Translations of “The Financial Times, Danone, Baltika and how Russia is striking back”

Translations below into German (Andreas Mylaeus), Spanish (Hugo Guido) and French (Youri)

‘The Financial Times’, Danone, Baltika und wie Russland zurückschlägt

Ich bin mir sicher, dass es unter den Lesern dieser Seiten einige gibt, die sich fragen, warum ich ein zahlender Abonnent der führenden Mainstream-Zeitung Financial Times bleibe, wo ich die Zeitung doch so oft als Beispiel dafür anführe, wie der Mainstream die Nachrichtenberichterstattung verzerrt, um die Anti-Putin- und Anti-Russland-Einstellung der Redaktion zu befriedigen.

Die Antwort auf diese Frage liegt in etwas, das sogar noch wertvoller ist als der Unterhaltungs- und Ablenkungswert der Wochenendausgabe und insbesondere der Kolumne „Lunch with the FT“, die sehr gut geschriebener Journalismus ist. Früher rechtfertigte der Unterhaltungswert mein Abonnement der New York Times, aber als die Rezepte den Platz beanspruchten, der früher für Buchbesprechungen oder Reiseberichte vorgesehen war, kündigte ich das Abonnement; die Tageszeitung hatte keinen anderen Wert mehr zu bieten. Im Falle der Financial Times liegt dieser Vorzug in den gelegentlichen Artikeln über ein Unternehmen oder einen Wirtschaftszweig. Das war in der vergangenen Woche bei zwei Artikeln der Fall, die sich mit Themen befassten, die sonst kaum jemand beachtet. Siehe “Kremlin oligarchs eye Carlsberg assets as Kadyrov ally takes over Danone unit” (“Kreml-Oligarchen haben ein Auge auf Carlsberg-Vermögenswerte geworfen, während Kadyrovs Verbündeter eine Danone-Einheit übernimmt”) von Max Seddon, Anastasia Stognei und Adrienne Klasa.

https://www.ft.com/content/d5234953-cddf-4b64-8a55-dc749843ab5c

Der darauf folgende Artikel von Max Seddon und Anastasia Stognei trug den Titel Trapped or nationalised: walls close in on western businesses in Russia” (Gefangen oder verstaatlicht: Mauern schließen sich um westliche Unternehmen in Russland”).

https://www.ft.com/content/c6108c1a-97dc-4469-aeb3-8b81ab52aaa9

In diesen Artikeln erfahren wir viel über die Verstaatlichung der großen russischen Produktionsbetriebe französischer und dänischer Muttergesellschaften am 16. Juli. Ich habe ein besonderes Interesse daran, weil ich in meiner früheren Laufbahn als Country Manager oder Berater für sehr große europäische Unternehmen, die sich in Russland niedergelassen haben (1994-2000), und dann als Gründer eines Übersetzungsunternehmens in St. Petersburg (2000-2004) für beide Konzerne gearbeitet habe und einen Einblick in ihre Aktivitäten hatte.

Für Danone führte ich in den Jahren 1997-1988 Recherchen zur Geschäftsentwicklung durch, um den geplanten Einstieg in eine Milchproduktkategorie zu begleiten, die dem Unternehmen unbekannt war (syrniki), die aber als nützliche Plattform für den landesweiten Vertrieb dienen könnte, da sie in Russland in die tägliche Schultüte fast aller Kinder im Schulalter gehört. Meine Arbeit bestand darin, im Namen von Danone Gespräche mit einem halben Dutzend führender russischer Unternehmen in diesem Sektor aufzunehmen, um eine Koproduktion unter der Marke Danone zu ermöglichen.

Für Baltika übersetzte mein Unternehmen alle Pressemitteilungen und einen großen Teil des Marketing- und Werbematerials ins Englische.

Die von mir zitierten FT-Artikel geben allem, was sie beschreiben, einen Putin-feindlichen Anstrich, indem sie Informationen vorenthalten, die leicht zu beschaffen und relevant gewesen wären, oder indem sie wichtige Akteure böswillig diffamieren. Einige der fehlenden Informationen habe ich in Wikipedia gefunden. Darüber hinaus bin ich auch ohne diesen zusätzlichen Schritt zu anderen Gesamtschlussfolgerungen über die Bedeutung der Verstaatlichungen gekommen, indem ich genau die Punkte neu geordnet habe, die von den Autoren im Text versteckt sind und nicht in den einleitenden oder abschließenden Absätzen erwähnt werden. Ich glaube, dass diese Übung wichtig ist und mit den Lesern geteilt werden sollte, weil sie zeigt, dass man oft nicht auf alternative Medien zurückgreifen muss, um zu verstehen, wo die Wahrheit in Bezug auf den Russland-Ukraine-Krieg liegt, sondern nur auf die Widersprüche in den Berichten des Mainstreams achten muss.

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Um diesen analytischen Essay in einem überschaubaren Rahmen zu halten, werde ich mich hier ausschließlich mit Baltika befassen, dem Unternehmen, das ich als Insider am besten und am längsten kannte und über das die meisten Informationen in öffentlichen Quellen (Wikipedia) zu finden sind.

Baltika besitzt die größte Brauerei des Landes in St. Petersburg und eine Reihe kleinerer Brauereien in der gesamten Russischen Föderation sowie ein Tochterunternehmen in Baku, Aserbaidschan. Während des größten Teils des neuen Jahrtausends und bis heute liegt der Anteil des Unternehmens am russischen Biermarkt bei über 35 %.

In dem FT-Artikel wird Baltika als Eigentum von Carlsberg bezeichnet, aber Carlsberg hat Baltika weder gegründet noch aufgebaut, sondern war seit den 1990er Jahren über eine Teilbeteiligung an der Holdinggesellschaft Baltic Beverages Holding (BBH) an Baltika beteiligt. Ich werde nicht auf die ganze Geschichte der BBH-Eigentümerschaft eingehen, aber es ist notwendig zu erklären, dass Unternehmen aus drei Ländern des Ostseeraums an ihrer Gründung im Jahr 1991 beteiligt waren: Hartwall (Finnland), Pripps (Schweden) und Ringnes (Norwegen).

Die 1990er und frühen 2000er Jahre waren eine Zeit der Konsolidierung der weltweiten Bierindustrie, und die Eigentümer von BBH waren alle diesem allgemeinen Trend unterworfen. Einer der globalen Überlebenden war das dänische Unternehmen Carlsberg, das Anfang des neuen Jahrtausends einen anderen Miteigentümer von BBH (Scottish & Newcastle, Großbritannien) aufkaufte. Erst im Jahr 2008 übernahm Carlsberg die volle Kontrolle über Baltika. Zu diesem Zeitpunkt war Baltika das am schnellsten wachsende und profitabelste Unternehmen der Carlsberg-Gruppe weltweit.

Der weltweite Wirtschaftsabsturz von 2008 traf den russischen Bierbrauereimarkt, als die gesamte Wirtschaft eine schwere Rezession erlitt. Baltika erholte sich in den darauffolgenden Jahren, war aber nie wieder so profitabel wie zum Zeitpunkt der Übernahme durch Carlsberg.

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Wie wir alle wissen, wird das “Putin-Regime” von habgierigen Dieben geführt, die sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern. Wir alle wissen, dass Putin irrational ist und seine Schritte unvorhersehbar sind.

Von diesen Grundsätzen lassen sich die ersten Sätze des ersten FT-Artikels über die Verstaatlichungen leiten:

“Wladimir Putin ordnete die Beschlagnahme der russischen Betriebe von Danone und Carlsberg an, nachdem dem Kreml nahestehende Geschäftsleute Interesse an den Vermögenswerten bekundet hatten, so Personen, die der Entscheidung nahe stehen.”

Wir finden hier auch das Folgende:

“Die Kowaltschuk-Brüder, die zu den engsten Vertrauten Putins gehören, hatten zuvor ihr Interesse an Baltika, das in ihrer Heimatstadt St. Petersburg ansässig ist, signalisiert, so zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.”

Ein Überblick über die Verstaatlichungen findet sich im Folgeartikel der FT:

“Einige Monate nach Wladimir Putins Einmarsch in der Ukraine erhielt ein Veteran der russischen Massenprivatisierungen in den 1990er Jahren einen Anruf von einem “alten Freund”. “Das ist Privatisierung 2.0”, rief der Freund begeistert und schlug vor, sich “wie in den guten alten Zeiten” zusammenzutun, um Fabriken im Besitz westlicher Unternehmen zu übernehmen, die sich nun wegen der Ukraine aus Russland zurückziehen wollten. Das Gerangel weist Parallelen zum ersten großen Ausverkauf Russlands nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion auf, als Oligarchen mit Kreml-Verbindungen erstklassige Vermögenswerte zu Schnäppchenpreisen aufkauften.”

“Jetzt sind die angebotenen Vermögenswerte alle westlich, und alles, was potenzielle Käufer brauchen, sind enge Beziehungen zum russischen Präsidenten. Das ist wie in Venezuela”, sagte ein führender Moskauer Geschäftsmann. “Sie geben ihren Kumpanen das Beste… und dann geht alles den Bach runter.”

Aus den FT-Texten kann man schließen, dass Kreml-Insider die Beschlagnahmen von ausländischem Firmeneigentum vorantreiben und dass die bevorstehenden Beschlagnahmen völlig unvorhersehbar sind.

Und doch nennt die FT nur zwei große westliche Unternehmen, die vor den Dekreten vom 16. Juli ihr Vermögen in Russland auf staatliche Anordnung verloren haben: Das deutsche Unternehmen Uniper und das finnische Unternehmen Fortum. In beiden Fällen ist es ziemlich leicht zu erkennen, warum Russland so gehandelt hat. Die Beschlagnahme von Uniper war eine Reaktion auf die Beschlagnahme von Rosneft-Vermögenswerten in Deutschland. Die Beschlagnahme von Fortum-Vermögenswerten steht im Zusammenhang mit der fristlosen Kündigung des milliardenschweren Vertrages der Finnen mit Rosatom über den Bau eines Kernkraftwerks in Finnland. Die Herstellung der Ausrüstung für dieses Kraftwerk und andere hohe Kosten wurden vom russischen Staatslieferanten Rosatom übernommen, ohne dass eine Entschädigung in Aussicht stand.

Was die jüngsten Verstaatlichungen anbelangt, so haben die beiden beteiligten Länder Russland reichlich Anlass zum Handeln gegeben. Frankreich ist ein wichtiger Lieferant von modernem Kriegsmaterial an die Ukraine, darunter zuletzt die Lieferung seiner Version der Storm Shadow-Langstreckenraketen. Dänemark war das führende Land, das auf die Lieferung von F-16 an die Ukraine drängte, darunter auch nuklearfähige Flugzeuge aus seinem eigenen Bestand.

Und was ist mit der Zukunft? Die Talkshow Sechzig Minuten brachte kürzlich einen Bericht über Belgien, der mit einem Foto des lächelnden belgischen Premierministers De Croo begann. Es ging darum, dass Belgien auf die Verstaatlichung der milliardenschweren Investitionen seiner Großunternehmen wie Solvay in der Chemie und Glaverbel in der Glasindustrie vorbereitet sein sollte, nachdem Herr De Croo damit geprahlt hatte, dass sein Land die größte Summe an eingefrorenen Guthaben der russischen Zentralbank besitzt, und angekündigt hatte, die zig Millionen Euro, die diese russischen Investitionen an Zinsen und Dividenden einbringen, als humanitäre Hilfe in die Ukraine zu schicken.

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Betrachten wir nun den Text des zweiten Artikels in der FT-Reportage, der ebenfalls eine ganz andere Geschichte erzählt als willkürliche und käufliche Erwägungen, die hinter den jüngsten Verstaatlichungen stehen:

“Einem russischen Oligarchen zufolge nutzt der Kreml westliche Vermögenswerte, um sich die Loyalität der Wirtschaftselite des Landes zu erkaufen, von denen sich viele privat über den Krieg ärgern, aber wegen der westlichen Sanktionen beschlossen haben, im Land zu bleiben. ‘Die Menschen haben ihr Kapital außerhalb Russlands verloren, aber sie werden im Inland entschädigt. Sie können dasselbe Geld, das sie verloren haben, im Vereinigten Königreich oder anderswo wieder verdienen’, sagte der Oligarch.”

Die vorstehenden Ausführungen stehen inmitten eines Artikels, der als Anti-Putin-Artikel gedacht ist. Aber genau diese Bemerkungen in der Mitte des Artikels können und sollten auf eine ganz andere Art und Weise gelesen werden, nämlich als Darlegung der Logik sehr vernünftiger Entscheidungen, die der Stabilität im Land zugutekommen, grausame Feinde im Ausland bestrafen und Loyalisten im Inland belohnen. Die Bewertung der Verstaatlichungen hängt dann von der Qualität des neuen Managements und der neuen Eigentümer ab. Aus dem FT-Artikel geht hervor, dass es sich um die gleichen Diebe und Betrüger handelt, die in den Jelzin-Jahren auf Kosten der föderalen Regierung und der breiten Bevölkerung zu Oligarchen wurden. Aber ist das gerechtfertigt? Lassen wir die Frage beiseite, wer aus der Putin-Entourage die Hauptaktionäre werden könnten. Betrachten wir stattdessen, wer zum effektiven Manager ernannt wurde.

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Wir fragen also, wer Herr Bolloev ist und welche Qualifikationen er für sein neues Amt als Präsident der Baltika hat, die seit dem 16. Juli als verstaatlichtes Eigentum des russischen Staates gilt.

Was sagt uns die FT über ihn?

“Taimuraz Bolloev, ein persönlicher Freund Putins, der geschäftliche Beziehungen zu den mächtigsten Verbündeten des Präsidenten unterhält, ist der neue Chef der Baltika-Brauerei von Carlsberg.” Und weiter: “…Bolloev, der Baltika in den 1990er Jahren leitete, steht Berichten zufolge den Milliardären Yuri und Mikhail Kovalchuk nahe.”

Die Kovalchuks werden von der FT als wahrscheinliche künftige Eigentümer der verstaatlichten Baltika genannt. Aber ich werde mich von diesem Thema nicht beirren lassen, denn sie werden das Unternehmen nicht leiten, und die Anwesenheit von Bolloev an der Spitze ist die beste Garantie dafür, dass es keine Ausschlachtung von Vermögenswerten oder übermäßige Gewinnabschöpfung geben kann, und zwar aus Gründen, die völlig klar werden, wenn ich die Vergangenheit von Bolloev erläutere.

Taimuraz Bolloev ist kein sehr russischer Name, werden Sie vielleicht sagen. Und Sie haben Recht – er ist Ossetier, aus Nordossetien, der gleichen Heimat im Kaukasus wie der Dirigent Valery Gergiev, und im gleichen Alter. Beide kamen als junge Männer nach Petersburg und machten in dieser russischsten aller Städte spektakuläre Karrieren.

Ich will kein Blatt vor den Mund nehmen: Bolloev ist ein absoluter Profi im Bierbraugeschäft. In den 1980er Jahren arbeitete er sich in der staatlichen Brauerei Stepan Razin in der Managementhierarchie nach oben und beherrschte alle Produktionstechniken, bevor er zum Chefbrauer aufstieg.

Von 1991-2004 war er Direktor, dann Generaldirektor und schließlich Präsident von Baltika in St. Petersburg. Wie Wikipedia berichtet, steigerte Baltika in den ersten 8 Jahren seiner Amtszeit seine Produktionskapazität um das 18-fache. Unter Bolloev wurde Baltika zum größten Bierhersteller in Russland.

Im Jahr 2004, als Carlsberg seine Kontrolle über Baltika ausbaute, verließ Bolloev das Unternehmen. Weder die FT noch Wikipedia sagen etwas über die Bedingungen seines Ausscheidens aus, aber da ich das Unternehmen damals genau verfolgte, war ich überrascht zu erfahren, dass sein nächster Schritt darin bestand, in die Bekleidungsindustrie einzusteigen, wo er Unternehmen aufkaufte und sich zu einem bekannten Unternehmer entwickelte. Damals wurde mir klar, dass Bolloev bei Baltika nicht einfach nur angestellt war, sondern bei seinem Ausscheiden ein bedeutender Anteilseigner war.

Bolloev investierte in großem Umfang in modernste Produktionsanlagen für seine Bekleidungsfabriken, die schnell in den Bereich der “Spezialkleidung” und Uniformen vordrangen. Schließlich wurden seine Unternehmen zu den Hauptlieferanten von Uniformen für die russische Armee. Seine Uniformen sollen die Qualität der Ausrüstung der Soldaten erheblich verbessert haben.

Nach dem russisch-georgischen Krieg 2008 wurde Bolloev zum größten ausländischen Investor in Südossetien. Wir erinnern uns, dass Südossetien ein Teil Georgiens war, der mehr als ein Jahrzehnt zuvor seine Unabhängigkeit von Tiflis erklärt hatte und faktisch autonom war, bis der georgische Präsident Saakaschwili im Sommer 2008 beschloss, die Provinz gewaltsam zurückzuerobern.

Ab 2005 war Bolloev über seine Baufirmen am Wiederaufbau mehrerer historisch bedeutender Gebäude in St. Petersburg beteiligt. Außerdem leistete er einen wichtigen Beitrag zu kulturellen Einrichtungen und zur Schaffung von Denkmälern in Ossetien, Nord- und Südossetien. Er ist Mitglied des Rates des russischen Unternehmerverbandes.

Es wäre keine Übertreibung zu sagen, dass Taimuraz Bolloev die erfahrenste und am besten vorbereitete Person in Russland ist, um die Leitung von Baltika zu übernehmen. In Anbetracht seines langjährigen Engagements für Baltika ist es höchst unwahrscheinlich, dass Bolloev eine Zerschlagung der Vermögenswerte oder eine übermäßige Gewinnabschöpfung durch irgendwelche Aktionäre zulassen würde.

Ich behaupte daher, dass die Verstaatlichungen gerechtfertigt und vernünftig sind und wahrscheinlich den Interessen des russischen Volkes und des Staates dienen.

The Financial Times’, Danone, Baltika y cómo Rusia está contraatacando

No tengo ninguna duda de que entre los lectores de estas páginas hay quienes se preguntan por qué sigo siendo un suscriptor de pago del periódico Financial Times, dado que tan a menudo presento al periódico como un ejemplo de cómo los principales medios de comunicación distorsionan los informes de noticias para satisfacer el sesgo anti-Putin y anti-ruso del consejo editorial.

La respuesta a esa pregunta radica en algo más valioso incluso que el valor de diversión y distracción que se encuentra en la edición de fin de semana, y particularmente en la columna Lunch del FT, que es periodismo muy bien escrito. La diversión solía justificar mi suscripción a The New York Times, pero cuando las recetas de cocina invadían el espacio que antes se daba a las reseñas de libros o informes de viajes, lo cancelé; no había otra virtud redentora para el diario. En el caso del Financial Times, esa virtud reside en los ocasionales artículos de fondo sobre una empresa o sector industrial. Tal fue el caso de dos artículos de la semana pasada dirigiendo una atención profunda donde casi nadie más está mirando. Ver “Kremlin oligarchs eye Carlsberg assets as Kadyrov ally takes over Danone unit” por Max Seddon, Anastasia Stognei y Adrienne Klasa.

https://www.ft.com/content/d5234953-cddf-4b64-8a55-dc749843ab5c

El siguiente artículo se tituló  “Trapped or nationalised: walls close in on western businesses in Russia” por Max Seddon y Anastasia Stognei.

https://www.ft.com/content/c6108c1a-97dc-4469-aeb3-8b81ab52aaa9

Estos artículos nos dicen mucho sobre la nacionalización el 16 de julio de las principales operaciones de producción rusas propiedad de empresas matrices francesas y danesas. Me interesa especialmente, porque en mis carreras anteriores como country manager o consultor de grandes corporaciones europeas que establecieron negocios en Rusia (1994-2000) y luego como incorporador de una empresa de traducción en San Petersburgo (2000-2004) trabajé para ambos intereses y disfruté de una visión privilegiada de sus actividades.

Para Danone, de 1988-1997 realicé una investigación de desarrollo de negocios para guiar su entrada planificada en una categoría de productos lácteos que era desconocida para ellos (syrniki) pero que podría servir como una plataforma útil para la distribución a nivel nacional porque entraba en la bolsa de almuerzo diaria de casi todos los niños en edad escolar en Rusia. Mi trabajo consistió en entablar conversaciones en nombre de Danone con media docena de empresas rusas líderes en este sector en aras de la coproducción bajo la marca Danone.

Para Baltika, mi empresa estaba realizando traducciones al inglés de todos sus comunicados de prensa y de una gran cantidad de material de marketing y promoción.

Los artículos del FT que he citado dan un giro anti-Putin a todo lo que describen al retener información que habría sido fácilmente obtenible y relevante, o mediante la difamación maliciosa de actores clave. He encontrado parte de la información que falta en Wikipedia. Además, incluso sin ese paso adicional, he llegado a diferentes conclusiones generales sobre el significado de las nacionalizaciones al reordenar los mismos puntos hechos por los autores que están enterrados en el texto y no han sido destacados en los párrafos iniciales o finales. Creo que este ejercicio es importante y debe compartirse con los lectores, porque demuestra que a menudo no es necesario acceder a medios alternativos para comprender dónde está la verdad con respecto a la guerra Rusia-Ucrania, sino que solo hay que prestar atención a las contradicciones dentro de los informes de los medios convencionales.

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Para mantener este ensayo analítico dentro de un tamaño manejable, aquí dedicaré la atención exclusivamente a Baltika, la compañía que mejor y más tiempo conocí como integrante, y la compañía sobre la cual la mayor cantidad de información es accesible en fuentes públicas (Wikipedia).

Baltika posee la cervecería más grande del país, en San Petersburgo, y una serie de cervecerías más pequeñas en toda la Federación Rusa, con una empresa filial en Bakú, Azerbaiyán. Durante la mayor parte del nuevo milenio y hasta el día de hoy, la participación de la compañía en el mercado ruso de cerveza es superior al 35%.

El artículo del FT habla de Baltika como una propiedad de Carlsberg, pero Carlsberg no fundó ni erigió Baltika: tenía una participación en Baltika por una propiedad parcial del holding Baltic Beverages Holding (BBH) que se remonta a la década de 1990. No voy a abordar toda la historia de la propiedad de BBH, pero es necesario explicar que hubo empresas de tres países de la región báltica que participaron en su creación en 1991: Hartwall (Finlandia), Pripps (Suecia) y Ringnes (Noruega).

Aunque no hay mención de esto en Wikipedia, que yo sepa por la literatura promocional que pasó por mis manos, el socio finlandés Hartwall era en ese momento el propietario de la cervecería más antigua de Finlandia (y Rusia), Synebrychoff. A juzgar por el nombre de esa compañía (en ruso, Синебрюхов o  ‘vientre azul’), el carácter ruso de Baltika se remonta a la década de 1820.

La década de 1990 y principios de la década de 2000 fueron una época de consolidación de la industria cervecera mundial, y los propietarios de BBH estaban sujetos a esa tendencia universal. Uno de los sobrevivientes globales fue Carlsberg de Dinamarca, que compró a otro propietario parcial de BBH (Scottish & Newcastle, Gran Bretaña) a principios del nuevo milenio. Sólo en 2008 Carlsberg tomó el control total de Baltika. En ese momento, Baltika era la de más rápido crecimiento y más rentable de las operaciones de Carlsberg en todo el mundo.

La crisis económica mundial de 2008 golpeó el mercado cervecero ruso justo cuando toda la economía sufrió una grave recesión. Baltika se recuperó en los años siguientes, pero nunca más sería tan rentable como en el momento de su adquisición por Carlsberg.

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 Como todos sabemos, el “régimen de Putin” está dirigido por ladrones avaros que se llenan los bolsillos a expensas del público. Como todos sabemos, Putin es irracional y sus movimientos son imprevisibles. 

Estos principios guían las frases iniciales del primer artículo del FT sobre las nacionalizaciones:

“Vladimir Putin ordenó la incautación de las operaciones rusas de Danone y Carlsberg después de que empresarios cercanos al Kremlin expresaron interés en los activos, según personas cercanas a la decisión.”

También encontramos aquí lo siguiente:

“Los hermanos Kovalchuk, que se encuentran entre los confidentes más cercanos de Putin, habían señalado previamente su interés en Baltika, que tiene su sede en su San Petersburgo natal, según dos personas familiarizadas con el asunto.”

Una visión general de las nacionalizaciones se establece en el artículo de seguimiento del FT:

“Varios meses después de la invasión de Ucrania por Vladimir Putin, un veterano de las privatizaciones masivas de Rusia en la década de 1990 recibió una llamada de un “viejo amigo”: ‘¡Esto es privatización 2.0!’ Exclamó el amigo con entusiasmo, sugiriendo que unieran fuerzas ‘como en los viejos tiempos’ para apoderarse de las fábricas propiedad de compañías occidentales que ahora querían retirarse de Rusia debido a Ucrania. La rapiña tiene paralelismos con la primera gran venta masiva de Rusia después del colapso de la Unión Soviética, cuando los oligarcas conectados con el Kremlin se apoderaron de los principales activos a precios de ganga.”

“Ahora, los activos que se ofrecen son todos occidentales, y lo único que los posibles compradores necesitan son vínculos estrechos con el presidente ruso. ‘Esto es como Venezuela’, dijo un importante empresario de Moscú. Están dando lo mejor a sus compinches… y entonces todo se irá a la mierda.”

De los textos del FT, podemos concluir que los miembros del Kremlin están impulsando las incautaciones de propiedades corporativas extranjeras y que las confiscaciones que se avecinan son totalmente imprevisibles.

Y, sin embargo, el FT nombra solo a dos grandes compañías occidentales que perdieron sus activos en Rusia por orden estatal anterior a los decretos del 16 de julio: Uniper de Alemania y Fortum de Finlandia. En cada caso, es bastante fácil ver por qué Rusia actuó como lo hizo. La incautación de Uniper fue en respuesta a la confiscación de Alemania de los activos de Rosneft en su país. La incautación de los activos de Fortum puede compararse con la cancelación sumaria por parte de los finlandeses de su contrato multimillonario con Rosatom para construir una planta de energía nuclear en Finlandia. La producción de equipos para esa planta y otros enormes gastos habían sido sufragados por el proveedor estatal ruso Rosatom sin ninguna probabilidad de compensación.

En cuanto a las últimas nacionalizaciones, los dos países involucrados han dado a Rusia amplios motivos para actuar. Francia ha sido un importante proveedor de material de guerra avanzado a Ucrania, incluido más recientemente el envío de su versión de misiles de largo alcance Storm Shadow. Dinamarca ha sido el país líder en presionar para la entrega de F-16 a Ucrania, incluidos los aviones con capacidad nuclear de su propio inventario.

¿Y en cuanto al futuro?  El programa de entrevistas Sixty Minutes presentó recientemente un reportaje sobre Bélgica que comenzó con una foto del sonriente primer ministro belga De Croo. El punto era que Bélgica debería estar preparada para la nacionalización de las inversiones multimillonarias de sus grandes corporaciones como Solvay de productos químicos y Glaverbel de vidrio laminado en respuesta a la jactancia del Sr. De Croo de que su país posee la mayor suma de activos congelados del Banco Central de Rusia y de sus planes para enviar a Ucrania como ayuda humanitaria las decenas de millones de euros que estas inversiones rusas están generando en intereses y dividendos.

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Ahora consideremos el texto del segundo artículo en el reportaje del FT que cuenta una historia muy diferente respecto a las consideraciones arbitrarias y venales que impulsan las últimas nacionalizaciones:

“Según un oligarca ruso, el Kremlin está utilizando activos occidentales para comprar la lealtad de la élite empresarial del país, muchos de los cuales se irritan en privado por la guerra, pero han decidido quedarse en el país debido a las sanciones occidentales. ‘La gente ha perdido su capital fuera de Rusia, pero están siendo compensados a nivel nacional. Pueden ganar el mismo dinero que perdieron en el Reino Unido o en cualquier otro lugar’, dijo el oligarca”.

Lo anterior se expone en medio de un artículo que pretende ser anti-Putin. Pero estas mismas observaciones a mitad del artículo pueden y deben leerse de una manera completamente diferente, como el establecimiento de la lógica que guía decisiones muy razonables que benefician la estabilidad en el país, castigan a los enemigos crueles en el extranjero y recompensan a los leales en casa. La valoración que ponemos en las nacionalizaciones gira en torno a la calidad de la nueva administración y propietarios. Del artículo del FT, uno asume que son los mismos ladrones y estafadores que se convirtieron en oligarcas en los años de Yeltsin a expensas del gobierno federal y de la población en general. Pero, ¿está esto justificado? Dejemos de lado la cuestión de quiénes de entre el entorno de Putin pueden convertirse en los principales accionistas. En su lugar, consideremos quién ha sido nombrado como el verdadero gerente.

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Y entonces, preguntamos quién es el Sr. Bolloev y cuáles son sus calificaciones para su nuevo cargo como Presidente de Baltika en su nueva situación desde el 16 de julio como una propiedad nacionalizada del estado ruso.

¿Qué nos dice el FT sobre él?

“Taimuraz Bolloev, un amigo personal de Putin que tiene vínculos de negocios con los aliados más poderosos del presidente, es el nuevo jefe de la cervecería Baltika de Carlsberg.” Y más adelante: “…Bolloev, quien anteriormente dirigió Baltika en la década de 1990, es cercano a los multimillonarios Yuri y Mikhail Kovalchuk.”

Los Kovalchuks son identificados por el FT como los probables futuros propietarios de Baltika nacionalizada. Pero no me dejaré marginar por ese tema, ya que no ejecutarán la operación, y la presencia de Bolloev en la cima es la mejor garantía de que no puede haber despojo de activos o exceso de ganancias por razones que deberían quedar completamente claras cuando explique el pasado de Bolloev.

Taimuraz Bolloev no es un nombre muy ruso, se puede decir. Y tienen razón: es un osetio, de Osetia del Norte, la misma patria en el Cáucaso que el director de orquesta Valery Gergiev y de la misma edad. Ambos llegaron a Petersburgo cuando eran jóvenes e hicieron carreras espectaculares en la más rusa de las ciudades.

Permítanme no andar con rodeos: Bolloev es un profesional de principio a fin en el negocio de la elaboración de cerveza. En la década de 1980 se abrió camino en la jerarquía de gestión de la cervecería estatal Stepan Razin, dominando todas las técnicas de producción antes de alcanzar el puesto de Jefe Cervecero.

De 1991 a 2004 fue Director, luego Director General y finalmente Presidente de Baltika en San Petersburgo. Como nos dice Wikipedia, en los primeros 8 años de su mandato, Baltika aumentó su capacidad de producción 18 veces. Bajo Bolloev, Baltika se convirtió en el mayor productor de cerveza en Rusia.

En 2004, cuando Carlsberg aumentó su control de Baltika, Bolloev dejó la compañía. Ni el FT ni Wikipedia dicen nada sobre los términos de su partida, pero como yo estaba siguiendo de cerca a la compañía en ese entonces, me sorprendió saber que su próximo paso fue ingresar a la industria de la ropa, donde compró compañías y surgió como un empresario de alto perfil. Estaba claro para mí que Bolloev no había sido un simple empleado en Baltika, sino que era un propietario sustancial de acciones cuando se fue.

Bolloev invirtió fuertemente en los equipos de producción más modernos para sus fábricas de ropa, que rápidamente se trasladaron al sector de la “ropa especial” y los uniformes. En última instancia, sus compañías se convirtieron en proveedores clave de uniformes para el ejército ruso. Se dice que sus uniformes han marcado una gran mejora en la calidad del equipamiento de los soldados.

Después de la guerra ruso-georgiana de 2008, Bolloev se convirtió en el mayor inversor externo en Osetia del Sur. Recordemos que Osetia del Sur era una parte de Georgia que había declarado su independencia de Tbilisi más de una década antes y era efectivamente autónoma hasta que el presidente georgiano Saakashvili decidió retomar la provincia por la fuerza en el verano de 2008.

Desde 2005, Bolloev se dedicó a la reconstrucción de varios edificios históricamente importantes en San Petersburgo a través de sus empresas de construcción. También fue un importante contribuyente en favor de las instituciones culturales y la creación de monumentos en Osetia, Norte y Sur. El está en el consejo de la Asociación de Empresarios Rusos.

No sería una exageración decir que actualmente Taimuraz Bolloev es la persona más experimentada y mejor preparada en Rusia para hacerse cargo de Baltika. Dado su largo compromiso con Baltika, es muy improbable que Bolloev permita el despojo de activos o el robo excesivo de ganancias por parte de cualquier accionista.

Con ese punto, infiero que las nacionalizaciones están justificadas y son racionales y es probable que sirvan a los intereses del pueblo y el estado rusos.

‘Le Financial Times’, Danone, Baltika et la riposte de la Russie

Je ne doute pas que parmi les lecteurs de ces pages, il y en ait qui se demandent pourquoi je reste un abonné payant du grand quotidien Financial Times, étant donné que je cite si souvent ce journal comme exemple de la manière dont le grand quotidien déforme les informations pour satisfaire les préjugés anti-Poutine et anti-Russie de son comité éditorial.

La réponse à cette question réside dans quelque chose de plus précieux encore que la valeur d’amusement et de distraction que l’on peut trouver dans l’édition du week-end, et en particulier dans la rubrique Lunch with the FT, qui est un journalisme très bien écrit. L’amusement justifiait autrefois mon abonnement au New York Times, mais lorsque les recettes ont envahi l’espace autrefois consacré aux critiques de livres ou aux récits de voyage, je l’ai résilié ; il n’y avait pas d’autre vertu rédemptrice à ce quotidien. Dans le cas du Financial Times, cette vertu réside dans les articles de fond occasionnels sur une entreprise ou un secteur industriel. C’est le cas de deux articles parus au cours de la semaine écoulée, qui attirent l’attention sur des aspects qui ne sont pas abordés par les autres quotidiens. Voir « Kremlin oligarchs eye Carlsberg assets as Kadyrov ally takes over Danone unit » (Les oligarques du Kremlin regardent les actifs de Carlsberg alors que l’allié de Kadyrov reprend l’unité Danone) par Max Seddon, Anastasia Stognei et Adrienne Klasa.

https://www.ft.com/content/d5234953-cddf-4b64-8a55-dc749843ab5c

L’article suivant était intitulé « Trapped or nationalised : walls close in on western businesses in Russia » (Piégés ou nationalisés : les murs se referment sur les entreprises occidentales en Russie) par Max Seddon et Anastasia Stognei. https://www.ft.com/content/c6108c1a-97dc-4469-aeb3-8b81ab52aaa9

Ces articles nous en apprennent beaucoup sur la nationalisation, le 16 juillet, des principales activités de production russes détenues par des sociétés mères françaises et danoises. J’y porte un intérêt particulier, car dans mes carrières antérieures, en tant que directeur national ou consultant pour de très grandes entreprises européennes s’installant en Russie (1994-2000), puis en tant que fondateur d’une société de traduction à Saint-Pétersbourg (2000-2004), j’ai travaillé pour ces deux entreprises et j’ai eu une vision de l’intérieur de leurs activités.

Pour Danone, en 1997-1998, j’ai effectué des recherches sur le développement commercial afin de guider leur entrée prévue dans une catégorie de produits laitiers qui leur était inconnue (syrniki), mais qui pouvait servir de plate-forme utile pour une distribution à l’échelle nationale parce qu’elle se trouvait dans le panier-déjeuner quotidien de presque tous les enfants d’âge scolaire en Russie. Mon travail consistait à engager des discussions au nom de Danone avec une demi-douzaine d’entreprises russes leaders dans ce secteur en vue d’une coproduction sous la marque Danone.

Pour Baltika, ma société effectuait des traductions en anglais de tous leurs communiqués de presse et d’une grande partie du matériel de marketing et de promotion.

Les articles du FT que j’ai cités donnent une tournure anti-Poutine à tout ce qu’ils décrivent en dissimulant des informations qui auraient été facilement obtenues et pertinentes, ou en diffamant intentionnellement des acteurs clés. J’ai trouvé certaines des informations manquantes dans Wikipédia. En outre, même sans cette étape supplémentaire, je suis parvenu à des conclusions générales différentes sur l’importance des nationalisations en réorganisant les points soulevés par les auteurs qui sont enfouis dans le texte et ne figurent pas dans les paragraphes d’ouverture ou de conclusion. Je pense que cet exercice est important et qu’il devrait être partagé avec les lecteurs, car il démontre que, souvent, il n’est pas nécessaire d’accéder aux médias alternatifs pour comprendre où se trouve la vérité en ce qui concerne la guerre entre la Russie et l’Ukraine, mais qu’il suffit de prêter attention aux contradictions dans les rapports des médias dominants.

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Afin de limiter la taille de cet essai analytique, je me concentrerai exclusivement sur Baltika, l’entreprise que je connaissais le mieux et depuis plus longtemps en tant qu’initié, et sur laquelle on trouve le plus d’informations dans les sources publiques (Wikipédia).

Baltika possède la plus grande brasserie du pays à Saint-Pétersbourg, et une série de brasseries plus petites dans toute la Fédération de Russie, ainsi qu’une filiale à Bakou, en Azerbaïdjan. Pour la majeure partie du nouveau millénaire et jusqu’à aujourd’hui, la part de l’entreprise sur le marché russe de la bière est supérieure à 35 %.

L’article du FT parle de Baltika comme d’une propriété de Carlsberg, mais Carlsberg n’a pas fondé ou construit Baltika : elle avait un intérêt dans Baltika du fait d’une participation partielle dans la société holding Baltic Beverages Holding (BBH) remontant aux années 1990. Je n’entrerai pas dans l’histoire de la propriété de BBH, mais il est nécessaire d’expliquer que des entreprises de trois pays de la région baltique ont participé à sa création en 1991 : Hartwall (Finlande), Pripps (Suède) et Ringnes (Norvège).

Les années 1990 et le début des années 2000 ont été une période de consolidation de l’industrie mondiale de la bière, et les propriétaires de BBH ont tous été soumis à cette tendance universelle. L’un des survivants mondiaux a été le danois Carlsberg, qui a racheté un autre propriétaire partiel de BBH (Scottish & Newcastle, Grande-Bretagne) au début du nouveau millénaire. Ce n’est qu’en 2008 que Carlsberg a pris le contrôle total de Baltika. À l’époque, Baltika était l’entreprise de Carlsberg à la croissance la plus rapide et la plus rentable au monde.

La crise économique mondiale de 2008 a frappé le marché russe de la brasserie au moment même où l’ensemble de l’économie subissait une grave récession. Baltika s’est redressée dans les années qui ont suivi, mais n’a plus jamais été aussi rentable qu’au moment de son acquisition par Carlsberg.

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Comme nous le savons tous, le « régime Poutine » est dirigé par des escrocs avares qui se remplissent les poches aux dépens de la population. Comme nous le savons tous, Poutine est irrationnel et ses actions sont imprévisibles.

Ces principes guident les premières phrases du premier article du FT sur les nationalisations :

« Vladimir Poutine a ordonné la saisie des activités russes de Danone et de Carlsberg après que des hommes d’affaires proches du Kremlin aient exprimé leur intérêt pour ces actifs, selon des personnes proches de la décision. »

Nous trouvons également la suite ici :

« Les frères Kovalchuk, qui comptent parmi les plus proches amis de Poutine, avaient déjà fait part de leur intérêt pour Baltika, dont le siège se trouve à Saint-Pétersbourg, leur ville natale, selon deux personnes connaissant bien le dossier ».

L’article suivant du FT présente une vue d’ensemble des nationalisations :

« Plusieurs mois après l’invasion de l’Ukraine par Vladimir Poutine, un vétéran des privatisations massives en Russie dans les années 1990 a reçu un appel d’un ‘ami de longue date’. L’ami s’est exclamé avec enthousiasme : ‘C’est la privatisation 2.0 !’ et a suggéré d’unir leurs forces ‘comme au bon vieux temps’ pour mettre la main sur des usines appartenant à des entreprises occidentales qui voulaient maintenant se retirer de la Russie à cause de l’Ukraine. Cette ruée n’est pas sans rappeler la première grande braderie russe qui a suivi l’effondrement de l’Union soviétique, lorsque des oligarques liés au Kremlin se sont emparés d’actifs de premier ordre à des prix défiant toute concurrence ».

« Aujourd’hui, les actifs proposés sont tous occidentaux et les acheteurs potentiels n’ont besoin que de liens étroits avec le président russe. ‘C’est comme au Venezuela’, a déclaré un homme d’affaires moscovite de premier plan. Ils donnent ce qu’il y a de mieux à leurs copains […] et ensuite tout va partir en vrille ».

D’après les textes du FT, nous pouvons conclure que les initiés du Kremlin sont à l’origine des saisies de propriétés d’entreprises étrangères et que les confiscations à venir sont tout à fait imprévisibles.

Pourtant, le FT ne cite que deux grandes entreprises occidentales qui ont perdu leurs actifs en Russie sur ordre de l’État avant les décrets du 16 juillet : Uniper (Allemagne) et Fortum (Finlande).  Dans chaque cas, il est assez facile de comprendre pourquoi la Russie a agi comme elle l’a fait. La saisie d’Uniper était une réponse à la confiscation par l’Allemagne des actifs de Rosneft dans son pays. La saisie des actifs de Fortum peut être comparée à l’annulation sommaire par les Finlandais de leur contrat de plusieurs milliards d’euros avec Rosatom pour la construction d’une centrale nucléaire en Finlande. La production d’équipements pour cette centrale et d’autres dépenses importantes avaient été supportées par le fournisseur public russe Rosatom sans aucune possibilité de compensation.

En ce qui concerne les dernières nationalisations, les deux pays concernés ont donné à la Russie de nombreuses raisons d’agir. La France a été l’un des principaux fournisseurs de matériel de guerre avancé à l’Ukraine, y compris, plus récemment, la livraison de sa version des missiles à longue portée Storm Shadow. Le Danemark a été le principal pays à faire pression pour la livraison de F-16 à l’Ukraine, y compris des avions à capacité nucléaire provenant de son propre inventaire.

Et pour l’avenir ? L’émission Sixty Minutes a récemment présenté un reportage sur la Belgique qui s’ouvrait sur une photo souriante du Premier ministre belge De Croo. L’idée était que la Belgique devrait être prête à voir nationaliser les investissements de plusieurs milliards d’euros de ses grandes entreprises, comme Solvay dans la chimie et Glaverbel dans le verre plat, en réponse à la vantardise de M. De Croo qui affirme que son pays détient la plus grande somme d’actifs gelés de la Banque centrale russe et qui annonce son intention d’envoyer à l’Ukraine, à titre d’aide humanitaire, les dizaines de millions d’euros que ces investissements russes rapportent en intérêts et en dividendes.

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Examinons maintenant le texte du deuxième article dans le reportage du FT, qui raconte également une histoire très différente des considérations arbitraires et vénales à l’origine des dernières nationalisations :

« Selon un oligarque russe, le Kremlin utilise les actifs occidentaux pour acheter la loyauté de l’élite économique du pays, dont une grande partie s’irrite en privé de la guerre mais a décidé de rester dans le pays en raison des sanctions occidentales. Les gens ont perdu leur capital à l’extérieur de la Russie, mais ils sont dédommagés au niveau national. Ils peuvent à nouveau gagner l’argent qu’ils ont perdu au Royaume-Uni ou ailleurs », a déclaré l’oligarque.

Ce qui précède est présenté au milieu d’un article qui se veut anti-Poutine. Mais ces mêmes observations au milieu de l’article peuvent et doivent être lues d’une manière totalement différente, comme exposant la logique guidant des décisions très raisonnables profitant à la stabilité du pays, punissant les ennemis acharnés à l’étranger et récompensant les loyalistes à l’intérieur du pays. L’évaluation que nous faisons des nationalisations dépend alors de la qualité de la nouvelle direction et des nouveaux propriétaires. D’après l’article du FT, on suppose qu’il s’agit des mêmes voleurs et escrocs qui sont devenus des oligarques dans les années Eltsine aux dépens du gouvernement fédéral et de la population en général. Mais est-ce justifié ? Laissons de côté la question de savoir qui, parmi l’entourage de Poutine, pourrait devenir le principal actionnaire. Examinons plutôt qui a été désigné comme dirigeant effectif.

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Nous nous demandons donc qui est M. Bolloev et quelles sont ses qualifications pour son nouveau poste de président de Baltika, qui, depuis le 16 juillet, est une propriété nationalisée de l’État russe.

Que nous dit le FT à son sujet ?

« Taimuraz Bolloev, un ami personnel de Poutine qui a des liens d’affaires avec les alliés les plus puissants du président, est le nouveau directeur de la brasserie Baltika de Carlsberg ». Et, plus loin : « …Bolloev, qui a déjà dirigé Baltika dans les années 1990, serait proche des milliardaires Yuri et Mikhail Kovalchuk. »

Les Kovalchuk sont identifiés par le FT comme les futurs propriétaires probables de Baltika nationalisée. Mais je ne me laisserai pas distraire par cette question, puisqu’ils ne dirigeront pas l’opération et que la présence de Bolloev à la tête de l’entreprise est la meilleure garantie qu’il n’y aura pas de démembrement des actifs ou d’écrémage excessif des bénéfices pour des raisons qui devraient être tout à fait claires lorsque j’expliquerai le passé de Bolloev.

Taimuraz Bolloev n’est pas un nom très russe, me direz-vous. Et vous avez raison : c’est un Ossète, originaire d’Ossétie du Nord, la même patrie dans le Caucase que le chef d’orchestre Valery Gergiev, et il a le même âge. Tous deux sont arrivés à Pétersbourg dans leur jeunesse et ont fait une carrière exceptionnelle dans la plus russe des villes.

Je n’irai pas par quatre chemins : Bolloev est un véritable professionnel de la brasserie. Dans les années 1980, il a gravi les échelons de la hiérarchie de la brasserie d’État Stepan Razine, maîtrisant toutes les techniques de production avant d’atteindre le poste de brasseur en chef.

De 1991 à 2004, il a été directeur, puis directeur général et enfin président de Baltika à Saint-Pétersbourg. Selon Wikipédia, au cours des 8 premières années de son mandat, Baltika a multiplié par 18 sa capacité de production. Sous la direction de Bolloev, Baltika est devenu le plus grand producteur de bière de Russie.

En 2004, lorsque Carlsberg a renforcé son contrôle sur Baltika, Bolloev a quitté l’entreprise. Ni le FT ni Wikipédia ne disent quoi que ce soit sur les conditions de son départ, mais comme je suivais de près l’entreprise à l’époque, j’ai été surpris d’apprendre qu’il s’était ensuite lancé dans l’industrie de l’habillement, où il a racheté des entreprises et s’est imposé comme un entrepreneur de premier plan. Il m’est alors apparu clairement que Bolloev n’avait pas été qu’un simple employé de Baltika, mais qu’il était devenu un actionnaire important lorsqu’il a quitté l’entreprise.

Bolloev a investi massivement dans les équipements de production les plus récents pour ses usines de vêtements, qui se sont rapidement lancées dans le secteur des « vêtements spéciaux » et des uniformes. En fin de compte, ses entreprises sont devenues les principaux fournisseurs d’uniformes de l’armée russe. On dit que ses uniformes ont considérablement amélioré la qualité de l’équipement des soldats.

Après la guerre russo-géorgienne de 2008, Bolloev est devenu le plus gros investisseur extérieur en Ossétie du Sud. Rappelons que l’Ossétie du Sud était une partie de la Géorgie qui avait déclaré son indépendance de Tbilissi plus d’une décennie auparavant et était effectivement autonome jusqu’à ce que le président géorgien Saakachvili décide de reprendre la province par la force à l’été 2008.

À partir de 2005, Bolloev s’est engagé dans la reconstruction de plusieurs bâtiments historiques importants à Saint-Pétersbourg par l’intermédiaire de ses entreprises de construction. Il a également apporté une contribution majeure aux institutions culturelles et à la création de monuments en Ossétie du Nord et du Sud. Il siège au conseil de l’Association des entrepreneurs russes.

Il n’est pas exagéré de dire que Taimuraz Bolloev est la personne la plus expérimentée et la mieux préparée en Russie aujourd’hui pour prendre en charge Baltika. Compte tenu de son engagement de longue date à l’égard de Baltika, il est très improbable que Bolloev permette un démembrement des actifs ou un écrémage excessif des bénéfices par l’un ou l’autre des actionnaires.

Cela étant, je pense que les nationalisations sont justifiées et rationnelles et qu’elles sont susceptibles de servir les intérêts du peuple et de l’État russes.

‘The Financial Times,’ Danone, Baltika and how Russia is striking back

‘The Financial Times,’ Danone, Baltika and how Russia is striking back

I have no doubt that among readers of these pages there are those who wonder why I remain a paying subscriber to the leading mainstream newspaper Financial Times given that so often I hold the paper up as an example of how mainstream distorts news reporting to satisfy the anti-Putin, anti-Russian bias of the editorial board.

The answer to that question lies in something more valuable even than the amusement and distraction value to be found in the Weekend edition, and particularly in the Lunch with the FT column, which is very well written journalism.  Amusement used to justify my subscription to The New York Times, but when recipes overran the space formerly given to book reviews or travel reports, I cancelled it; there was no other redeeming virtue to the daily. In the case of Financial Times, that virtue lies in the occasional feature articles on a company or industrial sector. Such was the case in two articles over the past week directing in depth attention where almost no one else is looking.  See “Kremlin oligarchs eye Carlsberg assets as Kadyrov ally takes over Danone unit” by Max Seddon, Anastasia Stognei and Adrienne Klasa.

https://www.ft.com/content/d5234953-cddf-4b64-8a55-dc749843ab5c

The follow-on article was entitled “Trapped or nationalised: walls close in on western businesses in Russia” by Max Seddon and Anastasia Stognei. https://www.ft.com/content/c6108c1a-97dc-4469-aeb3-8b81ab52aaa9

These articles tell us a good deal about the nationalization on 16 July of the major Russian production operations owned by French and Danish mother companies. I take a special interest, because in my earlier careers as country manager or consultant to very large European corporations setting up business in Russia (1994-2000) then as incorporator of a translation company in St Petersburg (2000-2004) I did some work for both of these concerns and enjoyed an insider’s view of their activities.

For Danone, in 1997-1988 I performed business development research to guide their planned entry into a dairy category which was unknown to them (syrniki) but which could serve as a useful platform for nationwide distribution because it went into the daily lunch bag of nearly every child of school age in Russia. My work entailed entering into talks on Danone’s behalf with a half-dozen Russian leading Russian companies in this sector for the sake of co-production under the Danone trade mark.

For Baltika, my company was performing translations into English of all their press releases and of a great deal of marketing and promotional material.

The FT articles I have cited give an anti-Putin spin to everything they describe by withholding information that would have been easily procurable and relevant, or by malicious defamation of key actors. I have found some of the missing information in Wikipedia. Moreover, even without that extra step, I have arrived at different overall conclusions about the significance of the nationalizations by reordering the very points made by the authors that are buried in the text and not brought to the opening or concluding paragraphs.  I believe this exercise is important and should be shared with readers, because it demonstrates that often you do not have to access alternative media to understand where the truth lies with respect to the Russia-Ukraine war, but just have to pay attention to contradictions within the reports of mainstream.

                                                                 *****

To keep this analytical essay within manageable size, I will here devote attention exclusively to Baltika, the company that I knew best and longest as an insider, and the company about which the most information is accessible in public sources (Wikipedia).

Baltika owns the country’s largest brewery, in St Petersburg, and a string of smaller breweries across the whole of the Russian Federation, with a daughter company in Baku, Azerbaijan. For most of the new millennium and up to today, the company’s share of the Russian beer market is over 35%.

The FT article speaks of Baltika as a Carlsberg property but Carlsberg did not found or build Baltika: it had an interest in Baltika from a partial ownership of the holding company Baltic Beverages Holding (BBH) going back to the 1990s. I will not go into the whole story of BBH ownership, but it is necessary to explain that there were companies of three Baltic region countries which participated in its creation in 1991:  Hartwall (Finland), Pripps (Sweden) and Ringnes (Norway).

The 1990s and early 2000s were a time of consolidation of the global beer industry, and the owners of BBH were all subject to that universal trend. One of the global survivors was Denmark’s Carlsberg which bought out another part owner of BBH (Scottish & Newcastle, Britain) early in the new millennium. Only in 2008 did Carlsberg take full control of Baltika. At that time, Baltika was the fastest growing and most profitable of Carlsberg’s operations worldwide. 

The global economic crash of 2008 hit the Russian beer brewing market just as the entire economy suffered a severe recession. Baltika recovered in the ensuing years, but never again would be as profitable as at the time of its acquisition by Carlsberg.

                                                                        *****

As we all know, the “Putin regime” is run by avaricious thieves who line their pockets at the public’s expense. As we all know, Putin is irrational and his moves are unforeseeable. 

These principles guide the opening sentences of the first FT article on the nationalizations:

“Vladimir Putin ordered the seizure of Danone and Carlsberg’s Russian operations after businessmen close to the Kremlin expressed an interest in the assets, according to people close to the decision.”

We also find here the following:

“The Kovalchuk brothers, who are among Putin’s closest confidants, had previously signaled their interest in Baltika, which is based in their native St Petersburg, according to two people familiar with the matter.”
An overview of the nationalizations is set out in the FT’s follow-on article:

“Several months into Vladimir Putin’s invasion of Ukraine, a veteran of Russia’s mass privatisations in the 1990s received a call from an “old-time friend”. ‘This is privatisation 2.0!’ the friend exclaimed enthusiastically, suggesting they join forces ‘like in the good old times’ to get hold of factories owned by western companies that now wanted to pull out of Russia because of Ukraine. The scramble has parallels with Russia’s first great sell-off following the collapse of the Soviet Union, when Kremlin-connected oligarchs snatched up prime assets at bargain prices.”

“Now, the assets on offer are all western, and all prospective buyers need are close ties to the Russian president. ‘This is like Venezuela,’ a senior Moscow businessman said. ‘They’re giving the best to their cronies . . . and then everything will go to shit.”’

From the FT texts, we may conclude that Kremlin insiders are driving the seizures of foreign corporate properties and that what confiscations lie ahead are entirely unforeseeable.

And yet, the FT names only two major Western companies that lost their assets in Russia by state order previous to the decrees of 16 July:  Germany’s Uniper and Finland’s Fortum.  In each case, it is fairly easy to see why Russia acted as it did. The seizure of Uniper was in response to Germany’s confiscation of Rosneft assets in their country. The seizure of Fortum assets may be set against the Finn’s summary cancellation of their multi-billion euro contract with Rosatom to construct a nuclear power plant in Finland. Production of equipment for that plant and other heavy expenses had been borne by the Russian state supplier Rosatom without any likelihood of compensation.

As regards the latest nationalizations, both of the involved countries have given Russia ample cause to act. France has been a major supplier of advanced war materiel to Ukraine, including most recently the shipment of their version of the Storm Shadow long range missiles.  Denmark has been the lead country in pressing for delivery of F-16s to Ukraine, including nuclear-capable planes from their own inventory.

And as for the future?  The talk show Sixty Minutes recently presented a feature report on Belgium which opened with a smiling photo of Belgian Prime Minister De Croo.  The point was that Belgium should be prepared to see nationalization of the multi-billion euro investments of its major  corporations like Solvay in chemicals and Glaverbel in plate glass in response to Mr De Croo’s boasting of his country’s holding the largest sum of frozen assets of the Russian Central Bank and of his announcing plans to send to Ukraine as humanitarian aid the tens of millions of euros that these Russian investments are earning in interest and dividends.

                                                                            *****

 Now let us consider the text of the second article in the FT reportage which also tells a very different story from arbitrary and venal considerations driving the latest nationalizations:

“According to one Russian oligarch, the Kremlin is using western assets to buy the loyalty of the country’s business elite, many of whom privately chafe at the war but have decided to stay in the country because of western sanctions. ‘People have lost their capital outside Russia, but they are being compensated domestically. They can make the same money they lost in the UK or wherever again,’ the oligarch said.”

The foregoing is set out in the midst of an article that is meant to be anti-Putin.  But these very observations in the middle of the article can and should be read in an entirely different manner, as setting out the logic guiding very reasonable decisions benefiting stability in the country, punishing  cruel enemies abroad and rewarding loyalists at home. The valuation we put on the nationalizations then turns on the quality of the new management and owners. From the FT article, one assumes they are the same thieves and con men who became oligarchs in the Yeltsin years at the expense of the federal government and of the broad population. But is this justified? Let us put aside the question of who from among the Putin entourage may become the principal shareholders. Instead let us consider who has been named as the effective manager.

                                                                  *****

And so, we ask who is Mr. Bolloev and what are his qualifications for his new position as President of Baltika in its new status since 16 July as a nationalized property of the Russian state.

What does the FT tell us about him?

 “Taimuraz Bolloev, a personal friend of Putin’s who has business ties to the president’s most powerful allies, is the new head of Carlsberg’s Baltika brewery.”  And further: “…Bolloev, who previously ran Baltika in the 1990s, is reportedly close to billionaires Yuri and Mikhail Kovalchuk.”

The Kovalchuks are identified by the FT as the likely future owners of nationalized Baltika.  But I will not be sidelined by that issue, since they will not be running the operation, and the presence of Bolloev at the top is the best assurance that there can be no asset stripping or excess skimming of profits for reasons that should be entirely clear when I explain the past of Bolloev.

Taimuraz Bolloev is not a very Russian name, you may say. And you are right – he is an Ossetian, from North Ossetia, the same homeland in the Caucasus as conductor Valery Gergiev and of the same age. Both came to Petersburg as young men and made spectacular careers in this most Russian of cities.

Let me not mince words: Bolloev is a through and through professional in the beer brewing business.  In the 1980s he worked his way up the management hierarchy of the state brewery Stepan Razin, mastering all the production techniques before achieving the position of Chief Brewer.

From 1991-2004 he was the Director, then General Director and finally President of Baltika in St Petersburg.  As Wikipedia tells us, in the first 8 years of his tenure, Baltika increased its production capacity 18 times. Under Bolloev, Baltika became the largest beer producer in Russia.

In 2004, when Carlsberg increased its control of Baltika, Bolloev left the company.  Neither the FT nor Wikipedia says anything about the terms of his departure, but as I was closely following the company back then, I was surprised to learn that his next move was to enter the clothing industry, where he bought out companies and emerged as a high profile entrepreneur.  It was clear to me then that Bolloev had not been a simple hired hand at Baltika but was a substantial share owner when he left.

Bolloev invested heavily in the latest production equipment for his clothing factories, which quickly moved into the sector of “special clothing” and uniforms. Ultimately his companies became key suppliers of uniforms to the Russian army. His uniforms are said to have marked a great improvement in the quality of soldiers’ kit.

After the 2008 Russian-Georgian war, Bolloev became the biggest outside investor in Southern Ossetia. Let us recall that Southern Ossetia was a part of Georgia which had declared its independence from Tbilisi more than a decade earlier and was effectively autonomous till Georgian President Saakashvili decided to retake the province by force in the summer of 2008.

From 2005, Bolloev was engaged in reconstruction of several historically important buildings in St Petersburg through his construction companies.  He also was a major contributor to cultural institutions and to the creation of monuments in Ossetia, North and South.  He is on the council of the Russian Entrepreneurs’ Association.

 It would not be an exaggeration to say that Taimuraz Bolloev is the most experienced and best prepared person in Russia today to take charge of Baltika. Given his long commitment to Baltika, it is most improbable that Bolloev would allow asset stripping or excessive skimming of profits by any shareholders.

With that point, I suggest that the nationalizations are justified and rational and likely to serve the interests of the Russian people and state.

©Gilbert Doctorow, 2023

Translations of ‘Crimean Bridge bombing: first thoughts’

Translations below into French (Youri), German (Andreas Mylaeus) and Spanish (Hugo Guido)

Attentat à la bombe sur le pont de Crimée : premières réflexions

Il y a quelques heures, WION, la principale chaîne de télévision de langue anglaise en Inde, m’a contacté pour me demander de commenter les informations de la BBC selon lesquelles le pont de Crimée avait été bombardé et que tout le trafic de voitures particulières sur le pont avait été suspendu.

La BBC se targue d’être « le leader mondial de l’information en continu » et, en effet, elle a tenu sa promesse d’être la première à couvrir l’événement. Le chef du bureau de Moscou, Steve Rosenberg, et son équipe ne font des reportages en Russie que par intermittence, lorsqu’il y a un fait nouveau auquel les rédacteurs peuvent donner la tournure anti-Poutine et anti-Russie nécessaire.  L’attaque du pont répondait parfaitement à leurs objectifs.

Entre-temps, le Financial Times et le New York Times se sont montrés très circonspects, se limitant essentiellement à publier une photo de la partie endommagée du pont qui raconte sa propre histoire : à savoir que cette fois-ci, il ne s’agissait pas de la partie de la travée du pont qui s’élève au-dessus de la voie navigable, comme cela s’est produit lors de la première attaque à la roquette sur le pont à l’automne dernier.  Non, cette fois-ci, il s’agissait d’une partie basse du pont, qui sera probablement réparée dans un délai beaucoup plus court.

Quant aux Russes, ils n’ont pratiquement pas communiqué sur l’attentat, si ce n’est pour nous dire qu’une famille de trois personnes de la région voisine a été victime : les deux parents sont morts dans l’explosion et leur fille adolescente est actuellement à l’hôpital, mais ses jours ne sont pas en danger.

Les Ukrainiens n’ont pas encore assumé la responsabilité de l’attentat, mais des sources d’information pro-ukrainiennes nous disent que le pont est une cible légitime dans la guerre en raison de son importance dans l’approvisionnement en matériel de guerre des forces russes engagées dans la guerre en Ukraine.

Permettez-moi tout d’abord de contester cette justification : la capacité de trafic sur le pont aujourd’hui est entièrement occupée par le déplacement de vacanciers dans leurs voitures vers et depuis la Crimée. C’est la haute saison et il y a eu des kilomètres de files d’attente du côté du continent pour accéder au pont et rejoindre les destinations de vacances sur la péninsule.  Le trafic militaire est quant à lui confiné au pont ferroviaire parallèle, qui n’a pas été attaqué. Nous pouvons donc conclure que le seul objectif de l’attaque était purement terroriste, dans le sens où il s’agissait d’inspirer la crainte à la population civile de Russie et de la détourner des vacances en Crimée. À l’heure actuelle, les autorités de Crimée affirment que tous les vacanciers bloqués sur place verront leur séjour prolongé automatiquement et gratuitement par les hôteliers jusqu’à ce qu’une solution soit trouvée pour leur retour.

Maintenant, la question essentielle est de savoir à quoi nous pouvons nous attendre de la part de la Russie en réponse à cette attaque ukrainienne. Je vais spéculer un peu, si vous le voulez bien.

N’oublions pas que les attaques maritimes contre les navires et les infrastructures russes à Sébastopol et dans ses environs ont jusqu’à présent bénéficié de l’aide et de la complicité des forces spéciales d’un seul pays : le Royaume-Uni. On peut supposer que les Britanniques sont entièrement à l’origine de cette attaque contre le pont de Crimée. On peut raisonnablement penser que le Kremlin est du même avis.

Dans ces conditions, la réaction logique des Russes sera d’attaquer les biens et les infrastructures britanniques, et non de bombarder Kiev jusqu’à l’âge de pierre, ce qui est tout à fait en leur pouvoir.

Comme le rappelle le talk-show russe éponyme, « l’avenir nous le dira ».

——

Le lien vers mon interview sur WION se trouve ci-dessous. Curieusement, lorsque nous sommes passés à l’antenne, le présentateur a détourné la discussion de l’attentat à la bombe sur le pont et m’a demandé mon interprétation de la suspension par la Russie de sa participation aux accords d’exportation des céréales ukrainiennes, qui n’a aucun rapport avec l’attentat.

Bombardierung der Krim-Brücke: erste Überlegungen

Vor einigen Stunden wurde ich von WION, dem größten englischsprachigen Fernsehsender Indiens, kontaktiert und gebeten, die BBC-Berichte zu kommentieren, wonach die Krim-Brücke bombardiert und der gesamte Pkw-Verkehr auf der Brücke eingestellt worden sei.

Die BBC rühmt sich, “weltweit führend bei Eilmeldungen” zu sein, und in der Tat hat sie ihr Wort gehalten, als erste über die Geschichte zu berichten. Ihr Moskauer Büroleiter Steve Rosenberg und sein Team berichten nur sporadisch aus Russland, wenn es Neuigkeiten gibt, denen die Redakteure den nötigen Anti-Putin- und Anti-Russland-Dreh geben können. Der Angriff auf die Brücke passte hervorragend zu ihren Zwecken.

Die Financial Times und die New York Times waren bisher sehr zurückhaltend und haben sich im Wesentlichen darauf beschränkt, ein Foto des beschädigten Brückenteils zu veröffentlichen, das eine eigene Geschichte erzählt: nämlich dass es diesmal nicht der Teil der Brückenspannweite war, der hoch über die Wasserstraße ragt, wie bei dem ersten Raketenangriff auf die Brücke im letzten Herbst. Nein, diesmal war es ein niedriger Teil der Brücke, der vermutlich in viel kürzerer Zeit repariert werden wird.

Was die Russen betrifft, so haben sie so gut wie keinen Bericht über den Bombenanschlag herausgegeben, außer dass sie uns mitteilen, dass eine dreiköpfige Familie aus der nahe gelegenen Region zu den Opfern gehört: Die beiden Eltern starben an Ort und Stelle an den Folgen der Explosion, und die halbwüchsige Tochter befindet sich jetzt im Krankenhaus, aber ihr Leben ist nicht in Gefahr.

Die Ukrainer haben noch nicht die Verantwortung für den Angriff übernommen, aber pro-ukrainische Informationsquellen sagen uns, dass die Brücke wegen ihrer Bedeutung für die Lieferung von Kriegsmaterial an die russischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg ein geeignetes Kriegsziel ist.

Erlauben Sie mir zunächst, diese Rechtfertigung in Frage zu stellen: Die Verkehrskapazität der Brücke ist heute vollständig durch den Transport von Urlaubern in ihren Autos von und zur Krim ausgelastet. Es ist Hochsaison, und auf der Festlandsseite gab es kilometerlange Schlangen, die darauf warteten, auf die Brücke zu gelangen und Urlaubsziele auf der Halbinsel zu erreichen. Der militärische Verkehr beschränkt sich sicherlich auf die separate, parallel verlaufende Eisenbahnbrücke, die nicht angegriffen wurde. Daraus lässt sich schließen, dass der einzige Zweck des Anschlags ein rein terroristischer war, um die russische Zivilbevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen und sie von einem Urlaub auf der Krim abzuhalten. Derzeit sagen die Behörden auf der Krim, dass alle Urlauber, die jetzt dort festsitzen, ihre Hotelaufenthalte automatisch und ohne Kosten von den Hoteliers verlängert bekommen, bis eine Lösung für ihre Rückkehr gefunden ist.

Die entscheidende Frage ist nun, was wir als russische Antwort auf diesen ukrainischen Angriff erwarten können. Ich werde ein wenig spekulieren, wenn Sie so wollen.

Erinnern wir uns daran, dass die bisherigen Angriffe auf russische Marineschiffe und Infrastrukturen in und um Sewastopol von den Spezialkräften eines Landes unterstützt und gefördert wurden: dem Vereinigten Königreich. Es ist eine begründete Vermutung, dass die Briten hinter diesem Angriff auf die Krim-Brücke stecken. Man kann davon ausgehen, dass der Kreml dieselbe Meinung vertritt.

Wenn das der Fall ist, wird die logische russische Antwort darin bestehen, britische Einrichtungen und britische Infrastrukturen anzugreifen, und nicht darin, Kiew in die Steinzeit zu bomben, was durchaus in ihrer Macht liegt.

Wie die gleichnamige russische Talkshow uns daran erinnert, “die Zeit wird es zeigen”.

©Gilbert Doctorow, 2023

Den Link zu meinem WION-Interview finden Sie unten. Als wir auf Sendung gingen, lenkte der Moderator die Diskussion merkwürdigerweise vom Bombenanschlag auf die Brücke ab und bat mich um meine Interpretation der völlig unzusammenhängenden Aussetzung der russischen Beteiligung an den Vereinbarungen für den Export ukrainischen Getreides.

Atentado contra el puente de Crimea: primeras reflexiones

Hace un par de horas, WION, la principal emisora de televisión en inglés de la India, se puso en contacto conmigo con la solicitud de que comentara los informes de la BBC de que el puente de Crimea había sido bombardeado y todo el tráfico de automóviles de pasajeros en el puente estaba suspendido.

La BBC se enorgullece de ser “el líder mundial de noticias de última hora” y, de hecho, fueron fieles a su palabra de ser los primeros en contar la historia. Su jefe de la oficina en Moscú, Steve Rosenberg, y su equipo informan solo intermitentemente desde Rusia cuando hay algún desarrollo de noticias al que los editores puedan dar el necesario giro anti-Putin y anti-ruso. El ataque al puente se adaptó brillantemente a sus propósitos.

Mientras tanto, The Financial Times y The New York Times hasta ahora han sido muy circunspectos, esencialmente limitando su cobertura a emitir una foto de la sección dañada del puente que de por sí cuenta su propia historia: a saber, que esta vez no fue la parte del tramo del puente que se eleva por encima de la vía fluvial, como sucedió en el primer ataque con cohetes el otoño pasado. No, esta vez fue una sección baja del puente, que presumiblemente será reparada en un marco de tiempo mucho más corto.

En cuanto a los rusos, casi no han emitido ningún informe sobre el bombardeo, aparte de decirnos que una familia de tres de la región cercana fue víctima en el ataque: los dos padres murieron en el acto por la explosión y su hija adolescente está ahora en el hospital, pero su vida no está en peligro.

Los ucranianos aún no han asumido la responsabilidad del ataque, pero fuentes de información pro-Ucrania nos dicen que el puente es un objetivo justificado en la guerra debido a su importancia en el suministro de material bélico a las fuerzas rusas involucradas en la guerra de Ucrania.

Permítanme en primer lugar cuestionar esa justificación: hoy en día la capacidad de tráfico en el puente está totalmente ocupada por los automovilistas que vacacionan hacia y desde Crimea. Esta es temporada alta y ha habido largas filas de kilómetros en el lado continental esperando poder acceder al puente y llegar a los destinos vacacionales de la península. El tráfico militar seguramente se limita al puente ferroviario que corre en paralelo y está separado, pero que no fue atacado. Y así podemos concluir que el único propósito del ataque fue puramente terrorista, en el sentido de infundir temor en la población civil en general de Rusia y alejarla de las vacaciones en Crimea. En la actualidad, las autoridades de Crimea dicen que todos los vacacionistas que ahora están allí atrapados en los hoteles, tendrán sus estadías extendidas automáticamente por los hoteleros sin costo alguno hasta que se encuentre una solución para su regreso.

Ahora, la pregunta esencial es qué podemos esperar a través de la respuesta rusa a este ataque ucraniano. Voy a especular un poco, por así decirlo.

Recordemos que los ataques marinos contra buques de guerra rusos y la infraestructura en Sebastopol y sus alrededores hasta ahora han sido apoyados e instigados por las fuerzas especiales de un país: el Reino Unido. Es una suposición sensata que los británicos estaban completamente detrás de este ataque al puente de Crimea. Sería razonable esperar que el Kremlin tenga la misma opinión.

Siendo ese el caso, la respuesta rusa lógica sería atacar los activos británicos, la infraestructura británica, no bombardear y reducir Kiev a la edad de piedra, lo cual está dentro de su capacidad.

Como nos recuerda el programa de entrevistas ruso del mismo nombre, “el tiempo lo dirá”.

Crimean Bridge bombing: first thoughts

A couple of hours ago, I was contacted by WION, the major English language television broadcaster of India, with request that I comment on BBC reports that the Crimean bridge had been bombed and all passenger car traffic on the bridge was suspended.

The BBC prides itself on being “the world leader of Breaking News” and indeed they were true to their word on being first on the story. Their Moscow bureau chief Steve Rosenberg and team report only intermittently from Russia when there is some news development which the editors can give the necessary anti-Putin, anti-Russian spin.  The attack on the bridge suited their purposes brilliantly.

Meanwhile, The Financial Times and the New York Times so far have been very circumspect, essentially limiting their coverage to issuing a photo of the damaged section of the bridge which tells its own story: namely that this time it was not the part of the bridge span that soars high above the waterway, as happened in the first rocket attack on the bridge last fall.  No, this time it was a low section of the bridge, which presumably will be repaired in a much shorter time frame.

As for the Russians, they have issued almost no report on the bombing other than to tell us that a family of three from the nearby region were victims: the two parents died on the spot from the explosion and their adolescent daughter is now in hospital but her life is not in danger.

The Ukrainians have not yet taken responsibility for the attack but pro-Ukraine information sources tell us that the bridge is a fair target in the war because of its importance in supplying war materiel to the Russian forces engaged in the Ukraine war.

Allow me first to challenge that justification:  the traffic capacity on the bridge today is entirely occupied moving vacationers in their cars to and from Crimea. This is peak season and there have been kilometers long lines on the mainland side waiting to access the bridge and reach holiday destinations on the peninsula.  Military traffic surely is confined to the separate, parallel railroad bridge, which was not attacked. And so we may conclude that the sole purpose of the attack was purely terrorist, in the sense of instilling dread in the general civilian population of Russia and turning them away from Crimean vacations.  At present, the authorities in Crimea say that all vacationers who are now stuck there will have their hotel stays extended automatically by the hoteliers at no expense till a solution for their return is arrived at.

Now, the essential question is what may we expect by way of Russian response to this Ukrainian attack. I will speculate a bit, if you will.

Let us remember that the marine attacks on Russian naval vessels and infrastructure in and around Sevastopol till now have been aided and abetted by the special forces of one country: the United Kingdom.  It is an educated guess that the Brits were entirely behind this attack on the Crimean bridge.   It would be reasonable to expect that the Kremlin is of the same opinion.

That being the case, the logical Russian response will be to attack BRITISH assets, British infrastructure, not to bomb Kiev into the stone age, which is well within their power.

As the eponymous Russian talk show reminds us “time will tell.”

©Gilbert Doctorow, 2023

The link to my WION interview is below. Curiously, when we went on air the news host turned the discussion away from the bridge bombing and sought my interpretation of the totally unrelated Russian suspension of its participation in the arrangements for export of Ukrainian grain.

Translations of “On the beach: notes from a Finnish Gulf resort”

Translations below into French (Youri), German (Andreas Mylaeus) and Spanish (Hugo Guido)

Sur la plage : notes d’une station balnéaire du Golfe de Finlande

Le sommet de l’OTAN à Vilnius est terminé. La contre-offensive ukrainienne s’essouffle par manque de munitions et par la nécessité de reconfigurer les troupes après des pertes effroyables. L’offensive russe n’a pas encore commencé. C’est ainsi que nous, experts de la Russie, nous retrouvons dans l’accalmie estivale à laquelle on s’attend généralement en juillet, lorsque la saison des vacances bat son plein.

Personne ne peut dire combien de temps durera cette pause dans l’actualité. Normalement, le prochain grand rassemblement international n’aura lieu que du 22 au 24 août, lorsque les dirigeants des BRICS se réuniront à Johannesburg. Selon des informations en provenance d’Afrique du Sud, Vladimir Poutine y assistera en personne avec ses pairs.

Dans ces conditions d’accalmie, je me propose de faire ce que j’avais indiqué comme étant dans mes projets avant d’entreprendre ce voyage en Russie : partager avec les lecteurs mes impressions de voyage sur les Russes pendant leurs vacances d’été dans la grande région de Saint-Pétersbourg.

J’ai passé cette première semaine de mon voyage à proximité de la ville, à seulement 25 kilomètres au nord-est, le long des rives du golfe de Finlande. La localité où je séjourne s’appelle Repino, en l’honneur de l’artiste russe le plus célèbre de la fin du XIXe et du début du XXe siècle, Ilya Repin, dont la maison de campagne, ou datcha, aujourd’hui musée d’État, se trouve à quelques kilomètres seulement de mon hôtel Repinskaya. J’aurai un mot ou deux à dire à son sujet dans un instant.  Mais je voudrais d’abord expliquer ce que cet hôtel représente pour moi en vous livrant quelques réflexions sur mes visites passées. Je parlerai ensuite de sa clientèle actuelle et du sujet connexe des « valeurs familiales » dans la Russie de Mr Poutine.

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Mon séjour à Repino est ce que j’appellerai l’expérience « Rip Van Winkle ». La dernière fois que je suis venu ici, c’était il y a peut-être 25 ans, lorsque l’hôtel dans lequel je suis actuellement locataire était une sorte de maison close miteuse : la clientèle, composée de chauffeurs de camion, prenait des chambres à l’heure pour des services sexuels. Mais cela n’avait rien d’inhabituel dans les années Eltsine, lorsque l’économie était anéantie, que les honnêtes gens d’âge moyen étaient au chômage et que leurs fils, dans le meilleur des cas, travaillaient comme gardes du corps ou videurs de bar, alors que trop de leurs filles étaient des call-girls. C’était l’époque de la promotion immobilière non réglementée, lorsqu’il y avait de bonnes raisons de craindre que toute la côte soit divisée entre les riches, qui construiraient des clôtures de trois mètres de haut autour de leurs propriétés en bord de mer et la population qui serait parquée dans ce qu’il resterait de sable libre.

De l’autre côté de l’autoroute côtière, à quelques pas de la colline en direction de la ligne de chemin de fer de banlieue, se trouvait une institution héritée de l’époque soviétique, la Maison d’été des cinéastes, où les réalisateurs des studios LenFilm et d’autres membres du personnel et acteurs de haut rang pouvaient réserver des chambres pour eux-mêmes et leur famille en pension complète et passer quelques semaines de détente au bord de la mer à des prix modiques. En tant que journaliste couvrant la vie culturelle de Saint-Pétersbourg, ma femme y a réservé des chambres pour elle et notre fille. J’y passais le week-end. L’endroit était miteux. Les grandes stars y déposaient leurs enfants, dont les parents âgés étaient les gardiens, tandis qu’elles partaient vers des destinations de vacances plus prisées.

La Maison des cinéastes a fermé ses portes il y a plus de dix ans. L’hôtel Repinskaya s’est entièrement réinventé, conformément aux nouvelles valeurs et à la nouvelle économie des années Poutine. Le bâtiment a été vidé et réaménagé pour devenir l’hôtel familial très moderne, confortable et de prix moyen dans lequel nous vivons aujourd’hui. Il y a beaucoup de jeunes familles ici, c’est-à-dire des familles avec un ou plusieurs enfants en bas âge, des bambins ou des enfants en âge d’aller à l’école primaire. Il y a aussi des couples âgés qui prennent peut-être leurs petits-enfants en charge. Et il y a quelques paires de dames âgées qui louent des studios indépendants dans le même hôtel. L’hôtel propose des animations pour les enfants l’après-midi, supervisées par des femmes portant des sweat-shirts jaunes avec l’inscription « Animation ». Le terme est emprunté sans complexe au lexique français des établissements du Club Med.

Les chambres de l’hôtel Repinskaya sont désormais proposées à l’équivalent en roubles de 120 euros par nuit pour deux personnes, petit-déjeuner compris, dans ce qu’ils appellent leurs chambres « classe confort », c’est-à-dire des chambres de 30 mètres avec balcon donnant sur la mer. La même surface est également proposée à un prix presque identique dans des chambres à deux lits pouvant accueillir quatre personnes, ce que l’on appellerait dans le jargon américain une « family suite » (suite familiale). Cette configuration a certainement été bien pensée pour séduire le public cible de l’hôtel. Les chambres pour deux personnes disposent d’un double jacuzzi intégré à la salle de bains, un luxe pour les jeunes couples.

Et quel est le statut social des clients ?  Ne faites pas attention à la tenue vestimentaire, car il n’y a pas de starlettes ici et tout le monde est plutôt décontracté. La clé se trouve dans le parking : pas une seule Lada simple. Les voitures semblent se situer principalement dans une fourchette de prix de 30 000 à 50 000 euros. Les crossovers Mercedes sont maintenant supplantés par les Heelys et les Havals chinois. Les propriétaires appartiennent, par définition, à la classe moyenne. Les Russes vraiment riches possèdent leur propre datcha ou appartement sur la côte, ou sont maintenant à Dubaï et n’ont pas besoin de Repino.

Les références au mode de vie européen abondent. Le café du petit-déjeuner dans notre hôtel est fourni par des machines automatiques qui préparent l’espresso, l’Americano et le Cappuccino directement à partir des grains de café qu’elles moulent et du lait frais qu’elles font cuire à la vapeur à la demande. Qu’y a-t-il d’inhabituel à cela, me direz-vous ? Ce qui est inhabituel, c’est que le café est de la même qualité que celui que nous obtenons dans l’hôtel de Venise que nous préférons.  Un tel café est diablement difficile à trouver à Bruxelles.

De l’autre côté de la rue de notre hôtel, un « Gastronom » de qualité supérieure propose des biscuits italiens et d’autres friandises à des prix exorbitants pour une clientèle de propriétaires de datchas prêts à payer pour les plaisirs de Florence tout en restant chez eux.

Sinon, les petits déjeuners dans les hôtels sont très typiquement russes : une grande variété, allant des incontournables crêpes (bliny) avec de la confiture et de la kasha (céréales) d’avoine chaude, aux hot-dogs cocktail et aux boulettes de viande suédoises, en passant par une variété de salades de pommes de terre et de riz, de gâteaux au fromage et ainsi de suite, ainsi que la boisson au lait fermenté « kéfir » avec ou sans fruits, jusqu’à la pastèque fraîche provenant du sud profond de la Russie. Le petit-déjeuner est traditionnellement le repas le plus copieux de la journée. Lorsqu’ils sont inclus dans le prix de la chambre, comme c’est le cas ici, vous avez déjà réduit considérablement vos dépenses quotidiennes.

L’hôtel propose la location de vélos et les clients sont nombreux, car des pistes cyclables et piétonnes asphaltées longent l’autoroute sur des dizaines de kilomètres.

Bien sûr, la plupart des vacanciers sont là pour la plage et un mot à ce sujet s’impose. L’hôtel Repinskaya fait directement face à la plage et il suffit de marcher 200 mètres dans le sable fin pour atteindre le bord de l’eau. En revanche, cette plage est très peu profonde, c’est-à-dire qu’il faut patauger une centaine de mètres pour avoir les genoux à l’air et 300 mètres pour avoir les fesses à l’air. Par jour de vent, et les jours actuels sont venteux, cela représente une longue distance dans le froid lorsque vous avez fini de nager. La température de l’eau est de 18 degrés centigrades.

Cependant, à seulement 5 km de Pétersbourg, il y a une plage à Zelenogorsk où l’on peut nager presque depuis le rivage. Nous y sommes allés aujourd’hui et ce que j’ai vu en chemin est un complément nécessaire à mes remarques sur la nature Rip Van Winkle de toute cette expérience.

Ce qui est clair, c’est que nos craintes anciennes de voir le littoral privatisé et fermé au grand public n’étaient pas fondées. L’explication réside peut-être dans le fait que l’ensemble de la zone côtière fait partie de la région fédérale de Saint-Pétersbourg. À mon avis, cela suggère que les possibilités de corruption dans les transactions immobilières au détriment de l’intérêt public ont été considérablement réduites par rapport à une situation où des autorités locales de niveau inférieur, ouvertes à la corruption, auraient pris des décisions en matière de répartition.

Quelle qu’en soit la raison, la situation est aujourd’hui remarquable à l’échelle européenne. L’ensemble du littoral sablonneux s’étendant sur des dizaines de kilomètres est ouvert gratuitement au public, sans aucune des concessions privées pour les loueurs de chaises-longues qui émaillent le littoral en Belgique ou en Italie, par exemple. Le long de la route côtière, de nombreux parkings permettent aux touristes d’accéder aux plages comme bon leur semble. De l’autre côté de la route côtière, on trouve des forêts de pins qui, en automne, sont le terrain de chasse privilégié des amateurs de bolets et d’autres champignons prisés.

Pour que personne ne croie que la bande côtière de Pétersbourg, sur le golfe de Finlande, est réservée à l’été et aux excursions d’automne, il convient de mentionner qu’en plein hiver, ces stations attirent les skieurs de fond. Que les plages puissent offrir de bonnes pistes de ski lorsque la neige s’accumule est une évidence. Ce qui n’est pas évident, c’est que le golfe lui-même peut offrir des possibilités de ski formidables lorsqu’il gèle. L’eau du golfe n’est que légèrement salée, de sorte que le grand gel peut se produire même quand l’hiver est moins rigoureux. Outre les skieurs, de nombreux pêcheurs sur glace s’aventurent dans le golfe pour y passer la journée, réconfortés par des flacons de vodka ou de brandy.

Sur cette bande côtière, il y a des hôtels très recherchés et de nombreux restaurants très attrayants qui proposent des menus originaux. Un week-end d’été comme aujourd’hui, toutes les tables sont occupées et il se peut que vous deviez faire la queue pour obtenir une place, car aucune réservation n’est acceptée.

Parmi les restaurants à thème, citons un établissement situé à plusieurs kilomètres de chez nous, qui dispose d’étangs interconnectés devant lesquels les convives pêchent leur propre poisson que le chef prépare. Il va sans dire qu’ils ne pêchent pas le poisson-chat, mais l’esturgeon et d’autres prises de choix.

Un autre restaurant situé à proximité de notre hôtel porte le nom de « Stroganoff » et est un véritable palace pour les amateurs de viande. La partie centrale du menu énumère « la côte de bœuf, le faux-filet » et d’autres morceaux de bœuf américain à côté du filet mignon universellement connu, dans des portions de 300 à 350 grammes. Fait remarquable, la liste de ces morceaux est en deux exemplaires : l’un pour le bœuf nourri au maïs, à environ 35 euros, et l’autre pour le bœuf nourri à l’herbe, à environ 24 euros. À ma connaissance, les carnivores belges ne disposent pas d’un tel choix…

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Maintenant que j’ai parlé de Zelenogorsk, je reviens aux souvenirs du passé avant d’ajouter quelques commentaires sur le présent orienté vers la famille qui est très évident dans cette ville.

Ma première visite à Zelenogorsk remonte à 1972, lorsque moi et d’autres universitaires Fulbright ainsi que des professeurs participant à l’échange universitaire entre les États-Unis et l’URSS avons été invités à prendre un cocktail par le consul américain dans sa datcha à Zelenogorsk. Nous savions tous que Zelenogorsk se trouvait juste à la limite des 30 km de Leningrad, la distance maximale que les étrangers pouvaient parcourir à l’époque soviétique. Le consul était un hôte généreux et ce fut une visite mémorable. C’est à cette occasion que j’ai appris un peu de l’histoire de Zelenogorsk grâce à son nom finlandais pré-soviétique, Terijoke.

Ma dernière visite à Zelenogorsk remonte à 2010, lorsque nous l’avons traversée pour nous rendre ou revenir de la ville de Primorsk, plus haut sur la côte et juste à côté de Vyborg, où ma femme et moi sommes allés rencontrer des agents immobiliers et inspecter des terrains disponibles pour la construction ou des maisons prêtes à l’emploi à utiliser comme résidences d’été. Cette aventure est décrite en détail dans Dacha Tales : Life in the Russian Hinterland, Larisa Zalesova (2020).

Zelenogorsk était alors encore dans un état délabré. La principale promenade-parc menant de la route côtière au littoral passait entre des manèges de parc d’attractions en panne.

Aujourd’hui, c’est comme si ce passé peu reluisant n’avait jamais existé. La statue de Lénine se dresse toujours au-dessus de la route côtière, mais elle est désormais entourée d’une pelouse bien entretenue. La promenade du parc est agrémentée de massifs floraux saisonniers qui apportent une touche de distinction. Les manèges pour enfants sont en parfait état de marche et ont leurs petits clients à bord. Une très belle grande roue se trouve à l’extrémité du parc. Le long du chemin, des stands vendent des épis de maïs chauds, des glaces et des hot-dogs. La plage de sable de 200 mètres de large est impeccable. Il y a plusieurs bancs biplaces en bois courbé dans le sable, qui peuvent être utilisés selon le principe du premier arrivé, premier servi. Il y a de nouveaux vestiaires en bois en demi-cercle couplés. Les balançoires et autres structures de l’aire de jeux sont fabriquées à partir de rondins bruns nus. Ces solutions innovantes et esthétiques en bois naturel s’étendent aux bancs du parc qui bordent la promenade.

J’insiste sur le fait que l’accent est mis sur la gratuité des installations adaptées aux familles avec des enfants en bas âge. Vladimir Poutine et son gouvernement parlent de « valeurs familiales ». Le parc de Zelenogorsk et ce que j’ai vu dans notre hôtel Repino montrent que ces valeurs ne sont pas seulement des paroles creuses de politiciens : elles sont mises en œuvre de manière à avoir un impact sur la conscience et le plaisir quotidien des gens.

La nature démocratique de ces stations est soulignée par le fait qu’elles sont bien desservies par les transports publics. La ligne côtière relève de l’autorité municipale de Pétersbourg et les bus qui circulent maintenant toutes les 15 minutes entre un arrêt de métro important de la ville et Zelenogorsk sont les mêmes que ceux qui circulent dans mon arrondissement de Pouchkine. Ils sont tous équipés de lecteurs de cartes de crédit pour le paiement et d’écrans vidéo indiquant les prochains arrêts de bus. En outre, ces stations sont desservies par des trains de banlieue.

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Au début, j’ai mentionné que le peintre le plus célèbre du règne de Nicolas II, Ilya Repin, avait construit ici une maison de campagne qu’il avait baptisée Penaty en référence à la mythologie romaine et à ses dieux qui protégeaient le foyer familial. La maison a été détruite pendant la Seconde Guerre mondiale, puis reconstruite et aujourd’hui aménagée avec des œuvres d’art, des meubles et des souvenirs datant des quarante années de résidence de l’artiste, de 1890 jusqu’à sa mort en 1930.

Pendant cette période, Repin a vécu ce que tant de personnes en Europe centrale ont vécu à la fin de la Seconde Guerre mondiale et ce que les Ukrainiens pourraient bien vivre à la fin de la guerre actuelle : se retrouver dans un nouveau pays avec de nouvelles frontières alors qu’ils n’ont pas bougé d’un pouce de chez eux.

Après la Révolution Octobre et l’indépendance de la Principauté de Finlande par rapport à l’Empire russe, tout le littoral jusqu’à l’actuelle Repino avait cessé d’être russe. L’artiste s’est retrouvé à Penaty, à sec et sans le sou, dans un pays étranger, et lorsqu’il est mort et a été enterré dans la propriété, il était toujours dans un pays étranger. La propriété n’est redevenue russe qu’en 1940.

Il y a un an, lorsque nous avons visité le Musée national d’art d’Helsinki, il y avait une grande exposition sur Ilya Repin, qu’ils désignaient en grosses lettres comme un artiste finlandais et en petites lettres comme un Russe.  Bien entendu, Repin n’était pas plus un peintre finlandais que Rachmaninov n’était un compositeur américain, même si de nombreux New-Yorkais affirment le contraire.

Repin n’a jamais pris la nationalité finlandaise, bien qu’il ait fait don d’un grand nombre de ses œuvres d’art à l’État finlandais et qu’il ait reçu des commandes de riches habitants pour réaliser leurs portraits, lesquels constituaient son talent particulier et distinctif.

Parmi les œuvres d’art majeures de Repin, mondialement connues, on peut citer sa représentation tragique d’Ivan le Terrible tenant dans ses bras le corps de son fils qu’il vient d’assassiner. Il y a aussi sa peinture monumentale des bateliers de la Volga. Sans oublier sa peinture à grande échelle des Cosaques de Zaporozhie, qui offre un admirable portrait psychologique des brutes féroces dont parle le romancier ukraino-russe Nikolaï Gogol dans Taras Boulba. Compte tenu de l’état d’avancement de la guerre, cette peinture en particulier est très opportune. Toutes ces peintures peuvent être admirées au Musée Russe du centre de Pétersbourg.

Ilya Repin a vécu et travaillé à l’époque où des artistes russes comme Malevitch jetaient les bases d’un nouvel art abstrait qui allait dominer le XXe siècle. Mais la culture russe doit beaucoup à Ilya Repin pour sa compréhension psychologique de ses sujets, qui comptaient parmi les chanteurs, les hommes de lettres et les hommes d’État les plus célèbres de son époque. Ce musée de banlieue permet au visiteur de comprendre l’homme et ce qui le faisait vibrer. Je le recommande vivement à tous ceux qui s’aventurent dans ce coin de pays.

Am Strand: Notizen aus einem finnischen Golfresort

Der NATO-Gipfel in Vilnius ist vorbei. Die ukrainische Gegenoffensive ist wegen Munitionsmangels und der Notwendigkeit, die Truppen nach den horrenden Verlusten neu zu formieren, ins Stocken geraten. Die russische Offensive hat noch nicht begonnen. Und so befinden wir Russland-Experten uns in der Sommerflaute, die man normalerweise im Juli erwartet, wenn die Ferienzeit in vollem Gange ist.

Wie lange diese Pause im Nachrichtengeschehen andauern wird, kann niemand sagen. Nach dem normalen Weg der Dinge steht das nächste große internationale Treffen erst vom 22. bis 24. August auf dem Programm, wenn die Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten in Johannesburg zusammenkommen. Berichten aus Südafrika zufolge wird Wladimir Putin zusammen mit seinen Amtskollegen persönlich daran teilnehmen.

Unter diesen Bedingungen der Flaute möchte ich das tun, was ich vor meiner Reise nach Russland geplant hatte: meine Reiseeindrücke von Russen während ihres Sommerurlaubs im Großraum St. Petersburg mit den Lesern teilen.

Ich habe die erste Woche meiner Reise in der Nähe der Stadt verbracht, nur 25 Kilometer nordöstlich an der Küste des Finnischen Meerbusens. Die Siedlung, in der ich wohne, heißt Repino, zu Ehren des berühmtesten russischen Künstlers des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Ilja Repin, dessen Landhaus, die Datscha, die heute ein staatliches Museum ist, nur ein paar Kilometer von meinem Hotel Repinskaya entfernt liegt. Ich werde gleich ein oder zwei Worte über ihn sagen. Doch zunächst möchte ich erklären, was dieses Hotel für mich bedeutet, indem ich einige Überlegungen zu früheren Besuchen anstelle. Dann werde ich über die heutige Kundschaft und die damit zusammenhängende Frage der “Familienwerte” in Herrn Putins Russland sprechen.

                                                                *****

Mein Aufenthalt in Repino ist das, was ich die “Rip Van Winkle”-Erfahrung nennen werde. Das letzte Mal war ich vor vielleicht 25 Jahren hier, als das Hotel, in dem ich mich jetzt einmiete, eine Art schäbiges Bordell war: Die Kundschaft bestand aus Lastwagenfahrern, die stundenweise Zimmer für sexuelle Dienstleistungen annahmen. Aber das war nichts Ungewöhnliches in den Jelzin-Jahren, als die Wirtschaft ruiniert war, als anständige Leute mittleren Alters arbeitslos waren und ihre Söhne bestenfalls als Bodyguards oder Türsteher in Bars arbeiteten, als allzu viele ihrer Töchter Callgirls waren. Es war die Zeit der ungeregelten Immobilienentwicklung, als man befürchten musste, dass die gesamte Küste unter den Reichen aufgeteilt werden würde, die drei Meter hohe Zäune um ihre Strandgrundstücke errichteten und die Öffentlichkeit auf den verbliebenen offenen Sand zurückdrängten.

Auf der anderen Seite der Küstenstraße, einen kurzen Spaziergang den Hügel hinauf in Richtung der S-Bahn-Linie, befand sich eine noch aus Sowjetzeiten stammende Einrichtung, das Sommerhaus der Kameraleute, in dem die Filmemacher der LenFilm-Studios und andere hochrangige Mitarbeiter und Schauspieler für sich und ihre Familie Zimmer mit Vollpension reservieren und einige Wochen am Meer verbringen konnten, und das zu einem sehr niedrigen Preis. Als Journalistin, die über das kulturelle Leben in St. Petersburg berichtete, bekam meine Frau dort Zimmer für sich und unsere Tochter. Ich kam an den Wochenenden vorbei. Der Ort war schäbig. Die großen Stars setzten ihre Kinder ab, für die ihre betagten Eltern als Vormund fungierten, während sie zu nobleren Urlaubszielen aufbrachen.

Das Haus der Kinematographen wurde vor mehr als einem Jahrzehnt geschlossen. Und das Hotel Repinskaya erfand sich im Einklang mit den neuen Werten und der neuen Wirtschaft der Putin-Jahre völlig neu. Das Gebäude wurde entkernt und zu dem sehr modernen, komfortablen Familienhotel der mittleren Preisklasse umgebaut, in dem wir heute wohnen. Es gibt hier viele junge Familien, d.h. Familien mit einem oder mehreren Säuglingen, Kleinkindern oder Kindern im Grundschulalter. Es gibt auch einige ältere Ehepaare, die vielleicht ihre kleinen Enkelkinder in Obhut nehmen. Und es gibt einige Paare älterer Damen, die Selbstversorger-Studios im selben Hotel mieten. Das Hotel bietet Nachmittagsunterhaltung für die Kinder an, die von Mädchen in gelben Sweatshirts mit der Aufschrift “Animation” betreut werden. Der Begriff ist unumwunden aus dem französischen Lexikon der Club-Med-Einrichtungen übernommen.

Die Zimmer im Repinskaya-Hotel kosten jetzt umgerechnet 120 Euro pro Nacht für zwei Personen inklusive Frühstück in den so genannten “Comfort Class”-Zimmern, also 30-Meter-Zimmern mit Balkon und Meerblick. Die gleiche Fläche wird zum fast gleichen Preis auch in Zweibettzimmern angeboten, die vier Personen Platz bieten, was wir im amerikanischen Jargon als Familiensuite bezeichnen würden. Diese Konfiguration war sicherlich gut geplant, um das Zielpublikum des Hotels anzusprechen. Die Zimmer für zwei Personen verfügen über einen in das Badezimmer integrierten Doppel-Whirlpool, was für junge Paare sehr praktisch ist.

Und welchen sozialen Status haben die Kunden? Achten Sie nicht auf die Kleidung, denn hier gibt es keine Starlets und alle sind ziemlich leger. Der Schlüssel liegt auf dem Parkplatz: kein einziger einfacher Lada. Die Autos scheinen meist in der Preisklasse zwischen 30.000 und 50.000 Euro zu liegen. Die Mercedes-Crossover werden jetzt von chinesischen Heelys und Havals verdrängt. Die Besitzer gehören per Definition zur mittleren Mittelschicht. Die wirklich wohlhabenden Russen haben eine eigene Datscha oder eine Wohnung an der Küste oder leben jetzt in Dubai und haben keinen Bedarf an Repino.

Es gibt viele Querverweise auf die europäische Lebensart. Der Frühstückskaffee in unserem Hotel wird von Automaten geliefert, die Espresso, Americano und Cappuccino direkt aus den gemahlenen Kaffeebohnen und der frischen Milch zubereiten, die sie auf Bestellung aufschäumen. Und was ist daran ungewöhnlich, werden Sie vielleicht sagen? Ungewöhnlich ist, dass der Kaffee die gleiche Qualität hat wie in dem Hotel in Venedig, das wir am liebsten mögen. Ein solcher Kaffee ist in Brüssel nur schwer zu finden.

Ein “Gastronom” auf der anderen Straßenseite unseres Hotels bietet italienisches Gebäck und andere Leckereien zu himmelhohen Preisen für eine Klientel von Datscha-Besitzern an, die für die Freuden von Florenz bezahlen, während sie zu Hause bleiben.

Ansonsten ist das Hotelfrühstück hier sehr typisch russisch: eine große Vielfalt, die von den unverzichtbaren Pfannkuchen (bliny) mit Marmelade und heißem Haferflocken-Kascha (Müsli) über Cocktail-Hotdogs und schwedische Fleischbällchen bis hin zu verschiedenen Kartoffel- und Reissalaten, Käsekuchen usw. sowie dem fermentierten Milchgetränk “Kefir” mit oder ohne Obst reicht, bis hin zur frischen Wassermelone aus dem tiefen russischen Süden. Das Frühstück ist traditionell die wichtigste Mahlzeit des Tages. Wenn es im Zimmerpreis inbegriffen ist, wie es hier der Fall ist, haben Sie Ihre Ausgaben für das tägliche Leben bereits erheblich gesenkt.

Das Hotel bietet einen Fahrradverleih an, und das Angebot wird rege genutzt, denn parallel zur Autobahn verlaufen Dutzende von Kilometern asphaltierte Rad- und Fußgängerwege.

Natürlich sind die meisten Urlauber wegen des Strandes hier und ein Wort dazu ist angebracht. Das Hotel Repinskaya liegt direkt am Strand, und es sind nur 200 Meter Fußweg durch feinen Sand, um das Wasser zu erreichen. Der Nachteil ist, dass dieser Strand sehr flach ist, d.h. man muss 100 Meter weit waten, um bis zu den Knien im Wasser zu sein, und 300 Meter, um bis zur Hüfte im Wasser zu sein. An einem windigen Tag, und die heutigen Tage sind windig, ist das ein langer Weg in der Kälte, wenn man mit dem Schwimmen fertig ist. Die Wassertemperatur beträgt erfrischende 18 Grad Celsius.

Allerdings gibt es nur 5 km weiter von Petersburg entfernt einen Strand in Zelenogorsk, an dem man fast vom Ufer aus schwimmen kann. Wir sind heute dorthin gefahren, und was ich auf dem Weg dorthin gesehen habe, ist eine notwendige Ergänzung zu meinen Bemerkungen über den Rip Van Winkle-Charakter dieser ganzen Erfahrung.

Es war klar, dass unsere Befürchtungen aus der Vergangenheit, das Ufer würde privatisiert und für die Allgemeinheit gesperrt werden, unberechtigt waren. Vielleicht liegt die Erklärung darin, dass das gesamte Küstengebiet Teil der föderalen Region St. Petersburg ist. Meiner Meinung nach deutet dies darauf hin, dass die Möglichkeiten für korrupte Immobiliengeschäfte gegen das öffentliche Interesse drastisch reduziert wurden, verglichen mit einer Situation, in der lokale Behörden auf niedriger Ebene, die offen für Bestechung sind, Entscheidungen über das Baurecht treffen könnten.

Was auch immer der Grund sein mag, die heutige Situation ist im europäischen Vergleich bemerkenswert. Der gesamte, sich über Dutzende von Kilometern erstreckende Sandstrand ist für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich, ohne die privaten Konzessionen für Liegestuhlvermieter, die beispielsweise in Belgien oder Italien die Küste verschandeln. Entlang der Küstenstraße gibt es zahlreiche Parkplätze, so dass die Touristen die Strände erreichen können, wo immer sie wollen. Auf der anderen Seite der Küstenstraße erstrecken sich Pinienwälder, die im Herbst ein Paradies für Sammler von Steinpilzen und anderen wertvollen Pilzen darstellen.

Damit niemand glaubt, der Petersburger Küstenstreifen am Finnischen Meerbusen sei nur etwas für Sommer- und Herbstausflüge, sei erwähnt, dass diese Orte im Vollwinter Langläufer anziehen. Dass die Strände bei Schneelage gute Loipen bieten, versteht sich von selbst. Was nicht offensichtlich ist, ist die Tatsache, dass der Golf selbst ein hervorragendes Skigebiet ist, wenn er zugefroren ist. Das Wasser des Golfs ist nur leicht salzhaltig, so dass eine Eisfläche auch in weniger strengen Wintern sehr wahrscheinlich ist. Neben den Skifahrern gibt es auch viele Eisfischer, die den Tag auf dem Golf verbringen und sich mit Wodka- oder Schnapsflaschen trösten.

An diesem Küstenstreifen gibt es nicht nur schöne Hotels, sondern auch viele attraktive Restaurants mit einer besonderen Speisekarte. An einem Sommerwochenende wie heute sind alle Tische besetzt, und es kann vorkommen, dass Sie in der Schlange warten müssen, um einen Platz zu bekommen, da keine Reservierungen angenommen werden.

Ein Beispiel für ein Themenrestaurant ist ein Lokal einige Kilometer von uns entfernt, das über miteinander verbundene Teiche verfügt, aus denen die Gäste ihren eigenen Fisch fangen, den der Koch dann zubereitet. Natürlich fangen sie keine Welse, sondern Störe und andere wertvolle Fische.

Ein anderes Restaurant in der Nähe unseres Hotels firmiert unter dem Namen “Stroganoff” und ist ein Palast für Fleischfreunde. Im Mittelteil der Speisekarte sind “Strip Loin, Rib-Eye” und andere amerikanische Rindfleischstücke neben dem allseits bekannten Filet Mignon in Portionen von 300 bis 350 Gramm aufgeführt. Bemerkenswert ist, dass die Liste dieser Teilstücke doppelt vorhanden ist: eine für mit Mais gefüttertes Rindfleisch für etwa 35 Euro und eine andere für mit Gras gefüttertes Rindfleisch für etwa 24 Euro. Soweit ich weiß, wird Fleischfreunden in Belgien keine solche Auswahl geboten…

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Nun, da ich Selenogorsk erwähnt habe, möchte ich auf die Erinnerungen an die Vergangenheit zurückkommen, bevor ich einige Bemerkungen über die familienorientierte Gegenwart dieser Stadt mache.

Mein erster Besuch in Zelenogorsk fand 1972 statt, als ich und andere Fulbright-Stipendiaten sowie Dozenten im Rahmen des akademischen Austauschs mit der UdSSR vom amerikanischen Konsul zu einem Cocktail in seine Datscha in Zelenogorsk eingeladen wurden. Wir alle wussten, dass Selenogorsk nur 30 km von Leningrad entfernt war, was zu Sowjetzeiten die maximale Entfernung für Ausländer darstellte. Der Konsul war ein großzügiger Gastgeber und es war ein denkwürdiger Besuch. Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich etwas über die Geschichte von Zelenogorsk, dessen vorsowjetischer finnischer Name Terijoke war.

Mein letzter Besuch in Selenogorsk war 2010, als wir auf dem Weg nach oder von der Stadt Primorsk, weiter oben an der Küste und in der Nähe von Wyborg, durch die Stadt fuhren, wo meine Frau und ich uns mit Immobilienmaklern trafen und Grundstücke besichtigten, die für den Bau von Häusern oder fertigen Häusern zur Nutzung als Sommerresidenzen zur Verfügung standen. Dieses ganze Abenteuer wird in Dacha Tales: Life in the Russian Hinterland (Dacha Tales: Das Leben im russischen Hinterland) von Larisa Zalesova (2020) beschrieben.

Zelenogorsk befand sich damals noch in einem baufälligen Zustand. Die Hauptpromenade, die von der Küstenstraße hinunter zur Küste führte, verlief zwischen heruntergekommenen Fahrgeschäften eines Vergnügungsparks.

Heute ist diese verdorbene Vergangenheit so, als hätte es sie nie gegeben. Die Lenin-Statue steht immer noch oberhalb der Küstenstraße, ist aber jetzt von einem gepflegten Rasen umgeben. Die Parkpromenade ist mit saisonalen Blumenbeeten geschmückt, die einen Hauch von Würde verleihen. Die Fahrgeschäfte für Kinder sind in einwandfreiem Zustand und haben ihre kleinen Kunden an Bord. Am Ende des Parks befindet sich ein sehr schönes Riesenrad. Entlang des Weges gibt es Stände, an denen Maiskolben, Eis und Hot Dogs verkauft werden. Der 200 Meter breite Sandstrand ist tadellos. Es gibt mehrere ungewöhnliche zweisitzige gebogene Holzbänke im Sand, die nach dem Motto “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst” genutzt werden können. Es gibt neue halbrunde Umkleidekabinen aus Holz, die miteinander verbunden sind. Die Schaukeln und andere Spielgeräte sind aus nackten braunen Baumstämmen gefertigt. Diese innovativen und ästhetisch ansprechenden Lösungen aus Naturholz setzen sich auch bei den Parkbänken entlang der Promenade fort.

Ich hebe hervor, dass die Betonung auf der Bereitstellung kostenloser Einrichtungen liegt, die für Familien mit kleinen Kindern geeignet sind. Wladimir Putin und seine Regierung sprechen von “Familienwerten”. Der Park in Zelenogorsk und das, was ich in unserem Hotel in Repino gesehen habe, zeigen, dass diese Werte nicht nur leere Worte von Politikern sind: Sie werden in einer Weise umgesetzt, die Auswirkungen auf das Bewusstsein der Menschen und ihr tägliches Vergnügen hat.

Der demokratische Charakter dieser Erholungsorte wird durch die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr unterstrichen. Die Küstenlinie gehört zur Stadtverwaltung von Petersburg, und die Busse, die jetzt alle 15 Minuten von einer großen U-Bahn-Haltestelle in der Stadt nach Zelenogorsk fahren, sind dieselben Busse der neuesten Generation, die auch in meinem Stadtbezirk Puschkin fahren. Sie sind alle mit Kreditkartenlesegeräten für die Bezahlung ausgestattet und verfügen über Videodisplays, auf denen die nächsten Haltestellen angezeigt und aufgerufen werden. Darüber hinaus werden diese Orte von Pendlerzügen angefahren.

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Zu Beginn erwähnte ich, dass der berühmteste Maler der Regierungszeit von Nikolaus II, Ilja Repin, hier ein Landhaus gebaut hat, das er in Anlehnung an die römische Mythologie und ihre Götter, die den Familienherd beschützen, Penaty nannte. Das Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, dann aber wieder aufgebaut und ist heute mit Kunstwerken, Möbeln und Erinnerungsstücken aus den vierzig Jahren, die der Künstler hier von 1890 bis zu seinem Tod im Jahr 1930 verbrachte, ausgestattet.

In dieser Zeit erlebte Repin, was so viele Menschen in Mitteleuropa am Ende des Zweiten Weltkriegs durchmachten und was auch die Ukrainer nach dem Ende des gegenwärtigen Krieges durchmachen könnten: Sie fanden sich in einem neuen Land mit neuen Grenzen wieder, obwohl sie sich keinen Zentimeter von ihrer Heimat entfernt hatten.

Nach der Oktoberrevolution und der Unabhängigkeit des Fürstentums Finnland vom Russischen Reich war der gesamte Küstenstreifen bis zum heutigen Repino nicht mehr russisch. Der Künstler fand sich in Penaty auf dem Trockenen und mittellos in einem fremden Land wieder, und als er starb und auf dem Grundstück begraben wurde, befand er sich immer noch in einem fremden Land. Erst 1940 wurde es wieder russisch.

Als wir vor einem Jahr das Nationale Kunstmuseum in Helsinki besuchten, gab es dort eine große Ausstellung über Ilja Repin, den sie in großen Buchstaben als finnischen Künstler und in kleinen Buchstaben als Russen bezeichneten. Natürlich war Repin genauso wenig ein finnischer Maler, wie Rachmaninow ein amerikanischer Komponist war, auch wenn viele New Yorker das anders sehen würden.

Repin nahm nie die finnische Staatsbürgerschaft an, obwohl er viele seiner Kunstwerke dem finnischen Staat stiftete und von wohlhabenden Einwohnern den Auftrag erhielt, sie zu porträtieren, was sein besonderes und herausragendes Talent war.

Zu Repins weltberühmten Hauptwerken gehört seine tragische Darstellung von Iwan dem Schrecklichen, der den Leichnam seines gerade ermordeten Sohnes in den Armen hält. Dann ist da noch sein monumentales Gemälde der Wolgaschiffsleute. Ganz zu schweigen von seinem großformatigen Gemälde der Saporoger Kosaken, das ein bewundernswertes psychologisches Porträt der von dem ukrainisch-russischen Romanautor Nikolai Gogol in Taras Bulba beschriebenen Halsabschneider darstellt. In Anbetracht der gegenwärtigen Kriegssituation ist gerade dieses Gemälde von großer Aktualität. Alle diese Gemälde können im Russischen Museum in der Petersburger Innenstadt besichtigt werden. Ilja Repin lebte und arbeitete zur gleichen Zeit, als russische Künstlerkollegen wie Malewitsch den Grundstein für eine neue, abstrakte Kunst legten, die das 20. Jahrhundert dominieren sollte. Doch für seine psychologischen Einblicke in seine Porträtierten, die zu den berühmtesten Sängern, Literaten und Staatsmännern seiner Zeit gehörten, ist die russische Kultur Repin zu großem Dank verpflichtet. Dieses Museum in der Vorstadt vermittelt dem Besucher ein heimatliches Verständnis des Mannes und dessen, was ihn bewegte. Ich kann es jedem, der sich in diese Richtung begibt, nur wärmstens empfehlen.

En la playa: notas desde un resort en el Golfo Finlandés

La Cumbre de la OTAN en Vilnius llegó y se fue. La contraofensiva ucraniana está menguando por falta de municiones y la necesidad de reconfigurar las tropas después de las horrendas pérdidas. La ofensiva rusa aún no ha comenzado. Y así, los expertos en Rusia nos encontramos en la pausa de verano que normalmente se espera en julio, cuando la temporada de vacaciones está en pleno apogeo.

Nadie puede decir cuánto durará esta pausa en los eventos noticiosos. En el curso normal de los acontecimientos, la próxima gran reunión internacional en el calendario mundial llegará solo en el período del 22 al 24 de agosto, cuando los líderes del BRICS se reunirán en Johannesburgo. Los informes de Sudáfrica nos dicen que Vladimir Putin asistirá en persona junto con sus pares.

Bajo estas condiciones de calma, propongo hacer lo que indiqué que estaba en mis planes antes de emprender este viaje a Rusia: compartir con los lectores mis impresiones de viaje de los rusos en sus vacaciones de verano en la gran región de San Petersburgo.

He estado pasando esta primera semana de mi viaje cerca de la ciudad, a solo 25 kilómetros al noreste a lo largo de las costas del Golfo de Finlandia. El asentamiento donde me alojo se llama Repino, en honor al artista más famoso de Rusia de finales del siglo 19, principios del siglo 20, Ilya Repin, cuya casa de campo, o dacha, ahora un museo estatal, está a solo un par de kilómetros de mi hotel Repinskaya. Dedicaré algunas palabras respecto a él en un momento. Pero antes quiero explicar lo que este hotel significa para mí ofreciendo algunas reflexiones sobre visitas pasadas. Luego hablaré sobre su clientela actual y toda la cuestión relacionada con los “valores familiares” en la Rusia del Sr. Putin.

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Mi estancia en Repino es lo que llamaré la experiencia ‘Rip Van Winkle’. La última vez que estuve aquí fue hace unos 25 años, cuando el mismo hotel donde ahora alquilo era una especie de casa de putas en mal estado: la clientela compuesta por camioneros tomaba habitaciones por hora para servicios sexuales. Pero eso no era nada inusual en los años de Yeltsin, cuando la economía estaba destrozada, cuando las personas decentes de mediana edad se quedaban sin trabajo y sus hijos, en el mejor de los casos, trabajaban como guardaespaldas o porteros de bar, cuando demasiadas de sus hijas eran prostitutas. Esa fue la época del desarrollo inmobiliario no regulado, cuando había buenas razones para temer que toda la costa se repartiera entre los ricos, que construirían cercas de tres metros de altura alrededor de sus propiedades frente a la playa y el público sería arreado en lo que quedaba de arena abierta.

Al otro lado de la carretera costera, después de un corto paseo cuesta arriba en dirección a la línea del tren suburbano, había una institución remanente de los días soviéticos, la Casa de Cinematógrafos de verano, donde los cineastas de los estudios LenFilm y personal de alto rango y actores podían reservar habitaciones para ellos y sus familia en régimen de pensión completa y pasar algunas semanas relajándose junto al mar a precios insignificantes. Como periodista que cubre la vida cultural de San Petersburgo, mi esposa consiguió habitaciones allí para ella y nuestra hija. Yo llegaba los fines de semana. El lugar estaba en mal estado. Las grandes estrellas dejaban a sus hijos allí para que sus ancianos padres les sirvieran como cuidadores, mientras se dirigían a destinos vacacionales más elegantes.

La Casa de Cinematógrafos cerró hace más de una década. Y el Hotel Repinskaya se reinventó por completo en concordancia con los nuevos valores y la nueva economía de los años de Putin. El edificio fue destruido y reacondicionado para convertirse en un hotel familiar muy moderno, cómodo y de mediano precio en el que vivimos hoy. Hay muchas familias jóvenes aquí, con lo que quiero decir familias con uno o varios bebés, niños pequeños o niños en edad de asistir a la escuela primaria. También hay algunas parejas de ancianos que pueden estar cuidando a sus nietos jóvenes. Y hay algunos pares de señoras mayores que alquilan estudios con cocina en el mismo hotel. El hotel ofrece entretenimiento para los niños por la tarde supervisado por chicas con sudaderas amarillas con la leyenda “Animación” impresa en ellas. El término se toma sin inhibiciones del léxico francés de los establecimientos del Club Med.

Las habitaciones en el hotel Repinskaya ahora tienen un precio equivalente en rublos de 120 euros por noche para dos personas, incluido el desayuno en lo que llaman habitaciones “clase confort”, es decir, habitaciones de 30 metros con balcones con vistas al mar. La misma superficie también se ofrece a casi el mismo precio dividida en dos habitaciones con capacidad para cuatro personas en lo que llamaríamos una suite familiar en la jerga estadounidense. Esta configuración seguramente fue bien planeada para atraer a la clientela ideal del hotel. Las habitaciones para dos tienen jacuzzis dobles integrados en el baño, una característica lujosa para parejas jóvenes.

¿Y cuál es el estatus social de los clientes?  No se presta atención a la vestimenta, porque aquí no hay estrellas y todos son bastante informales. La clave está en el estacionamiento: ni un solo y modesto Lada. Los coches parecen estar en su mayoría en el rango de precios de 30.000 a 50.000 euros. Los crossovers de Mercedes ahora están siendo superados por los chinos Heelys y Havals. Los propietarios son, por definición, de clase media media. Los rusos verdaderamente ricos tienen sus propias dachas o apartamentos en la costa, o ahora están en Dubai y no tienen necesidad del Repino.

Abundan las referencias cruzadas al modo de vida europeo. El café del desayuno en nuestro hotel es proporcionado por máquinas automáticas que hacen espresso, americano y capuchino que muelen directamente de los granos de café y la leche fresca que vierten al vapor y a pedido. ¿Y qué hay de inusual en eso, podrían comentar? Lo que es inusual es que el café es de la misma calidad que obtenemos en el hotel de Venecia que más nos gusta. Un café como este es endiabladamente difícil de encontrar en Bruselas.

Un “Gastronom” de primera calidad y precio premium al otro lado de la calle de nuestro hotel ofrece galletas italianas y otras delicias a precios altísimos para una clientela de propietarios de dachas que pagarán por los placeres de Florencia mientras se quedan en casa.

De lo contrario, los desayunos del hotel aquí son muy típicamente rusos: gran variedad, que van desde los panqueques esenciales (bliny) con mermelada y avena caliente kasha (cereal), hasta hot dogs tamaño de cóctel y albóndigas suecas, hasta una variedad de ensaladas de papa y arroz, pasteles de queso, etc., así como la bebida de leche fermentada ‘kéfir’ con o sin fruta, hasta la sandía fresca que viene del profundo sur de Rusia. Los desayunos son por tradición el alimento más abundante del día. Cuando están incluidos en la tarifa de la habitación, como es el caso aquí, ya se han reducido sustancialmente los gastos cotidianos.

El hotel ofrece alquiler de bicicletas y hay muchos entusiastas, ya que hay senderos asfaltados para bicicletas y peatones que corren por decenas de kilómetros paralelos a la carretera.

Por supuesto, la mayoría de los turistas están aquí por la playa y unas palabras al respecto son pertinentes. El hotel Repinskaya da directamente a la playa y tiene solo 200 metros a pie de arena fina para llegar a la orilla del agua. En el lado negativo, esta playa en particular es muy poco profunda, con lo que quiero decir que tienes que vadear 100 metros para que el agua esté por encima de tus rodillas y 300 metros para que el agua te llegue a la cintura. En un día con ráfagas de viento, y los días actuales lo son, eso es un largo camino en el frío cuando hayas terminado de nadar. La temperatura del agua en sí es de 18 grados centígrados.

Sin embargo, a solo 5 km en carretera más adelante de Petersburgo hay una playa en Zelenogorsk en la que se puede nadar casi desde la costa. Fuimos allí hoy y lo que vi en el camino es un complemento necesario para mis comentarios sobre la naturaleza de Rip Van Winkle de toda esta experiencia.

Lo que estaba claro es que nuestros temores del pasado lejano de que la costa sería privatizada y cerrada al público en general estaban fuera de lugar. Tal vez la explicación se encuentre en el hecho de que toda la zona costera es parte de la región federal de San Petersburgo. En mi opinión, esto sugiere que las oportunidades de transacciones inmobiliarias corruptas contra el interés público se redujeron drásticamente en comparación con una situación en la que las autoridades locales de bajo nivel abiertas a la corrupción estarían tomando decisiones de zonificación.

Cualquiera que sea la razón, la situación actual es notable a nivel europeo. Toda la costa de arena que se extiende por docenas de kilómetros está abierta al público de forma gratuita, sin ninguna de las concesiones privadas para rentar camastros que arruinan la costa en Bélgica o en Italia, por ejemplo. A lo largo de la carretera costera hay numerosas zonas de estacionamiento para que los turistas puedan acceder a las playas donde lo deseen. Asimismo, al otro lado de la carretera costera hay bosques de pinos que, en otoño, son los cotos de caza para los felices buscadores de boletus y otras preciadas setas.

Para que nadie crea que la franja costera de Petersburgo en el Golfo de Finlandia es solo para veranos y excursiones de otoño, vale la pena mencionar que en pleno invierno estas estaciones atraen a los esquiadores de fondo. Que las playas podrían ofrecer buenas pistas de esquí a medida que la nieve se acumula es evidente. Lo que no es obvio es que el Golfo en sí puede ofrecer un esquí excelente cuando se congela. El agua del Golfo es solo ligeramente salina, por lo que la gran helada es aún más probable incluso en inviernos menos severos. Además de los esquiadores, hay muchos pescadores en hielo que se aventuran en el Golfo para pasar el día, reconfortados como están por botellines de vodka o brandy.

En esta franja costera hay hoteles deseables y también hay muchos restaurantes muy atractivos que tienen menús diferentes. En un fin de semana de verano como hoy, todas las mesas están ocupadas y es posible que tenga que esperar en la fila para sentarse, ya que no se aceptan reservaciones.

Un ejemplo de los restaurantes temáticos es un comedor a varios kilómetros de nosotros que tiene estanques interconectados desde donde los comensales capturan su propio pescado para que el chef lo prepare. No hace falta decir que no están pescando bagre, sino esturión y otras presas valiosas.

Otro restaurante cerca de nuestro hotel opera bajo el nombre de “Stroganoff” y es un palacio para los carnívoros. La parte central del menú enumera “new york steak, rib-eye” y otros cortes de carne de res estadounidense junto con el universalmente conocido filet mignon en porciones de 300 a 350 gramos. Lo más notable es que la lista de estos cortes está por duplicado: uno para la carne de vacuno alimentada con maíz a alrededor de 35 euros y otro para la carne de vacuno alimentada con pasto a alrededor de 24 euros. Que yo sepa, a los carnívoros en Bélgica no se les ofrece tal opción…

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Ahora que he mencionado Zelenogorsk, vuelvo a los recuerdos del pasado antes de agregar algunos comentarios sobre el presente orientado a la familia que es muy evidente en esta ciudad.

Mi primera visita a Zelenogorsk fue en 1972 cuando yo y otros becarios Fulbright, así como profesores del intercambio académico entre Estados Unidos y la URSS, fuimos invitados a cócteles por el cónsul estadounidense a su dacha en Zelenogorsk. Todos sabíamos que Zelenogorsk estaba justo dentro del límite de 30 km de Leningrado, que era lo más lejos que los extranjeros podían viajar en los días soviéticos. El cónsul era un anfitrión generoso y aquella fue una visita memorable. En ese entonces aprendí un poco sobre la historia de Zelenogorsk de su nombre finlandés presoviético Terijoke.

Mi última visita a Zelenogorsk fue en 2010 cuando viajamos a través de él en el camino hacia o desde la ciudad de Primorsk, más arriba en la costa y justo cerca de Vyborg, donde mi esposa y yo fuimos a reunirnos con agentes inmobiliarios para inspeccionar parcelas de tierra disponibles para la construcción o casas ya construidas para su uso como residencias de verano. Toda esa aventura se describe con cierto detalle en Dacha Tales: Life in the Russian Hinterland, Larisa Zalesova (2020).

Zelenogorsk estaba entonces todavía en un estado ruinoso. El parque principal que conducía desde la carretera costera hasta la costa pasaba entre atracciones de parques de diversiones averiadas.

Hoy ese pasado arruinado es como si nunca hubiera existido. La estatua de Lenin todavía se encuentra sobre la carretera costera, pero ahora está rodeada por un césped bien cuidado. El paseo del parque está decorado con camas florales de temporada que añaden un toque de dignidad. Los juegos para niños están en perfecto estado de funcionamiento y tienen sus pequeños clientes a bordo. Hay una noria muy hermosa en el otro extremo. En el camino hay puestos que venden mazorcas de maíz, helados y hot dogs. La playa de arena de 200 metros de ancho está impecable. Hay varios bancos, no muy habituales, de dos plazas de madera curvada en la arena para usar por orden de llegada. Hay nuevos vestuarios de madera acoplados en semicírculo. Los columpios y otras estructuras del patio de recreo están hechos de troncos marrones desnudos. Estas soluciones de madera natural innovadoras y estéticamente agradables se extienden a los bancos del parque que bordean el paseo marítimo.

Insisto en que se hace hincapié en proporcionar gratuitamente instalaciones adecuadas para familias con niños pequeños. Vladimir Putin y su gobierno hablan de “valores familiares”. El parque de Zelenogorsk y lo que he visto en nuestro hotel Repino muestran que estos valores no son solo palabras vacías de los políticos: se implementan de manera que tienen un impacto en la conciencia y el placer cotidiano de las personas.

La naturaleza democrática de estos centros turísticos se ve subrayada por estar bien conectados por el transporte público. La línea costera pertenece a la autoridad municipal de Petersburgo, y los autobuses que ahora circulan cada 15 minutos desde una importante parada de metro en la ciudad hasta Zelenogorsk, son los mismos autobuses de última generación que operan en mi distrito de Pushkin. Todos están equipados con lectores de tarjetas de crédito para el pago y tienen pantallas de video que muestran y llaman a las próximas paradas de autobús. Además, estos centros turísticos son conectados por trenes suburbanos.

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Al principio, mencioné que el pintor más famoso del reinado de Nicolás II, Ilya Repin, construyó una casa de campo aquí a la que llamó Penaty con referencia a la mitología romana y sus dioses que protegen el hogar familiar. La casa fue destruida durante la Segunda Guerra Mundial, pero luego fue reconstruida y hoy está decorada con obras de arte, mobiliario y recuerdos que se remontan a los cuarenta años de residencia del artista aquí desde 1890 hasta su muerte en 1930.

Durante ese tiempo, Repin experimentó lo que tantas personas en Europa Central afrontaron al final de la Segunda Guerra Mundial y lo que los ucranianos bien pueden encarar cuando termine la guerra actual: encontrarse en un país nuevo con nuevas fronteras aunque no se hallan movido ni una pulgada de sus hogares.

Después de la Revolución de Octubre y la independencia del Principado de Finlandia del Imperio ruso, toda la franja de la costa hasta lo que hoy es Repino ya no era rusa. El artista se encontró en Penaty aislado y sin dinero en una tierra extranjera, y cuando murió y fue enterrado en la propiedad, todavía estaba en una tierra extranjera. Volvió a ser rusa de nuevo sólo en 1940.

Hace un año, cuando visitamos el Museo Nacional de Arte de Helsinki, estaban organizando una gran exposición de Ilya Repin, a quien designaron en letras grandes como artista finlandés y en letras pequeñas como ruso. Por supuesto, Repin no era más un pintor finlandés que Rakhmaninoff era un compositor estadounidense, aunque muchos neoyorquinos dirían lo contrario.

Repin nunca tomó la ciudadanía finlandesa, aunque donó muchas de sus obras de arte al Estado de Finlandia y recibió encargos de lugareños ricos para hacer sus retratos, que era su talento especial y distintivo.

Las principales obras de arte de Repin que son mundialmente famosas incluyen su trágica representación de Iván el Terrible sosteniendo en sus brazos el cuerpo de su hijo a quien acaba de asesinar. Luego está su pintura monumental de los transportistas de barcos del Volga. Por no hablar de su pintura en gran formato de los cosacos de Zaporozhie, que presenta un admirable retrato psicológico de los asesinos descritos por el novelista ucraniano-ruso Nikolai Gogol en Taras Bulba. Debido al momento en que nos encontramos en la guerra, esa pintura en particular es muy oportuna. Todas estas pinturas se pueden ver en el Museo Ruso en el centro de Petersburgo.

Ilya Repin vivió y trabajó al mismo tiempo que otros artistas rusos como Malevich estaban sentando las bases para un nuevo arte abstracto que dominaría el siglo 20. Pero por su percepción psicológica de sus modelos, que se encontraban entre los cantantes, figuras literarias y estadistas más famosos de su época, la cultura rusa tiene una gran deuda con Repin. Este museo suburbano le da al visitante una comprensión hogareña del hombre y sus motivaciones. Lo recomiendo encarecidamente a cualquiera que se aventure a pasar por acá.

On the beach: notes from a Finnish Gulf resort

NATO’s Summit in Vilnius has come and gone. The Ukrainian counter-offensive is winding down for lack of ammunition and the need to reconfigure the troops following horrendous losses.   The Russian offensive has not yet begun. And so we Russia experts find ourselves in the summer lull that you typically expect in July, when the vacation season is in full swing. 

How long this pause in news-making events will last no one can say.  In the normal course of events, the next big international gathering on the global schedule comes only in the period 22- 24 August, when the BRICS leaders assemble in Johannesburg. Reports from South Africa tell us that Vladimir Putin will attend in person together with his peers.

Under these conditions of lull, I propose to do what I indicated was in my plans before undertaking this trip to Russia: to share with readers my travel impressions of Russians on their summer holidays in the greater St Petersburg region.

I have been spending this first week of my trip close to the city, just 25 kilometers to the northeast along the shores of the Gulf of Finland. The settlement where I am staying is called Repino, in honor of Russia’s most celebrated artist of the late 19th, early 20th centuries, Ilya Repin, whose country house, or dacha, now a state museum, is just a couple of kilometers down the road from my hotel Repinskaya. I will have a word or two to say about him in a moment.  But first I want to explain what this hotel means to me by offering some reflections on past visits. Then I will speak about its present day clientele and the whole related question of “family values” in Mr. Putin’s Russia.

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My stay in Repino is what I will call the ‘Rip Van Winkle’ experience. I was last here perhaps 25 years ago, when the very hotel where I am now renting was a shabby whore house of sorts: the clientele consisting of truck drivers took rooms by the hour for sexual services. But that was nothing unusual in the Yeltsin years, when the economy was wrecked, when decent people of middle age were out of a job and their sons, at best, worked as body guards or barroom bouncers, when all too many of their daughters were call girls.  That was the time of unregulated real estate development, when there was good reason to fear that the whole coast would be divided up among the wealthy, who would build three meter high fences around their beachfront properties and the public would be herded into what remained of open sand.

On the other side of the coastal highway, a short walk up the hill in the direction of the suburban railway line, there was a hold-over institution from Soviet days, the summer House of Cinematographers, where film makers in the LenFilm studios and other high ranking staff and actors could reserve rooms for themselves and family on a full board basis and spend some weeks relaxing by the sea at negligible prices. As a journalist covering St Petersburg’s cultural life, my wife got rooms there for herself and our daughter. I dropped in on weekends. The place was shabby. The big stars dropped off their kids for whom their aged parents served as guardians, while they headed off to more classy vacation destinations.

The House of Cinematographers closed down more than a decade ago. And the Hotel Repinskaya entirely reinvented itself in line with the new values and new economy of the Putin years. The building was gutted and refitted to become the very modern, comfortable and medium priced family hotel that we are living in today.  There are many young families here, by which I mean families with one or several infants, toddlers or primary school age kids. There are also some elderly couples who may be taking their young grandchildren in charge. And there are some pairs of elderly ladies who rent self-catering studios in the same hotel. The hotel offers afternoon entertainment for the kids supervised by gals in yellow sweat shirts with “Animation” printed on them. The term is taken unapologetically from the French lexicon of Club Med establishments.

Rooms in the Repinskaya hotel are now priced at the ruble equivalent of 120 euros per night for two including breakfast in what they call their “comfort class” rooms, meaning 30 meter rooms with balconies overlooking the sea. The same surface area is also on offer at nearly the same price divided into two bed rooms that sleep four in what we would call a family suite in American jargon. This configuration surely was well planned to appeal to the hotel’s target audience. The rooms for two have double jacuzzis built into the bathroom, a lavish feature for young couples.

And what is the social status of the clients?  Do not pay attention to dress, because there are no starlets here and everyone is quite casual. The key is in the parking lot: not a single simple Lada. The cars appear to be mostly in the 30,000 – 50,000 euro price range. The Mercedes crossovers are now being muscled out by Chinese Heelys and Havals. The owners are, by definition, middle middle class.  The truly wealthy Russians have their own dachas or apartments on the coast, or are now in Dubai and have no need for Repino.

Cross references to the European way of life abound. The breakfast coffee in our hotel is provided by automatic machines making espresso, Americano and Cappuccino directly from the coffee beans they grind and the fresh milk that they steam to order. And what is unusual about that, you may comment? What is unusual is that the coffee is of the same quality as we get in the Venice hotel we like best.  Coffee like this is devilishly hard to find in Brussels.

A premium quality, premium price “Gastronom” across the road from our hotel offers Italian biscuits and other treats at sky-high prices for a clientele of dacha owners who will pay for the pleasures of Florence while staying at home.

Otherwise, the hotel breakfasts here are very typically Russian: great variety, ranging from the essential pancakes (bliny) with jam and hot oatmeal kasha (cereal), to cocktail hot dogs and Swedish meatballs, to a variety of potato and rice salads, cheese cakes and so on, as well as the fermented milk drink ‘kefir’ with or without fruit, down to the fresh watermelon coming from the deep Russian South. Breakfasts are by tradition the biggest meal of the day. When they are included in the room rate, as is the case here, you have already cut your out of pocket expenses for daily living substantially.

The hotel offers bicycle rental and there are many takers, since there are asphalted bicycle and pedestrian paths running parallel to the highway for dozens of kilometers.

Of course, most vacationers are here for the beach and a word about that is in order. The Repinskaya hotel faces the beach directly and you have just a 200 meter walk through fine sand to reach the water’s edge. On the negative side, this particular beach is very shallow, by which I mean that you have to wade out 100 meters to be in over your knees and 300 meters to be in water over your waste. On a windy day, and the days presently are windy, that is a long way out in the cold when you have finished your swim. The water temperature itself is a bracing 18 degrees Centigrade.

However, just 5 km further down the road away from Petersburg there is a beach at Zelenogorsk which is swimmable almost from the shoreline. We went there today and what I saw along the way there is a necessary complement to my remarks on the Rip Van Winkle nature of this whole experience.

What was clear is that our fears from the distant past that the shore would be privatized and closed to the general public were misplaced. Perhaps the explanation is to be found in the fact that the entire coastal zone is part of the federal St Petersburg region. To my mind this suggests that the opportunities for corrupt real estate dealings against the public interest were reduced dramatically as compared to a situation where low level local authorities open to graft would be making zoning decisions.

Whatever the reason, the situation today is remarkable on a European-wide level. The entire sand shoreline extending for dozens of kilometers is open to the public for free, without any of the private concessions for chaise-longue renters that blight the shore in Belgium or in Italy, for example. Along the coastal road there are numerous parking areas so that tourists can access the beaches wherever they wish.  Meanwhile, on the other side of the coastal road there are pine forests which, in the autumn, are the happy hunting grounds for seekers of boletes and other prized mushrooms. 

Lest anyone believe that the Petersburg’s coastal strip on the Gulf of Finland is just for summers and autumn outings it bears mention that in full winter these resorts attract cross country skiers. That the beaches might offer good ski trails as the snow accumulates is self-evident. What is not obvious is that the Gulf itself can offer terrific skiing when it freezes solid. The water of the Gulf is only slightly saline, so that the big freeze is all the more likely even in less severe winters.  Besides the skiers, there are many ice fishermen who venture out onto the Gulf to spend the day, comforted as they are by flasks of vodka or brandy.

On this coastal strip there are desirable hotels and there also are many very attractive restaurants which have distinctive menus. On a summer weekend like today, every table is taken and you may find that you have to wait in line to get seated since no reservations are accepted.

One example of the themed restaurants is an eatery several kilometers from us which has interconnected ponds in front of it from which the diners catch their own fish for the chef to prepare. Needless to say they are not fishing for catfish but for sturgeon and other prized catches.

Another restaurant just near our hotel operates under the name “Stroganoff” and is a palace for meat-eaters. The central part of the menu lists “strip loin, rib-eye”and other American beef cuts alongside the universally known filet mignon in portions of 300 to 350 grams. Most remarkably, the list of these cuts is in duplicate:  one for corn fed beef at around 35 euros and another for grass fed beef at around 24 euros. To my knowledge, carnivores in Belgium are offered no such choice…  

                                                                 *****

Now that I have mentioned Zelenogorsk, I return to souvenirs of the past before adding some comments about the family-oriented present that is very evident in this town.

My first visit to Zelenogorsk was back in 1972 when I and other Fulbright scholars as well as faculty on the US-USSR academic exchange were invited for cocktails by the American Consul to his dacha in Zelenogorsk. We all knew that Zelenogorsk was just within the 30 km limit from Leningrad which was as far as foreigners could travel in the Soviet days. The Consul was a generous host and it was a memorable visit. That was when I learned a bit about the history of Zelenogorsk from its pre-Soviet Finnish name Terijoke.

My last visit to Zelenogorsk was in 2010 when we traveled through it on the way to or from the town of Primorsk, further up the coast and just shy of Vyborg, where my wife and I went to meet realtors and inspect plots of land available for construction or ready built homes for use as summer residences. That whole adventure is described in some detail in Dacha Tales: Life in the Russian Hinterland, Larisa Zalesova (2020).

Zelenogorsk was then still in a dilapidated state. The main promenade-park leading down from the coastal highway to the shoreline passed between broken down amusement park rides.

Today that blighted past is as if it had never been. The statue of Lenin still stands above the coastal road, but is now surrounded by a well-tended lawn. The park promenade is decorated by seasonal floral beds that add a touch of dignity. The rides for children are in perfect operating order and have their little customers on board. There is a very handsome Ferris wheel at the far end. Along the way are stands selling hot corn on the cob, ice cream and hot dogs. The 200 meter wide sand beach is immaculate. There are several unusual bentwood two-seater benches in the sand for use first come, first served.  There are new coupled demi-circle wooden changing rooms.  The swings and other playground structures are made from bare brown logs. These innovative and aesthetically pleasing natural wood solutions extend to the park benches lining the promenade.

I stress that the accent is on providing free of charge facilities suitable for families with young children. Vladimir Putin and his government speak of “family values.” The park in Zelenogorsk and what I have seen in our Repino hotel show that these values are not just empty words of politicians: they are implemented in ways that have impact on people’s consciousness and daily pleasure.

The democratic nature of these resorts is underlined by their being well served by public transit. The shore line comes within the Petersburg municipal authority and the buses now running every 15 minutes from a major Metro stop in the city to Zelenogorsk are the same latest issue buses that operate in my borough of Pushkin. They are all fitted with credit card readers for payment and have video displays showing and calling out the next bus stops. In addition, these resorts are served by commuter trains.

                                                                *****

At the outset, I mentioned that the most famous painter of the reign of Nicholas II, Ilya Repin built a country house here which he named Penaty with reference to Roman mythology and their gods protecting the family hearth. The house was destroyed during WWII but then was reconstructed and today is furnished with art works, furniture and memorabilia going back to the artist’s forty years of residence here from 1890 till his death in 1930.

During that time, Repin experienced what so many people in Central Europe went through at the conclusion of WWII and what Ukrainians may well go through when the present war ends: finding themselves in a new country with new borders though they had not moved one inch from their homes.

Following the October Revolution and the independence of the Principality of Finland from the Russian Empire, the whole swathe of the coast down to what is now Repino was no longer Russian. The artist found himself in Penaty high and dry and penniless in a foreign land, and when he died and was buried on the property, he was still in a foreign land. It became Russian again only in 1940.

A year ago, when we toured the National Museum of Art in Helsinki, they were running a major exhibition of Ilya Repin, whom they designated in large letters as a Finnish artist and in small letters as a Russian.  Of course, Repin was no more a Finnish painter than Rakhmaninoff was an American composer, though many New Yorkers would say otherwise.

Repin never took Finnish citizenship, though he donated many of his art works to the State in Finland and received commissions from wealthy locals to do their portraits, which was his special and distinguishing talent.

Repin’s major art works that are world renowned include his tragic portrayal of Ivan the Terrible holding in his arms the body of his son whom he has just murdered. Then there is his monumental painting of the Volga boat haulers. Not to mention his large scale painting of the Zaporozhie Cossacks, which present you with an admirable psychological portrait of the cutthroats described by the Ukrainian-Russian novelist Nikolai Gogol in Taras Bulba. Given where we are in the war, that paining in particular is very timely. All of these paintings can be seen in the Russian Museum in downtown Petersburg.

Ilya Repin lived and worked at the same time that fellow Russian artists like Malevich were laying the foundations for a new, abstract art that would dominate the 20th century.  But for his psychological insights into his subjects, who were among the most famous singers, literary figures and statesman of his age, Russian culture owes a great debt to Repin. This suburban museum gives the visitor a homely understanding of the man and what made him tick. I heartily recommend it to anyone venturing this way.

©Gilbert Doctorow, 2023

Transcript in English, German, French and Spanish of 12 July interview with WION television (India)

Andreas Mylaeus, our translator into German, has kindly prepared Transcripts of yesterday’s interview on WION in both English and German. Our translator into French, Youri, has added to this a French text of the Transcript. And our translator into Spanish, Hugo Guido, has provided the Spanish text below.

Ukraine President’s efforts in Lithuania fail to secure NATO membership | WION

Susan Tehrani, interview with Gilbert Doctorow

June 12, 2023

Transcript (Excerpt)

Susan Tehran:

For more on this, we are now being joined by Dr. Gilbert Doctorow from St Petersburg. Doctorow is an international affairs analyst. Thank you so much for joining us on /WION and welcome back. It seems a little premature for Ukraine to ask to join NATO when it is in the middle of a war with Russia. What are your thoughts?

Gilbert Doctorow:

It is not in the middle of a war with Russia. It is close to the end of a war with Russia – a war that it is losing.

Today’s announcements by Stoltenberg and by others at the NATO meeting in Vilnius make fools of commentators at CNN or Euro News. But they shouldn’t fool your audience. The fact is, that the counter-offensive that received massive support in equipment and training from NATO countries, that Ukrainian counter-offensive has failed miserably. The latest figures that we have is that 26.000 Ukrainian soldiers and officers were killed or taken out of action on the counter-offensive against Russia in the last 30 days. They have lost hundreds of tanks. They have lost most of the advanced military equipment supplied to them by NATO countries in the preceding weeks.

Mr. Zelensky may have used his opportunity as a speaker in the NATO meeting to berate NATO for not taking him in. But the fact is, the precondition for any admittance to Nato was, that he would have had a successful counter-offensive, using the vast resources he had been given to effect. He didn’t. In fact, as of yesterday the Russians have now gone on a counter counter-offensive and they have in one day taken on one of the fronts one and a half kilometers of territory that was held by Mr. Zelensky’s forces. This despite the fact that in the preceding 30 days of Ukraine’s counter-offensive they moved a few meters here and there forward. So the result is a disastrous Ukrainian counter-offensive they started and a new offensive by the Russians and the Ukrainian manpower reserves are depleted. The West can supply all of the equipment it wishes to Ukraine, but Ukraine no longer has the manpower to use it and to wage a successful war.

In recent days we understand that the United States is giving little signals that it is going to push Ukraine into negotiations with Russia to end the war. The signals came from Jake Sullivan speaking to reporters when he accompanied Biden on his way to Europe for the meeting in Vilnius. It was an unequivocal: For the first time in months, Russia was not spoken of in hostile terms. President Putin was not reviled and cursed. They were talking in very neutral language about Russia, which is the purest, the most obvious signal that the United States is ready to negotiate. And that is the end of the whole issue.

Negotiations for as far as Russia is concerned mean one thing. Territorial boundaries are not the important issue. Ukraine becoming neutral! It is no longer not only to have no NATO alliance, but it is about its inability to maintain any foreign troops or institutions on its territory. That will be the non-negotiable Russian demand for any peace and with that NATO goes out the window.

Susan Tehran:

Yeah, well, uh, we’ll see whether NATO goes out the window or not. We’ll be watching very closely. But I just want to follow up on what you were saying. It is very interesting to read between the lines also for the one fact that we never hear NATO or the United States talk about Ukraine’s victory, moving forward. They usually talk about how even providing weapons ultimately is so Ukraine would have the upper hand in negotiations with Russia and now we hear that the United States wants to provide cluster munitions and then there is that deal with the F-16s. We’ll see where that goes. So can you talk about that? Do you think that with everything that Ukraine has it will be in a better position to negotiate with Russia not to mention the fact that Ukraine says that Russia needs to pull out all of its troops from Ukraine including Crimea?

Gilbert Doctorow:

Well, Ukraine entered into the counter-attack under massive pressure from the United States and other NATO countries to prove that their investment in Ukraine was justified. For that reason they proceeded prematurely in a counter offensive, so to speak, when they had no air cover. According to all normal military doctrine that was fated to fail. To do what they wanted to do, you have to have air cover. They didn’t have it. And to say that they’re going to get F-16s in early next year… There won’t be an Ukraine to talk about early next year, if this war continues. The Russians will continue moving until they reach the Polish border unless the Ukrainians agree to be a neutral country without NATO.

But let us turn to one other question that came up in your introduction to this interview and that was Mr. Zelensky speaking with great gratitude that the various NATO members are going to give bilateral security agreements to protect Ukraine. This is a substitute for NATO.

Let’s be clear about one thing: The United States cannot do that. The United States Congress will not approve giving security guarantees to Ukraine and without the United States giving the security a guarantee, all of the other member countries of NATO or outside of NATO in the G7 who may want to give security guarantees to Ukraine – they are worthless. It is only the American guarantee, that has any validity and the United States absolutely will not and cannot give such a guarantee.

Susan Tehran:

Mr. Doctorow, thank you so much for joining us and for your thorough insight on the situation. I look forward to speaking to you again very soon and of course we’ll be watching these developments very closely.

Gilbert Doctorow:

My pleasure. Thanks for having me.

Bemühungen des ukrainischen Präsidenten in Litauen, die NATO-Mitgliedschaft zu sichern, scheitern | WION

Susan Tehrani im Interview mit Gilbert Doctorow

12. Juni 2023

Transkript (Auszug)

Susan Tehran:

Mehr dazu erfahren wir jetzt von Dr. Gilbert Doctorow aus St. Petersburg. Doctorow ist ein Analyst für internationale Angelegenheiten. Vielen Dank, dass Sie bei uns sind, und willkommen zurück. Es scheint ein wenig verfrüht zu sein, dass die Ukraine um einen NATO-Beitritt bittet, obwohl sie sich mitten im Krieg mit Russland befindet. Was denken Sie darüber?

Gilbert Doctorow:

Sie befindet sich nicht mitten in einem Krieg mit Russland. Sie steht kurz vor dem Ende eines Krieges mit Russland – eines Krieges, der verloren ist.

Die heutigen Ankündigungen von Stoltenberg und anderen auf dem NATO-Treffen in Vilnius machen die Kommentatoren von CNN oder Euro News lächerlich. Aber sie sollten ihr Publikum nicht täuschen. Tatsache ist, dass die ukrainische Gegenoffensive, die von den NATO-Ländern massiv mit Ausrüstung und Ausbildung unterstützt wurde, kläglich gescheitert ist. Die neuesten Zahlen, die uns vorliegen, besagen, dass in den letzten 30 Tagen 26.000 ukrainische Soldaten und Offiziere bei der Gegenoffensive gegen Russland getötet oder außer Gefecht gesetzt wurden. Sie haben Hunderte von Panzern verloren. Sie haben den größten Teil der modernen militärischen Ausrüstung verloren, die ihnen die NATO-Länder in den vergangenen Wochen geliefert hatten.

Herr Zelensky mag seine Gelegenheit als Redner auf der NATO-Tagung genutzt haben, um die NATO zu beschimpfen, weil sie ihn nicht aufgenommen hat. Tatsache ist jedoch, dass die Vorbedingung für eine Aufnahme in die NATO darin bestand, dass er eine erfolgreiche Gegenoffensive mit den ihm zur Verfügung gestellten gewaltigen Mitteln durchgeführt hätte. Das hat er nicht. Tatsächlich haben die Russen seit gestern eine Gegenoffensive gestartet und an einem Tag an einer der Fronten anderthalb Kilometer des von Herrn Zelenskys Truppen gehaltenen Gebiets eingenommen. Und das, obwohl sie (die Ukrainer) in den vorangegangenen 30 Tagen der ukrainischen Gegenoffensive hier und da ein paar Meter vorgerückt sind. Das Ergebnis ist also eine katastrophale ukrainische Gegenoffensive, die sie gestartet haben, und eine neue Offensive der Russen, und die ukrainischen Personalreserven sind erschöpft. Der Westen kann der Ukraine so viel Ausrüstung liefern, wie er will, aber die Ukraine hat nicht mehr die Soldaten, um sie einzusetzen und einen erfolgreichen Krieg zu führen.

In den letzten Tagen haben wir verstanden, dass die Vereinigten Staaten kleine Signale aussenden, dass sie die Ukraine zu Verhandlungen mit Russland drängen werden, um den Krieg zu beenden. Die Signale kamen von Jake Sullivan, der Biden auf seinem Weg nach Europa zu dem Treffen in Vilnius begleitete und mit Reportern sprach. Es war ein unmissverständliches Signal: Zum ersten Mal seit Monaten wurde nicht in feindseliger Weise über Russland gesprochen. Präsident Putin wurde nicht beschimpft und verflucht. Es wurde in einer sehr neutralen Sprache über Russland gesprochen, was das reinste, das deutlichste Signal ist, dass die Vereinigten Staaten bereit sind zu verhandeln. Und das ist das Ende der ganzen Angelegenheit.

Verhandlungen bedeuten für Russland vor allem eines. Die territorialen Grenzen sind nicht die entscheidende Frage. Die Ukraine wird neutral! Sie wird nicht nur kein NATO-Bündnis eingehen, sondern sie wird auch nicht mehr in der Lage sein, irgendwelche ausländischen Truppen oder Einrichtungen auf ihrem Territorium zu unterhalten. Das wird die nicht verhandelbare russische Forderung für jeden Frieden sein, und damit ist die NATO weg vom Fenster.

Susan Tehran:

Ja, nun, wir werden sehen, ob die NATO aus dem Fenster fliegt oder nicht. Wir werden das sehr genau beobachten. Aber ich möchte an das anknüpfen, was Sie gesagt haben. Es ist sehr interessant, zwischen den Zeilen zu lesen, auch wegen der Tatsache, dass die NATO oder die Vereinigten Staaten nicht mehr über den Sieg der Ukraine sprechen, sondern nur über die Zukunft. Normalerweise sprechen sie darüber, dass die Bereitstellung von Waffen letztlich dazu dient, dass die Ukraine bei den Verhandlungen mit Russland die Oberhand behält, und jetzt hören wir, dass die Vereinigten Staaten Streumunition bereitstellen wollen, und dann ist da noch der Deal mit den F-16. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt. Können Sie darüber sprechen? Glauben Sie, dass die Ukraine mit allem, was sie hat, in einer besseren Position sein wird, um mit Russland zu verhandeln, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die Ukraine sagt, dass Russland alle seine Truppen aus der Ukraine abziehen muss, einschließlich der Krim?

Gilbert Doctorow:

Nun, die Ukraine ging unter massivem Druck der Vereinigten Staaten und anderer NATO-Länder zum Gegenangriff über, um zu beweisen, dass ihre Investitionen in die Ukraine gerechtfertigt waren. Aber heute und aus diesem Grund sind sie sozusagen voreilig in eine Gegenoffensive gegangen, da sie keine Luftdeckung hatten. Nach aller normalen Militärdoktrin war das zum Scheitern verurteilt. Um das zu tun, was sie tun wollten, muss man Luftdeckung haben. Die hatten sie nicht. Und zu sagen, dass sie Anfang nächsten Jahres F-16 bekommen werden… Anfang nächsten Jahres wird es keine Ukraine mehr geben, über die man reden kann, wenn dieser Krieg weitergeht. Die Russen werden weiter vorrücken, bis sie die polnische Grenze erreichen, es sei denn, die Ukrainer erklären sich bereit, ein neutrales Land ohne NATO zu sein.

Aber lassen Sie uns zu einer anderen Frage kommen, die in Ihrer Einführung zu diesem Interview aufkam, und zwar sprach Herr Zelensky mit großer Dankbarkeit davon, dass die verschiedenen NATO-Mitglieder bilaterale Sicherheitsabkommen zum Schutz der Ukraine schließen werden. Dies ist ein Ersatz für die NATO.

Lassen Sie uns über eines im Klaren sein: Die Vereinigten Staaten können das nicht tun. Der Kongress der Vereinigten Staaten wird der Gewährung von Sicherheitsgarantien für die Ukraine nicht zustimmen, und ohne eine Sicherheitsgarantie der Vereinigten Staaten sind alle anderen Mitgliedsländer der NATO oder außerhalb der NATO in der G7, die der Ukraine vielleicht Sicherheitsgarantien geben wollen, wertlos. Nur die amerikanische Garantie hat einen Wert, und die Vereinigten Staaten werden und können eine solche Garantie auf keinen Fall geben.

Susan Tehran:

Herr Doctorow, vielen Dank, dass Sie bei uns waren und uns einen umfassenden Einblick in die Situation gegeben haben. Ich freue mich darauf, bald wieder mit Ihnen zu sprechen, und natürlich werden wir diese Entwicklungen sehr genau verfolgen.

Gilbert Doctorow:

Es war mir ein Vergnügen. Danke, dass ich dabei sein durfte.

Les efforts du président ukrainien en Lituanie n’ont pas permis d’obtenir l’adhésion à l’OTAN | WION

Susan Tehrani, entretien avec Gilbert Doctorow

12 juin 2023

Transcription (Extrait)

Susan Tehran :

Pour en savoir plus, nous sommes rejoints par Gilbert Doctorow, de Saint-Pétersbourg. Doctorow est un analyste des affaires internationales. Merci beaucoup de nous avoir rejoints sur WION et bon retour parmi nous. Il semble un peu prématuré pour l’Ukraine de demander à rejoindre l’OTAN alors qu’elle est en pleine guerre avec la Russie. Qu’en pensez-vous ?

Gilbert Doctorow :

L’Ukraine n’est pas en pleine guerre avec la Russie. Elle est proche de la fin d’une guerre avec la Russie – une guerre qu’elle est en train de perdre.

Les annonces faites aujourd’hui par M. Stoltenberg et d’autres participants à la réunion de l’OTAN à Vilnius ridiculisent les commentateurs de CNN ou d’Euro News. Mais elles ne doivent pas tromper votre public. Le fait est que la contre-offensive ukrainienne, qui a bénéficié d’un soutien massif des pays de l’OTAN en termes d’équipement et de formation, a lamentablement échoué. Selon les derniers chiffres dont nous disposons, 26 000 soldats et officiers ukrainiens ont été tués ou mis hors de combat lors de la contre-offensive contre la Russie au cours des 30 derniers jours. Ils ont perdu des centaines de chars. Ils ont perdu la plupart des équipements militaires de pointe qui leur avaient été fournis par les pays de l’OTAN au cours des semaines précédentes.

M. Zelensky a sans doute saisi l’occasion qui lui était offerte de prendre la parole lors de la réunion de l’OTAN pour reprocher à l’OTAN de ne pas l’avoir accepté. Mais le fait est que la condition préalable à toute admission au sein de l’OTAN était qu’il mène une contre-offensive réussie, en utilisant les vastes ressources qui lui avaient été allouées à cet effet. Il ne l’a pas fait. En fait, depuis hier, les Russes ont lancé une contre-offensive et, en un jour, ils ont pris sur l’un des fronts un kilomètre et demi du territoire tenu par les forces de M. Zelensky. Et ce, malgré le fait qu’au cours des 30 jours précédents de la contre-offensive ukrainienne, elles ont avancé de quelques mètres ici et là. Le résultat est donc une contre-offensive ukrainienne désastreuse, une nouvelle offensive russe et l’épuisement des réserves de troupes ukrainiennes. L’Occident peut fournir à l’Ukraine tout l’équipement qu’il souhaite, mais l’Ukraine n’a plus la quantité d’hommes nécessaire pour l’utiliser et mener une guerre victorieuse.

Ces derniers jours, nous avons compris que les États-Unis donnaient de petits signaux indiquant qu’ils allaient pousser l’Ukraine à négocier avec la Russie pour mettre fin à la guerre. Ces signaux sont venus de Jake Sullivan, qui s’adressait aux journalistes lorsqu’il accompagnait Biden en route vers l’Europe pour la réunion de Vilnius. C’était sans équivoque : pour la première fois depuis des mois, on n’a pas parlé de la Russie en termes hostiles. Le président Poutine n’a pas été injurié et maudit. Ils ont parlé de la Russie dans un langage très neutre, ce qui est le signal le plus pur et le plus évident que les États-Unis sont prêts à négocier. Et c’est la fin de toute cette affaire.

Pour la Russie, les négociations ne signifient qu’une chose. Les frontières territoriales ne sont pas la question importante. L’Ukraine devient neutre ! Il ne s’agit plus seulement de ne pas avoir d’alliance avec l’OTAN, mais il s’agit de son inaptitude à maintenir des troupes ou des institutions étrangères sur son territoire. Telle sera l’exigence non négociable de la Russie pour toute paix, et l’OTAN passera alors à la trappe.

Susan Tehran :

Oui, eh bien, nous verrons si l’OTAN passe à la trappe ou non. Nous suivrons cela de très près. Mais je voudrais juste revenir sur ce que vous disiez. Il est très intéressant de lire entre les lignes, car nous n’entendons jamais l’OTAN ou les États-Unis parler de la victoire de l’Ukraine, d’aller de l’avant. Ils parlent généralement de la fourniture d’armes pour que l’Ukraine ait l’avantage dans les négociations avec la Russie et maintenant nous entendons que les États-Unis veulent fournir des armes à sous-munitions et qu’il y a cet accord avec les F-16. Nous verrons bien où cela nous mènera. Pouvez-vous nous en parler ? Pensez-vous qu’avec tout ce que l’Ukraine possède, elle sera en meilleure position pour négocier avec la Russie, sans parler du fait que l’Ukraine affirme que la Russie doit retirer toutes ses troupes d’Ukraine, y compris de Crimée ?

Gilbert Doctorow :

Eh bien, l’Ukraine s’est lancée dans la contre-attaque sous la pression massive des États-Unis et d’autres pays de l’OTAN qui voulaient prouver que leur investissement en Ukraine était justifié. C’est pourquoi ils ont prématurément lancé une contre-offensive, pour ainsi dire, alors qu’ils n’avaient pas de couverture aérienne. Selon toute doctrine militaire normale, cette opération était vouée à l’échec. Pour réaliser ce qu’ils voulaient faire, il faut disposer d’une couverture aérienne. Ils ne l’avaient pas. Et dire qu’ils vont recevoir des F-16 au début de l’année prochaine… Il n’y aura pas d’Ukraine dont on puisse parler au début de l’année prochaine, si cette guerre continue. Les Russes continueront à avancer jusqu’à la frontière polonaise, à moins que les Ukrainiens n’acceptent d’être un pays neutre sans l’OTAN.

Mais venons-en à une autre question qui a été soulevée dans votre introduction à cette interview, à savoir que M. Zelensky a dit avec beaucoup de gratitude que les différents membres de l’OTAN allaient conclure des accords de sécurité bilatéraux pour protéger l’Ukraine. Il s’agit d’un substitut à l’OTAN.

Soyons clairs sur une chose : les États-Unis ne peuvent pas faire cela. Le Congrès américain n’approuvera pas l’octroi de garanties de sécurité à l’Ukraine et sans les États-Unis, tous les autres pays membres de l’OTAN ou extérieurs à l’OTAN au sein du G7 qui voudraient donner des garanties de sécurité à l’Ukraine n’ont aucune valeur. Seule la garantie américaine est valable et les États-Unis ne veulent et ne peuvent absolument pas donner une telle garantie.

Susan Téhéran :

M. Doctorow, merci beaucoup de nous avoir rejoints et de nous avoir éclairés sur la situation. Je me réjouis de vous revoir très bientôt et, bien sûr, nous suivrons de très près l’évolution de la situation.

Gilbert Doctorow :

C’est un plaisir. Merci de m’avoir invité.

Los esfuerzos del presidente de Ucrania en Lituania no logran asegurar la adhesión a la OTAN | WION

Susan Tehrani, entrevista con Gilbert Doctorow

junio 12, 2023

Transcripción (extracto)

Susan Teherán:

Para más información sobre este tema, ahora nos acompaña el Dr. Gilbert Doctorow desde San Petersburgo. Doctorow es analista en asuntos internacionales. Muchas gracias por acompañarnos en /WION y bienvenidos de nuevo. Parece un poco prematuro que Ucrania pida unirse a la OTAN cuando está en medio de una guerra con Rusia. ¿Cuáles son sus reflexiones?

Gilbert Doctorow:

No está en medio de una guerra con Rusia. Está cerca del final de una guerra con Rusia, una guerra que está perdiendo.

Los anuncios de hoy de Stoltenberg y de otros en la reunión de la OTAN en Vilnius ponen en ridículo a los comentaristas de CNN o Euro News. Pero no deben engañar a su audiencia. El hecho es que la contraofensiva que recibió apoyo masivo en equipos y entrenamiento de los países de la OTAN, esa contraofensiva ucraniana ha fracasado miserablemente. Las últimas cifras que tenemos es que 26.000 soldados y oficiales ucranianos fueron asesinados o puestos fuera de combate en la contraofensiva contra Rusia en los últimos 30 días. Han perdido cientos de tanques. Han perdido la mayor parte del equipo militar avanzado que les han suministrado los países de la OTAN en las semanas anteriores.

El Sr. Zelensky puede haber aprovechado su oportunidad como orador en la reunión de la OTAN para reprender a la OTAN por no aceptarlo. Pero el hecho es que la condición previa para cualquier admisión a la OTAN era que hubiera tenido una contraofensiva exitosa, utilizando los vastos recursos que se le habían dado para llevarla a cabo. No lo logró. De hecho, a partir de ayer, los rusos han emprendido una contraofensiva y en un solo día han tomado en uno de los frentes un kilómetro y medio de territorio que estaba en manos de las fuerzas del Sr. Zelensky. Esto a pesar del hecho de que en los 30 días anteriores a la contraofensiva de Ucrania solo lograron avanzar unos metros aquí y allá. Así que el resultado es una desastrosa contraofensiva iniciada por los ucranianos y una nueva ofensiva de los rusos, y las reservas de personal militar ucranianas se agotan. Occidente puede suministrar todo el equipo que desee a Ucrania, pero Ucrania ya no tiene el personal militar para usarlo y librar una guerra exitosa.

En los últimos días entendemos que Estados Unidos está dando pequeñas señales de que va a empujar a Ucrania a negociar con Rusia para poner fin a la guerra. Las señales vinieron de Jake Sullivan hablando con los periodistas cuando acompañó a Biden en su camino a Europa para la reunión en Vilnius. Fue inequívoco: por primera vez en meses, no se habló de Rusia en términos hostiles. El presidente Putin no fue vilipendiado ni maldecido. Estaban hablando en un lenguaje muy neutral sobre Rusia, que es la señal más pura, la más obvia de que Estados Unidos está listo para negociar. Y ese es el final de todo el asunto.

Las negociaciones en lo que respecta a Rusia significan una cosa. Los límites territoriales no son la cuestión importante. ¡Ucrania se vuelve neutral! Ya no se trata sólo de no tener una alianza con la OTAN, sino de su incapacidad para mantener tropas o instituciones extranjeras en su territorio. Esa será la demanda rusa no negociable de paz y con eso la OTAN sale disparada por la ventana.

Susan Teherán:

Sí, bueno, eh, veremos si la OTAN sale por la ventana o no. Estaremos observando muy de cerca. Pero solo quiero dar seguimiento a lo que estaba diciendo. Es muy interesante leer entre líneas también por el hecho de que nunca escuchamos a la OTAN o a los Estados Unidos hablar sobre lo que seguiría después de una victoria de Ucrania. Por lo general, hablan de cómo incluso proporcionar armas en última instancia es para que Ucrania tenga la ventaja en las negociaciones con Rusia y ahora escuchamos que Estados Unidos quiere proporcionar municiones de racimo y luego está ese acuerdo con los F-16. Veremos a dónde va eso. Entonces, ¿puede comentarnos sobre eso? ¿Cree que con todo lo que Ucrania tiene estará en una mejor posición para negociar con Rusia, sin mencionar el hecho de que Ucrania dice que Rusia deberá retirar todas sus tropas de Ucrania, incluida Crimea?

Gilbert Doctorow:

Bueno, Ucrania inició el contraataque bajo una enorme presión masiva de los Estados Unidos y otros países de la OTAN para demostrar que su inversión en Ucrania estaba justificada. Por esa razón procedieron prematuramente en una contraofensiva, por así decirlo, cuando no tenían cobertura aérea. De acuerdo con toda la doctrina militar normal, estaba destinada al fracaso. Para hacer lo que querían hacer, tienen que tener cobertura aérea. No lo tenían. Y decir que van a recibir los F-16 a principios del próximo año… No habrá una Ucrania de la que hablar a principios del próximo año, si esta guerra continúa. Los rusos continuarán avanzando hasta llegar a la frontera polaca a menos que los ucranianos acepten ser un país neutral sin la OTAN.

Pero pasemos a otra pregunta que surgió en su introducción a esta entrevista y fue el Sr. Zelensky hablando con gran gratitud de que los diversos miembros de la OTAN van a ofrecer acuerdos bilaterales de seguridad para proteger a Ucrania. Estos son un sustituto de la OTAN.

Seamos claros sobre una cosa: Estados Unidos no puede hacer eso. El Congreso de los Estados Unidos no aprobará dar garantías de seguridad a Ucrania y sin que los Estados Unidos den una garantía de seguridad, todos los demás países miembros de la OTAN o fuera de la OTAN en el G7 que quieran dar garantías de seguridad a Ucrania, no valen nada. Es sólo la garantía estadounidense, la que tiene alguna validez y los Estados Unidos absolutamente no darán ni pueden dar tal garantía.

Susan Teherán:

Sr. Doctorow, muchas gracias por acompañarnos y por su conocimiento exhaustivo de la situación. Espero volver a hablar con ustedes muy pronto y, por supuesto, estaremos observando estos desarrollos muy de cerca.

Gilbert Doctorow:

Con gusto. Gracias por invitarme.

Day Two of the NATO Summit in Vilnius: interview on WION television (India)

It was quite stunning to watch the mainstream news coverage of today’s second and final day of summitry in Vilnius, when the failure to agree on a timeline for Ukraine’s possible admission to NATO was covered up by fine words about the creation of a NATO-Ukraine Council and readiness to admit Ukraine when all unspecified requirements for membership are met.  In parallel, we heard about how G7 countries are offering to provide security guaranties to Ukraine on a bilateral basis, though it was unclear whether such ‘guaranties’ mean boots on the ground, if necessary, or just continuing supplies of war materiel.

I was delighted to be offered an opportunity by India’s leading English-language global television channel WION to cut through the double-talk and highlight the reality that Ukraine is now likely to be pushed into negotiations with Russia by its sponsors in Washington just as it was pushed into the launch of its counter-offensive while lacking air cover that is essential to all such operations. See

The only consideration behind the shifting U.S. policy on Ukraine is domestic politics ahead of the next presidential race that begins in the early autumn.

Translations below into French (Youri) and Spanish (Hugo Guido)

Deuxième jour du sommet de l’OTAN à Vilnius :

interview à la télévision WION (Inde)

Il était assez stupéfiant de regarder la couverture médiatique du deuxième et dernier jour du sommet de Vilnius, lorsque l’incapacité à se mettre d’accord sur un calendrier pour l’éventuelle admission de l’Ukraine au sein de l’OTAN a été couverte par de belles paroles sur la création d’un Conseil OTAN-Ukraine et la volonté d’admettre l’Ukraine lorsque toutes les conditions non spécifiées pour l’adhésion seront remplies.  Parallèlement, nous avons appris que les pays du G7 proposaient de fournir des garanties de sécurité à l’Ukraine sur une base bilatérale, sans que l’on sache vraiment si ces « garanties » signifient des troupes sur le terrain, si nécessaire, ou simplement la poursuite de l’approvisionnement en matériel de guerre.

J’ai été ravi que la principale chaîne de télévision anglophone de l’Inde, WION, me donne l’occasion de couper court à ce double discours et de mettre en lumière la réalité : l’Ukraine est désormais susceptible d’être poussée à négocier avec la Russie par ses sponsors à Washington, tout comme elle a été poussée à lancer sa contre-offensive alors qu’elle ne disposait pas de la couverture aérienne essentielle à toutes les opérations de ce type. Voir

La seule considération qui se cache derrière le changement de politique des États-Unis à l’égard de l’Ukraine est la politique intérieure avant la prochaine course à la présidence qui commencera au début de l’automne.

Día dos de la Cumbre de la OTAN en Vilnius: entrevista en WION television India

Fue bastante sorprendente ver la cobertura de los principales noticieros del segundo y último día de la cumbre en Vilnius, cuando el fracaso en acordar un cronograma para la posible admisión de Ucrania en OTAN fue cubierto con bellas palabras sobre la creación de un Consejo OTAN-Ucrania y la disposición a admitir a Ucrania cuando se cumplan todos los requisitos no especificados para su membresía. Paralelamente, escuchamos sobre cómo los países del G7 están ofreciendo proporcionar garantías de seguridad a Ucrania sobre una base bilateral, aunque no estaba claro si tales “garantías” significan botas sobre el terreno, en caso necesario, o simplemente suministros continuos de material de guerra.

Me encantó que el principal canal de televisión global en inglés de la India, WION, me ofreciera la oportunidad de desenmascarar el doble discurso y resaltar la realidad de que ahora es probable que Ucrania sea empujada a negociaciones con Rusia por sus patrocinadores en Washington justo cuando fue forzada al lanzamiento de su contraofensiva mientras carecía de cobertura aérea que es esencial para todas esas operaciones.

La única consideración detrás de la cambiante política de Estados Unidos sobre Ucrania es la política interna antes de la próxima carrera presidencial que comienza a principios de otoño.

Translations of “Putin, Prigozhin and the management principle ‘work with the hand you are dealt'”

Translations below into French (Youri) and German (Andreas Mylaeus) and Spanish (Hugo Guido)

Poutine, Prigojine et le principe de gestion :

« Travailler avec ce que l’on a sous la main »

Ces derniers jours, on a beaucoup parlé de la révélation selon laquelle, le 29 juin, moins d’une semaine après la mutinerie armée du groupe Wagner, Vladimir Poutine a reçu au Kremlin Evgueni Prigojine et 35 de ses hauts commandants militaires pour trois heures d’entretien.

Comment cela est-il possible ? Quel en est le sens ? Pourquoi Poutine s’entretient-il avec celui qu’il dénonçait quelques jours auparavant comme un traître ?

Tous ceux qui posent ces questions n’ont pas prêté attention au bilan de Vladimir Poutine en matière de « gestion du personnel » au cours des vingt-trois dernières années. Tout cela suit le principe que l’on retrouve dans de nombreuses grandes institutions, tant privées que publiques : travailler avec les moyens du bord, en considérant que la plupart de ceux qui sont sous vos ordres sont bons à quelque chose. C’est le principe de fonctionnement que j’ai vu autour de moi pendant les quatre années où j’ai travaillé pour United Parcel Service. C’est certainement le principe qui prévaut dans les forces armées des États-Unis.

Lorsqu’il est arrivé au pouvoir en 2000, Poutine a eu affaire à un important contingent d’oligarques rapaces qu’il a apprivoisés, notamment en brisant les ambitions politiques présomptueuses de Mikhaïl Khodorkovski et en envoyant le trublion faire un long séjour derrière les barreaux. Une fois domptés, les barons voleurs se sont tenus à l’écart de la politique et ont consacré leur temps à développer les vastes pans de l’économie qu’ils avaient fini par contrôler, tout en s’octroyant des profits indécents.

En 2000, Poutine a également hérité de fonctionnaires libéraux dont la loyauté envers lui-même et envers le pays était douteuse. Génies de l’organisation ou de la gestion financière, ils avaient souvent des penchants pour le vol. On pense notamment à Anatoly Chubais. Il avait dirigé la campagne de réélection de Boris Eltsine en 1996, qui l’avait emporté en recourant à tous les moyens possibles et imaginables. Il a ensuite dirigé plusieurs entreprises d’État, notamment dans le domaine des nanotechnologies, qu’il a volées à pleines mains. Mais on pourrait dire la même chose d’Alexeï Koudrine, qui a longtemps occupé le poste de ministre des finances de la Russie et a été nommé meilleur ministre des finances pendant plusieurs années par ses pairs d’Europe de l’Ouest. Koudrine est également le dirigeant politique le plus visible à avoir pris la parole lors des manifestations de rue Bolotnoïe contre le Kremlin en 2011, qui ont permis à Alexeï Navalny, qui déteste Poutine, de se faire connaître.

Chubais et Koudrine sont aujourd’hui en exil à l’étranger, tout comme de nombreux libéraux de moindre importance qui ont servi le gouvernement russe ou les entreprises d’État jusqu’au début de l’opération militaire spéciale.  Et une accusation de loyauté douteuse pourrait même être portée contre German Gref, qui a supervisé ces dernières années la transformation totale de la plus grande banque russe, Sber, en une institution orientée vers le client, hautement efficace et technologiquement avancée. Gref reste à son poste, même s’il a perdu quelques plumes en termes de temps d’antenne à la télévision d’État. Dans sa décision de poursuivre son mandat, il pourrait être associé au gouverneur de la Banque centrale, Elvira Nabioullina, qui est également une fervente défenderesse de l’économie libérale axée sur le marché, à un moment où la Russie a dû renforcer le contrôle central pour mettre le pays sur le pied de guerre.

Aucun de ces acteurs politiques et économiques très compétents, bien qu’équivoques, n’a été mis à l’écart pendant les années Poutine. Ils ont été autorisés à semer la discorde et/ou à voler à petites doses tout en apportant beaucoup de « jus » au cocktail de la réussite économique de la Russie pendant les années Poutine.

Il y a aussi de nombreux membres éminents de l’establishment politique russe qui étaient profondément défaillants d’une manière ou d’une autre, mais qui ont été maintenus et, si cela se justifie, promus à des responsabilités de plus en plus importantes. Valentina Matvienko, présidente du Conseil de la Fédération, la chambre haute de la législature bicamérale russe, en est un excellent exemple. On la voit souvent à la télévision russe dans l’exercice de ses fonctions publiques de toutes sortes. Hier, elle était à Pékin où elle a été reçue par le président chinois Xi Jinping. Selon le classement officiel, Matvienko est la deuxième personnalité politique la plus importante dans la hiérarchie de l’État russe, après M. Poutine.

Mais d’où provient Matvienko ?

Lorsque je vivais et travaillais à Saint-Pétersbourg en 1994 et plus tard, nous avons beaucoup vu Matvienko. Elle était connue pour être une ivrogne qui apparaissait parfois en public « sous influence » et son fils était largement connu pour ses pratiques corrompues, faisant fortune dans des opérations immobilières spéculatives rendues possibles par la position de sa mère. Je me souviens avoir vu des dénonciations de la mère et du fils sur des bancs publics à Pétersbourg.

Après le retrait de sa candidature à la réélection au poste de maire de la ville et son remplacement par un candidat relativement inconnu et favorisé par le Kremlin, un certain Yakovlev, elle est retournée à Moscou. Là, elle s’est assagie et on lui a donné une nouvelle chance de réussir, ce qu’elle a fait avec panache.

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Il y a quelques semaines, dans mon premier commentaire sur la rébellion du groupe Wagner, je faisais remarquer qu’au cours des siècles, l’histoire russe a connu un certain nombre de rébellions qui ressemblaient davantage à l’affaire Wagner que la « révolution » de février 1917 évoquée par Vladimir Poutine lorsqu’il s’est exprimé pour la première fois à la télévision suite au rétablissement de l’ordre. Parmi ces épisodes antérieurs figure la trahison commise en 1708-09 par l’hetman des cosaques de Zaporozhie, Ivan Mazepa, qui avait été l’homme de terrain de Pierre le Grand dans ce qui est aujourd’hui une partie de l’Ukraine, mais qui s’est retourné contre le tsar et a rejoint les forces du roi suédois Charles XII qui était alors engagé dans une lutte à mort avec la Russie. Comme Prigojine, Mazepa était l’une des personnes les plus riches du pays, avec de vastes propriétés foncières, et comme Prigojine, il s’est rebellé lorsqu’il a compris que les nouvelles réformes militaires introduites par Pierre le priveraient d’une grande partie de son pouvoir en tant que flibustier. Mazepa est un rare exemple où la confiance de Pierre le Grand envers ses subordonnés était mal placée. Par ailleurs, tout au long de son règne, Pierre a élevé à des postes de responsabilité de nombreux hommes ambitieux d’origine très modeste. Certains étaient des canailles qui abusaient de leur pouvoir, d’autres moins, mais presque tous ont mis leur intelligence et leurs talents supérieurs au service de la grandeur de la Russie.

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Nous avons très peu entendu parler de ce que Vladimir Poutine a pu discuter avec les chefs du groupe Wagner lors de leur réunion au Kremlin. Selon son secrétaire de presse, Peskov, ces commandants ont tous prêté serment d’allégeance à l’État et à M. Poutine, et ce dernier a fixé les règles de base de leur retour au combat actif dans le cadre de l’opération militaire spéciale.

Nous devrions en savoir plus dans les semaines à venir.

Putin, Prigoschin und das Managementprinzip: “Man muss mit den Steinen mauern, die man hat”

In den letzten Tagen wurde viel über die Enthüllung gesprochen, dass Wladimir Putin am 29. Juni, weniger als eine Woche nach der bewaffneten Meuterei der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin und 35 seiner hochrangigen Militärkommandeure zu einem dreistündigen Gespräch im Kreml empfangen hat.

Wie kann das sein? Welchen Sinn hat das? Warum sollte Putin mit dem Mann sprechen, den er wenige Tage zuvor noch als Verräter bezeichnet hatte?

Wer sich diese Fragen stellt, hat in den letzten dreiundzwanzig Jahren nicht viel von Wladimir Putins “Menschenführung” mitbekommen. Alles folgt dem Prinzip, das in vielen großen Institutionen, sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Dienst, praktiziert wird: Man mauert mit den Steinen, das man hat, und geht davon aus, dass die meisten Menschen, die für einen arbeiten, für etwas gut sind. Dieses Arbeitsprinzip habe ich während meiner vierjährigen Tätigkeit bei United Parcel Service um mich herum erlebt. Es ist sicherlich auch das vorherrschende Prinzip in den Streitkräften der Vereinigten Staaten.

Als Putin im Jahr 2000 an die Macht kam, hatte er ein großes Kontingent raffgieriger Oligarchen vor sich, die er zähmte, insbesondere indem er Michail Chodorkowskis anmaßende politische Ambitionen unterbrach und den Unruhestifter zu einem langen Aufenthalt hinter Gittern schickte. Nach ihrer Zähmung hielten sich die Raubritter aus der Politik heraus und verbrachten ihre Zeit damit, die von ihnen kontrollierten Wirtschaftsbereiche weiterzuentwickeln, auch wenn sie dabei ungebührliche Gewinne für sich selbst abschöpften.

Damals, im Jahr 2000, erbte Putin auch liberale Funktionäre von zweifelhafter Loyalität ihm gegenüber und gegenüber dem Land. Sie waren Genies in organisatorischen Fragen oder in der Finanzverwaltung, hatten aber oft diebische Neigungen. Ich denke dabei an Anatoli Tschubais. Er hatte die Kampagne zur Wiederwahl Boris Jelzins 1996 geleitet, die mit allen fairen und unfairen Mitteln gewonnen wurde. Später leitete er mehrere Staatsunternehmen, insbesondere im Bereich der Nanotechnologie, von wo er mit beiden Händen stahl. Aber die gleiche Untreue könnte man auch von Alexander Kudrin behaupten, der lange Zeit als russischer Finanzminister diente und von seinen westeuropäischen Kollegen über mehrere Jahre hinweg zum besten Finanzminister gewählt wurde. Kudrin war auch der sichtbarste politische Führer, der auf den kremlfeindlichen Straßendemonstrationen von Bolotnoje im Jahr 2011 sprach, die den Putin-Hasser Alexej Nawalny bekannt gemacht haben.

Sowohl Tschubais als auch Kudrin befinden sich jetzt im selbstgewählten Exil im Ausland, ebenso wie viele niedrigrangigere Liberale, die bis zum Beginn der militärischen Sonderoperation in der russischen Regierung oder in staatlichen Unternehmen tätig waren. Und eine Anklage wegen zweifelhafter Loyalität könnte sogar gegen German Gref erhoben werden, der in den letzten Jahren die vollständige Umwandlung der größten russischen Bank, Sber, in ein kundenorientiertes, hocheffizientes und technologisch fortschrittliches Institut beaufsichtigt hat. Gref bleibt auf seinem Posten, obwohl er einige Federn verloren hat, was die Sendezeit im staatlichen Fernsehen angeht. Bei seiner Entscheidung, weiterzumachen, könnte er sich mit der Gouverneurin der Zentralbank, Elvira Nabiullina, zusammentun, die ebenfalls eine entschiedene Verfechterin der liberalen, marktorientierten Wirtschaft ist, und das in einer Zeit, in der Russland die zentrale Kontrolle weiter ausbauen musste, um das Land für den Krieg fit zu machen.

Keiner dieser sehr fähigen, wenn auch zweifelhaften politischen und wirtschaftlichen Akteure der Putin-Jahre wurde ausgequetscht. Es wurde ihnen erlaubt, in kleinen Dosen Zwietracht zu säen und/oder zu stehlen, während sie eine Menge “Saft” zum Cocktail des wirtschaftlichen Erfolgs Russlands während der Putin-Jahre beitrugen.

Darüber hinaus gibt es viele prominente Mitglieder des russischen politischen Establishments, die auf die eine oder andere Weise schwerwiegende Mängel aufwiesen, die jedoch beibehalten und, soweit es gerechtfertigt war, zu immer größeren Verantwortlichsbereichen befördert wurden. Die Sprecherin des Föderationsrates, des Oberhauses der russischen Zweikammer-Legislative, Walentina Matwijenko, ist ein Paradebeispiel dafür. Man sieht sie oft im russischen Fernsehen, wenn sie ihre öffentlichen Funktionen wahrnimmt. Gestern war sie in Peking, wo sie vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu Gesprächen empfangen wurde. In der offiziellen Rangfolge ist Matwijenko nach Putin die zweitwichtigste politische Figur in der russischen Staatshierarchie.

Aber woher kommt Matwijenko?

Als ich 1994 und später in St. Petersburg lebte und arbeitete, sahen wir viel von Matwijenko. Sie war eine bekannte Trinkerin, die gelegentlich “unter Einfluss” in der Öffentlichkeit auftrat, und ihr Sohn war weithin für seine korrupten Praktiken bekannt, mit denen er ein Vermögen mit spekulativen Immobiliengeschäften machte, die durch die Position seiner Mutter ermöglicht wurden. Ich erinnere mich, dass Mutter und Sohn auf Parkbänken in Petersburg angeprangert wurden.

Nachdem ihre Kandidatur zur Wiederwahl als Bürgermeisterin der Stadt zurückgezogen und sie durch einen relativ unbekannten, vom Kreml favorisierten Kandidaten, einen gewissen Jakowlew, ersetzt worden war, kehrte sie nach Moskau zurück. Dort wurde sie ausgenüchtert und erhielt eine neue Chance auf Erfolg, die sie mit Elan wahrgenommen hat.

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Vor einigen Wochen habe ich in meinem ersten Kommentar zur Rebellion der Wagner-Gruppe darauf hingewiesen, dass es in der russischen Geschichte im Laufe der Jahrhunderte eine Reihe von Rebellionen gegeben hat, die der Wagner-Affäre ähnlicher waren als die “Revolution” vom Februar 1917, die Wladimir Putin in seiner ersten Fernsehansprache nach der Wiederherstellung der Ordnung beschworen hat. Eine dieser früheren Episoden war der Verrat, den der Hetman der Saporoger Kosaken, Iwan Mazepa, 1708-09 beging. Er war der Mann Peters des Großen vor Ort im Gebiet der heutigen Ukraine, wandte sich aber gegen den Zaren und schloss sich den Truppen des schwedischen Königs Karl XII. an, der sich damals in einem Kampf auf Leben und Tod mit Russland befand. Wie Prigoschin gehörte Mazepa zu den reichsten Menschen des Landes mit großem Grundbesitz, und wie Prigoschin rebellierte er, als er erkannte, dass die neuen Militärreformen, die Peter einführte, ihm als Freibeuter viel von seiner Macht nehmen würden. Mazepa war ein seltenes Beispiel dafür, dass sich Peter der Große in seinem Vertrauen in seine Untergebenen getäuscht hat. Ansonsten beförderte Peter im Laufe seiner Herrschaft viele ehrgeizige Männer aus sehr bescheidenen Verhältnissen in hohe und verantwortungsvolle Positionen. Einige waren Schurken, die ihre Macht missbrauchten, andere weniger, aber fast alle trugen mit ihrer überragenden Intelligenz und ihren Talenten zur Größe Russlands bei.

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Wir haben sehr wenig darüber gehört, was Wladimir Putin mit den Führern der Wagner-Gruppe bei ihrem Treffen im Kreml besprochen haben könnte. Seinem Pressesprecher Peskow zufolge haben diese Kommandeure alle dem Staat und Putin die Treue geschworen, und er hat Grundregeln für ihre Rückkehr in den aktiven Kampf im Rahmen der militärischen Sonderoperation festgelegt.

In den kommenden Wochen werden wir wohl mehr erfahren.

Putin, Prigozhin y el principio de gestión: trabaja con la mano que te reparten

Se ha hablado mucho en los últimos días sobre la revelación de que el 29 de junio, menos de una semana después del motín armado del Grupo Wagner, Vladimir Putin recibió a Yevgeny Prigozhin y 35 de sus altos comandantes militares en el Kremlin durante tres horas de conversaciones.

¿Cómo puede ser esto? ¿Qué sentido tiene? ¿Por qué Putin hablaría con el hombre que había denunciado unos días antes como un traidor?

Cualquiera que plantee estas preguntas no ha estado prestando mucha atención al historial de “gestión de personas” de Vladimir Putin en los últimos veintitrés años. Todo sigue el principio que encuentras practicado en muchas instituciones grandes, tanto privadas como públicas: trabaja con la mano que te han dado, considerando que casi todos los que están debajo de ti son buenos para algo. Este es el principio operativo que vi a mi alrededor durante mis cuatro años trabajando para United Parcel Service. Seguramente es el principio dominante en las fuerzas armadas de los Estados Unidos.

Cuando llegó al poder en 2000, Putin recibió un gran contingente de oligarcas rapaces a quienes domesticó, especialmente rompiendo la espalda de las presuntuosas ambiciones políticas de Mikhail Khodorkovsky y enviando al alborotador a una larga estancia tras las rejas. Una vez domesticados, los barones ladrones se mantuvieron alejados de la política y pasaron su tiempo desarrollando las amplias franjas de la economía que habían llegado a controlar, incluso si se llevaban ganancias indecorosas.

En el año 2000, Putin también heredó funcionarios liberales de dudosa lealtad a sí mismos y al país. Genios en materia organizativa o de gestión financiera, a menudo tenían inclinaciones a robar. Anatoly Chubais viene a la mente. Había dirigido la campaña de reelección de Boris Yeltsin en 1996, que logró la victoria por todos los medios justos y tramposos. Luego pasó a dirigir varias empresas estatales, en particular, a cargo de las nanotecnologías, de las que robó a manos llenas. Pero la misma deslealtad podría decirse de Alexander Kudrin, quien durante mucho tiempo se desempeñó como ministro de Finanzas de Rusia y fue nombrado el mejor ministro de finanzas durante una sucesión de años por parte de sus pares de Europa occidental. Kudrin también fue el líder político más visible que habló en las manifestaciones callejeras de Bolotnoye en 2011 contra el Kremlin, que llevaron a la fama a Alexei Navalny, quien odia a Putin.

Tanto Chubais como Kudrin están ahora en un exilio autoimpuesto en el extranjero, junto con muchos liberales de menor rango que sirvieron en el gobierno ruso o en empresas estatales hasta el inicio de la Operación Militar Especial. Y una acusación por dudosa lealtad podría incluso ser presentada contra German Gref, quien en los últimos años ha supervisado la transformación total del banco más grande de Rusia, Sber, en una institución orientada al cliente, altamente eficiente y tecnológicamente avanzada. Gref permanece en su puesto, aunque ha perdido algunas plumas en términos de tiempo de emisión en la televisión estatal. En su decisión de servir, puede ser emparejado con la gobernadora del Banco Central, Elvira Nabiullina, quien también es una firme defensora de la economía liberal impulsada por el mercado en un momento en que Rusia ha tenido que tomar un mayor control central para poner al país en pie de guerra.

Ninguno de estos actores políticos y económicos muy capaces, aunque equívocos, durante los años de Putin ha sido exprimido hasta secarlo. Se les permitió difundir la disensión y / o robar en pequeñas dosis mientras aportaban mucho “jugo” al cóctel del éxito económico de Rusia durante los años de Putin.

Luego hay muchos miembros prominentes del establishment político ruso que fueron profundamente inconvenientes de una manera u otra, pero fueron retenidos y, según se justificó, promovidos a responsabilidades cada vez mayores. Aquí, la presidenta del Consejo de la Federación, la cámara alta de la legislatura bicameral de Rusia, Valentina Matviyenko es un buen ejemplo. Se la ve mucho en la televisión rusa mientras realiza funciones públicas de todo tipo. Ayer estuvo en Beijing, donde fue recibida para entablar conversaciones con el presidente chino, Xi Jinping. En el ranking oficial, Matviyenko es la segunda figura política más importante en la jerarquía estatal rusa después de Putin.

Pero, ¿de dónde vino Matviyenko?

Cuando yo vivía y trabajaba en San Petersburgo en 1994 y posteriormente, vimos mucho a Matviyenko. Ella era una borracha conocida que ocasionalmente aparecía en público “bajo la influencia” y su hijo era ampliamente conocido por sus prácticas corruptas haciendo una fortuna en negocios inmobiliarios especulativos que fueron facilitados por la posición de su madre. Recuerdo haber visto denuncias de madre e hijo pegadas en los bancos del parque en Petersburgo.

Después de que su candidatura para la reelección como alcaldesa de la ciudad fue retirada y fue reemplazada por un candidato relativamente desconocido favorecido por el Kremlin, un tal Yakovlev, ella regresó a Moscú. Allí recobró la sobriedad y se le dio una nueva oportunidad para tener éxito, lo que ha hecho con ímpetu.

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Hace un par de semanas, en mi primer comentario sobre la rebelión del Grupo Wagner, comenté que a lo largo de los siglos la historia rusa ha tenido una serie de rebeliones que fueron más similares al asunto Wagner que la “revolución” de febrero de 1917 que Vladimir Putin evocó cuando habló por primera vez en televisión después de la restauración del orden. Entre estos episodios anteriores estaba la traición cometida en 1708-09 por el hetman de los cosacos de Zaporozhie, Ivan Mazepa, quien había sido el hombre de Pedro el Grande sobre el terreno en lo que ahora es parte de Ucrania, pero que se volvió contra el zar y se unió a las fuerzas del rey sueco Carlos XII, que entonces estaba involucrado en una lucha de vida o muerte contra Rusia. Al igual que Prigozhin, Mazepa era una de las personas más ricas del país con extensas propiedades de tierra, y al igual que Prigozhin se rebeló cuando comprendió que las nuevas reformas militares introducidas por Pedro lo despojarían de gran parte de su poder como filibustero. Mazepa fue un caso raro en que la confianza de Pedro el Grande en sus subordinados estuvo errada. Por lo demás, en el transcurso de su reinado, Pedro elevó a posiciones superiores y de mayor responsabilidad a muchos hombres ambiciosos de orígenes muy modestos. Algunos eran sinvergüenzas que abusaron de su poder, otros no tanto, pero casi todos contribuyeron con su inteligencia y talentos superiores a la causa de la grandeza de Rusia.

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Hemos escuchado muy poco sobre lo que Vladimir Putin pudo haber discutido con los líderes del Grupo Wagner en su reunión en el Kremlin. Según su secretario de prensa Peskov, todos estos comandantes juraron lealtad al Estado y a Putin y él estableció reglas básicas para su regreso a la lucha activa en la Operación Militar Especial.

Podemos esperar conocer más en las próximas semanas.

Putin, Prigozhin and the management principle: “work with the hand you are dealt”

There has been a lot of talk these past couple of days about the revelation that on 29 June, less than a week after the Wagner Group’s armed mutiny, Vladimir Putin received Yevgeny Prigozhin and 35 of his senior military commanders in the Kremlin for three hours of talks.

How can this be? What is the sense of it? Why would Putin talk to the man he had denounced a few days before as a traitor?

Anyone posing these questions has not been paying much attention to Vladimir Putin’s “people management” record these past twenty-three years.  It all follows the principle that you find practiced in many large institutions, both private and public: work with the hand you have been dealt, considering that most everyone under you is good for something. This is the operating principle I saw around me during my four years working for United Parcel Service. It surely is the ruling principle in the United States armed forces.

When he came to power in 2000, Putin was dealt a large contingent of rapacious oligarchs whom he tamed, especially by breaking the back of Mikhail Khodorkovsky’s presumptuous political ambitions and sending the troublemaker to a long stay behind bars. Once tamed, the robber barons stayed clear of politics and spent their time developing the broad swathes of the economy that they had come to control, even if they skimmed off unseemly profits for themselves.

Back in the year 2000, Putin also inherited Liberal functionaries of doubtful loyalty to himself and to the country. Geniuses in organizational matters or financial management, they often had thieving proclivities. Anatoly Chubais comes to mind. He had run Boris Yeltsin’s reelection campaign in 1996 which achieved victory by all means fair and foul. He went on to head several state enterprises, in particular, in charge of nano technologies, from which he stole with both hands. But the same disloyalty could be said of Alexander Kudrin, who long served as Russia’s Finance Minister and was named the best finance minister over a succession of years by his West European peers.  Kudrin was also the single most visible political leader who spoke at the Bolotnoye anti-Kremlin street demonstrations in 2011 which brought Putin-hater Alexei Navalny to prominence.

Both Chubais and Kudrin are now in self-imposed exile abroad, together with many smaller ranking Liberals who served in the Russian government or state enterprises until the start of the Special Military Operation.  And a charge of doubtful loyalty could even be brought against German Gref, who has in recent years overseen the total transformation of Russia’s largest bank, Sber, into a customer oriented, highly efficient and technologically advanced institution.  Gref remains at his post, though he has lost some feathers in terms of air time on State television. In his decision to serve on, he may be paired with the Central Bank Governor, Elvira Nabiullina, who also is a strong defender of the Liberal, market driven economy at a time when Russia has had to take further central control to put the country on a war footing.

None of these very capable if equivocal political and economic actors during the Putin years has been squeezed dry. They were allowed to spread dissension and/or to steal in small doses while they contributed a lot of “juice” to the cocktail of Russia’s economic success during the Putin years.

Then there are many prominent members of the Russian political Establishment who were deeply flawed in one way or another but were retained and, as justified, promoted to ever greater responsibilities.  Here, speaker of the Federation Council, the upper chamber of Russia’s bicameral legislature, Valentina Matviyenko is a prime example.  You see a lot of her on Russian television as she  performs her public functions of all kinds. Yesterday she was in Beijing where she was received for talks by Chinese President Xi Jinping. In official ranking, Matviyenko is the second most important political figure in the Russian state hierarchy after Putin.

But where did Matviyenko come from?

When I was living and working in St Petersburg in 1994 and later, we saw a lot of Matviyenko. She was a known drunkard who occasionally appeared in public ‘under the influence’ and her son was widely known for his corrupt practices making a fortune in speculative real estate deals that were enabled by his mother’s position. I recall seeing denunciations of mother and son on park benches in Petersburg.

After her candidacy for reelection as mayor of the city was withdrawn and she was replaced by a relatively unknown candidate favored by the Kremlin, a certain Yakovlev, she returned to Moscow. There she sobered up and was given a new chance to succeed, which she has done with élan.

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A couple of weeks ago, in my first commentary on the Wagner Group rebellion, I remarked that over the centuries Russian history has had a number of rebellions that were more similar to the Wagner affair than the February 1917 “revolution” that Vladimir Putin evoked when he first spoke on television following restoration of order.  Among these previous episodes was the treason committed in 1708-09 by the hetman of the Zaporozhie Cossacks, Ivan Mazepa, who had been the Peter the Great’s man on the ground in what is now part of Ukraine, but who turned against the tsar and joined the forces of the Swedish King Charles XII who was then engaged in a life or death struggle with Russia.  Like Prigozhin, Mazepa was one of the wealthiest people in the land with extensive land holdings, and like Prigozhin he rebelled when he understood that the new military reforms being introduced by Peter would strip him of much of his power as a freebooter. Mazepa was a rare instance when Peter the Great’s trust in his subordinates was misplaced.  Otherwise, over the course of his reign, Peter raised to high and responsible positions many ambitious men of very modest backgrounds. Some were scoundrels who abused their power, others less so, but nearly all contributed their superior intelligence and talents to the cause of Russia’s greatness.   

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We have heard very little about what Vladimir Putin may have discussed with the leaders of the Wagner Group at their meeting in the Kremlin. According to his press secretary Peskov, these commanders all swore allegiance to the State and to Putin and he laid down ground rules for their returning to active fighting in the Special Military Operation.

We may expect to learn more in the weeks to come.

©Gilbert Doctorow, 2023