Zuschauerzahlen in den ersten drei Stunden nach der Veröffentlichung des Interviews im Internet liegen bereits bei 10.000 und zeigen, dass es in der “internationalen Gemeinschaft” einen großen Appetit auf Nachrichten und Analysen gibt, die sich mit den Ansichten aller Seiten zu einem Thema befassen und nicht nur mit den Regierungserklärungen einer Seite. Siehe  https://www.youtube.com/watch?v=3iCBKD1GS9c

Why Ukraine’s counteroffensive is failing/Live Discussion/WION

This morning a journalist in the Mumbai studios of the Indian television broadcaster WION offered me the opportunity to explain in a 10 minute live interview what the Russian perspective is on the failure of the Ukrainian counter-offensive to date. This took in why the Ukrainians have not met their own and US-NATO expectations on the battlefield, whether this failure will lead to a ‘blame game’ that splits the Western alliance supporting Ukraine and what we may anticipate as the next developments in the conflict in the coming months.

I am delighted that this premier English language broadcaster sees value in bringing to its global audience what the Russian side is thinking and saying.  Let us remember that WION has 7.7 million subscribers on youtube. The viewer figures in the first three hours after the interview was posted on the internet are already 10,000 and demonstrate that there is a strong appetite in the “international community” for news and analysis that deal with the views of all sides to an issue, not just government handouts from one side.

See  https://www.youtube.com/watch?v=3iCBKD1GS9c

Translations of “Chas Freeman’s speech”

Translations below into German (Andreas Mylaeus) and French (Youri)

Die Rede von Chas Freeman “Der Nahe Osten ist wieder Westasien”

Als ich vor einem Dutzend Jahren meine “dritte Karriere” als öffentlicher Intellektueller begann, fand ich meine eigene Stimme, indem ich las und kritisierte, was die führenden Köpfe der US-Außenpolitik in ihren Büchern und in ihren Beiträgen für die Zeitschrift Foreign Affairs sagten, damals wie heute der “Industriestandard” mit der weltweit größten Zahl von Abonnenten für eine Publikation dieser Art.

An einem bestimmten Punkt wurde es mir zu langweilig, andere zu kritisieren, und ich ging dazu über, meine eigene Sicht der Dinge zu schreiben und zu veröffentlichen, insbesondere in Bezug auf Russland, wobei ich nur gelegentlich auf die Aussagen anderer Bezug nahm.

Heute ist einer dieser besonderen Anlässe. Sie ist umso seltener, als ich mit diesem Artikel zum einen meiner Leserschaft einen ausgezeichneten Überblick über den Nahen Osten von einem der erfahrensten und kompetentesten ehemaligen Botschafter Amerikas in der Region vermitteln möchte und zum anderen zeigen möchte, wie eine andere Perspektive, die aus einem anderen analytischen Instrumentarium stammt, die ansonsten meisterhafte Leistung von Botschafter Chas Freeman ergänzen kann.

Die Rede von Botschafter Freeman finden Sie hier sowohl als Text als auch als Video:

Gastgeber für seine Rede war das Middle East Forum, eine 2006 in Falmouth, Massachusetts, gegründete Organisation. Derzeit werden Vorträge von Experten aus der Region per Zoom an ein Publikum übertragen, das hauptsächlich aus Akademikern und US-Diplomaten besteht. Ihre Website finden Sie hier: https://www.meff.world/

Botschafter Freemans Vortrag ist “meisterhaft”, weil er sich auf eine profunde Kenntnis der einzelnen Länder der Region stützt. Sein Verständnis der arabischen Sprache und Kultur, seine Beherrschung der Geschichte der einzelnen Länder und ihrer Interaktion sowohl untereinander als auch mit der Außenwelt über Jahrhunderte hinweg verorten Freeman fest in der realistischen Schule der internationalen Angelegenheiten. Aus dieser Perspektive tadelt er die US-Diplomatie für ihre Stumpfsinnigkeit und scheinbare Unfähigkeit, sich mit den Interessen anderer Länder im Nahen Osten auseinanderzusetzen.

Wie wir wissen, wird die US-Diplomatie vom Denken der Wilsonianischen oder Idealistischen Schule beherrscht, die den Traditionen und Interessen anderer per definitionem wenig Beachtung schenkt, da sie davon ausgeht, dass universelle Regeln die menschlichen Beziehungen regeln und lokale Besonderheiten irrelevant sind. Die Politik der USA ist von übergreifenden ideologischen Erwägungen geprägt, die die Beziehungen zu anderen Ländern in einer vereinfachenden Dualität von “mit uns oder gegen uns”, “autoritär oder demokratisch” einordnen, die letztlich kontraproduktiv für ihre Ziele ist.

Meine Hauptbemerkung zu Freemans Präsentation ist, dass er es versäumt hat, den wirtschaftlichen Triebkräften der gewaltigen Veränderungen in der geopolitischen Landschaft des Nahen Ostens, deren Zeuge wir jetzt sind, die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Der Botschafter konzentriert sich auf die Beziehungen zwischen Sponsoren und Protegés und auf die Unterstützung der sich herausbildenden Multipolarität durch die führenden Politiker der Region auf Kosten der Treue zu den Vereinigten Staaten als globaler und regionaler Hegemon.

Wie Freeman zu Recht feststellt, ist die globale Vormachtstellung der USA durch das “exorbitante Privileg” abgesichert, das sie durch den Dollar als Weltreservewährung genießen. Seine Erklärung für die fortschreitende “Entdollarisierung” steht jedoch nicht auf soliden Beinen. Die Schaffung des “Petrodollars” im Jahr 1973 als Gesamtlösung für den Dollar, der nach seiner Abkopplung vom Gold zu einer Fiat-Währung wurde, beruhte auf der damaligen Realität, dass die Vereinigten Staaten der größte Importeur von Öl aus den Golfstaaten waren. Der Beginn der Selbstversorgung der USA mit Kohlenwasserstoffen vor zwei Jahrzehnten dank der Fracking-Revolution und die derzeitige Position des Landes als Nettoexporteur bedeutet jedoch, dass die Vereinigten Staaten heute auf den Weltmärkten ein Konkurrent der Opec sind, während China zum größten Importeur von Kohlenwasserstoffen aus den Golfstaaten und insbesondere von saudischem Öl geworden ist.

Die Neuausrichtung der Golfstaaten auf ein ausgewogeneres Verhältnis zu Russland, China und anderen Weltmächten auf Kosten ihrer früheren völligen Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten hat genau diese Erklärung und Rechtfertigung. Mit einem Anteil von 10 % an den weltweiten Öl- und Gasexporten ist Russland für Saudi-Arabien ein wichtiger Partner bei der Verwaltung der Opec. Die Schlüsselrolle Chinas als Friedensstifter zwischen dem Iran und Saudi-Arabien war nicht nur durch Chinas Bestreben motiviert, eine größere Rolle auf der Weltbühne der Diplomatie zu spielen, wie Freemans Analyse nahelegt, sondern auch durch Chinas Bedürfnis, sicherzustellen, dass seine Öl- und Gaslieferanten im Nahen Osten es nicht zwingen, sich für eine Seite zu entscheiden und die andere nachtragende Partei als Lieferant zu verlieren.

Die Integration des Irans in die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und seine immer engeren Beziehungen zu Russland und China wurden in der Tat durch jahrelange grausame US-Sanktionen und die Beschlagnahmung seines Vermögens ausgelöst. Doch als der Iran den USA den Rücken kehrte, fand er in seinen neuen Partnern definitiv einen kompensierenden wirtschaftlichen Vorteil. Der Nord-Süd-Transportkorridor, den Freeman nur am Rande erwähnt, wird sowohl für den Iran als auch für Russland und Indien ein großer Segen sein. In der Zwischenzeit können künftige Kapitalinvestitionen der Saudis und anderer Golfstaaten in den Iran einen dramatisch positiven Einfluss auf die iranische Wirtschaft haben.

In einem anderen Bereich als dem des Dollars ist Saudi-Arabien als Beitrittskandidat zu den BRICS im Begriff einen wesentlichen Beitrag zur Multipolarität zu leisten. Saudi-Arabien bringt seine Unterstützung für die neue BRICS-Entwicklungsbank mit ein. Sein Beitrag zum Kapital der Bank wird eine wesentliche Garantie für deren Lebensfähigkeit sein, da die Währungsreserven des Gründungsmitglieds Russland durch die von den USA verhängten Sanktionen beeinträchtigt wurden.

Wir müssen abwägen zwischen den relativen Beiträgen, die politische Eliten und Führungspersönlichkeiten auf der Oberfläche des Meeres zu den internationalen Beziehungen leisten, und den tieferen wirtschaftlichen Strömungen, die den Kontext für das Handeln der Führungspersönlichkeiten bilden. Wir stehen vor der alten Frage, die Lew Tolstoi in Krieg und Frieden gestellt hat: Lenken Führer wie Mohammad bin Salman oder Wladimir Putin den Lauf der Geschichte oder bestimmen die zeitgenössischen Umstände, einschließlich des Willens der Völker, was die Führer tun können.

Discours de Chas Freeman « Le Moyen-Orient redevient l’Asie de l’Ouest »

Lorsque j’ai entamé ma « troisième carrière » d’intellectuel public il y a une douzaine d’années, j’ai trouvé ma propre voix en lisant et en critiquant ce que les leaders de la politique étrangère américaine disaient dans leurs livres et dans leurs contributions au magazine Foreign Affairs, qui était à l’époque comme aujourd’hui la « norme absolue » avec le plus grand nombre d’abonnés au monde pour une publication de ce type.

À un certain moment, critiquer les autres en tant qu’exercice est devenu un ennui récurrent et je suis passé à l’écriture et à la publication de mon propre « point de vue » sur l’actualité mondiale, en particulier en ce qui concerne la Russie, en ne faisant qu’occasionnellement référence à ce que disent les autres.

Aujourd’hui est l’une de ces occasions spéciales. C’est d’autant plus rare que mon double objectif est d’abord de promouvoir auprès de mes lecteurs une excellente vue d’ensemble du Moyen-Orient par l’un des anciens ambassadeurs américains les plus expérimentés et les plus influents dans la région et ensuite de montrer comment une autre perspective, issue de différents outils analytiques, peut compléter ce qui est par ailleurs une performance magistrale de l’ambassadeur Chas Freeman.

Le discours de l’ambassadeur Freeman est disponible ici en texte et en vidéo :

Les hôtes de son discours étaient le Middle East Forum, une organisation fondée en 2006 à Falmouth, dans le Massachusetts. Elle présente actuellement des conférences d’experts régionaux via Zoom à un public composé principalement d’universitaires et de diplomates américains. Leur site web est ici : https://www.meff.world/

L’exposé de l’ambassadeur Freeman est « magistral » parce qu’il repose sur une connaissance approfondie de chacun des pays de la région. Sa compréhension de la langue et de la culture arabes, sa maîtrise de l’histoire de chaque pays et de leur interaction à la fois entre eux et avec le monde extérieur au cours des siècles placent Freeman solidement dans l’école réaliste des affaires internationales. De ce point de vue, il critique la diplomatie américaine pour son aveuglement et son apparente incapacité à prendre en compte les intérêts des autres pays du Moyen-Orient.

Comme nous le savons, la diplomatie américaine est dominée par la pensée de l’école wilsonienne, ou idéaliste, qui, par définition, fait peu de cas des traditions et des intérêts d’autrui, car elle croit que des règles universelles régissent les relations humaines et que les particularités locales n’ont pas d’importance. La politique américaine est enlisée dans des préoccupations idéologiques globales, qui encadrent les relations avec d’autres pays dans une dualité simpliste « avec nous ou contre nous », « autoritaire ou démocratique », qui s’avère en fin de compte contre-productive pour les objectifs poursuivis.

Ma principale remarque sur la présentation de Freeman est qu’elle n’accorde pas l’attention nécessaire aux moteurs économiques des vastes changements dans le paysage géopolitique du Moyen-Orient auxquels nous assistons actuellement. L’ambassadeur se concentre sur les relations sponsor-protégé et sur le soutien apporté par les dirigeants de la région à la multipolarité émergente, au détriment de la fidélité aux États-Unis en tant qu’hégémon mondial et régional.

Comme le note à juste titre Freeman, la suprématie mondiale des États-Unis repose sur le « privilège exceptionnel » que leur confère le fait que le dollar soit la monnaie de réserve mondiale. Toutefois, son explication de la « dédollarisation » en cours ne repose pas sur des bases solides. La création du « pétrodollar » en 1973, en tant que solution globale pour éviter que le dollar ne devienne une monnaie fiduciaire après avoir été détaché de l’or, était fondée sur la réalité de l’époque, à savoir que les États-Unis étaient le plus grand importateur de pétrole du Golfe. Cependant, l’autosuffisance américaine en hydrocarbures depuis deux décennies grâce à la révolution du fracking et la position actuelle du pays en tant exportateur d’hydrocarbures font que les États-Unis sont désormais un concurrent de l’OPEP sur les marchés mondiaux, tandis que la Chine est devenue le plus grand importateur d’hydrocarbures du Golfe et en particulier de pétrole saoudien.

Le réalignement des États du Golfe vers une relation plus équilibrée avec la Russie, la Chine et d’autres puissances mondiales, au détriment de leur ancienne dépendance totale à l’égard des États-Unis, s’explique et se justifie précisément de cette manière. Représentant 10 % des exportations mondiales de pétrole et de gaz, la Russie est un partenaire essentiel de l’Arabie saoudite dans sa gestion de l’OPEP. Par ailleurs, le rôle clé de la Chine en tant que pacificateur entre l’Iran et l’Arabie saoudite n’est pas simplement motivé par l’ambition de la Chine de jouer un rôle plus important sur la scène diplomatique mondiale, comme le suggère l’analyse de Freeman, mais par la nécessité pour la Chine de s’assurer que ses fournisseurs de pétrole et de gaz au Moyen-Orient ne l’obligent pas à choisir un camp au détriment de l’autre partie, qui lui en voudrait en tant que fournisseur.

L’intégration de l’Iran dans l’Organisation de coopération de Shanghai et ses relations de plus en plus étroites avec la Russie et la Chine ont en effet été motivées par des années de cruelles sanctions américaines et de confiscation de ses avoirs.  Mais une fois que l’Iran a tourné le dos aux États-Unis, il a définitivement trouvé un avantage économique compensatoire auprès de ses nouveaux partenaires. Le corridor de transport nord-sud, que Freeman mentionne en passant, sera une aubaine pour l’Iran ainsi que pour la Russie et l’Inde. D’autre part, les investissements de capitaux envisagés par l’Arabie saoudite et d’autres États du Golfe en Iran peuvent avoir un impact positif considérable sur l’économie iranienne.

Dans un domaine différent de celui du dollar, l’Arabie saoudite est sur le point d’apporter une contribution substantielle à la multipolarité par le biais de sa candidature à l’adhésion aux BRICS.  L’Arabie saoudite apporte son soutien à la nouvelle banque de développement des BRICS. Sa contribution au capital de la banque sera une garantie essentielle de sa viabilité maintenant que les réserves de devises du membre fondateur, la Russie, ont été affectées par les sanctions imposées par les États-Unis.

Nous devons évaluer les contributions respectives apportées aux relations internationales par les élites politiques et les dirigeants qui se trouvent à la surface de la mer, par rapport aux courants économiques plus profonds qui fournissent le contexte des actions des dirigeants. Nous sommes confrontés à la vieille question posée par Lev Tolstoï dans Guerre et Paix : les dirigeants comme Mohammed ben Salmane ou Vladimir Poutine dirigent-ils le cours de l’histoire ou les circonstances contemporaines, y compris la volonté des peuples, déterminent-elles ce que les dirigeants peuvent faire ?

Chas Freeman’s speech “The Middle East is Once Again West Asia”

When I began my ‘third career’ as a public intellectual a dozen years ago, I found my own voice by reading and critiquing what the leaders of the U.S. foreign policy community were saying in their books and in their contributions to Foreign Affairs magazine, then as now the ‘industry standard,’ with the world’s largest number of subscribers to a publication of its kind.

At a certain point, critiquing others as an exercise became a repetitive bore and I moved on to writing and publishing my own ‘take’ on global current events, in particular as they relate to Russia, with only occasional reference to what others are saying.

Today is one of those special occasions.  It is all the more rare in that my dual purpose in writing is first to promote to my readership an excellent overview of the Middle East by one of America’s most experienced and authoritative former ambassadors to the region and second to show how another perspective, coming from a different analytical toolkit can complement what is otherwise a magisterial performance by Ambassador Chas Freeman.

You can find Ambassador Freeman’s speech here in both text and video:  

The hosts for his speech were the Middle East Forum, an organization founded in 2006 in Falmouth, Massachusetts. They currently present lectures by regional experts via Zoom to an audience principally consisting of academics and U.S. diplomats. Their website is here: https://www.meff.world/

Ambassador Freeman’s talk is ‘magisterial’ because it is grounded in profound knowledge of each of the countries of the region. His grasp of the Arabic language and culture, his mastery of the history of each country and of their interaction both among themselves and with the external world over centuries places Freeman solidly in the Realist school of international affairs. From this perspective, he chides U.S. diplomacy for its obtuseness and seeming inability to deal with the interests of others in the Middle East.

 As we know, U.S. diplomacy is dominated by the thinking of the Wilsonian, or Idealist school which by definition pays little heed to the traditions and interests of others, believing as it does that universal rules govern human relations and that local peculiarities are irrelevant. U.S. policy is mired in  overarching ideological concerns, which frame relations with other countries in a simplistic ‘with us or against us,’ ‘authoritarian or democratic’ duality that is in the end counterproductive for its objectives.

My main remark on Freeman’s presentation is its failure to give due attention to the economic drivers of the vast changes in the Middle Eastern geopolitical landscape that we are now witnessing. The Ambassador focuses on sponsor-protégé relationships and on the support being given by the region’s leaders to emerging multipolarity at the expense of fealty to the United States as global and regional hegemon.

As Freeman rightly notes, U.S. global supremacy is underwritten by the “exorbitant privilege” it enjoys from the dollar being the world’s reserve currency. However, his explanation of ongoing “de-dollarization” does not stand on sturdy legs. The creation of the “petrodollar” in 1973 as an overall solution to the dollar becoming a fiat currency after it was de-pegged from gold was founded on the reality of the time that the United States was the largest importer of Gulf oil. However, the onset of U.S. self-sufficiency in hydrocarbons two decades ago thanks to the fracking revolution and the country’s present position as net exporter means that the United States is now a competitor to Opec on world markets, whereas China has become the biggest importer of Gulf hydrocarbons and in particular of Saudi oil.

The realignment of the Gulf States towards a more balanced relationship with Russia, China and other world powers at the expense of its former complete dependency on the United States has this very explanation and justification. Representing 10% of global oil and gas exports, Russia is an essential partner for Saudi Arabia in its management of Opec.  Meanwhile, the key role of China as peacemaker between Iran and Saudi Arabia was motivated not merely by China’s ambition to play a greater role on world stage diplomacy, as Freeman’s analysis suggests, but by China’s need to ensure that its suppliers of oil and gas in the Middle East are not forcing it to choose one side and lose the other resentful party as supplier.

Iran’s integration into the Shanghai Cooperation Organization and its ever closer relations with both Russia and China were indeed prompted by years of cruel U.S. sanctions and confiscation of its assets.  But once Iran turned its back on the U.S., it definitely found compensating  economic advantage in its new partners. The North South Transport Corridor, which Freeman mentions in passing, will be a great boon to Iran as well as to Russia and India.  Meanwhile, Saudi and other Gulf State prospective capital investments in Iran can have a dramatic positive impact on the Iranian economy.

In a different domain from the dollar issue, Saudi Arabia is about to make a substantial contribution to multipolarity through its candidate membership in BRICS.  Saudi Arabia brings to the table its support for the BRICS New Development Bank.  Its contribution to the bank’s capital will be an essential guaranty of its viability now that the currency reserves of founding member Russia have been handicapped by U.S. led sanctions.  

We have to weigh the relative contributions made to international relations by political elites and leaders on the sea’s surface versus the deeper economic currents which provide the context for the leaders’ actions. We have before us the old question posed by Lev Tolstoy in War and Peace: do leaders like Mohammad bin Salman or Vladimir Putin direct the course of history or do contemporary circumstances, including the will of peoples, determine what leaders can do.

©Gilbert Doctorow, 2023